Bezugsverhältnis von Optionen – Definition & Bedeutung

Das Bezugsverhältnis von Optionen, auch bekannt als „Contract Size“, „Optionsverhältnis“ oder „Kontraktgröße“, ist eine wesentliche Kenngröße von Optionen und anderen Derivaten. Mithilfe des Bezugsverhältnisses kann ein Anleger bestimmten, welche Rechte und Pflichten mit einem Optionskontrakt einhergehen. Darüber hinaus ist eine Einschätzung der Hebelwirkung möglich, sofern das Bezugsverhältnis und die Optionsprämie bekannt sind.

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Was ist das Bezugsverhältnis von Optionen?

Eine Option beziehungsweise ein Optionskontrakt verbrieft das Recht zum Kauf oder Verkauf eines Basiswertes (sog. Underlying). Für diesen Basiswert wird bereits beim Schreiben der Option ein Ausübungspreis (Strike) bestimmt. Darüber hinaus wird die Option zu einem definierten Stichtag fällig.

Exkurs: Der Strike einer Option wird, ungeachtet des Bezugsverhältnisses, pro Anteil des Basiswertes angegeben. Für den Preis des Gesamtkontraktes muss der Strike daher mit der Anzahl an verbrieften Basiswerten multipliziert werden. Der Preis des gesamten Kontraktes wirkt sich beispielsweise auf die Anforderungen der Margin aus.

In der Praxis beinhaltet ein Optionskontrakt jedoch nicht das Recht zum Kauf oder Verkauf von genau einem Anteil des Basiswertes. Stattdessen wird mit Derivaten häufig ein Vielfaches des Basiswertes gehandelt. Aktienoptionen verbriefen für gewöhnlich das Recht zum Kauf oder Verkauf von 100 Anteilen des Basiswertes. Bei anderen Derivaten, wie Futures oder Optionsscheinen sind, abhängig vom Basiswert, auch andere Bezugsverhältnisse möglich.

Das Bezugsverhältnis wird meist mit zwei Zahlen angegeben, die durch ein Divisionszeichen getrennt werden. Beispielsweise bedeutet das Verhältnis 1:100, dass ein Optionskontrakt 100 Anteile des Basiswertes handelt. Auch möglich ist die Darstellung als Dezimalzahl. In diesem Fall wäre dies ein Wert von 0,01 (1 geteilt durch 100).

Hinweis: Das Bezugsverhältnis von 1:100 ist bei Aktienoptionen mit der Ausnahme von Mini-Optionen üblich. Dies gilt jedoch nur für sogenannte „Vanilla Options“, also standardisierte Kontrakte. Bei exotischen Optionen, die nicht über die Terminbörsen gehandelt werden, können auch andere Bezugsverhältnisse vereinbart werden.

Abweichendes Bezugsverhältnis von Optionen

Eine Besonderheit in Hinblick auf das Bezugsverhältnis weisen sogenannte Mini-Optionen auf. Diese werden auf 5 verschiedene Basiswerte aufgelegt. Dazu zählt beispielsweise die Amazon Aktie. Mit einem Bezugsverhältnis von 1:100 würde sich hinter einem Optionskontrakt auf diese Aktie ein Handelsvolumen von über 250.000 Euro verbergen. Diese Dimensionen sind besonders für Privatanleger kaum zu realisieren.

Mit einer Mini-Option verändert sich das Bezugsverhältnis jedoch auf 1:10. Ein Mini Optionskontrakt verbrieft also beispielsweise nur 10 Amazon Aktien. Das Volumen sinkt folglich auf ein Zehntel des ursprünglichen Betrages.

Optionskontrakte können ebenfalls länderabhängig in ihrer Gestaltung variieren. In Großbritannien ist beispielsweise eine Kontraktgröße von 1.000 Anteilen pro Optionskontrakt üblich. Das Bezugsverhältnis von Optionen aus Großbritannien liegt also bei 1:1.000 oder 0,001. In Italien gibt es zudem Optionen mit Bezugsverhältnissen von 1:500.

Hinweis: Vor dem Kauf oder Verkauf einer Option empfiehlt es sich, das Bezugsverhältnis sowie die übrigen Kontraktspezifikationen genau zu prüfen. Nur so ist eine Beurteilung der Chancen und Risiken verlässlich möglich.

Bezugsverhältnis bei Optionsscheinen und Futures

Bei Optionsscheinen, die sich primär durch den Emittenten von Optionen unterschieden, sind die Bezugsverhältnisse mitunter deutlich höher, als bei Optionen. Nicht selten werden diese Derivate mit einem Bezugsverhältnis von 1:1 ausgegeben. Ein Optionsschein bezieht sich folglich auf ein Stück des Basiswertes. Denkbar ist auch ein Bezugsverhältnis, das pro Optionsschein nur den Bruchteil eines Basiswertes ergibt. Mit dem Verhältnis 5:1 werden mit einem Optionsschein nur 0,2 Anteile des Basiswertes gehandelt.

Rohstoffe und Währungen werden häufig mit Futures abgebildet. Anders als bei Optionen handelt es sich um unbedingte Terminkontrakte. Es besteht also keine Option zur Ausübung. Diese findet vielmehr verpflichtend am Fälligkeitstag statt. Das Bezugsverhältnis von Futures kann aufgrund der unterschiedlichen Basiswerte stark schwanken. Im Handel mit Futures sind ebenfalls die Maßeinheiten zu beachten.

Beispiel: Ein Futurekontrakt auf den kanadischen Dollar beinhaltet jeweils 100.000 CAD. Dagegen werden Sojabohnen in der Volumeneinheit „Bushel“ gehandelt. Ein Bushel entspricht 35,24 kg. Ein Kontrakt auf Sojabohnen enthält 5.000 Bushel, also 176.200 kg. Im Gegensatz dazu werden Edelmetalle primär in Unzen gehandelt. Ein Gold-Future kann beispielsweise 100 Unzen umfassen. Eine Preisänderung von einem Euro pro Unze hätte daher eine Preisänderung des Futures von 100 Euro zur Folge.

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