Gamma-neutral (Optionen) – Erklärung & Beispiel

Autor: Maik Engelkamp

Gamma-neutral ist eine Optionsposition, die gegen große Kursschwankungen eines Basiswerts abgesichert wurde.  Gamma gehört zusammen mit Delta, Rho, Theta und Vega zu den Optionsgriechen (englisch: Greeks). Diese werden verwendet, um die verschiedenen Arten von Risiken in Optionsportfolios zu bewerten.

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Gamma-neutral – Definition

Als Gamma-neutral wird eine Absicherungsstrategie im Optionshandel bezeichnet, bei der ein Anlageportfolio aufgebaut wird, dessen Delta-Änderungsrate nahe bei null liegt, selbst wenn der Basiswert (z.B. eine Aktie) steigt oder fällt. Diese Strategie wird auch als Gamma-Hedging bezeichnet. Eine gamma-neutrale Optionsstrategie wird in der Regel eingesetzt, um eine Position gegen größere Preisschwankungen des Basiswerts abzusichern.

Was ist Gamma?

Der Optionsgrieche Gamma drückt aus, wie sich das Delta einer Option ändert, wenn sich der Kurs des Basiswerts um eine Einheit verändert. Andere preisbildende Faktoren werden dabei nicht berücksichtigt. Als erste Ableitung von Delta ist sie eine Kennzahl im Optionshandel, die sich direkt auf eine andere Kennzahl bezieht. Dadurch hilft sie einen Einblick in die Funktionsweise des Deltas zu verschaffen.

  • Wenn die zu bewertende Option tief im Geld oder aus dem Geld ist, ist Gamma klein.
  • Wenn die Option nahe am Geld oder am Geld ist, ist Gamma am größten.

Alle Optionen, die eine Long-Position darstellen (wie z.B. Long Call oder Long Put), haben ein positives Gamma, während alle Short-Optionen (wie Short Call oder Short Put) ein negatives Gamma haben.

Gamma-neutral vs. Delta-neutral

Das direktionale Risiko eines Portfolios kann durch Delta-Hedging gesteuert werden, wodurch ein delta-neutrales oder direktional ambivalentes Portfolio entsteht. Das Problem besteht darin, dass das Delta einer Option sich ständig ändert, da es sich nach dem Kurs des Basiswerts richtet. Deswegen kann eine delta-neutrale Position durch die Kursänderungen des Basiswerts trotzdem zu einer direktionalen Wette werden, insbesondere wenn der Basiswert zu sehr schwankt.

Gamma-Hedging versucht, eine solche Veränderung des Deltas zu neutralisieren. Das geschieht, indem ein Gamma-neutrales Portfolio durch das Eingehen von Positionen mit gegenläufigen Gamma-Werten erstellt wird. Dies trägt dazu bei, Preisschwankungen aufgrund von sich ändernden Börsenpreisen und -bedingungen zu reduzieren.

Risikomanagement von Gamma-neutralen Positionen

Ein gamma-neutrales Portfolio ist jedoch immer noch mit Risiken behaftet. Wenn sich zum Beispiel die Annahmen, die zur Erstellung des Portfolios verwendet wurden, als falsch erweisen, kann eine vermeintlich neutrale Optionsposition riskant werden. Außerdem muss die Position bei Preisänderungen und im Laufe der Zeit neu ausbalanciert werden.

Gamma-neutrale Optionsstrategien können zum Aufbau neuer Wertpapierpositionen oder zur Anpassung einer bestehenden Position verwendet werden. Ziel ist es, eine Kombination von Optionen zu verwenden, bei der der Gamma-Gesamtwert so nahe wie möglich bei null liegt. Bei einem Wert nahe null sollte ändert sich der Delta-Wert nicht, wenn sich der Kurs des zugrundeliegenden Wertpapiers ändert.

Wenn das Ziel darin besteht, eine dauerhafte, delta-neutrale Strategie zu erreichen, würde man eine Delta-Gamma-Absicherung einsetzen. Alternativ kann ein Händler auch eine bestimmte Delta-Position beibehalten, die zwar delta-positiv (oder negativ), aber gamma-neutral sein kann.

Beispiel für eine Gamma-neutrale Strategie

Eine einfache Delta-Absicherung (Delta Hedging) könnte durch den Kauf von Call-Optionen und gleichzeitige Leerverkäufe einer bestimmten Anzahl von Aktien der zugrunde liegenden Aktie erfolgen. Bleibt der Kurs der Aktie gleich, steigt aber die Volatilität, kann der Händler profitieren, es sei denn, der Zeitwertverfall macht diese Gewinne zunichte.

Ein Händler könnte einen Short Call mit einem anderen Ausübungspreis zu der Strategie hinzufügen, um den Zeitwertverfall auszugleichen und sich gegen eine große Bewegung des Deltas zu schützen. Das Hinzufügen dieses zweiten Calls zu der Position ist eine Gamma-Absicherung (Gamma Hedging).

Ein Anleger kann Anteile der Aktienposition kaufen oder verkaufen, wenn er die Position neutral halten möchte. Dies kann die Volatilität und die Kosten des Handels erhöhen. Delta- und Gamma-Absicherungen müssen aber nicht völlig neutral sein, und Händler können anpassen, wie viel positivem oder negativem Gamma sie im Laufe der Zeit ausgesetzt sind.

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