OTC-Optionen handeln – Erklärung mit Beispiel

Autor: Pit Wilkens Inhaltlich geprüft von: Philipp-Malte Lingnau

Bei OTC-Optionen (englisch: „Over-The-Counter Options“), in Deutsch auch bekannt als außerbörsliche Optionen, handelt es sich um Verträge zwischen Parteien, die nach den Vorgaben der jeweiligen Vertragspartei erstellt werden. Es gibt keine Offenlegungspflichten, und die Bedingungen der Optionen können beliebig ausgestaltet werden. 

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Was sind OTC-Optionen?

OTC-Optionen sind Kontrakte, die ausschließlich im Direkthandel abgewickelt werden. Im Gegensatz zu börsengehandelten Optionen gibt es keine standardisierte Verfallstage oder Ausübungspreise (Strikes). Sie entsprechen stattdessen dem, was die Parteien gegenseitig vereinbaren. Während börsengehandelte Optionen über Clearingstellen initiiert und geliefert werden, gibt es für OTC-Optionsgeschäfte nicht immer den gleichen Mechanismus.

Optionskontrakte werden in der Praxis hauptsächlich an Terminbörsen gehandelt. Der Käufer und Verkäufer einer Option treten folglich nicht direkt miteinander in Kontakt. Als Alternative zu dieser indirekten, börslichen Ausführung hat sich der Direkthandel etabliert. Auch als außerbörslicher Handel bezeichnet, werden Wertpapiere hier OTC (Over the Counter), also ohne eine weitere Partei gehandelt.

Bedeutung von OTC-Optionen

Optionshändler verwenden OTC-Optionen häufig dann, wenn herkömmliche (börsengehandelte) Optionen nicht die Anforderungen einer bestimmten Handelsstrategie erfüllen. Der OTC-Handel selbst findet zwischen Kreditinstituten und Anlegern oder ausschließlich unter Kreditinstituten statt.

Grundsätzlich können vier Formen im Direkthandel unterschieden werden:

Unternehmen, insbesondere Banken, nutzen den Handel mit OTC-Derivaten in erster Linie zur Absicherung finanzieller Risiken. Neben der hohen Flexibilität der Produkte müssen die Transaktionen nicht öffentlich bekannt gegeben werden, was eine erhöhte Diskretion gewährleistet.

Hinweis: Auch wenn OTC-Optionen selbst wenig reguliert sind, unterstehen die OTC-Broker, bei denen diese Derivate gehandelt werden, üblicherweise Finanzaufsichten, wie der FINRA oder der BAFIN.

Welche Vorteile haben OTC-Optionen?

Der wesentliche Vorteil von OTC-Optionen ergibt sich aus der freien Gestaltung der Vertragsbedingungen. Im Vergleich mit börsengehandelten Optionen sind OTC-Optionen oft flexibler, weil es keine Standardisierung von Strike-Preisen oder Verfallsdaten gibt. Bei OTC-Transaktionen gibt es außerdem keinen Intermediär – die Option wird also bilateral zwischen Käufer und Verkäufer gehandelt.

Selbst wenn eine börsengehandelte Strategie nur mit mehreren Optionslegs abgebildet werden kann, ist dies mit OTC-Optionen möglicherweise mit einer einzigen Transaktion umsetzbar. Ein Optionshändler kann folglich deutlich genauer oder kostengünstiger die gewünschte Transaktion durchführen. Zudem entfallen die Börsengebühren im OTC-Trading.

Nachteile der OTC-Optionen

Der Nachteil von OTC-Optionen ist, dass ein gesteigertes Kontrahentenrisiko gibt. Dieses bedeutet, dass der Handelspartner seinen Verpflichtungen möglicherweise nicht nachkommt oder nachkommen kann. Zusätzlich, weil es keinen Markt für die gehandelten Optionskontrakte gibt, kann eine Optionsposition nur durch eine Gegenposition geschlossen werden.

Daraus ergibt sich das Risiko für den Optionshändler, keinen Handelspartner für die Ausgleichstransaktion zu finden, oder nur ungünstige Konditionen angeboten zu bekommen. Aus diesen Gründen ist das tatsächliche Risiko von OTC-Optionen nie vollkommen einschätzbar.

Generell genießen Händler an regulierten Terminbörsen einen höheren Schutz und können auf eine höhere Liquidität im Markt setzen, als im Fall von (ausschließlich) OTC gehandelten Produkten.

Exkurs: Die möglichen Risiken von OTC-Derivaten wurden während der Finanzkrise 2008 deutlich. Durch die Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers verloren viele Derivate ihren Wert, da Lehman als Kontrahent der Papiere auftrat. Unabhängig von der Entwicklung der Basiswerte haben Anleger hier teilweise Geld verloren. Die Handelspartner von Lehman traten zum Teil selbst als Kontrahenten von Derivaten auf, so dass es zu einer Kettenreaktion kam, die die Krise deutlich verschärfte.

Fazit OTC-Handel mit Optionen

frei gestaltete Vertragsbedingungen
geringere Kosten

Kontrahentenrisiko
geringere Marktliquidität
fehlende Regulierung

Hinweis: Nicht zuletzt aufgrund der hohen Risiken nutzen primär institutionelle Anleger OTC-Optionen, um ihre Interessen bestmöglich abzubilden. Für private Händler sind OTC-Optionen eher unüblich.

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