Futures – Definition, Erklärung & Beispiel
Spannend sind Futures zudem in Verbindung mit dem Handel von Optionen, da mit Terminkontrakten Optionsstrategien beispielsweise auch auf Rohstoffe angewandt werden können. Auf dieser Seite haben wir nicht nur die wichtigsten Futures aufgelistet, sondern bieten weiterführende Links zu zahlreichen Grundlagenartikeln.
🔴 Live-Webinar am 02.02.2026 um 18:30 Uhr
Ausbildung für Vermögensaufbau mit zusätzlichen monatlichen Einnahmen
Lerne, wie du an der Börse ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust. Unterscheide gute von schlechten Aktien, führe eigenständig eine Bewertung durch und erkenne den richtigen Aktienkurs. Lerne außerdem, wie du mit dem Optionshandel einen zusätzlichen Cashflow generierst.
Gute von schlechten Aktien unterscheiden
Profitable Aktien- und Optionsstrategien
In jeder Marktlage Geld verdienen
Plus Gratis-PDF im Webinar: Dein Start in den erfolgreichen Optionshandel
Futures – Definition
Futures sind Terminkontrakte, bei denen sich der Verkäufer verpflichtet, die vereinbarte Menge eines Basiswerts zu einem festgelegten Preis an einem zukünftigen Datum in einer bestimmten Qualität an einen bestimmten Ort zu liefern. Gleichzeitig verpflichtet sich der Käufer zur Abnahme.
Arten von Futures
Viele Arten von Gütern und Vermögenswerten werden als Futures gehandelt. Grob unterscheidet man:
- Financial Futures (Finanzterminkontrakte): Beziehen sich auf immaterielle Basiswerte, z. B.
- Aktienindizes (z. B. S&P 500, DAX)
- Einzelaktien
- Währungen (FX)
- Zinsen bzw. Zinsprodukte
- Commodity Futures (Rohstoff-Futures): Beziehen sich auf physische Güter, z. B.
- Energierohstoffe: Öl, Erdgas
- Metalle: Gold, Silber, Kupfer
- Agrarprodukte: Weizen, Mais, Kaffee, Zucker
Commodity Futures werden oft weiter unterteilt in:
- Hard Commodities: natürliche Ressourcen, die gefördert/abgebaut werden
Beispiele: Erdöl, Erdgas, Kupfer, Gold - Soft Commodities: landwirtschaftliche Erzeugnisse, die angebaut und geerntet werden
Beispiele: Weizen, Sojabohnen, Kaffee, Kakao
Wie funktionieren Futures?
Die Funktionsweise eines Terminkontrakts lässt sich am Beispiel eines Öl-Futures gut veranschaulichen. Ein Öl-Future ist ein standardisierter Terminkontrakt, der an einer Börse (z. B. NYMEX/CME für WTI) gehandelt wird.
Der Kontrakt definiert u. a.:
- Kontraktgröße: typischerweise 1.000 Barrel (etwa 159.000 Liter)
- Qualität: z. B. WTI (West Texas Intermediate)
- Lieferbedingungen: Ort und Zeitraum (z. B. physische Lieferung in Cushing, Oklahoma)
- Fälligkeit/Liefermonat: z. B. Januar, Februar, …
- Tick Size & Tick Value: beim WTI entspricht ein Tick 0,01 USD pro Barrel. Das entspricht einem Tick Value von 10 USD pro Tick (0,01 × 1.000).
Margin, Hebelwirkung & Mark-to-Market (MTM)
Zum Eingehen einer Futures-Position ist keine volle Bezahlung des Kontraktwerts nötig, sondern nur eine Sicherheitsleistung (Margin):
- Initial Margin: z. B. 7.500 USD für einen Kontrakt mit Notional Value 75.000 USD (75 USD × 1.000 Barrel).
- Maintenance Margin: Untergrenze der Sicherheitsleistung – fällt das Kontoguthaben darunter, gibt es einen Margin Call.
Futures werden jeden Handelstag zum Settlementpreis bewertet (Mark-to-Market). Gewinne/Verluste werden täglich gutgeschrieben oder abgebucht (Variation Margin).
Erfüllung, Glattstellung & Rollover
- Erfüllung: Je nach Kontrakt physische Lieferung (z. B. WTI) oder Cash-Settlement.
- Glattstellung: Die meisten Trader schließen die Position vor Fälligkeit durch eine Gegenposition.
- Rollover: Wer die Preisabsicherung/Spekulation fortsetzen will, verkauft/kauft den auslaufenden Kontrakt zurück und eröffnet die Position im nächstfälligen Monat (Kalenderspread).
Marktliquidität, Preisbildung & Terminkurve
Die großen Ölkontrakte, wie beispielsweise WTI, sind sehr liquide. In der Regel ist eine schnelle Ausführung zu engen Bid-Ask-Spreads möglich, besonders im Front Month (nächstmögliche Fälligkeit).
Futures-Preise entstehen aus Angebot/Nachfrage und Einflüssen wie Geopolitik, Lagerbeständen, Förderquoten, Konjunkturdaten und Wechselkursen. Die Terminkurve kann sich in einem Contango (ferne Fälligkeiten sind teurer als nahe. Es entstehen Lager- und Finanzierungskosten) oder in einer Backwardation befinden (nahe Fälligkeiten sind teurer, beispielsweise aufgrund von Knappheit). Das wirkt sich auf Rollrenditen aus.
Wo werden Futures gehandelt?
Futures werden an regulierten Terminbörsen wie der Chicago Mercantile Exchange (CME), der Intercontinental Exchange (ICE) und der EUREX gehandelt. Diese Börsen legen die Kontraktbedingungen fest, überwachen den Terminhandel und sorgen für die Abwicklung der Transaktionen.
Für den Handel als Privatperson an den Terminbörsen ist zunächst die Eröffnung eines Handelskontos bei einem zugelassenen Broker erforderlich. Der Broker wickelt das Termingeschäft im Namen der Privatperson ab und verbucht die Positionen auf dem Handelskonto.
Risiken & Besonderheiten
- Nachschusspflicht (Margin Calls): beispielsweise durch Mark-to-Market (MTM), auch intraday.
- Gapping und Limit Moves: Kursprünge über Nacht bzw. während Handelsunterbrechungen möglich.
- Liefer-/Prozessrisiko: Bei Nicht-Glattstellung kann es zur physischen Lieferung kommen (bei lieferbaren Kontrakten).
- Terminkurven-Risiko: Contango kann Rollverluste erzeugen, Backwardation Rollgewinne.
- Basisrisiko: Die Absicherung passt eventuell nicht 1:1 zum physischen Produkt (Qualität, Standort, Timing).
Fälligkeit von Futures
Terminkontrakte haben bestimmte Fälligkeitstermine, an denen der Kontrakt abgewickelt oder physisch geliefert werden muss. Diese Fälligkeitstermine sind standardisiert und variieren je nach Art des Future-Kontrakts (bspw. monatlich oder vierteljährlich).
Monatscodes
Um die Fälligkeit von Futures-Kontrakten zu kennzeichnen, werden sogenannte Monatscodes verwendet. Jeder Monat ist dabei einem bestimmten Buchstaben zugeordnet, z. B. CLF26:
- CL ist das Symbol für den WTI Crude Oil Futures-Kontrakt.
- F steht für den Monat Januar.
- 26 bezeichnet das Jahr 2026.
Diese Codierung ist eine marktübliche Konvention, die praktisch überall verwendet wird. Je nach Datenanbieter/Plattform variiert die Jahresangabe: CLF6 / CLF26 / CLF2026 kommen alle vor.
Die folgende Tabelle zeigt alle Monatscodes im Überblick.
| Monat | Monatscode | Beispiel-Kontrakt (CL) |
|---|---|---|
| Januar | F | CLF26 |
| Februar | G | CLG26 |
| März | H | CLH26 |
| April | J | CLJ26 |
| Mai | K | CLK26 |
| Juni | M | CLM26 |
| Juli | N | CLN26 |
| August | Q | CLQ26 |
| September | U | CLU26 |
| Oktober | V | CLV26 |
| November | X | CLX26 |
| Dezember | Z | CLZ26 |
Front Month und Back Month Futures
Im Futures-Handel wird zwischen Front-Month- und Back-Month-Kontrakten unterschieden. Diese Begriffe kennzeichnen Terminkontrakte mit unterschiedlicher Restlaufzeit.
- Front Month
Der Front Month ist der nächstfällige Futures-Kontrakt, also jener mit der kürzesten verbleibenden Laufzeit. Er weist in der Regel das höchste Handelsvolumen und die beste Liquidität auf. Daher konzentrieren sich viele Trader auf diesen Kontrakt. Seine Preisbewegungen gelten oft als marktführend. - Back Months
Back Months umfassen alle später fälligen Kontrakte mit längerer Restlaufzeit. Sie sind meist weniger liquide und werden seltener gehandelt, dienen jedoch häufig zur strategischen Positionierung bei längerfristigen Erwartungen zu Zinsen, Inflation oder Rohstoffpreisen.
Hexensabbat
Der sogenannte Hexensabbat (auch dreifacher Verfallstag) ist ein zentrales Ereignis im Terminhandel. An diesem Tag verfallen drei Arten von Derivaten gleichzeitig:
- Aktienoptionen
- Aktienindex-Futures
- Indexoptionen
Der Hexensabbat findet viermal jährlich statt – jeweils am dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember. Diese Termine entsprechen den Standard-Fälligkeiten vieler Futures-Kontrakte, insbesondere großer Aktienindex-Futures wie dem S&P 500 (ES) oder dem DAX-Future (FDAX).
E-Mini Futures: Terminkontrakte mit kleinerem Hebel handeln
E-Mini Futures sind standardisierte Terminkontrakte mit einer deutlich kleineren Kontraktgröße als ihre regulären Pendants. Sie wurden entwickelt, um Privatanlegern und kleineren institutionellen Investoren den Zugang zu Futures-Märkten zu erleichtern, die sonst oft nur professionellen Akteuren mit großem Kapital vorbehalten waren.
E-Minis sind für viele verschiedene Basiswerte verfügbar – darunter:
- Aktienindizes (z. B. S&P 500, Nasdaq-100)
- Rohstoffe (z. B. Gold, Öl)
- Währungen
Beispiel: E-Mini S&P 500 Futures (Symbol: ES)
Der bekannteste und meistgehandelte E-Mini ist der E-Mini S&P 500 Future, der an der CME (Chicago Mercantile Exchange) unter dem Symbol ES notiert.
Die wichtigsten Eigenschaften dieses Kontrakts:
- Basiswert: S&P 500 Index
- Kontraktgröße: 50 × der Punktestand des Index (Beispiel: Bei 5.000 Punkten entspricht ein Kontrakt 250.000 USD)
- Tick Size: 0,25 Index-Punkte
- Tick Value: 12,50 USD pro Tick (= 0,25 Punkte × 50 USD)
- Fälligkeit: Vierteljährlich – März, Juni, September, Dezember
Micro Futures: noch kleinerer Hebel, große Flexibilität
Micro Futures sind standardisierte Terminkontrakte mit einer sehr kleinen Kontraktgröße, die noch kleiner ist als die der E-Minis. Sie funktionieren jedoch grundsätzlich genauso wie reguläre Futures oder E-Minis.
Da ein Micro Future oft nur ein Zehntel eines E-Mini-Kontrakts ausmacht, ist er besonders beliebt bei
- Tradern mit kleineren Konten,
- Neueinsteigern im Futures-Handel,
- und risikobewussten Investoren.
Beispiel: Micro E-Mini S&P 500 Future (Symbol: MES)
Ein typischer Micro Future ist der Micro E-Mini S&P 500 Future, gehandelt an der CME unter dem Symbol MES.
Eigenschaften im Überblick:
- Basiswert: S&P 500 Index
- Kontraktgröße: 5 × der Punktestand des Index (Beispiel: Bei 5.000 Punkten entspricht ein Kontrakt 25.000 USD)
- Tick Size: 0,25 Index-Punkte
- Tick Value: 1,25 USD pro Tick (= 0,25 Punkte × 5 USD)
- Fälligkeit: Quartalsweise – März, Juni, September, Dezember
Verschiedene Micro Futures
Futures vs. Optionen
Futures und Optionen sind beides derivative Finanzinstrumente, die an regulierten Terminbörsen gehandelt werden. Sie unterscheiden sich jedoch grundlegend in ihrer Verpflichtungsstruktur und im Risikoprofil.
Futures – das unbedingte Termingeschäft
Ein Futures-Kontrakt verpflichtet beide Vertragsparteien, einen bestimmten Vermögenswert (z. B. Öl, Aktienindex, Währung) zu einem festen Preis an einem festgelegten zukünftigen Datum zu kaufen bzw. zu verkaufen. Es handelt sich also um ein verbindliches Geschäft, das automatisch bei Fälligkeit erfüllt wird – entweder durch physische Lieferung oder (häufiger) durch Barausgleich.
Optionen – das bedingte Termingeschäft
Eine Option gibt dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Preis innerhalb einer bestimmten Frist (amerikanisch) oder zu einem festen Datum (europäisch) zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Dafür zahlt der Käufer eine Optionsprämie. Der Verkäufer (Stillhalter) geht hingegen die Verpflichtung ein, falls die Option ausgeübt wird.
Zusammenspiel: Optionen auf Futures
In der Praxis lassen sich Futures und Optionen kombinieren, z. B. durch sogenannte Future-Optionen. Dabei handelt es sich um Optionen, bei deren Ausübung ein Futures-Kontrakt gekauft oder verkauft wird – nicht der Basiswert selbst.
Beispiel:
Ein Anleger kauft eine Call-Option auf den E-Mini S&P 500 Future (ES).
- Steigt der S&P 500, kann er bei Ausübung der Option den ES-Future zu einem vordefinierten, günstigeren Preis kaufen.
- Der Vorteil dabei ist, dass er ein begrenztes Risiko (nur die Prämie) hat, aber ein volles Gewinnpotenzial, wenn sich der Markt in seine Richtung bewegt.
Vorteile von Futures
Zu den Vorteilen zählt ein geringer Kapitalbedarf für den Handel mit Futures, verglichen mit dem direkten Handel des Basiswertes. Daraus kann sich ein Hebeleffekt ergeben, da ein Händler häufig zusätzliches Fremdkapital einsetzt, also „auf Margin“ handelt.
Vorteilhaft an Terminkontrakte ist auch ihre Funktion als Absicherungsinstrument. Im Rahmen des Hedgings können mit Terminkontrakte Risiken für Unternehmen, Produzenten und Anleger gesenkt oder sogar ausgeschlossen werden. Beispielsweise kann ein Landwirt mit Hilfe von Terminkontrakten den Verkaufspreis seiner Ernte im Voraus festlegen und sich so gegen Preisschwankungen absichern.
Nachteile von Terminkontrakten
Die Hebelwirkung von Futures kann dazu führen, dass Verluste die ursprüngliche Margin übersteigen. In solchen Fällen entstehen Nachschusspflichten, das heißt, es muss zusätzliches Kapital eingezahlt werden, um die Position aufrechtzuerhalten oder Zwangsliquidationen zu vermeiden.
Ein konsequentes Risikomanagement ist deshalb beim Handel mit Terminkontrakten unerlässlich, insbesondere durch Stop-Loss-Strategien, Margin-Überwachung und klare Positionsgrößen.
Auch für Unternehmen, die Futures zur Absicherung (Hedging) einsetzen, besteht ein Risiko. Ein Unternehmen, das beispielsweise seine zukünftigen Öl-Einkaufspreise mit Futures festlegt, schützt sich zwar vor steigenden Preisen, verzichtet aber gleichzeitig auf mögliche Vorteile fallender Preise.
Ausgewählte Futures
Währungsfutures
Rohstoff-Futures
Im folgenden Abschnitt listen wir Kontraktspezifikationen und Erläuterungen zu liquideren Futures. Die Liste erhebt somit bewusst keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern fokussiert sich auf Rohstoff-Futures mir hoher bis akzeptabler Liquidität bezogen auf den Future selbst als auch etwaige Future-Optionen.
Getreide bzw. Agrar-Futures
Metall-Futures
Fleisch-Futures
Energie-Futures
Soft-Commodity-Futures („Softs“)
Futures Basiskurs – Die wichtigsten Begriffe
Der Einstieg in den Futurehandel fällt auch deshalb teilweise nicht so leicht, weil zahlreiche Fachbegriffe den Anfang „holprig“ gestalten. Wir haben deshalb im Folgenden einige zentrale Begriffe zusammengefasst und für Sie verlinkt. Für weitere Hilfestellung empfehlen wir unsere Webinarreihen oder unser kostenfreies Erstgespräch.
Terminbörsen
Preisstruktur
Häufige Fragen
Wozu dient der Handel mit Futures?
Im Handel mit Terminkontrakten treten zwei Hauptakteure auf: produzierende Unternehmen und Kapitalmarktteilnehmer.
- Unternehmen nutzen Terminkontrakte, um Preise oder Wechselkurse über einen bestimmten Zeitraum abzusichern und so ihre Finanzplanung zu stabilisieren – etwa durch den frühzeitigen Kauf von Rohstoffen wie Weizen. Hierbei sind Kontrakte mit physischer Lieferung üblich.
- Kapitalanleger und Spekulanten hingegen zielen meist auf Kursgewinne ab und vermeiden die physische Lieferung. Sie bevorzugen Kontrakte mit Barausgleich (Cash Settlement) oder schließen Positionen vor Fälligkeit.
Für beide Gruppen bieten Futures eine Möglichkeit zur Risikominimierung – das sogenannte Hedging – etwa gegen Wechselkurs- oder Preisschwankungen.
Wie funktioniert der Future-Handel?
Ein Händler spekuliert auf steigende Ölpreise und kauft einen WTI Crude Oil Future (CL) mit dreimonatiger Laufzeit und einem Ausübungspreis von 50 USD. Der Kontrakt bezieht sich auf 1.000 Barrel, der Gesamtwert beträgt also 50.000 USD. Zur Eröffnung genügt die Hinterlegung einer deutlich geringeren Initial Margin.
Am dritten Freitag des Fälligkeitsmonats steht der Ölpreis bei 65 USD. Der Händler erzielt somit 15 USD Gewinn pro Barrel, insgesamt 15.000 USD. Da ein Barausgleich vereinbart wurde, wird ihm der Gewinn ausgezahlt – eine physische Lieferung entfällt.
Wie wird der Futurekurs berechnet?
Die Preisbildung eines jeden Terminkontraktes basiert auf Angebot und Nachfrage. Verschiedene mathematische Modelle helfen dabei, den Preis zu bestimmen, zu dem ein Future bepreist sein sollte. Verschiedene Komponenten spielen hierbei eine Rolle, die im Folgenden erklärt werden.
- Kassakurs (auch „Spot Price“)
- Laufzeit bis zum Verfall
- Cost of Carry (auch „Lagerhaltungskosten“)
Je nach Future und je nach Detailgrad des Modells werden zwei weitere Faktoren berücksichtigt.
- Dividenden oder Zinsen: Regelmäßige Cashflows (sofern vorhanden), die vom Basiswert erzeugt werden, müssen berücksichtigt werden
- Risikofreier Zinssatz
Aus diesen Komponenten kann der theoretisch erwartete Terminkurs eines bestimmten Futures mit bestimmtem Verfall recht zuverlässig ermittelt werden. Letztlich unterliegt ein Future jedoch den Gesetzen von Angebot und Nachfrage, die sich zumindest kurzfristig vom theoretisch erwarteten Kurs entfernen können.
Vereinfacht setzt sich der Terminkurs also aus dem Kassakurs (engl.: „Spot Rate“) und den Cost of Carry, also „Lagerhaltungskosten“ bis zum Erfüllungstag zusammen.
Was ist die Cost of Carry?
Die Cost of Carry (Lagerhaltungskosten) bezeichnen die Kosten für die Haltung eines Basiswerts bis zur Fälligkeit eines Terminkontrakts. Sie umfassen beispielsweise Lager-, Versicherungs- und Finanzierungskosten.
Im Rohstoffhandel spielen die Cost of Carry eine besonders große Rolle, da physische Güter höhere Lager- und Transportkosten verursachen als Aktien oder Devisen. Dennoch fallen auch bei immateriellen Basiswerten entsprechende Finanzierungskosten an.
Kostenloses Webinar + PDF: So handelst du profitabel mit Optionen und generierst ein Zusatzeinkommen
Lerne in unserem kostenlosen Live-Webinar am 02.02.2026 um 18:30 Uhr, wie du mit dem Optionshandel ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust. Lerne, gute von schlechten Aktien zu unterscheiden und erkenne zuverlässig überteuerte Aktienkurse. Baue dir ein zweites Einkommen auf, mit dem du unabhängig der Marktlage Geld verdienen kannst. Klicke hier, um dich für das Webinar anzumelden.




