Zinsfutures – Definition & Beispiel

Autor: Maik Engelkamp

Ein Zinsfuture, auch bekannt als “Zinsterminkontrakt” oder “Interest Rate Future”, ist ein Terminkontrakt mit einem Basiswert, der Zinsen zahlt. Der Vertrag ist eine Vereinbarung zwischen Käufer und Verkäufer über die künftige Lieferung eines zinstragenden Vermögenswerts. Der Zinsterminkontrakt ermöglicht es dem Käufer und Verkäufer, den Preis des zinstragenden Vermögenswerts für ein zukünftiges Datum festzulegen.

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Zinsfutures – Definition

Als Zinsfutures werden typischerweise Terminkontrakte auf Basiswerte, welche Zinsen zahlen, bezeichnet. Zinsfutures verbriefen, so wie andere Futures auch, die Pflicht, einen Basiswert zu einem vorher definierten Kurs an einem festgelegten Termin in der Zukunft zu liefern (Short) oder abzunehmen (Long).

Bedeutung von Zinsfutures

Einem Zinsfuture können Basiswerte wie T-Bills (Form von US-Staatsanleihen – “Treasury Bill Futures”), die an der CME gehandelt werden, oder Schatzanleihen (“Treasury Bond Futures”), die an der CBOT, einer Abteilung der CME, gehandelt werden, zugrunde liegen.

Andere Produkte wie CDs (Certificate of Deposit = von Kreditinstituten herausgegebene Schuldscheine), Schatzbriefe und so genannte “Ginnie Mae Wertpapiere” (in der Regel Hypothekenbesicherte Anleihen) können ebenfalls als Basiswerte eines Zinsfutures gehandelt werden. Die beliebtesten Zinsfutures haben die 30-jährigen, 10-jährigen, 5-jährigen und 2-jährigen US-Staatsanleihen sowie den Eurodollar als Basiswert.

Gründe für den Handel mit Zinsfutures

Zinstermingeschäfte werden zu Spekulationszwecken, aber auch zur Absicherung von Anleiheportfolios oder Zinssätzen eingesetzt. Während Spekulanten mit Zinsfutures auf die Richtung von Zinsänderungen wetten können, können Hedger (Absicht der Absicherung) sie auch nutzen, um die Auswirkungen einer ungünstigen Entwicklung von Anleihekursen und Zinssätzen zu dämpfen.

Ein Kreditnehmer, der einen Kredit mit variablem Zinssatz hat, wird beispielsweise von einem Zinsanstieg betroffen sein. Daher könnte der Kreditnehmer einen Zinsfuture verkaufen (leerverkaufen), der fällt, wenn die Zinssätze steigen, und die Gewinne aus dem Short-Futures-Kontrakt können dazu benutzen, die höheren Kosten des Kredits auszugleichen.

Fällt der Zins, kann der Kreditnehmer wiederum die Zinsersparnis nutzen, um die Verluste aus dem Futures-Kontrakt zu begleichen. Somit kann der Kreditnehmer sich im Vorfeld eine gewisse Zinsspanne sichern, obwohl der Kredit variabel verzinst ist.

Zinsfutures – Beispiele

Treasury-basierte Zinsfutures und Eurodollar-basierte Zinsfutures werden unterschiedlich gehandelt. Im Folgenden werden die beiden beliebtesten Zinsfutures beispielhaft erklärt.

Basiswert: US-Staatsanleihe

Der Nennwert der meisten Staatsanleihen der USA beträgt 100.000$. Daher beträgt die Kontraktgröße für einen Treasury-basierten Zinsfuture in der Regel 100.000$. Jeder Kontrakt wird in sogenannten “Handles” von $1.000 gehandelt. Diese Handles werden wiederum in Dreißigstel (32nds) oder in Schritten von $31,25 ($1.000/32) aufgeteilt.

Wenn die Notierung eines Kontrakts mit 101’25 (oder oft mit 101-25) angegeben wird, bedeutet dies, dass der Gesamtpreis des Kontrakts dem Nennwert plus einem Handle zuzüglich 25/32s eines anderen Handles entspricht. Mathematisch wird dies wie folgt ausgedrückt:

Kaufpreis~101´25=100.000~\$+1.000~\$+(1.000~\$+\frac{25}{32})= 101.781,25~\$

Basiswert: Eurodollar

Eurodollar-Kontrakte haben eine Kontraktgröße von 1.000.000$, eine Handle-Größe von 2.500$ und werden in Schritten von 25$ gehandelt. Im Gegensatz zu Kontrakten auf Treasury-Basis können diese Kontrakte auch zu Half-Tick- und Quarter-Tick-Werten gehandelt werden.

Das bedeutet, dass der Tickwert eines Kontrakts im Wert von 1.000.000$ nur 6,25$ beträgt, was 25% von 25$ entspricht. Der Preis eines Zinsfutures bewegt sich umgekehrt zur Zinsentwicklung. Wenn die Zinssätze sinken, steigt der Preis des Zinsfutures und umgekehrt.

Ein Händler spekuliert beispielsweise darauf, dass die Zinssätze im nächsten Monat fallen und die Anleihekurse steigen werden. Der Händler kauft einen Futures-Kontrakt auf 30-jährige Staatsanleihen zu einem Preis von 102’28. Einen Monat später ist die Vorhersage des Händlers eingetreten. Die Zinssätze sind niedriger, und der Zinsterminkontrakt notiert jetzt bei 104’05.

Wenn der Händler nun verkauft, ergibt sich das folgende Szenario:

Kaufpreis 102´28 = 102.875,00$

Verkaufspreis 104´05 = 104.156,25$

Profit = 1.281,25$ (1,25%)

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