Micro Futures – Definition & Produktübersicht

Autor: Maik Engelkamp - Inhaltlich geprüft von: Philipp Berger

Micro Futures sind von der CME Group am 6. Mai 2019 eingeführte Terminkontrakte für vier populäre US-Indizes. Diese Kontrakte ermöglichen es den Marktteilnehmern, an den Preisschwankungen der Indizes S&P 500, Russell 2000, Dow Jones 30 und Nasdaq-100 teilzuhaben, und zwar zu wesentlich geringeren Kosten als bei den bestehenden E-Mini-Futures. 

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Was sind Micro Futures? – Definition

Als Micro Future werden typischerweise die von der CME Group eingeführten Micro E-Mini Futures bezeichnet, welche Anlegern ermöglichen, mit geringerem Kapitaleinsatz an den Preisentwicklungen von vier populären US-Indizes teilzuhaben.

Die Kontrakte werden von Sonntag 17 Uhr MEZ bis Freitag 16 Uhr MEZ fast 24 Stunden am Tag gehandelt.  Es gibt jährlich insgesamt vier Fälligkeiten, welche jeweils am dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember terminiert sind.

Die Abrechnung der Micro Futures erfolgt zum jeweiligen Kassakurs der Basiswerte am Verfallstag in bar (Barausgleich). Im Gegensatz zu den bereits länger bestehenden Mini Futures (E-Mini Futures) verlangen Engagements in Micro Futures nur ein Zehntel des Kapitals, was durch den geringeren Kontraktmultiplikator begründet ist.

Einführung & Bedeutung der Micro Futures

E-Minis wurden in den späten 1990er-Jahren eingeführt, als die Werte der großen Indizes für den durchschnittlichen Privatanleger zu groß wurden. Index-Futures sind Terminkontrakte, die es Anlegern ermöglichen, den Wert eines Börsenindexes heute zu kaufen oder zu verkaufen, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt über Barausgleich abzurechnen.

Die Mikro-E-Mini-Kontrakte sind nur ein Zehntel so groß wie die normalen E-Mini-Kontrakte, sodass die Kosten des Handels ebenfalls um das Zehnfache der Kosten der E-Mini-Kontrakte sinken:

  • Die E-Mini-Kontrakte für den S&P 500 und den Russell 2000 kosten das Fünfzigfache des Indexwerts bei Ablauf des Kontrakts, während die Mikro-E-Mini-Kontrakte für diese beiden Indizes nur das Fünffache des Werts kosten.
  • Der Mikro-E-Mini-Kontrakt für den Nasdaq 100-Index kostet das Zweifache des Indexwerts, und der Mikro-E-Mini des Dow Jones 30 kostet das Einhalbfach des Indexwerts.

Wenn also der S&P 500-Index beispielsweise bei 2950 liegt, beträgt der Mikro-E-Mini-Wert 14.750 $, während der E-Mini-Kontrakt bei 147.500 $ notieren würde.

Micro Futures erwiesen sich von Anfang an als äußerst beliebt. Der Micro E-mini S&P 500 Future erreichte bereits am 3. Juni 2019, ein Monat nach seiner Einführung, ein Volumen von fast 417.000 gehandelten Kontrakten. Dieses Handelsvolumen entspricht in etwa 25 Prozent des Volumens des wesentlich etablierten E-Mini-Vetters.

Welche Micro Futures gibt es?

Als Basiswerte der Micro Futures kommen aktuell vier verschiedene Indizes in Frage, welche sich unter anderem durch die Marktkapitalisierung der im Index inkludierten Unternehmen unterscheiden:

  • S&P 500 (Ticker: MES), welcher aus 500 börsennotierten (großen) Unternehmen (Large Caps) der USA zusammengesetzt ist.
  • Russell 2000 (Ticker: M2K), welcher aus den 2.000 kleinsten US-Unternehmen des Russell 3000 zusammengesetzt ist (Small Caps).
  • Dow Jones Industrial Average (Ticker: MYM), welcher sich aus den 30 größten Unternehmen der USA zusammensetzt (Blue Chips).
  • Nasdaq-100 (Ticker: MNQ), welcher sich aus den 100 größten, an der NASDAQ gelisteten Unternehmen, welche nicht dem Finanzsektor angehören, zusammensetzt.

Welche Alternativen zu Micro Futures gibt es?

Möchte ein Anleger beispielsweise an den Preisbewegungen der vier möglichen Basiswerte der Micro Futures partizipieren, kann er dies über verschiedenen Wege machen. Im Detail sind die gängigsten Investitionen bei einer bullischen Meinung (steigende Kurse) die Folgenden:

  • Kauf von vier ETF, welche jeweils einen der Indizes als Basiswert haben.
  • Kauf von Call-Optionen auf die jeweiligen ETF.
  • Kauf eines Mini Futures.
  • Kauf eines Micro Futures.
  • Sonstige Partizipierung bspw. über strukturierte Produkte, wie Optionsscheine.

Diese Investitionen unterschieden sich in diversen Eigenschaften. Unter anderem unterscheiden sich die oben genannten Alternativen in der Laufzeit, den Kosten, den verbrieften Rechten und Pflichten, sowie in der Abrechnung und dem Kapitaleinsatz.

Micro Futures vs. Options

Bei Optionen handelt es sich um einen bedingten Terminkontrakt, weil nur der Verkäufer eine Verpflichtung eingeht. Ein Future dagegen ist ein unbedingter Terminkontrakt. Sowohl Käufer als Verkäufer verpflichten sich, einen Handel einzugehen. Außerdem kann es möglich sein, mit einer Option auf einem Future zu handeln, aber nicht umgedreht.

Micro-Optionen beispielsweise sind Optionen auf Micro Futures. Das bedeutet, der Wert der Micro-Optionen ergibt sich aus dem jeweiligen Micro Future. Daher ermöglichen Micro-Optionen kapitalintensive Basiswerte wie Index-Futures mit einem geringeren Kapitalaufwand zu handeln.

Grundsätzlich sind Micro-Optionen genauso wie „normale“ Optionen, welche ebenfalls das Recht verbriefen einen bestimmten Basiswert, zu einem bestimmten Preis (Strike) bis zum Ende der Laufzeit (Verfallstag) zu kaufen (Call-Optionen) oder zu verkaufen (Put-Optionen).

Beispiel – Handel mit Micro Futures vs. Mini Futures

Bei angenommenen Indexständen von:

  • S&P 500: 3.500 Punkte
  • Dow Jones Industrial Average: 30.000 Punkte
  • Nasdaq-100: 12.000 Punkte
  • Russell 2000: 1.500 Punkte,

würden sich folgende Kapitalanforderungen bei Mini Futures, sowie Micro Futures ergeben:

Index Mini Futures Micro Futures
S&P 500 175.000$ 17.500$
Dow Jones Industrial Average 150.000$ 15.000$
Nasdaq-100 240.000$ 24.000$
Russell 2000 75.000$ 7.500$

Der gesamte Kapitalbedarf, um jeweils einen Kontrakt zu handeln, unterscheidet sich in diesem Beispiel um 576.000$, was den Hauptvorteil von Micro Futures unterstreicht. Man kann hierbei in der gleichen Weise wie bei Mini Futures an den gleichen Indizes partizipieren, während nur ein Bruchteil des Kapitals eingesetzt werden muss. Somit bieten Micro Futures eine Gelegenheit für Privatanleger ebenfalls ein Engagement in diesem Markt aufzubauen.

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