Wöchentliche Optionen

Autor: - Inhaltlich geprüft von: Philipp-Malte Lingnau

Normalerweise haben Optionen eine Laufzeit von mehreren Wochen oder Monaten. Wöchentliche Optionen haben dagegen eine Laufzeit von wenigen Tagen bis zum Verfall. In diesem Artikel werden nicht nur die Vorteile, sondern auch die Geschichte und Anwendung von Wochenoptionen näher erläutert.

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Was sind wöchentliche Optionen?

Grundsätzlich funktionieren wöchentliche Optionen wie andere Optionen auch. Sie zeichnen sich lediglich durch ihre kurze Laufzeit aus, die zwischen einer und fünf Wochen liegen kann. Aufgrund dieser Laufzeit können die Optionsbörsen von Woche zu Woche verschiedene Serien auflisten. Bei Feiertagen findet eine Anpassung des Auflegungs- beziehungsweise Verfallsdatums um einen Tag nach hinten statt.

Der letzte Handelstag einer wöchentlichen Option hängt davon ab, ob die Option vormittags (a.m.) oder nachmittags (p.m.) abgewickelt wurde. Nachmittags aufgelegte Optionen sind bis zum Verfallstag, normalerweise einem Freitag, handelbar, wohingegen der letzte Handelstag bei Vormittagsoptionen schon am Tag vor dem Verfall erreicht ist.

Übrigens: Wenn in einer Woche auch reguläre Optionen verfallen, werden für diesen Fälligkeitstag keine wöchentlichen Optionen aufgelegt. Es handelt sich dabei in der Regel um den dritten Freitag eines Monats. Wöchentliche Optionen sorgen auf diesem Wege dafür, dass in jeder Woche der Verfallstag einer Optionsserie liegt.

Geschichte der wöchentlichen Optionen

Bereits 1973 wurden die ersten herkömmlichen Call Optionen an der Optionsbörse von Chicago (CBOE) aufgelegt. Put Optionen wurden 1977 eingeführt. Wöchentliche Optionen folgten erst mehr als 30 Jahre später im Jahr 2005. Anfänglich konnten nur vier Indizes als Basiswert der wöchentlichen Optionen gewählt werden. Die Ausübung war lediglich als Barausgleich möglich. Ab 2010 waren wöchentliche Optionen erstmals auch auf einzelne Aktien und ETFs handelbar.

Inzwischen wird dieser junge Optionstyp an verschiedenen Börsen gehandelt und konnte sein Handelsvolumen deutlich erhöhen.

Beschränkung des Strike Preises

Wöchentliche Optionen, die an der CBOE gehandelt werden, unterliegen einer weiteren Besonderheit. Sie haben eine Begrenzung des Strike Preises. Der Strike darf sich maximal 30 % über oder unter dem Kurs des Basiswertes befinden. Standardoptionen unterliegen keinen Beschränkungen dieser Natur.

Wöchentliche Optionen – Vorteile und Nachteile

Zu den Vorteilen gehört, dass wöchentliche Optionen mit weniger finanziellem Aufwand gehandelt werden können. Das entlastet den Kapitalaufwand der Optionskäufer und verringert generell die Optionsprämie. Außerdem bieten diese Optionen eine erhöhte Flexibilität. In Ergänzung mit herkömmlichen Optionen ergeben sich 52 Verfallstage pro Jahr. Diese höhere Anzahl an Fälligkeitstagen schafft erweiterte Freiheiten bezüglich der Handelsstrategien von Optionen. Inzwischen sind die wöchentlichen Optionen zudem auf eine Vielzahl von Basiswerten handelbar.

Im Vergleich zu niedrigen Prämien sind jedoch die verhältnismäßigen Gebühren teurer als bei normalen Optionen. Meistens werden von Brokern pauschale Gebühren für den Handel mit Optionen verlangt. Je geringer das Transaktionsvolumen, desto höher fällt der prozentuale Anteil aus. Ähnlich wie beim Kauf von Aktien wirkt sich der geringe Optionswert auch auf den Spread aus.

Bei wöchentlichen Optionen sind für manche Strike Preise sowohl der Bid-Ask-Zuschlag als auch der Handelsvolumen geringer als der von regulären Optionen. Die niedrige Prämie, die für Käufer der Optionen einen Vorteil darstellt verringert auf der Gegenseite aber die möglichen Einnahmen des Stillhalters. Durch die geringe Laufzeit der wöchentlichen Optionen ist es gleichzeitig auch schwieriger diese zu rollen und eine Position zu „reparieren“.

Niedrige Optionsprämie
Hohe Flexibilität
Große Auswahl an Basiswerten

Verhältnismäßig hohe Gebühren
Größerer Spread und geringe Liquidität für manche Strike Preise
Geringe Prämien für Verkäufer
Schwierigkeiten beim Rollen der Position möglich

Optionsstrategien und wöchentliche Optionen

Eine mögliche Strategie mit wöchentlichen Optionen ist eine Stillhalterstrategie. Der Verkäufer (Stillhalter) verkauft Optionen und im Gegenzug erhält er eine Prämie. Sofern die Option out of the Money notiert, besteht sie lediglich aus dem Zeitwert. Der innere Wert ist null.

Mit monatlichen Optionen kann diese Transaktion nur 12 Mal pro Jahr durchgeführt werden. Dank der wöchentlichen Optionen sind jedoch 52 Zahltage pro Jahr möglich. Zudem nimmt der Zeitwertverfall in vielen Konstellationen zum Ende der Optionslaufzeit stark zu. Dadurch ergibt sich ein weiterer Vorteil für den Verkäufer.

Absolut ist die Prämie natürlich niedriger als bei einer Monatsoption. Schließlich beträgt die Laufzeit auch nur ein Viertel. In Relation zur Laufzeit versprechen wöchentliche Optionen jedoch mehr Chancen für Verkäufer, als monatliche.

Generell sind wöchentliche Optionen gut geeignet, um Optionsstrategien innerhalb einer kürzeren Frist abzubilden. Die Strategie selbst bleibt gleich. Denkbar sind beispielsweise

Tipp: Selbst wer noch keine Erfahrung mit dem Handel dieses Optionstyps hat, hat ihn eigentlich schon einmal gehandelt, sofern der Umgang mit Monatsoptionen bekannt ist. Denn die letzte Woche einer Monatsoption ist eigentlich nichts anderes als eine wöchentliche Option.

Mit wöchentlichen Optionen auf kurzfristige Ereignisse setzen

Wöchentliche Optionen finden auch bei anstehenden Unternehmenspublikationen oder anderen Nachrichten einen Einsatz. Werden beispielsweise zu einem bestimmten Termin Nachrichten zur wirtschaftlichen Lage, Produktinnovationen oder Ähnliches erwartet, ist auch die Chance auf Kursreaktionen erhöht. Mit wöchentlichen Optionen muss der Optionshändler nicht mehr die Prämie für einen viel längeren Zeitraum aufwenden, als benötigt.

Zudem liegt das kursbeeinflussende Ereignis näher am Verfallstag und somit ist das Risiko von Kursbewegungen nach dem entscheidenden Ereignis geringer. Trifft das erwartete Ereignis also ein, findet die Auszahlung schneller statt. War die Prognose nicht korrekt, läuft die Option nicht so lange gegen den Optionshändler.

Hinweis: Für den Erfolg einer solchen Strategie ist viel wichtiger, dass die Kursprognose zutrifft und das Investment Case standhält. Dennoch unterstützen wöchentliche Optionen solche kurzfristigen Ansätze.

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