Optionen vs. Optionsscheine – Was ist besser?

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Was sind Optionen und Optionsscheinen?

Mit Optionen und Optionsscheinen kann ein Anleger auf steigende oder fallende Kurse setzen. Vergütet werden die Produkte mit einer Prämie. Diese ist vom Käufer an den Verkäufer zu zahlen. Im Gegenzug verpflichtet sich der Verkäufer (Stillhalter) zur Ausführung der Transaktion, wenn zum Fälligkeitszeitpunkt festgelegte Rahmenbedingungen eingetreten sind.

Ein Anleger kann sich mit Optionen und Optionsscheinen Long oder Short positionieren und einen „Call“ oder „Put“ erwerben. Mit einem Call erwirbt der Anleger das Recht, den Basiswert zu einem festgelegten Kurs (Strike) und einem festgelegten Zeitpunkt zu kaufen. Ein Put funktioniert nach demselben Prinzip, berechtigt aber zum Verkauf des Basiswertes.

Eine Pflicht zur Ausübung einer Option oder eines Optionsscheines gibt es für den Käufer des Derivates nicht.

Gemeinsamkeiten zwischen Optionen und Optionsscheinen

Sowohl bei Optionen als auch bei Optionsscheinen handelt es sich um Derivate. Sie werden folglich auf einen Basiswert, das sogenannte Underlying, gehandelt. Ohne sein jeweiliges Underlying hat ein Derivat keinen Wert.

Bei beiden untersuchten Derivattypen sind diverse Underlyings möglich. Diese beschränken sich dabei nicht auf Aktien, sondern können beispielsweise verschiedene Wertpapiere oder Währungen sein. Darüber hinaus verfügen beide Derivate über eine Hebelwirkung. Es muss weniger Kapital eingesetzt werden, als beim direkten Handel der Basiswerte. Dadurch verstärken sich Gewinne oder Verluste.

Exkurs: Durch einen Hebel verändert sich genau genommen lediglich die Eigenkapitalrendite einer Investition. Die gesamte Rendite verändert sich nicht. Investiert ein Händler beispielsweise 100 Euro für ein Derivat, das einen Basiswert mit einem Wert von insgesamt 200 Euro abbildet, wendet er lediglich 50 % Eigenkapital auf. Steigt der Kurs um 10 % auf 220 Euro, beträgt die gesamte Rendite 10 %. Auf das Eigenkapital des Händlers (bzw. das Derivat) entfallen jedoch 20 % Rendite, weil dessen Kurs auf 120 Euro gestiegen ist.

In der Praxis sind für die Preisbildung von Derivaten jedoch weitere Faktoren zu berücksichtigen.

Was ist der Unterschied zwischen Optionen und Optionsscheinen?

Obwohl die Namensgebung der beiden Derivate ähnlich klingt, gibt es in der Praxis mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten.

Optionen und Optionsscheine: Standardisierung

Wertpapiere und Derivate, die standardisiert sind, unterliegen bestimmten Verpflichtungen. Dies können Preise, Fristen oder der Aufbau des Papieres selbst sein. Bei Optionen handelt es sich um ein standardisiertes Produkt. Die Kontraktgröße, Handelsplätze, Basiswerte und Fristen werden nach den gleichen Richtlinien gebildet. Optionsscheine unterliegen keiner Standardisierung. Die Preise und Zusammensetzung der Papiere können vom Herausgeber, dem Emittenten, festgelegt werden. Häufig ergeben sich mehrseitige Vertragsbedingungen für einen einzigen Optionsschein.

Hinweis: Im Optionshandel gibt es sogenannte „Exotische Optionen“. Diese sind nicht standardisiert und werden auch nicht an Optionsbörsen gehandelt. Insofern sind diese Produkte von klassischen Optionen abzugrenzen und ähneln vielmehr den Optionsscheinen.

Optionen und Optionsscheine: Handelsplatz

Vergleichbar mit Aktien und Anleihen werden Optionen an der Börse gehandelt. In Europa gilt die Eurex als bedeutendste Börse für Optionen und Futures. Bei Optionsscheinen findet dagegen kein Handel an Terminbörsen statt. Diese Wertpapiere werden häufig OTC (Over the Counter), also direkt zwischen Emittent und Käufer gehandelt. Selten findet der Handel auch über reguläre Börsen statt. Das liegt daran, dass es sehr viele verschiedene Optionsscheine gibt. Nur wenn sich im Moment des Kaufs oder Verkaufs ein Handelspartner an der Börse findet, kommt der Vertrag zustande.

Optionen und Optionsscheine: Kauf und Verkauf

Optionen und Optionsscheine unterscheiden sich unter anderem durch die Möglichkeit von Kauf und Verkauf. Beide Produkte können an ihren jeweiligen Handelsplätzen gekauft werden. Ein Verkauf, also das Einnehmen einer Stillhalteposition ist dagegen bei Optionsscheinen nicht möglich. Der Grund dafür ist, dass Optionsscheine nur von Banken ausgegeben werden. Bei Optionen handelt es sich dagegen um ein Geschäft zwischen zwei beliebigen Marktteilnehmern. Wer genau eine Option verkauft beziehungsweise schreibt, ist nicht von Belang.

Hinweis: Ein Verkauf im Sinne des Schließens der Position ist sowohl bei Optionen als auch bei Optionsscheinen möglich. Hier besteht bei Optionsscheinen jedoch das Risiko, dass sich kein Handelspartner an der Börse findet. Dann wird die Order an den Emittenten weitergeleitet. Hierbei entstehen oft nachteilige Kursstellungen und hohe Spreads.

Optionen und Optionsscheine: Absicherung / Risiko

Dadurch, dass Optionen primär an regulierten Börsen gehandelt werden, gelten entsprechende Sicherheitsmechanismen für diese Produkte. Nachdem sich ein Käufer und ein Verkäufer für ein Optionsgeschäft gefunden haben, wird dieses ausgeführt. Das Risiko, dass Käufer oder Verkäufer ihre Verpflichtungen nicht erfüllen können, tragen jedoch nicht die beiden Vertragsparteien. Sowohl die Optionsbörse als auch die Clearingstelle, beispielsweise die OCC, garantieren das Geschäft.

Optionsscheine sind nicht in einer solchen Form abgesichert, weil es für jeden Optionsschein einen festgelegten Emittenten gibt. Dadurch muss sich ein Käufer darauf verlassen, dass der Emittent seinen Verpflichtungen nachkommt. Im Fall einer Insolvenz des Emittenten sind auch dessen Optionsscheine wertlos.

Hinweis: Abhängig von den Vertragsbedingungen eines Optionsscheins (siehe „Standardisierung“), kann der Emittent diesen während der Laufzeit kündigen. Je nach Kurs des Basiswertes kann sich dies nachteilig auf den Ertrag des Händlers auswirken. Eine Kündigung von Optionen ist nicht möglich.

Optionen und Optionsscheine: Preisbildung

Die Preise von Optionen bilden sich grundsätzlich sehr ähnlich wie die von Aktien und anderen frei handelbaren Gütern. Angebot und Nachfrage sind die wesentlichen Preistreiber. Existiert an der Börse nach einer Option eine hohe Nachfrage, steigt ihr Preis. Die genaueren inhaltlichen Zusammenhänge zwischen Änderungen am Kapitalmarkt und Preisänderungen von Optionen analysieren unter anderem die sogenannten „Optionsgriechen“. Anhand dieser Kennzahlen lassen sich Preisänderungen von Optionen transparent erklären und prognostizieren.

Im Gegensatz zu Optionen bilden sich die Preise von Optionsscheinen nur bedingt an einem freien Markt, sondern werden vom Emittenten festgesetzt. Die fehlende Standardisierung erschwert es einem Anleger zusätzlich, Preise zu vergleichen und die vorhandenen Preise eines Optionsscheines kritisch zu hinterfragen. Somit bleibt unklar, wie hoch der eigentliche Wert des Optionsscheines und wie hoch die Gewinnmarge des Emittenten ist.

Unterschiede zwischen Optionen und Optionsscheinen im Überblick

OptionenOptionsscheine
StandardisierungJANEIN
HandelsplatzBörseDirekthandel (OTC), z. T. Börse
Schreiben möglich?JANEIN
AbsicherungDurch Optionsbörsen und Clearingstellen.Keine
PreisbildungDurch Angebot und Nachfrage an der Börse.Durch den Emittenten.

Optionen vs. Optionsscheine – Was ist das bessere Produkt?

Obwohl viele Einsteiger im Derivathandel anfänglich zu Optionsscheinen greifen, handelt es sich dabei um ein Produkt mit vielen Risiken und Ungewissheiten.

Besonders gravierend ist das sogenannte Kontrahentenrisiko. Im Fall von Optionsscheinen ist der Kontrahent oder auch Emittent eine Bank. Kann diese die verbrieften Verpflichtungen nicht erfüllen, erhält der Anleger kein Geld. Für den Fall einer Bankeninsolvenz ist davon auszugehen, dass sämtliche emittierten Optionsscheine keinen Wert mehr haben. Spätestens die Finanzkrise hat dabei bewiesen, dass auch die Insolvenz von Großbanken tatsächlich möglich ist. Optionen sind dagegen sowohl durch die Derivatbörse als auch durch die Clearingstelle und die Margin abgesichert.

Die Preisbildung von Optionsscheinen ist als nächstes substanzielles Risiko gegenüber Optionen zu erwähnen. Eine Preisstellung findet lediglich durch den Emittenten statt. Festgelegte Zeitperioden gibt es mangels Standardisierung nicht. Zusätzlich neigen Optionsscheine bei hoher Marktvolatilität zu großen Spreads und ungünstigen Preisen. Der Kurs von Optionen wird im Gegensatz dazu mindestens einmal täglich kalkuliert. In der Praxis findet dieser Vorgang deutlich häufiger statt. Die möglichen Spreads sind aufgrund der höheren Marktliquidität wesentlich geringer als bei den Optionsscheinen.

Unabhängig von individuellen Nachteilen der Optionsscheine gibt es strukturelle Schwächen gegenüber Optionen. Im Vordergrund steht hier die Abbildung von Strategien. Je nach Markteinschätzung hat ein Händler Ziele bestimmt, die er mit seinem Investment erreichen möchte. Die verwendeten Instrumente sollten diese Ziele flexibel darstellen und ermöglichen. Dadurch, dass der Händler mit Optionsscheinen nur eine Long-Position einnehmen kann, fehlen ihm diverse Möglichkeiten für die Umsetzung entsprechender Strategien. Stillhaltergeschäfte sind beispielsweise mit Optionsscheinen nicht möglich, was einen gravierenden Nachteil für Anleger darstellt.

Beispiel: Ein Investor hat aus seiner Sicht den fairen Wert eine Aktie bestimmt. Dieser liegt gemäß seinen Berechnungen bei 110 Euro. Einen Kauf erwägt der Investor aufgrund seiner Sicherheitsmarge bei 100 Euro. Derzeit notiert der Kurs jedoch bei 120 Euro. Der Investor kann mit Optionsscheinen nur auf steigende oder fallende Kurse setzen, jedoch möchte er die Aktie gerne selbst eingebucht bekommen, wenn sein Wunschkurs erreicht wird. Mit einer Option ist dies möglich. Verkauft er beispielsweise eine Put-Option mit einem Strike von 100 Euro, erhält er eine Prämie. Erreicht der Kurs 100 Euro oder fällt darunter, muss er die Aktie zu 100 Euro pro Stück kaufen. Fällt der Kurs nicht ausreichend stark, behält er die Prämie. Der Investor wird praktisch für das Warten auf den Wunschkurs bezahlt.

Vorteile von Optionen:

  • Kein Emittenten- / Kontrahentenrisiko
  • Geringerer Spread und fairerer Preis
  • Flexiblere Strategien durch die Möglichkeit von Short-Positionen

Hinweis: In den USA sind unter anderem Optionsscheine verboten. Sie gelten als zu manipulationsanfällig und riskant. Optionen werden dagegen häufig in den USA gehandelt. Dies ist ein weiteres Indiz für die Überlegenheit von Optionen gegenüber Optionsscheinen.

Beispiel für den Handel mit Optionen vs. Optionsscheine

In diesem Beispiel sollen die möglichen Risiken von Optionsscheinen deutlich werden, indem ein Händler gemäß seiner Marktmeinung zum einen mit Optionen und zum anderen mit Optionsscheinen handelt.

Der gewünschte Basiswert ist die Bayer AG. Der Kurs notiert derzeit bei 63 Euro. Aufgrund seiner fundamentalen Analyse geht der Händler von steigenden Kursen aus. Zu diesem Zweck kauft er sowohl einen Call Optionskontrakt als auch einen Call Optionsschein. Der Strike für beide Derivate notiert bei 68 Euro.

Der Optionskontrakt bezieht sich auf 100 Aktien und damit ein Volumen von 6.800 Euro. Im Gegensatz dazu bildet der Optionsschein nur 93 Aktien ab. Für beide Derivate wird eine Prämie von 90 Euro verlangt. Der Herausgeber des Optionsscheines erhält jedoch durch das geringere Bezugsverhältnis eine höhere Prämie. Abhängig davon, wie genau der Händler die Produktbeschreibung des Optionsscheines studiert hat, ist ihm dieser Umstand nicht einmal bekannt.

Unabhängig von der Kursentwicklung des Basiswertes müssen während der Laufzeit beider Derivate der Verkäufer der Option und des Optionsscheines Insolvenz anmelden. Obwohl der Optionsschein höhere Kosten verursacht hat, ist er jetzt praktisch wertlos. Der Händler ist höchstens Gläubiger der insolventen Bank und erhält wenige Prozent Insolvenzquote. Bei der Option bleibt die Insolvenz des Verkäufers dagegen folgenlos. Ist der Emittent eine Privatperson, fällt dies aufgrund des geringen Emissionsvolumens kaum auf. Selbst bei einer Investmentbank springt die Optionsbörse für die Verbindlichkeiten ein. Als letzte Instanz zur Sicherung der Geschäfte gelten die Clearingstellen, die auch in diesem Beispiel sicherstellen, dass die Option am Ende der Laufzeit ausgeübt werden kann.

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