Finanzielle Freiheit erreichen [Anleitung 2022]

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Finanzielle Freiheit (engl. „financial independence“) verfügt über viele Definitionen und wird gern in Finanzmedien verwendet. Oft wird unter finanzieller Freiheit die Unabhängigkeit von aktivem Erwerbseinkommen verstanden. Im Folgenden sollen nicht nur der Begriff der finanziellen Freiheit erklärt, sondern auch mögliche Wege zur Erreichung dieses Zieles aufgezeigt werden.

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Was ist finanzielle Freiheit? – Eine Erklärung

Nach dem Konzept der finanziellen Freiheit ist es möglich, eine Unabhängigkeit von aktivem Erwerbseinkommen zu erreichen. Mit aktivem Erwerbseinkommen sind etwa Vergütungen aus Angestelltentätigkeiten, Beamtentätigkeiten oder selbstständigen Tätigkeiten gemeint. Dem gegenüber steht das passive Einkommen, das einen Weg zu finanziellen Freiheit darstellt. Dazu gehören im wesentlichen Kapitalerträge aus Wertpapieren, wie Aktien, Anleihen oder auch Derivaten.

Ob der Zustand der finanziellen Freiheit als erreicht gilt, hängt stark von den Ausgaben einer Person oder eines Haushalts ab. Grundsätzlich müssen alle regulären Ausgaben inklusive eines großzügigen Sicherheitspuffers durch passives Einkommen auf unbestimmte Zeit abgedeckt werden können. Dann gilt eine Person als finanziell frei.

Finanzielle Freiheit vs. Finanzielle Unabhängigkeit: Im deutschsprachigen Raum werden Personen die nicht arbeiten müssen auch Privatiers genannt. Das kann beispielsweise der Fall sein, sobald das monatliche passive Einkommen aus Investitionen das Mindesteinkommen abdeckt, das benötigt wird, um nicht auf eine entlohnte Beschäftigung angewiesen zu sein. Finanzielle Freiheit bedeutet jedoch, dass die eigenen Wünsche und Bedürfnisse uneingeschränkt erfüllt werden können, ohne dass das Kapital aufgezehrt wird.

Finanzielle Freiheit durch Sparen

Der Begriff Frugalismus, auch als Sparen bekannt, bedeutet im Grundsatz „Bescheidenheit“. Nach der Finanzkrise 2008 entstand dieser Trend in den USA. Frugalisten zeichnen sich häufig dadurch aus, dass sie sparsam leben und nur geringe Ausgaben haben. Beispielsweise suchen sich Frugalisten kostengünstige Hobbys oder kaufen ihre Möbel lediglich gebraucht. Die beiden größten Sparfaktoren im Frugalismus sind Wohn- und Mobilitätskosten. Frugalisten begnügen sich häufig mit kleinen Wohnungen oder Wohngemeinschaften und besitzen kein eigenes Auto.

Andere Quellen gehen allerdings bereits von Frugalismus aus, wenn eine Person (deutlich) weniger ausgibt, als sie einnimmt. Nach dieser Definition ist ein geringerer Verzicht auf Luxusgegenstände notwendig, um frugal zu leben.

Obwohl es keine eindeutige und allgemeingültige Definition gibt, wird Frugalismus jedoch meistens mit einem sehr sparsamen Lebensstil und Verzicht auf Luxusgüter gleichgesetzt. Es ist jedoch fraglich, ob eine Person ohne zu investieren und nur durch Frugalismus finanziell frei werden kann, auch wenn sie gut verdient und viel davon spart.

Hinweis: Besonders in englischsprachigen Medien ist im Zusammenhang mit finanzieller Freiheit und Frugalismus immer wieder von der FIRE-Bewegung die Rede. FIRE ist eine Abkürzung und steht für „Financial Independence, Retire Early“. Folglich haben Anhänger dieser Bewegung das Ziel, nach dem Konzept der finanziellen Freiheit vorzeitig aus dem Berufsleben auszuscheiden. Der Frugalismus ist dabei häufig ein unterstützendes Instrument.

Finanziell frei werden durch Investieren

Die Grundlage für das Konzept der finanziellen Freiheit kann also die Anlage von Geldern am Kapitalmarkt oder Immobilienmarkt sein. Diese Form des Investierens liefert langfristig eine Rendite, die deutlich über der von festverzinslichen Anlagen, wie beispielsweise Tages- oder Festgeld, liegt. Mit circa vier Millionen Aktionären ist in Deutschland die Aktionärsquote jedoch deutlich geringer als in anderen Staaten, wie den USA. Daher sollten sich angehende Investoren zunächst mit den Grundlagen des Investierens befassen.

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Die passende Anlagestrategie aussuchen

Für Personen mit durchschnittlichem Einkommen ist die finanzielle Freiheit nur erreichbar, wenn das gesparte Geld sinnvoll angelegt wird. Sinnvoll bedeutet in diesem Fall, dass es bei annehmbarem Risiko eine möglichst hohe Rendite erzielen soll.

Nur mit der richtigen Rendite kann der Zinseszins in Kombination mit einer hohen Sparrate für die Entstehung eines ausreichenden Vermögens sorgen. Hierbei stellt sich einem Investor die Frage, welche Anlagestrategie sich am besten für dieses Vorgehen eignet.

Value Investing – Die Strategie von Warren Buffett

Warren Buffett ist einer der bekanntesten Investoren weltweit. Der US-Amerikaner ist ein Verfechter des sogenannten Value Investings und hat dieses weiterentwickelt und für seine Zwecke zu nutzen gelernt. Dabei betont er immer wieder, dass seine Investmentstrategie nicht komplex sei und dies für eine Anlagestrategie auch nicht nötig wäre.

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Grundsätzlich befindet sich Buffett mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway auf der Suche nach Unternehmen, die weniger kosten, als sie wert sind. Aktienkurse gelten dabei immer nur als Preis eines Unternehmens. Wie bei einem Produkt im Supermarkt hat das Preisschild keine Aussagekraft, ob das Produkt mehr oder weniger wert ist, als der aufgerufene Preis.

Warren Buffett versucht für die Geldanlage diesen tatsächlichen Wert (value) eines Unternehmens oder einer Aktie zu finden. Dafür verwendet er Unternehmenskennzahlen und schlägt auf seine Berechnungen eine Sicherheitsmarge auf. So bedeuten leichte Fehler in der Kalkulation noch keinen Verlust. Sind Anteile eines Unternehmens für einen günstigeren Preis, als den kalkulierten inneren Wert verfügbar, kauft er diese.

Auf die Frage nach seiner Formel für Reichtum antwortete Buffett: „Kaufe einen Dollar, aber bezahlt nur 50 Cent.“

Hinweis: Es gibt verschiedene Ansätze des Value Investings, die einer ähnlichen Strategie folgen, wie Warren Buffett. Zudem liegt es in der Verantwortung eines Investors eine Unterbewertung zu erkennen und zu nutzen. Dies setzt eine gewisse Erfahrung und Auseinandersetzung mit der Materie voraus, aber sie kann auch gut erlernt werden.

Finanzielle Freiheit durch passives Einkommen

Investieren muss nicht zeitaufwendig sein. Ein passives Einkommen am Kapitalmarkt bedeutet, dass mit minimalem Aufwand ein Zahlungsstrom entsteht, der bestenfalls kontinuierlich zunimmt. Passives Einkommen kann durch Aktien, den Handel mit Optionen oder die Vermietung von Immobilien entstehen.

Passives Einkommen mit Aktien

Im Handel mit Aktien ist ein vollständig passives Einkommen durch Dividenden möglich. Unternehmen schütten dabei einen Teil ihres Gewinnes an die Aktionäre aus. Die Dividende wird den Aktienbesitzern automatisch durch die Depotbanken oder Broker gutgeschrieben. Eine Abwandlung des passiven Einkommens ist der Verkauf von Wertpapieren. Befinden sich in einem Depot beispielsweise nur Aktien, die keine Dividende ausschütten, ist die finanzielle Freiheit nur durch den Verkauf von Aktien möglich. Da beim Verkauf von Aktien nur wenige Arbeitsschritte notwendig sind, wird dieses Vorgehen ebenfalls als passives Einkommen bezeichnet.

Passives Einkommen mit Optionen

Eine ähnliche Situation gibt es bei Optionen. Im Rahmen einer Stillhalterstrategie ist häufig nur wenig Aufwand notwendig, um laufende Einnahmen zu erzeugen. Das Einkommen ist zwar nicht vollkommen passiv, kann dafür aber im Gegensatz zu einem reinen Aktieneinkommen in jeder Marktphase erzeugt und aktiv beeinflusst werden. Beispielsweise lässt sich mit Optionen auch dann Geld verdienen, wenn sich die Aktienkurse seitwärts bewegen.

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Exkurs Optionen: Optionen gehören zu den Derivaten. Es handelt sich dabei um Wertpapiere, die von einem sogenannten Basiswert abgeleitet werden. Optionen bieten ihrem Käufer das Recht den Basiswert zu einem bestimmten Preis (Strike) zu kaufen oder zu verkaufen. Abhängig von der Gestaltung der Option kann dieses Recht während der gesamten Laufzeit oder erst am Fälligkeitstag der Option wahrgenommen werden. Im Gegenzug zu diesem Kauf- oder Verkaufsrecht erhält der Verkäufer einer Option die Optionsprämie.

Fallstricke vermeiden mit einer Börsenausbildung

Angehende Investoren können, anders als beim Selbststudium, eine Börsenausbildung in Anspruch nehmen. Diese bietet einige Vorteile gegenüber der Lösung auf eigene Verantwortung.

Konzepte zur Börsenausbildung haben eine sinnvolle und vielfach erprobte Struktur. Beispielsweise es wird mit der Vermittlung von Grundlagen des Kapitalmarktes begonnen, um danach einen Blick auf verschiedene Wertpapiere zu werfen. Durch diese konsistente Struktur können Investoren schnell viele Informationen aufnehmen, die sie tatsächlich brauchen.

Wichtiger als die Informationen selbst ist der Umstand, dass im Rahmen einer Börsenausbildung von den Erfahrungen anderer profitiert werden kann. Es ist folglich nicht notwendig eigene Fehler zu machen, sondern es kann aus den Fehlern anderer gelernt werden. Da Fehler am Kapitalmarkt echtes Geld kosten können, lässt sich durch das Vermeiden eigener Fehler einiges an Geld sparen.

Wie lange kann ich von 500.000 Euro leben? – Finanzielle Freiheit berechnen

Zur Berechnung der finanziellen Freiheit wird gern die 4 %-Regel, auch bekannt als „25x-Regel“, verwendet. Diese Regel definiert einen prozentualen Anteil des Vermögens, der jährlich entnommen werden kann, ohne dass das Vermögen in den kommenden 30 Jahren aufgebraucht wird. Ausgehend von dieser Annahme lässt sich der Kehrwert der 4 %-Regel ermitteln.

Bei einer jährlichen Entnahme von 4 % wird üblicherweise ein Vermögen in Höhe von 25 Jahresausgaben vorausgesetzt. Diese Vermögenshöhe bildet die Grundlage der finanziellen Freiheit. Den Prozentsatz der Entnahmen und damit das notwendige Vermögen kann der Investor nach seinen eigenen Erwartungen anpassen.

Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern gibt jedes Jahr 42.000 Euro aus. Das entspricht 3.500 Euro pro Monat. Für die finanzielle Freiheit nach der 4 %-Regel benötigen sie folglich ein Vermögen von 1.050.000 Euro. 500.000 Euro würden in diesem Fall, ohne Rendite, in 12 Jahren aufgezehrt werden.

Die Höhe der prozentualen Kapitalentnahme muss unterhalb der Nettorendite des Vermögens liegen, damit ein vollständiger Vermögenserhalt gewährleistet ist. Andernfalls vermindern sich langfristig das Vermögen und das passive Einkommen. Daher gibt es auch konservative Interpretationen dieser Regel, die beispielsweise von dem 40-Fachen der Jahresausgaben als Basis ausgehen. Aus der 4 %-Regel wird auf diesem Weg eine 2,5 %-Regel, da durch das höhere Grundkapital nur noch 2,5 % des Kapitals pro Jahr entnommen werden müssen.

Wie funktioniert finanzielle Freiheit? – Die Macht des Zinseszinses

Der Grund für die Notwendigkeit einer renditestarken Anlage ist der Zinseszins. Der Zinseszins ist ein mathematischer Effekt, der besagt, dass bei der Wiederanlage von Erträgen (beispielsweise Zinsen) ein exponentielles Wachstum wirkt.

Dieser Umstand lässt sich dadurch erklären, dass nicht nur der Kapitalbetrag ab der folgenden Periode verzinst wird, sondern der Kapitalbetrag plus der Zinsen der Perioden zuvor. Durch den Zinseszins können deutlich höhere Renditen erreicht werden als bei Alternativen ohne eine Wiederanlage der bereits erhaltenen Zinsen.

Beispiel | Zins: 3 % | Laufzeit: 5 Jahre | Wiederanlage vs. Zinsauszahlung | Kapital: 10.000 EUR

Kapital Wiederanlage Zinsen Kapital Zinsauszahlung Zinsen
10.000,00 EUR 300,00 EUR 10.000,00 EUR 300,00 EUR
10.300,00 EUR 309,00 EUR 10.300,00 EUR 300,00 EUR
10.609,00 EUR 318,27 EUR 10.600,00 EUR 300,00 EUR
10.927,27 EUR 327,82 EUR 10.900,00 EUR 300,00 EUR
11.255,09 EUR 337,65 EUR 11.200,00 EUR 300,00 EUR
1.592,74 EUR 1.500,00 EUR

Anhand dieser Beispielrechnung wird deutlich, wie der Zinseszins wirkt. Bei der Auszahlung der Zinsen ergibt sich ein lineares Wachstum. Jede Periode wird durch das gleichbleibende Kapital eine gleichbleibende Verzinsung erreicht. Die Zinsen der Vorperioden werden nicht mit verzinst, sondern auf ein separates Konto ausgezahlt. Auf diesen relativ geringen Zeitraum und vergleichsweise niedrigen Betrag ergibt sich bereits eine Differenz von 92,74 EUR. Diese ist nur auf den Zinseszins zurückzuführen, der exponentiell wirkt – sich also mit zunehmender Zeit und zunehmende Beträgen verstärkt.
Lineares vs. exponentielles Wachstum
Unterschied zwischen linearem und exponentiellen Wachstum

Hinweis: Exponentielles Wachstum nimmt mit der Zeit zu. Deshalb ist der Zinseszins eines der mächtigsten Instrumente für Anleger. Ein langer Investitionszeitraum in Kombination mit einer hohen Rendite kann im Zeitverlauf einen großen Einfluss haben.

Finanzielle Freiheit braucht die passende Einstellung

Neben den organisatorischen Grundlagen und einem Überblick über die privaten Finanzen ist die Einstellung zu Reichtum ein relevanter Aspekt auf dem Weg zur finanziellen Freiheit. Weithin bekannt sind Glaubensansätze, die eine negative Einstellung zu Geld und Reichtum implizieren. Dazu gehören beispielsweise:

  • „Über Geld spricht man nicht.“
  • „Geld verdirbt den Charakter.“
  • „Geld macht nicht glücklich.“

Sinnvoller für den erfolgreichen Vermögensaufbau ist dagegen eine positive Einstellung gegenüber Geld und Reichtum. Häufig wird diese Einstellung auch als „Money Mindset“ beschrieben. Positive Verbindungen zu Geld können zum Beispiel die Folgenden sein:

  • Sicherheit
  • Chancenvielfalt
  • Macht
  • Freiheit
  • (…)

Obwohl es nicht viele wissenschaftliche Studien zu diesem Thema gibt, gehen Forscher davon aus, dass die Einstellung einer Person zu Geld ihren Umgang damit erheblich beeinflusst. Aus psychologischer Sicht tendieren Menschen mit negativen Glaubensansätzen zu Geld eher dazu, dieses auszugeben. Menschen mit einer positiven Einstellung gegenüber Geld können es dagegen erfolgreicher sparen, anlegen und vermehren.

Daher können Menschen mit dem Ziel der finanziellen Freiheit nach ihrer Finanzanalyse überprüfen, wie ihre persönliche Einstellung zum Reichtum ist. Unter Umständen muss hier erst einmal ein anderes „Money Mindset“ geschaffen werden, bevor das Geld erfolgreich investiert werden kann.

Hinweis: Grundsätzlich ist Geld nicht mehr als ein Tauschwerkzeug. Es ist ein Mittel zum Zweck, welches erst eine tatsächliche Funktion entwickelt, wenn es ausgegeben wird. Entscheidend ist jedoch, wann und wofür Geld ausgegeben wird. Richtig eingesetzt kann es Freizeit, Wohlbefinden und Gesundheit fördern.

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