Termingschäfte – Erklärung & Beispiele

Autor: Armin Hecktor

Mit Termingeschäfte, auch bekannt als Zeitgeschäfte, vereinbaren Käufer und Verkäufer den Kauf oder Verkauf eines Basiswertes, wobei der Liefertermin in der Zukunft liegt und nicht, wie am Kassamarkt, sofort stattfindet. Die Vertragsbedingungen, wie der Tag des Kaufs oder Verkaufs, der Preis und die Qualität des Basiswertes werden von Beginn an festgehalten. Auf diese Weise können sich Marktteilnehmer unter anderem gegen Preisschwankungen absichern oder auf steigende und fallende Preise der Basiswerte spekulieren.

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Termingeschäfte – Definition & Differenzierung

Bei einem Termingeschäft sind der Vertragsabschluss und die eigentliche Vertragserfüllung zeitlich voneinander getrennt. Das heißt, anders als bei einem Kassageschäft, bei dem die Lieferung „sofort“ vollzogen wird, findet die Vertragserfüllung des Termingeschäfts zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt statt. Das zugrunde liegende Derivat regelt dabei die genauen Geschäftskonditionen.

Die Trennung in zwei unterschiedliche Märkte ist daher zwingend notwendig: Kassamarkt und Terminmarkt. Auf dem Kassamarkt können ausschließlich Kassageschäfte wie Aktienkäufe abgeschlossen werden, während auf einem Terminmarkt ausschließlich Termingeschäfte, wie Käufe von Aktienoptionen, getätigt werden können.

In der Regel gibt es für jeden Basiswert, das auf dem Kassamarkt gehandelt werden kann, einen entsprechenden Terminmarkt, auf dem sich Marktteilnehmer mithilfe entsprechender Derivate absichern können. Aus diesem Grund ist es wichtig hervorzuheben, dass mit Finanzmarktprodukten, die am Kassamarkt gehandelt werden, Finanzierungs- und Anlageentscheidungen umgesetzt werden, während mit Derivaten Risiken zwischen Marktteilnehmer transferiert werden, die in den Finanzmarktprodukten stecken.

Hinweis: In Deutschland liegen zwischen dem Kauftag und dem Valutatag, an dem das Kassageschäft rechtlich abgeschlossen ist, üblicherweise zwei Werktage.

Unbedingte vs. bedingte Termingeschäfte

Termingeschäfte selbst unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Verpflichtung zur Vertragserfüllung und können somit in zwei Kategorien eingeteilt werden.

  • Bei einem unbedingten Termingeschäft besteht für jede Vertragspartei die bindende Verpflichtung zur Erfüllung des Geschäfts zum vereinbarten Termin zu den vereinbarten Konditionen. Unter diese Kategorie fallen unter anderem Derivate wie Futures und Forwards, die wiederum die Basis von Knock-out Produkten darstellen.
  • Bei einem bedingten Termingeschäft besteht lediglich für eine Vertragspartei die bindende Verpflichtung zur Erfüllung des Geschäfts zum vereinbarten Termin zu den vereinbarten Konditionen. Der anderen Partei wird das Wahlrecht, auch Optionsrecht genannt, eingeräumt, darüber zu entscheiden, ob das Geschäft erfüllt wird oder nicht. Dieser Kategorie gehören Optionen an. Wie es der Name vermuten lässt, basieren Optionsscheine ebenfalls auf diesen Derivaten.
Zuordnung von Futures und Optionen

Beispiel für ein unbedingtes Termingeschäft

Angenommen, ein Händler möchte auf einen steigenden Ölpreis spekulieren. Er tritt folglich in einen WTI Crude Oil Future (CL) ein. Die Laufzeit des Terminkontrakts beträgt drei Monate. Der Strike des Terminkontrakts ist 50 Dollar. Öl-Futures beziehen sich jeweils auf 1.000 Barrel Öl. Folglich ist der gesamte Wert der Position auf 50.000 Dollar zu beziffern (50 $ x 1.000 Barrel). Zur Eröffnung der Position muss der Händler jedoch einen deutlich geringeren Betrag, die Initial Margin, bereitstellen.

Am dritten Freitag des Fälligkeitsmonats verfällt der Future. Zu diesem Zeitpunkt ist der Ölpreis auf 65 Dollar gestiegen. Pro Barrel kann der Händler folglich einen Gewinn von 15 Dollar verzeichnen. Dies ergibt, multipliziert mit der Kontraktgröße, einen Gewinn von 15.000 Dollar. Für den betrachteten Kontrakt wurde ein Barausgleich vereinbart. Also bekommt der Händler den Gewinn ausgezahlt und muss das Crude Oil (Rohöl) nicht physisch abnehmen.

Kurz: Der Händler kann einen Gewinn realisieren, wenn der Kassapreis für Crude Oil in drei Monaten über 50 Dollar notiert.

Beispiel für ein bedingtes Termingeschäft

Ein Optionshändler erwartet steigende Kurse einer Aktie. Diese notiert aktuell bei einem Kurs von 30 Euro. Um mit geringem Eigenkapitaleinsatz von einer positiven Entwicklung der Aktie zu profitieren, kauft der Händler eine Call-Option auf die jeweilige Aktie.  Den Strike wählt der Händler bei 30 Euro.

  • Steigt der Kurs des Basiswertes über den Strike-Preis, befindet sich die Option folglich im Geld und entwickelt sich positiv für den Optionshändler.
  • Bleibt der Kurs bei 30 Euro, ist die Option am Geld.
  • Fällt der Kurs der Aktie unter die 30 Euro, ist die Option aus dem Geld.

Bei fallenden oder gleichbleibenden Kursen verliert der Optionskäufer lediglich die gezahlte Prämie. Diese Konstellation ähnelt einer Versicherung, die letztendlich nicht vom Versicherungsnehmer in Anspruch genommen wird.

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