Trading lernen – Tutorial für den Einstieg [2026]
Trading beschreibt den meist kurzfristigen Kauf und Verkauf von Finanzprodukten wie Aktien, Optionen und Futures. Durch den Einsatz von Handelsstrategien werden dabei (schnelle) Gewinne angestrebt. Eine bestimmte Trading-Ausbildung gibt es nicht und wird auch nicht vorgeschrieben. Kann es trotzdem sinnvoll sein, das Traden zu lernen?
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Was ist Trading?
Trading ist der aktive Handel mit Aktien, Optionen, Futures oder anderen Finanzinstrumenten mit dem Ziel, aus Kursbewegungen eine Rendite zu erzielen. Trader kaufen idealerweise zu einem niedrigen Preis und verkaufen zu einem höheren – oder setzen per Short-Position auf fallende Kurse.
Warum sollte ich Trading lernen?
Für erfolgreiches Trading braucht es weder ein Studium noch eine spezielle Ausbildung – wohl aber solides Wissen. Wer ohne Grundlagen handelt, riskiert unnötig hohe Verluste. Zwei zentrale Gründe sprechen dafür, Trading strukturiert zu lernen:
- Geringe Erfolgschancen ohne Kenntnisse
Daten aus verschiedenen Studien zeigen: Ein Großteil der Trading-Einsteiger verliert Geld. Der sehr einfache Zugang zu den Märkten verleitet viele dazu, ohne Vorbereitung zu starten. Die Folge: Ein großer Teil der Daytrader gibt innerhalb der ersten zwei Jahre auf. - Fehlender Trading-Plan
Schnell reich zu werden ist möglich, aber ebenso unrealistisch wie ein Lottogewinn. Mit einer fundierten Strategie lässt sich jedoch ein stetiger Cashflow erzielen – etwa zum Vermögensaufbau, zur Einkommenssteigerung oder sogar als Haupteinnahmequelle. Solche Strategien und Vorgehensweisen werden in einer guten Trading-Ausbildung systematisch vermittelt.
Wie kann ich das Trading lernen?
Die zwei gängigsten Methoden, um Trading zu lernen, sind durch Selbststudium und durch eine Ausbildung bzw. Seminar.
Traden lernen durch Selbststudium
Trading im Selbststudium kann funktionieren – die Ergebnisse hängen jedoch stark von der Qualität der Quellen und der Fähigkeit ab, aus Verlusten richtig zu lernen. Viele Einsteiger wählen den „kostenlosen“ Weg des Selbststudiums. Dabei werden jedoch zwei Punkte häufig unterschätzt:
- Zeitaufwand ohne Erfolgsgarantie: Selbststudium ist meist langwierig und fehleranfällig.
- Lehrgeld statt Ausbildungskosten: Unnötige Anfangsverluste können schnell höher sein als die Investition in eine professionelle Trading-Ausbildung.
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Traden lernen mit einer Ausbildung
Professionelle Trading-Ausbildungen bieten im Vergleich zum eigenständigen Lernen einen strukturierten, qualitativ gesicherten Einstieg. Sie kombinieren fundiertes theoretisches Wissen mit praxisnahen Beispielen und folgen einem klaren, standardisierten Ablauf, der eine gleichbleibend hohe Ausbildungsqualität sicherstellt.
Zwar sind die Kosten höher als beim Selbststudium, doch die Lernkurve ist deutlich steiler und die Ausbildung in der Regel wesentlich schneller abgeschlossen. Zudem erhöhen professionelle Anleitung, Feedback und erprobte Strategien die Wahrscheinlichkeit, anschließend profitabel zu handeln.
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Was kann ich Traden lernen?
Es gibt eine große Auswahl an Vermögenswerte und Finanzinstrumenten, die tagtäglich an der Börse gehandelt werden. Die gängigsten Finanzprodukte sind in der Regel gut fürs Trading lernen geeignet:
- Aktien
- Aktienfonds/ETF
- Optionen: Auf Aktien, ETF, Futures und daher alles, was mit Futures gehandelt werden kann
- Futures: Beispielsweise zu Rohstoffen und Metallen, Anleihen, Indizes und Währungen
- Forex (Devisenhandel)
Trading lernen mit Aktien
Aktien gehören zu den beliebtesten Anlageklassen für Trading-Anfänger. Viele fangen mit Aktien das Traden lernen an – und bleiben dabei. Eine Aktie ist ein Wertpapier. Es verbrieft, dass der Besitzer/Eigentümer der Aktie am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG) beteiligt ist. Somit sind Aktionäre Miteigentümer der Firma, an der sie finanziell beteiligt sind.
Vorteile:
- Aktien stellen eine direkte Beteiligung am Unternehmen dar. Sie sind ein reeller Wert, ähnlich wie Immobilien und können Anleger vor Inflation schützen. Als Aktionär (Inhaber von Stammaktien) erhält man ein Mitbestimmungsrecht bei Hauptversammlungen.
- Hohe Renditen möglich. Langfristig gesehen gehören Aktien, aufgrund von Kursgewinnen und Dividendenausschüttungen, zu den renditestärksten Anlageklassen.
- Liquide Anlage. Je nach Aktie kann in der Regel eine Handelsposition leicht, schnell und bei geringer Slippage und Spreads geöffnet und geschlossen werden.
- Diversifikation. Durch das Investieren in verschiedene Aktien in einer selbst ausgewählten Menge kann das Anlagerisiko gesenkt werden.
- Große Auswahl. Durch Aktien können Anleger in jeder erdenklichen Branche, Unternehmensgröße und Herkunftsland investieren.
Nachteile:
- Keine oder geringe Planbarkeit. Es gibt keine Garantie auf Dividende oder Kursgewinne.
- Starke Kursschwankungen. Aufgrund von inneren oder auch äußeren Faktoren können sich, zumindest kurzfristig, unerwartete Kursbewegungen ergeben.
- Verlustrisiko. Als Miteigentümer ist man direkt am Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens beteiligt. Das kann in Ausnahmefällen einen Totalverlust der Investition bedeuten. Dieser Umstand kann jedoch, wie alle Nachteile von Aktien, durch den Einsatz von Derivaten wie z. B. Optionen reduziert oder ausgeglichen werden.
Trading lernen mit Optionen
Optionen sind Finanzderivate, die je nach Ausgestaltung dem Käufer das Recht einräumen, einen Basiswert (z. B. eine Aktie) zu einem vereinbarten Strike-Preis und Verfallstag (bzw. Laufzeit) zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Für dieses Recht zahlt er dem Verkäufer eine Optionsprämie. Nur der Käufer der Option kann entscheiden, ob er dieses Recht ausüben will. Der Verkäufer (Stillhalter) hingegen wartet ab, für welche der beiden Möglichkeiten sich der Käufer entscheidet.
Vorteile:
- Geringerer Kapitalbedarf gegenüber Aktien. Ein Optionskontrakt bezieht sich auf eine vorher bestimmte Anzahl von Anteilen der zugrunde liegenden Aktie. Der Handel mit Optionen ist dadurch kapitaleffizienter als der direkte Erwerb der Aktie.
- Handlungsmöglichkeiten in allen Marktphasen. Der Handel mit Optionen gehört zu den flexibelsten Handelstypen und ermöglicht profitable Strategien in allen Marktphasen. Unabhängig davon, ob die Kurse steigen, fallen oder seitwärts notieren, sind – je nach Strategie – Gewinne möglich.
- Passives Einkommen durch Stillhaltergeschäfte. Unter Einsatz eines Stillhaltergeschäftes ist mit Optionen ein regelmäßiges Zusatzeinkommen an der Börse möglich.
- Absicherung des Portfolios. Mit Optionsstrategien, wie dem Cash-Secured Put, ist es möglich, Teile oder sogar das gesamte Depot von Kursrisiken abzusichern.
- Standardisiert und überwacht. Die Basiswerte, Strike-Preise oder Verfallstage von Optionen sind einheitlich festgelegt. Diese standardisierten Optionen werden ausschließlich an offiziellen Terminbörsen gehandelt. Preise werden lediglich durch Angebot und Nachfrage gebildet.
- Kein Emittentenrisiko. Das Risiko, dass Käufer oder Verkäufer ihre Verpflichtungen nicht erfüllen können, wird durch die Clearingstelle zusätzlich garantiert – beispielsweise durch die OCC. Das ist nicht der Fall, wenn der Emittent beispielsweise eine Bank ist, wie bei Optionsscheine.
- Größere Wirkung durch Hebeleffekt. Durch den verminderten Eigenkapitaleinsatz – im Vergleich zum direkten Kauf oder Verkauf einer Aktie – ist es möglich, durch den Optionshandel die Rendite des Eigenkapitals zu erhöhen. Dieser Umstand wird als Leverage Effekt oder Hebeleffekt bezeichnet.
Nachteile:
- Hebeleffekt kann sich auch nachteilig auswirken. Hohe Verluste bei ungünstiger Kursentwicklung des Basiswerts sind möglich. Diese können mit entsprechenden Strategien gemanaged werden.
- Festes Bezugsverhältnis. Eine Option entspricht mehrere Anteile eines Basiswerts. Diese Kontraktgröße wird vorgegeben und kann nicht ausgewählt oder geändert werden. Eine Aktienoption bezieht sich beispielsweise jeweils auf 100 Aktien.
- Optionsausbildung sinnvoll. Der Optionshandel erfordert gute Börsenkenntnisse. Eine solide Trading-Ausbildung kann helfen, kostspielige Fehl-Trades vorzubeugen und schnell profitabel zu werden.
Video: Optionen handeln – Aber auf welche Aktien?
Wer regelmäßige Einnahmen durch Optionen generieren will, stößt an viele Herausforderungen. Ein Problem, das viele beschäftigt, ist die Frage: Welche Optionen soll ich überhaupt handeln? Was ist der richtige Basiswert? Und wie finde ich diesen systematisch?
Genau mit diesem Thema beschäftigt sich dieses Video und am Ende werden noch einige Tipps gegeben, die beim Trading-Einstieg helfen können.
Trading lernen mit Futures
Futures sind Terminkontrakte, bei denen sich der Verkäufer verpflichtet, die vereinbarte Menge eines Basiswertes zu einem festgelegten Preis sowie zu einem bestimmten Zeitpunkt und Qualität an einem bestimmten Ort zu liefern. Gleichzeitig verpflichtet sich der Käufer diese abzunehmen.
Vorteile:
- Liquidität. Viele Terminkontrakte, wie der E-mini S&P 500, Gold und Rohöl, sind weltweit beliebt. Daher sind diese besonders liquide und können einfach, schnell und meist ohne eine nachteilige Preisänderung gehandelt werden.
- Flexible Handelszeiten. Futures können je nach Terminkontrakt und Börse fast rund um die Uhr gehandelt werden.
- Regulierung und Transparenz. Futures können nur an regulierten Terminbörsen über einen Futures-Broker gehandelt werden. Ihre Eigenschaften sind einheitlich festgelegt.
- Große Auswahl. Spekulationen auf einer breiten Palette an Werten sind möglich (z. B. Indizes, einzelne Aktien (Single Stock Futures), Rohstoffe, Währungen).
- Absicherung. Sowohl für Unternehmen als auch für Händler am Kapitalmarkt können Futures eine Möglichkeit zur Absicherung von Risiken darstellen. Beispielsweise können zukünftige Wechselkursrisiken oder Preisrisiken abgesichert werden.
- Geringer Kapitalbedarf. Ein Trader muss nicht für den gesamten Kontraktwert eines Futures aufkommen. Er muss lediglich eine Sicherheitsleistung, die sog. Margin hinterlegen, die von der Börse bestimmt wird. Daraus kann sich aus einem kleinen Einsatz ein großer Gewinn ergeben (Hebeleffekt).
Nachteile:
- Verlustrisiko. Future-Trades können bei negativer Kursentwicklung das eingesetzte Kapital übersteigen. Dieses Risiko kann mit gutem Risikomanagement reduziert werden.
- Hebeleffekt. Der Einsatz von Margin kann nicht nur Gewinne verstärken, sondern auch Verluste.
- Keine Stillhaltergeschäfte möglich. Anders als bei Optionen kann hier kein passives Einkommen durch den Verkauf von Futures erzielt werden.
Welche Trading-Stile gibt es zu lernen?
Um erfolgreich als Trader zu sein, muss ein Trading-Stil gelernt werden, das zum Trader und seinem Risikoprofil passt. Im Folgenden werden fünf gängige Trading-Arten beschrieben, die sich weitgehend auf den Anlagehorizont beziehen.
Scalping
Beim Scalping werden Positionen äußerst kurz (z. B. mehrere Sekunden oder Minuten) gehalten. Ein Ziel: von bereits minimalen Kursbewegungen profitieren.
Vorteile des Scalping
- Auch für kleine Konten geeignet. Im Handel mit etwa Forex, Mini- oder Micro Futures ist kein großes Startkapital nötig.
- Einfacher Trading-Plan. Es ist nur ein vergleichsweise einfacher Trading-Plan nötig, da Scalping-Trades nicht als besonders komplex angesehen werden.
- Viele Handelssignale. Scalper haben viele Chancen ein Profit zu erzielen, da es viele Trading-Signale während einer Marktsitzung geben kann.
- Kein Overnight-Risiko. Positionen werden nur sehr kurzfristig gehalten. Daher besteht kein Risiko eines Gap-up oder Gap-down am nächsten Handelstag.
Nachteile des Scalping
Nachteile:
- Scalping gilt als anstrengend. Es ist nicht einfach, vor dem Computer zu sitzen und sich auf den Handelsverlauf zu konzentrieren, um einen guten Einstieg in einen Trade zu erwischen. Außerdem muss jeder Trade (Scalp) genauestens überwacht werden.
- Langfristige Trades sind oft profitabler. Wenn man sich nur auf kurze Zeiträume konzentriert, kann man längerfristige und möglicherweise weitaus profitablere Trades verpassen.
- Sehr hohe Kosten durch häufige Trades. Der Handelsgewinn ist oft vergleichbar mit den gezahlten Transaktionsgebühren. Deshalb sollte der Prozentsatz erfolgreicher Trades beim Scalping signifikant sein, damit es sich lohnt.
- Teure Anschaffungen im Vorfeld. Scalping hat hohe Anforderungen an Computer-Hardware und Verbindungsgeschwindigkeit.
Daytrading bzw. Tageshandel
Beim Tageshandel (englisch: Daytrading oder Intraday-Trading), werden Wertpapiere innerhalb eines Börsentages gekauft und verkauft. Ein Ziel: sehr kurzfristige bzw. tägliche Preisschwankungen an der Börse nutzen.
Vorteile des Daytrading
- Selbstständiges Arbeiten. Ein Daytrader arbeitet selbstständig und ortsunabhängig nach einem eigenen Arbeitsplan und Rhythmus.
- Keine teure Ausbildung erforderlich. Es gibt viele kostenlose Lehrmaterialien, die allerdings oft von zweifelhafter Qualität sind.
- Kein Overnight-Risiko. Auch beim Daytrading werden Positionen am Ende des Handelstages geschlossen.
- Trade-Erfahrung. Beim Daytrading werden viele Handelserfahrungen während eines kurzen Zeitraums gesammelt.
Nachteile des Daytrading
- Hoher Druck. Daytrader, die ihren Hauptberuf aufgeben, sind völlig auf ihre eigenen Bemühungen angewiesen, um Gewinne zu erzielen und die Rechnungen zu bezahlen.
- Hohe Volatilität nötig. In der Regel gilt: je höher die Kursschwankungen, desto höher die Chancen einen deutlichen Profit zu generieren.
- Hohe Konkurrenz. Daytrader müssen mit Trading-Robotern, Hedgefonds und Marktprofis konkurrieren, die Millionen ausgeben, um Handelsvorteile zu erzielen. Ein Intraday-Händler hat in einem solchen Umfeld oft nur die Wahl, seine Wettbewerbsfähigkeit mit Hilfe fortschrittlicher Analyse- und Handelssoftware zu steigern.
- Burnout-Gefahr. Ähnlich wie beim Scalping ist das Daytrading anstrengend, da man mehrere Bildschirme überwachen muss, um nach Gelegenheiten zu suchen, und dann schnell handeln muss, um sie zu nutzen. Dies muss Tag für Tag geschehen, und die Notwendigkeit eines so hohen Maßes an Konzentration und Anstrengung kann oft zu einem Burnout führen.
- Hohe Transaktionskosten. Diese müssen bezahlt werden, bevor man einen Profit sieht. Die Auswahl des richtigen Brokers und der richtigen Trading-Strategie ist auch hier besonders entscheidend für den Erfolg.
- Hohe Verluste möglich. Unzureichende Finanzbildung und Risikomanagement können zu Verlusten führen.
Swingtrading bzw. Bewegungshandel
Beim Swingtrading werden in der Regel Wertpapiere über mehrere Tage bis zu wenigen Monaten gehalten. Ein Ziel: einzelne Kursschwankungen (z. B. einen Aufwärtsschwung) für sich nutzen.
Vorteile des Swingtrading
- Höhere Gewinne. Eine Position über mehrere Tage oder Wochen offenzuhalten, kann zu einem höheren Gewinn führen, als das gleiche Wertpapier mehrmals am Tag zu handeln.
- Entspanntes Handeln. Die Wahrscheinlichkeit eines Burnouts beim Swingtrading ist wesentlich geringer als beim Scalping oder Daytrading. Es steht Zeit zur Verfügung, um etwas anderes zu tun. Dies kann letztlich auch die Gesundheit des Traders begünstigen.
- Keine teuren Anschaffungen nötig. Das Swingtrading kann mit einem normalen Computer oder einem Smartphone mit installierter Handelsplattform durchgeführt werden.
- Mehrere Einkommensströme. Swing Trader haben in der Regel einen festen Job oder eine andere Einkommensquelle, mit der sie mögliche Handelsverluste ausgleichen können.
Nachteile des Swingtrading
- Verlustrisiko. Wie jeder andere Handelsstil kann auch der Swing-Handel zu erheblichen Verlusten führen. Insbesondere erhöht sich das Verlustrisiko durch das Halten der Position über Nacht. Dieses Risiko kann etwa über Optionen abgesichert werden.
- Seltenere Handelssignale. Beim Swingtrading muss unter Umständen länger auf ein Signal für den Einstieg in eine Position gewartet werden.
Position Trading
Im Unterschied zu den oben genannten Trading-Stilen haben Investoren beim Position Trading (Mittelfristiger Handel) eher einen längeren Anlagehorizont (z. B. viele Monate). Ein übliches Ziel: längere Schwankungen auffangen.
Vorteile des Position Trading
- Stets ein klarer Blick. Emotionen sind kein großer Faktor beim mittelfristigen Handel.
- Slippage spielt keine Rolle. Einstiege und Ausstiege müssen nicht perfekt sein. Es kommt nicht mehr auf jedem Cent an.
- Kosten fallen nicht ins Gewicht. Die Transaktionsgebühren haben keinen wesentlichen Einfluss auf das Endergebnis.
- Mehr Freizeit. Man muss nicht ständig vor dem Computer sein.
- Große Auswahl an Wertpapieren. Während beispielsweise Daytrader volatile Werte bevorzugen, können mittelfristig orientierte Anleger etwa unbekannte, aber aussichtsreiche Aktien in ihrem Portfolio aufnehmen.
Nachteile des Position Trading
- Kenntnisse der Fundamentalanalyse erforderlich. Ein Händler, der mittelfristig handeln möchte, sollte über Kenntnisse und Fähigkeiten zur Durchführung einer Fundamentalanalyse verfügen.
- Mehr Vorarbeit nötig. Bei einer mittelfristigen Position kann es sinnvoll sein, eine größere Anzahl an Aktien, Sektoren und Branchen zu bewerten, um die besten für den Handel auszuwählen. Diese Arbeit kann jedoch mit den richtigen Tools erheblich reduziert werden.
- Langweilig. Eine Position mehrere Monate lang zu halten, passt nicht zu aktiven Trader, die einen Nervenkitzel beim Handeln brauchen.
Kombinationen verschiedener Strategien
Anleger können auch die verschiedenen Trading-Arten miteinander kombinieren – und damit idealerweise die Vorteile jeder Strategie für sich nutzen. Ferner können Investoren z. B. im Rahmen von Stillhaltergeschäfte regelmäßig kurzfristige Einnahmen, zusätzlich zu Kursgewinnen und Dividenden, erzielen.
Der besonders positive Aspekt dabei: mittelfristiges Investieren und zudem ein partiell aktiver Handel (analog zum Swingtrading).
Andere Trading-Stile
High-Frequency Trading (deutsch: Hochfrequenzhandel) wird nicht in dieser Liste aufgeführt, da dieser Stil meist den institutionellen Händlern vorbehalten wird. Hochfrequenzhandel liegt vor, wenn Positionen extrem schnell eröffnet und geschlossen werden.
Eine weitere Trading-Art bzw. Strategie, die sich ebenfalls auf die Anlagedauer bezieht, aber eher nicht in die obige Liste gehört, umfasst das langfristige Investieren. Diese Form des Börsenhandels kennen viele Anleger (je nach Ausprägung) auch als Buy-and-Hold. Ein Ziel: von dem langfristig positiven Trend der Börsenkurse profitieren. Genau diese Strategie, im Zusammenspiel mit Stillhaltergeschäften, führte beispielsweise Warren Buffett durch – einer der erfolgreichsten Investoren der Welt.
Trading lernen – Trader werden Schritt für Schritt
Schritt 0: Trading lernen mit einer Trading-Ausbildung
Der üblichste Weg, um ein profitabler Trader zu werden, ist eine dedizierte Trading-Ausbildung. Wie bereits erwähnt, verlieren viele Trading-Anfänger Geld. Eine Ausbildung oder ein Seminar im Vorfeld ist daher sehr sinnvoll, da sie wichtiges Wissen vermittelt und die Wahrscheinlichkeit anfänglicher Fehler minimiert. Unnötige Verluste werden vermieden.
Merkmalen einer seriösen Trading-Ausbildung
- Börsenwissen mit Praxisteil: Nicht nur die „Theorie“, sondern auch die praktische Umsetzung des Wissens sollte direkt in den Handelsplattformen umgesetzt werden.
- Team mit Erfahrung und Kompetenzen: Referenten sollten selbst umfangreiche Erfahrungen im Börsenhandel aufweisen und zudem unabhängig von beispielsweise Broker, Banken und Investmentfonds sein.
- Kundenstimmen: Nachvollziehbare, authentische Erfahrungsberichte erfolgreicher Absolventen sollten vorhanden sein.
- Staatlich geprüftes Wissen: Gilt als Gütesiegel.
- Dauerhafter Zugang zu Lernmaterialien: Auch lange nach dem Ablauf des Programms sollte der Zugriff auf Wissen und Tools möglich sein.
- Transparenz und ausführliche Aufklärungen: Möglichkeit, Informationen durch ein unverbindliches Gespräch zu erfragen – oder kauft man die Katze im Sack?
Schritt 1: Die Brokerauswahl
Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder Derivate werden üblicherweise über ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker gehandelt. Die große Zahl moderner Online-Broker macht die Auswahl jedoch anspruchsvoll.
Vor der Entscheidung sollte ein neuer Trader seine eigene Anlagestrategie klar definieren: Soll es aktives Daytrading sein oder eher ein längerfristiges Investment? Und wie viel Kapital soll eingesetzt werden?
Anschließend gilt es, die Konditionen der Broker sorgfältig zu prüfen und zu vergleichen, da diese teils stark variieren.
Checkliste zur Broker-Auswahl
- Welche Finanzprodukte können gehandelt werden (z. B. nur Aktien oder auch Derivate)?
- Wie hoch sind die Kosten eines Trades (z. B. wie hoch ist die Ordergebühr für den Handel eines bestimmten Finanzproduktes, gibt es eine Orderprovision abhängig vom Ordervolumen)?
- Fallen Kosten für die Depotführung an?
- Fallen weitere/andere Kosten an (z. B. Wechselgebühren, Fremdkostenpauschalen, Sparplanraten-Gebühren)?
- Sind Sparpläne kostenlos und falls ja, welche ETFs werden dazu angeboten?
- Gibt es einen (negativen) Guthabenzins oder Verwahrentgelte? Was wird mit dem Guthaben gemacht (z. B. Investition in einen Geldmarktfonds)? Sind Kundeneinlagen geschützt?
- Wie hoch fallen andere Zinsen aus, z. B. für einen Wertpapierkredit bzw. für einen Marginaccount?
- Wie hoch ist ggf. der Spread (d.h. der Aufschlag auf den Marktpreis)?
- Auf welchen Handelsplätzen kann gehandelt werden (z. B. nur deutsche Börsen oder auch US-Börsen)? Wie lang ist der Handelszeitraum?
- Welche Ordertypen stehen zur Verfügung (z. B. nur Market Ordrer, Limit Order oder auch Stop Limit)?
- Können Anleger via Computer oder sogar nur via Smartphone handeln? Bzw. steht eine App zur Verfügung?
- Wie ist die Benutzeroberfläche gestaltet?
- Gibt es ein kostenloses Demokonto?
- Mit welchen Partnerbanken arbeiten die Broker zusammen?
Schritt 2: Das passende Finanzinstrument & Trading-Stil
Trading-Anfänger haben oft Schwierigkeiten, den Handelsstil und das Finanzinstrument zu finden, das zu ihrer Persönlichkeit passt – dabei ist diese Entscheidung entscheidend für langfristigen Erfolg. Einige fühlen sich mit Aktien wohler, andere mit Optionen, Manche blühen im Daytrading auf, während andere als Swingtrader erfolgreicher sind.
Die Wahl des richtigen Stils verlangt Flexibilität, um zu erkennen, wenn etwas nicht funktioniert, aber ebenso Beständigkeit, um einen passenden Stil beizubehalten – auch in Phasen, in denen er vorübergehend weniger profitabel ist.
Schritt 3: Die richtige Anlagestrategie
Die Auswahl der passenden Anlagestrategie sollte die persönliche Einstellung zum Risiko und Rendite berücksichtigen. Es gibt es fünf gängige Risiko-Rendite-Profile:
- Konservativ
- Einkommensorientiert
- Ausgeglichen
- Wachstumsorientiert
- Kapitalgewinn
Die folgende Grafik zeigt, dass das persönliche Risiko-Rendite-Profil im Wesentlichen bei der Auswahl der Geldanlage mitentscheidet, die wiederum einen Einfluss auf der passenden Anlagestrategie hat. Jemand, der sich als konservativ oder einkommensorientiert einschätzt, wird vermutlich sich eher mit Value Investing anfreunden als mit einer Momentum-Strategie.
Schritt 4: Ein detaillierter Trading-Plan
Ein klar strukturierter Trading-Plan kann dazu beitragen, das eigene Trading zu verbessern. Wie bei anderen Prozessen helfen feste Abläufe, Checklisten und Regeln dabei, Entscheidungen zu reflektieren und langfristig zu optimieren.
Besonders wichtig ist die Frage nach jedem Trade: Was hätte ich anders machen können, um ein besseres Ergebnis zu erzielen? – denn aus Fehlern lernt man am schnellsten.
Ein Trading-Plan ist individuell und kann je nach Persönlichkeit, Strategie und Zielen sehr unterschiedlich aussehen. Die folgende Tabelle zeigt typische Bestandteile, die in einem solchen Plan berücksichtigt werden können.
| Vor einem Trade |
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| Während eines Trades |
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| Nach einem Trade |
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Schritt 5: Demokonto zum Trading lernen nutzen
Die Nutzung eines Demokontos kann sehr hilfreich sein, um Erfahrungen rund um das Trading zu machen und Kenntnissen zu festigen. Dabei handelt der Anleger lediglich mit Spielgeld und nicht mit Echtgeld. Beispielsweise können Investoren bestimmte Finanzprodukte, Orderfunktionen oder Anlagezeiträume für sich testen.
Zudem können Anleger mithilfe des Demokontos Antworten auf folgende Fragen finden: Passt die Strategie und der Trading-Plan? Habe ich mich bei der Erstellung der Strategie richtig eingeschätzt oder muss ich diese noch anpassen?
Schritt 6: Trading-Tagebuch führen
Ein Trading-Tagebuch hilft Tradern, ihre Trades und Gedanken festzuhalten und beschleunigt den Lernprozess erheblich. Es kann zahlreiche Details enthalten – etwa Screenshots der Marktsituation, die eigene Tagesform oder gemachte Fehler. Auch zukünftige Pläne und Ideen lassen sich darin dokumentieren. Am wertvollsten ist ein Trading-Tagebuch jedoch, wenn es regelmäßig ausgewertet wird.
Schritt 7: Trading-Community aufbauen oder beitreten
Einer Trading-Community beizutreten kann beim Tradinglernen viel Zeit, Mühe und Geld sparen. Die Vorteile sind vielfältig. Man kann etwa:
- von den Erfahrungen anderer profitieren
- Handelsideen austauschen
- sich gegenseitig bei Motivationslöchern unterstützen
- die eigenen Kenntnisse kontinuierlich erweitern
Entscheidend ist jedoch, dass die Community zu den eigenen Zielen und zum eigenen Stil passt. Ein Swingtrader, der auf Fundamentalanalyse setzt, wird sich in einer Daytrading-Gruppe mit vielen „heißen Tipps“ kaum wohlfühlen – und wahrscheinlich nur wenig daraus mitnehmen.
Trading ist erlernbar
Grundsätzlich kann jeder das Traden erlernen, der ein gewisses Startkapital, das entsprechende Equipment sowie ein Depot bei einem Broker oder bei einer Bank besitzt. Es erfordert zwar eine Menge Disziplin, Hingabe und Lernbereitschaft, um ein erfolgreicher Trader zu werden, aber die Vorteile können sich allemal lohnen.
Trading-Quiz
Häufige Fragen rund um das Trading lernen
Wie viel Startkapital brauche ich fürs Trading?
Das notwendige Startkapital kann je nach Privatanleger und Tradingstrategie ganz unterschiedlich ausfallen. Im Prinzip kann man bereits mit zehn Euro handeln. Sinnvoll ist dies jedoch nicht, weil für gewöhnlich jeder Trade mit Kosten verbunden ist. Manche Finanzexperten empfehlen ein Startkapital von mindestens 10.000 Euro. Darüber hinaus kann ein Optionsverkäufer ein Marginkonto für sich nutzen.
Kann man mit Trading Geld verdienen?
Definitiv ist es möglich, dauerhaft und systematisch mit Trading Geld zu verdienen. Zentral für den Erfolg sind hierbei viele Faktoren, darunter: konkret vermittelte Strategien im Rahmen einer seriösen Trading-Ausbildung, Zeitaufwand pro Woche, vermitteltes Fachwissen, Ausbildungsstruktur und Ausbildungsdauer (idealerweise über mehrere Monate).
Wie lange braucht man um Traden zu lernen?
Im Rahmen eines qualitativ hochwertigen Finanzausbildungsprogramms kann ein Trading innerhalb von drei Monaten erlernt werden. Wichtig dabei ist nicht nur das Aneignen von Finanzwesen, sondern auch die praktische Umsetzung.
Wie gefährlich ist Trading?
Das Risiko beim Trading an der Börse kann grundsätzlich selbst gesteuert werden. Verluste gehören zwar zum Erfolg dazu, traditionell größtes Risiko ist jedoch der Handel ohne geeignetes Fachwissen. Nach Brokerangaben machen 60% bis 80% der Trader-Neulinge Verluste. Eine hochwertige Trading-Ausbildung reduziert dieses Risiko dramatisch und kann sich zudem finanziell sehr schnell rechnen.
Wie viel Zeit benötigt das Traden?
Es gibt es keine pauschale Antwort, da die nötige Zeit von jeden einzelnen Trader unterschiedlich ausfallen kann. Die wichtigste allgemeine Information ist wohl: Der Erfolg eines Trades hängt nicht zwingend von seiner am Bildschirm investierten Zeit ab. Beispielsweise kann eine wöchentliche Zeitinvestition von 20 bis 30 Minuten ausreichen, um erfolgreich zu traden.
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