Die Terminbörse, auch Warenterminbörse, Terminmarkt oder Futures Exchange genannt, stellt den Marktplatz für Warenterminprodukte dar. Über Terminbörsen haben Markteilnehmer die Möglichkeit Termingeschäfte in Form von Futures, Optionen und Futures-Optionen (FOPs) abzuschließen.

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Terminbörsen – Definition

Die Funktion einer Terminbörse besteht darin, den Terminhandel für möglichst viele Marktteilnehmer zu ermöglichen und diese zusammenzubringen. Demnach stellt die Terminbörse einen zentralen Marktplatz dar, an dem Marktteilnehmer Warenterminprodukte handeln und ein Warentermingeschäft abschließen können. Zu diesen Warenterminprodukten zählen unter anderem Futures, Optionen und Futures-Optionen (FOPs).

Zu den Marktteilnehmern, die direkten Zugang zur Terminbörse besitzen, zählen Broker und gewerbliche Händler, die Mitglieder der jeweiligen Terminbörse sind. In den USA müssen die Mitglieder bei der National Futures Association (NFA) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert sein. Privatpersonen wird demnach kein direkter Zugang zu den Terminbörsen gewährt.

Möchte man als Privatperson an den Terminbörsen handeln, muss zunächst ein Handelskonto bei einem registrierten Broker eingerichtet werden. Der Broker wickelt das Termingeschäft im Namen der entsprechenden Privatperson ab und verbucht die Positionen im Handelskonto.

Was bietet eine Terminbörse?

Um eine möglichst große Handelsaktivität und gleichzeitig Liquidität in den einzelnen Terminprodukten sicherzustellen, wurden die an einer Terminbörse handelbaren Terminkontrakte hinsichtlich verschiedener Parameter standardisiert. Hierzu gehören unter anderem die Laufzeit, die Quantität und die Qualität des Underlyings. Diese Standardisierung steht im Gegensatz zu außerbörslichen Termingeschäften (OTC), bei denen sich Käufer und Verkäufer auf individuelle Bedingungen einigen.

Terminbörsen bieten außerdem Clearingdienste an. Während das Clearing selbst von verschiedenen Clearingstellen durchgeführt wird, standardisiert die Terminbörse die Durchführung dieser Dienstleistung. Die Clearingdienste sorgen dafür, dass das Kontrahentenrisiko nahezu eliminiert wird.

Unter dem Kontrahentenrisiko versteht man das Risiko, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Diese Risikoeliminierung macht den Handel für kurzfristige Spekulanten sehr attraktiv und hält ihre Handelsaktivitäten auf dem Terminmarkt aufrecht. Das führt wiederum zu mehr Liquidität in den Terminprodukten.

Clearing

Terminbörsen ermöglichen den Zugang zu Clearingstellen, die im Mittelpunkt jeder Handelsaktivität stehen. Das Termingeschäft wird zwar auf dem Papier zwischen Anleger A und B eingegangen, faktisch findet jedoch kein direkter Handel zwischen den beiden Parteien statt, sondern die Clearingstelle tritt für beide Parteien als Kontrahent in Erscheinung.

Angenommen Anleger A kauft einen Gold-Futures-Kontrakt im Wert von 180.000 USD, der ihm von Anleger B verkauft wird. In der Realität ist Anleger A durch den Kauf des Gold-Futures-Kontrakts dazu verpflichtet, zu einem zukünftigen Zeitpunkt Gold im Wert von 180.000 USD von der Clearingstelle zu kaufen. Analog dazu ist Anleger B entsprechend dazu verpflichtet zu liefern, sollte das Termingeschäft zur Ausführung kommen.

Die Verpflichtung zum Verkauf von Gold im Wert von 180.000 USD richtet sich jedoch ebenfalls an die Clearingstelle. Da die Clearingstelle die Verpflichtungen beider Geschäftsparteien übernimmt und diese garantiert, muss sich Anleger A keine Sorgen machen, dass Anleger B seinen Verpflichtungen zur Vertragserfüllung nicht nachkommt. Damit wird das sogenannte Kontrahentenrisiko nahezu eliminiert.

Margin

Die Terminbörsen verfügen über zahlreiche Mechanismen, um den ordnungsmäßigen Handel zu gewährleisten und das Kontrahentenrisiko entsprechend zu regulieren.

Die Futures Margin ist hierbei ein wesentliches Grundkonzept für den Handel mit Warenterminprodukten. Im Wesentlichen gibt die Futures Margin den Geldbetrag an, den ein Händler in verschiedenen Szenarien auf seinem Handelskonto hinterlegt haben muss, um einen Futures-Kontrakt zu „kontrollieren“. Dabei wird zwischen Initial Margin, Maintenance Margin, Liquidation Margin, Variation Margin und dem Margin Call unterschieden.

Im Allgemeinen stellt die Futures Margin eine Sicherheit dar, die die beteiligten Parteien eines Termingeschäfts hinterlegen müssen. Damit wird sichergestellt, dass beide Geschäftsparteien über ausreichende Mittel verfügen, um das Termingeschäft einzugehen. Die Margin-Anforderungen werden von den Terminbörsen in der Regel mit dem sogenannten SPAN System ermittelt.

Handelsstärkste Kontrakte pro Terminbörse

Folgende Auflistung zeigt den derzeitigen Stand (2022) der nach Handelsvolumen am meisten gehandelten Futures-Kontrakte für eine Auswahl international bedeutender Warenterminbörsen:

Handelsstärkste Terminbörsen

Allgemeinhin gilt die CME Group mit ihren Tochtergesellschaften CME, CBOT, NYMEX und COMEX als weltweit größte Warenterminbörse nach Handelsvolumen. Allerdings sollte hierbei eine Differenzierung nach Marktsegment erfolgen, weshalb diese Aussage relativiert werden muss. Außerdem muss zwischen der Kennzahl Handelsvolumen, Open Interest und Anzahl der gehandelten Kontrakte differenziert werden. Bei letzterer Kennzahl ist die National Stock Exchange of India (NSE) führend.

Die Frage „Welche Warenterminbörse ist weltweit die größte?“ ist daher ungenau und kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Die nachfolgende Auflistung wurde daher anhand der Anzahl gehandelter Kontrakte erstellt, da diese Kennzahl die am häufigsten verfügbare Datengrundlage bietet. Da die Kontraktgrößen jedoch von Markt zu Markt stark variieren, sollten diese Zahlen immer unter Bezugnahme auf den gehandelten Nominalwert gelesen werden, da die größten Märkte nach Anzahl gehandelter Kontrakte nicht zwangsläufig die größten Handelsvolumen aufweisen.

Zudem nimmt die Auflistung Bezug auf eine Auswahl wichtiger Marktsegmente. Weiterführende Informationen können dem jährlich erscheinenden Report „WFE Derivatives Report“ der World Federation of Exchanges entnommen werden.

  • Marktsegment: Single Stock Options
    Nasdaq (1,70 Mrd. Kontrakte), B3 (1,46 Mrd. Kontrakte), Cboe (1,29 Mrd. Kontrakte)
  • Marktsegment: Single Stock Futures
    Borsa Istanbul (1,20 Mrd. Kontrakte), Korea Exchange (1,13 Mrd. Kontrakte), B3 (0,36 Mrd. Kontrakte)
  • Marktsegment: Stock Index Options
    NSE (6,67 Mrd. Kontrakte), Korea Exchange (0,74 Mrd. Kontrakte), Cboe (0,46 Mrd. Kontrakte)
  • Marktsegment: Stock Index Futures
    B3 (2,93 Mrd. Kontrakte), CME Group (1,25 Mrd. Kontrakte), EUREX (0,58 Mrd. Kontrakte)
  • Marktsegment: Commodity Options and Futures
    Dalian Commodity Exchange (2,21 Mrd. Kontrakte), Shanghai Futures Exchange (2,10 Mrd. Kontrakte), Zhengzhou Commodity Exchange (1,70 Mrd. Kontrakte)

Ausgewählte Terminbörsen in der Übersicht

Terminbörsen – Geschichte

Die Anreizmechanismen für diejenigen, die die Börse betreiben, beruhen im Wesentlichen auf dem Volumen und dem Dollarwert der gehandelten Transaktionen – je mehr, desto besser. Das bedeutet, dass sie darauf hinarbeiten, so viele Teilnehmer wie möglich zu gewinnen, die so viele Geschäfte wie möglich abschließen. Dies hat in den letzten Jahren zu vielen Innovationen geführt, die die Beteiligung über elektronische Plattformen erhöht haben.

An Orten, an denen eine Terminbörse früher eine wichtige physische Präsenz hatte, wie z.B. die Handelssäle der Chicago Mercantile Exchange (CME) oder der New York Mercantile Exchange (NYMEX), haben diese Standorte heute nicht mehr die Bedeutung, die sie in der Vergangenheit hatten. Da der Terminhandel von jedem Computer aus erfolgen kann, der über das Internet mit einem an der Börse angeschlossenen Broker verbunden ist, ist der Handel weltweit dezentralisiert und findet unter der Woche fast 24 Stunden am Tag statt.

Die größte Terminbörse in den USA, die CME, wurde 1898 unter dem Namen Chicago Butter and Egg Board gegründet, als nur Terminkontrakte für landwirtschaftliche Erzeugnisse angeboten wurden. In den späten 1900er-Jahren, wurde das Produktangebot um zahlreiche Terminkontrakte in den Bereichen Landwirtschaft, Energie, Aktienindizes, Devisen, Zinsen, Metalle und Immobilien ausgeweitet.

Mit dem wachsenden Produktangebot nahmen auch die Konsolidierungen unter den Terminbörsen zu. Die wohl bedeutendste Fusion fand im Jahr 2007 zwischen der CME und dem Chicago Board of Trade (CBOT) statt. Die Fusion der beiden Börsen führte zur Gründung der CME Group. Ein Jahr nach der Fusion, übernahm die CME Group die NYMEX Holding, die Muttergesellschaft der NYMEX und der Commodity Exchange (COMEX).

Die heutigen Terminbörsen bieten die Absicherung von Finanzinstrumenten über Terminkontrakte an. Diese Hedge-Aktivitäten machen heutzutage den Großteil der Transaktionen auf dem Terminmarkt aus. Die Terminbörsen spielen eine wichtige Rolle für die ordnungsmäßige Funktionsweise des globalen Finanzsystems.

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