Variation Margin – Erklärung & Berechnung
Variation Margin, auch Mark-to-Market-Margin genannt, ist ein börsentäglicher Ausgleich von Gewinnen und Verlusten, die insbesondere – aber nicht ausschließlich – im Rahmen des Handels an Terminbörsen entstehen. Dieser Ausgleich erfolgt in bar zwischen den Kontrahenten und wird von der zuständigen Clearingstelle abgewickelt.
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Variation Margin – Definition
Die Variation Margin dient zum Ausgleich von Gewinnen und Verlusten der offenen Positionen im Handelskonto, die durch Kursschwankungen entstehen. Der Gewinn- und Verlustausgleich findet bei Futures und Optionen auf Futures (FOPs) täglich im Mark-to-Market-Verfahren durch die zuständige Clearingstelle statt.
Diese regelmäßige Neubewertung ist möglich, weil die Terminbörse als zentrale Gegenpartei (Central Counterparty) agiert. Sie steht zwischen Käufer und Verkäufer und garantiert die Vertragserfüllung. Dadurch entspricht die Anzahl der Long-Kontrakte immer exakt der Anzahl der Short-Kontrakte, was eine symmetrische Abwicklung der Variation Margins ermöglicht.
Grundlagen der Variation Margin
Die Variation Margin unterscheidet sich maßgeblich von anderen Margin-Arten, wie die Initial Margin und Maintenance Margin, da es sich hierbei um keine zu hinterlegende Sicherheitsleistung handelt, sondern um einen täglichen Gewinn- und Verlustausgleich in bar.
Allgemein ergibt sich durch das Mark-to-Market Verfahren folgendes Schema für den Ausgleich:
- Tagesaktueller Abrechnungskurs höher als am Vortag: Inhaber einer Long-Position bekommt die Preisdifferenz gutgeschrieben, während der
Inhaber der entsprechenden Short-Position die Preisdifferenz zahlen muss. - Tagesaktueller Abrechnungskurs niedriger als am Vortag: Inhaber einer Short-Position bekommt die Preisdifferenz gutgeschrieben, während der
Inhaber der entsprechenden Long-Position die Preisdifferenz zahlen muss.
Das Ziel dieser Vorgehensweise ist es, potenzielle Gewinne oder Verluste zeitnah zu realisieren, anstatt sie erst bei Glattstellung oder Fälligkeit der Position zu bilanzieren. Dadurch wird das Kreditrisiko für die Clearingstelle deutlich reduziert.
Bedeutung der Variation Margin für das Margin-Konto
Unterschreitet die Variation Margin die Maintenance Margin, erfolgt ein Margin Call. Der Händler muss in diesem Fall genug Mittel einzahlen, um das Konto wieder mindestens auf das Niveau der ursprünglichen Initial Margin anzuheben. Diese Kapitalanforderung wird ebenfalls über das Margin-System der Clearingstelle kontrolliert und regelmäßig angepasst.
Initial Margin vs. Variation Margin
Die Initial Margin ist eine Sicherheitsleistung, die vor dem Eingehen einer Position hinterlegt wird. Sie schützt vor möglichen Verlusten bis zur nächsten Bewertung und wird im Voraus als Prozentsatz des Kontraktwertes festgelegt. Die Variation Margin wird dagegen regelmäßig angepasst und gleicht realisierte Gewinne und Verluste aus, die durch Kursschwankungen entstehen.
Beispiel: Unterschied der Initial und Variation Margin in der Praxis
Ein Händler eröffnet eine Long-Position in einem Future-Kontrakt mit einem Markwert von 100.000 USD. Die Initial Margin beträgt 10 %, also 10.000 USD, die als Sicherheit auf dem Konto blockiert werden.
Am nächsten Tag sinkt der Marktwert um 2 %, was einem Verlust von 2.000 USD entspricht. Dieser Betrag wird als Variation Margin vom Konto des Long-Händlers abgezogen und dem Short-Händler gutgeschrieben, unabhängig von der ursprünglichen Marginhöhe.
Beispiel: E-mini S&P 500 Future
Ein Händler möchte einen E-mini S&P 500 Future-Kontrakt kaufen. Bei einem Indexstand von 4.400 Punkten und einem Multiplikator von 50 USD entspricht der Kontrakt einem Gesamtwert von 220.000 USD. Für die Eröffnung der Position muss der Händler die erforderliche Initial Margin von etwa 12.650 USD auf seinem Handelskonto hinterlegen.
Tag 1 – Mark-to-Market-Gewinn
Am Ende des ersten Handelstages schließt der S&P 500 bei 4.420 Punkten. Die Differenz von +20 Punkten zum Einstiegskurs entspricht einem Buchgewinn. Multipliziert mit dem Kontrakt-Multiplikator ergibt sich: 20 Punkte × 50 USD = 1.000 USD.
Dieser Betrag wird dem Long-Position-Inhaber im Rahmen der täglichen Variation Margin gutgeschrieben und dem Short-Position-Inhaber entsprechend belastet. Die Position wird marktbewertet (Mark-to-Market) und ausgeglichen.
Tag 2 – Variation Margin bei Verlust
Am Folgetag schließt der Index bei 4.380 Punkten, also 40 Punkte niedriger als am Vortag (nicht als Einstiegskurs). Die tägliche Bewertung erfolgt im Vergleich zum Vortagesschlusskurs von 4.420 Punkten.
Die Abweichung beträgt −40 Punkte, was einem Verlust von: 40 Punkte × 50 USD = 2.000 USD entspricht.
Dieser Betrag wird dem Short-Position-Inhaber als Variation Margin gutgeschrieben und dem Long-Position-Inhaber belastet.
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