Margin im Optionshandel – Alle wichtigen Infos

Autor: - Inhaltlich geprüft von: Philipp-Malte Lingnau

Die Sicherheitsleistung, auch Margin genannt, ist im Optionshandel ein Thema, an dem es kein Vorbeikommen gibt. Sie gehört zu den Grundvoraussetzungen für bestimmte Termingeschäfte. Auch bei einigen Formen des Optionshandels ist sie notwendig. Die Margin hat bereits einem Hollywood Blockbuster ihren Namen geliehen und sollte vor einem Start in den Optionshandel unbedingt verstanden werden.

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Wann und warum ist eine Margin notwendig?

Grundsätzlich ist eine Margin nur dann zu leisten, wenn ein Risiko aus einem Termingeschäft besteht. Als Käufer einer Option ist daher generell keine Margin fällig. Das liegt einfach daran, dass kein Risiko besteht. Beim Kauf der Option wurde bereits die Prämie gezahlt. Alle weiteren Möglichkeiten des Käufers sind Rechte, aber keine Pflichten. Er kann die Option ausüben, wird dies aber nur tun, wenn es zu seinem Vorteil ist. Daher tragen Käufer einer Option kein Risiko über die Optionsprämie hinaus und müssen keine Margin bereitstellen.

Umgekehrt nimmt der Verkäufer einer Option eine Stillhalteposition ein. Nach dem Verkauf und Erhalt der Prämie, ist nicht klar, ob der Käufer der Option diese ausübt. Das mögliche Verlustrisiko ist erheblich.

Der Optionsverkäufer gibt eine Garantie an den Käufer, eine bestimmte Menge des Basiswertes zu kaufen oder zu verkaufen. Damit der Verkäufer der Option dieser Verpflichtung im Ernstfall auch nachkommen kann, verlangt der Broker eine Sicherheitsleistung. Die Margin. Diese Sicherheitsleistung fällt jedoch nicht so hoch aus, wie der Gegenwert des Optionskontraktes. Wäre dem so, gäbe es keinen Hebeleffekt durch die Option mehr. Das Geschäft würde sich für den Verkäufer der Option dann kaum noch lohnen.

Der Broker verlangt die Margin nur für den Fall, dass der Verkäufer nicht mehr in der Lage sein sollte, seiner Verpflichtung nachzukommen. Unter Verwendung der Margin schließt der Broker notfalls die Position und erfüllt die Verpflichtungen aus dem Vertrag.

Berechnung der Margin

Die Berechnung der Margin übernimmt der Broker und diese führt jeder Anbieter unterschiedlich durch. Wichtig zu beachten ist, dass es sich nicht um einen festen Wert handelt. Die Margin wird laufend neu berechnet und beträgt in den meisten Fällen ungefähr 25 Prozent des Aktienwertes. Bei einem Optionskontrakt (100 Aktien) von Microsoft (zu 127 EUR) beläuft sich der Aktienwert auf 12.700 Euro. Die Margin wird sich dagegen eher um die 2.500 Euro bewegen. Bei einem Kapitaleinsatz von fast 13.000 Euro würde sich die verdiente Optionsprämie auch kaum noch lohnen.

Läuft der Kurs des Basiswertes in die gewünschte Richtung und die Option ist außerhalb des Geldes, sinkt die Margin. Bewegt sich der Kurs dagegen in Richtung Geld, erhöht sich die Margin, weil auch die mögliche Gesamtverpflichtung aus der Optionsposition steigt.

Die Margin wird auf das gesamte Depot berechnet und richtet sich nach dem Gesamtrisiko. Gibt es also Positionen, die sich gegenläufig entwickeln und sich daher gegenseitig absichern, senkt dies das Risiko und damit auch die Margin.

Hinweis: Das Marginkonto sollte aus dem Umstand der ständigen Neukalkulation nicht bis auf den letzten Euro ausgereizt werden. Ein wenig Spielraum sollte immer vorhanden sein. Siehe “Margin Call”.

Der “Margin Call”

Wenn der Betrag auf dem Marginkonto nicht mehr genügt, um das ermittelte Risiko des Brokers zu decken, kommt es zum sogenannten “Margin Call”. Dieser kann als Ultimatum des Brokers verstanden werden, dass zwei Möglichkeiten zulässt.

Möglichkeit 1: Geld nachschießen, damit die berechnete Margin wieder eingehalten wird.

Möglichkeit 2: Position glattstellen und möglicherweise Verluste realisieren, die dann mit der bereits hinterlegten Margin verrechnet werden.

Der Zeitraum für die Erfüllung des Margin Call ist meistens sehr kurzfristig gesetzt. Üblich sind 24 Stunden. Wird kein Geld nachgeschossen, wird die Position automatisch glattgestellt.

Ausnahmen und Besonderheiten

Frei nach dem Motto “keine Regel ohne Ausnahme” gibt es auch bei der Margin ein paar Ausnahmen von den allgemeinen Regeln.

Für den Kauf einer Option kann nämlich dann eine Margin anfallen, wenn Sie in einer Fremdwährung notiert. Dann wird jedoch nicht das Risiko der Option selbst, sonders das Wechselkursrisiko angesetzt. In diesem Fall ist auch beim Optionskauf ein Marginkonto notwendig.

Umgekehrt gibt es auch die Möglichkeit, beim Optionsverkauf auf die Margin zu verzichten. In welcher Form die Sicherheitsleistung erfolgt, ist nämlich häufig offen. Die Wertpapiere des Basiswertes können also in entsprechender Anzahl an der Terminbörse hinterlegt werden. Es handelt sich dann um eine gedeckte Option und die Margin entfällt.

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