Gold Future | Symbol: GC – Erklärung & Chart

Autor: Armin Hecktor Inhaltlich geprüft von: Philipp Berger

Gold Futures (CME Globex Symbol: „GC“) sind die beliebtesten Terminkontrakte unter den Edelmetallen. Nur wenige Märkte üben eine vergleichbare Anziehungskraft aus wie Gold. Bei Anlegern genießt das Edelmetall hohes Ansehen als Vermögensschutz – als „harte Währung“, die in Zeiten hoher Inflation wertbeständig bleibt oder sogar an Wert gewinnt.

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Gold Future im Überblick

Kontraktspezifikationen
Kontraktbezeichnung COMEX 100 Gold Futures
Symbol (CME Globex) GC
Kontraktgröße 100 Feinunzen (troy ounces)
Kursnotierung US-Dollar und Cents pro Feinunze
Min. Tickgröße (Tick Size) 0,10 USD pro Feinunze
Min. Tickwert (Tick Value) 10,00 USD
Wert/Punkt (Multiplikator) 100,00 USD
Kontraktwert Gold Futurekurs × 100 Feinunzen
Fälligkeiten (Monatsbezeichnung)
  • Aktueller Kontraktmonat und die zwei nachfolgenden (Serial Months)
  • Zusätzlich jeder Februar, April, August, Oktober innerhalb des nächsten 23-Monatszyklus
  • Zusätzlich jeder Juni und Dezember innerhalb des nächsten 72-Monatszyklus
Fälligkeiten (Monatscodes) F, G, H, J, K, M, N, Q, U, V, X, Z (Zyklusmonate: G, J, M, Q, V, Z)
Letzter Handelstag Der Handel endet am drittletzten Geschäftstag des Kontraktmonats um 12:30 Uhr CT (Chicago). Das entspricht i. d. R. 19:30 Uhr MEZ/MESZ.
Lieferung Physische Lieferung
Börsenplatz COMEX, CME Group
Optionen verfügbar? Ja

Was sind Gold Futures?

Gold Futures sind standardisierte Terminkontrakte, die den Kauf oder Verkauf einer bestimmten Menge Gold zu einem festgelegten Preis und Termin vereinbaren. Sie dienen sowohl zur Absicherung (Hedging) als auch zur Spekulation auf die künftige Entwicklung des Goldpreises.

Handel über CME Globex: Sonntag, 18:00 Uhr – Freitag, 17:00 Uhr ET bzw. Montag, 0:00 Uhr – Freitag, 23:00 Uhr MEZ/MESZ. Tägliche Pause: 17:00–18:00 Uhr ET/23:00–0:00 Uhr MEZ/MESZ. An Börsenfeiertagen kann es zu Abweichungen kommen.

Verschiedene Gold Futures

Gehandelt an der COMEX (Commodity Exchange, Inc.), die zur CME Group gehört:

Kontraktunterschiede bei Gold Futures

Die Gold-Future-Kontrakte unterscheiden sich vor allem in der Kontraktgröße, kleinstmöglichen Preisänderung (Tick Size) bzw. Tickwert (Tick Value) sowie der Abwicklungsart (physische Lieferung vs. Cash Settlement).

Full-Size Gold Futures (GC), E-Mini (QO) & Micro Gold Futures (MGC) im Vergleich
Unterschiede von Gold-Future-Kontrakten in Detail
  • Die regulären Gold Futures (GC) haben eine Kontraktgröße von 100 Feinunzen, eine Tick Size von 0,10 USD und einen Tick Value von 10,00 USD. Der Kontrakt ist physisch lieferbar und es sind Optionen auf diesen Terminkontrakt verfügbar.
  • Die E-Mini Gold Futures (QO) haben eine Kontraktgröße von 50 Feinunzen, eine Tick Size von 0,25 USD und einen Tick Value von 12,50 USD. Die Abwicklung erfolgt per Cash Settlement (Barausgleich) auf Basis des „Floating Price“ (abgeleitet vom GC-Settlement).
  • Die Micro Gold Futures (MGC) haben eine Kontraktgröße von 10 Feinunzen, eine Tick Size von 0,10 USD und einen Tick Value von 1,00 USD. Die Abwicklung ist physisch. Optionen auf MGC sind verfügbar.
  • Die 1-Unzen Gold Futures (1OZ) sind der kleinste Gold-Future der CME: Kontraktgröße 1 Feinunze, Tick Size 0,25 USD (= 0,25 USD Tick Value). Der Kontrakt ist cash-settled (Barausgleich).

Gold Kursentwicklung (Kassa- bzw. Spotmarkt)

Neben Futures-Charts (z. B. Tradingview: GC1! oder Yahoo Finance: GC=F) können auch Spot-Charts zur Beobachtung des Goldpreises herangezogen werden. Futures bilden den Preis eines bestimmten Liefermonats ab. Der Spot-Chart zeigt hingegen den aktuellen Kassapreis, also den Preis für den sofortigen Kauf oder Verkauf von physischem Gold.

Spot-Preise unterliegen weder Rollvorgängen noch Laufzeitbegrenzungen und eignen sich daher besonders für eine kontinuierliche und langfristige Analyse der Goldpreisentwicklung am Kassamarkt.

Gold Future-Optionen

An der CME können auch Optionen auf Gold Futures (Ticker: OG) gehandelt werden. Eine OG-Future-Option bezieht sich auf einen GC-Terminkontrakt. Die kleinste Preisänderung (Tick Size) beträgt 0,10 USD je Feinunze. Daraus ergibt sich ein Tick Value von 10,00 USD.

Die OG-Option ist eine amerikanische Option und kann an jedem Geschäftstag bis einschließlich Verfall ausgeübt werden. Bei der Ausübung entsteht eine Position im GC-Future.

Listing (Monate)

Monatliche OG-Optionen werden in den nächsten 20 aufeinanderfolgenden Kontraktmonaten des zugrunde liegenden GC gelistet. Zusätzlich sind Juni und Dezember weiter in die Zukunft gelistet (bis zu 72 Monate ab dem aktuell gelisteten Monat).

Wöchentliche Optionen (Weekly Options)

Darüber hinaus gibt es Gold Weekly Options mit Verfall an Montag bis Freitag. Sie werden typischerweise für vier aufeinanderfolgende Verfallstermine gelistet. Weekly-Kontrakte werden nicht gelistet, wenn der Verfallstag mit dem Verfall einer monatlichen Option zusammenfällt oder der Verfalltag auf einen Börsenfeiertag fällt.

Hinweis: Für die konkreten Verfalltermine eignet sich der CME-Options Expiration Calendar.

Einflüsse auf Gold Futures

Gold Futures bieten einen weitaus liquideren und effizienteren Handel als der physische Goldmarkt. Dabei sind die Einflüsse auf den Goldpreis in beiden Märkten gleich. Wesentliche Einflussfaktoren sind die Aktivitäten der Zentralbanken sowie globale Ereignisse, die die Kapitalmärkte tangieren. Dazu zählen unter anderem wichtige Wirtschaftsberichte wie vierteljährliche Bruttoinlandsprodukt-Berichte, Import- und Exportdaten sowie die monatliche US-Arbeitsmarktberichte.

Auch Ölpreise wirken mit, besonders jedoch der US-Dollar: Beim Handel mit Gold Futures wird ein Anleger feststellen, dass die Entwicklung des Goldkurses in der Regel konträr zum US-Dollar Index verläuft.

Gold Future – Beispiel

An einem konkreten Beispiel sollen nun die Anforderungen, die für den Handel eines Gold Future bestehen, erläutert werden. Zunächst sollte der Kontraktwert (engl. “notional value”) ermittelt werden. Dieser drückt aus, welchen Gesamtwert der Future derzeit hat.

Ermitteln lässt sich der Wert, indem der aktuelle Kurs des Underlyings mit dem Multiplikator multipliziert wird. Die Formel dafür lautet:

Kontraktwert = aktueller Kurs Underlying * Multiplikator.

Benötigte Margin bestimmen

Hier ist zu beachten, dass der Kontraktwert deutlich höher ist als der Wert, den ein Händler tatsächlich aufbringen muss. Dieser muss lediglich eine Sicherheitsleistung, die sog. Margin hinterlegen, die von der Börse bestimmt wird.

Der Kontraktwert gibt also den tatsächlichen monetären Gesamtwert eines Kontrakts an, der am Terminmarkt bewegt wird, während die Margin die Sicherheitsleistung beschreibt, die der Händler beim Kauf oder Verkauf eines Future-Kontrakts vorhalten muss.

Wichtig ist an dieser Stelle, dass die Marginanforderungen und somit der genannte Prozentsatz variieren können. Gründe hierfür sind unterschiedliche Anforderungen der Broker unter anderem hinsichtlich der Marktvolatilität, des Overnight-Risikos und der Volatilität des Underlyings selbst.

Berechnung der Margin

Angenommen, der Kurs eines Gold Future-Kontrakts (GC) liegt bei 5.000 USD pro Feinunze und der Multiplikator beträgt 100 (Feinunzen). In diesem Fall ergibt sich ein Kontraktwert von 5.000 USD × 100 = 500.000 USD.

Der Händler muss diesen Betrag nicht bezahlen, sondern nur die geforderte Sicherheitsleistung (Performance Bond / Margin) hinterlegen.

Aktuell weist die Börse für den COMEX 100-oz-Gold-Future (GC) eine Maintenance Margin von 24.000 USD aus. Die Initial Margin wird im prozentbasierten Modell mit 5% des Notional angegeben. Bei einem Kontraktwert von 500.000 USD entspräche das in diesem Beispiel einer Initial Margin von ca. 25.000 USD (Broker können zusätzlich Aufschläge verlangen).

Hinweis: Das Beispiel dient nur der Veranschaulichung, da Marginanforderungen sich laufend ändern können.

Ausgewählte Fakten zu Gold

Gold (chemisches Symbol Au, von lateinisch „aurum“, Ordnungszahl 79) ist in reiner Form ein leuchtend gelbes, dichtes, weiches, schmiedbares und dehnbares Metall. Es gehört chemisch zu den Übergangs- und Edelmetallen und ist eines der reaktionsträgsten Elemente.

Dem Edelmetall wird nicht nur wegen seiner Seltenheit, sondern auch wegen seiner physikalischen Eigenschaften ein hoher Wert beigemessen. Luft, Hitze, Feuchtigkeit und die meisten Lösungsmittel können Gold kaum etwas anhaben.

Hinweis:Häufig kommt Gold als Nuggets oder Körner in Gesteinen, Adern und alluvialen Ablagerungen vor. Es bildet Mischkristalle mit Silber (z. B. Elektrum) und ist häufig mit Kupfer oder Palladium legiert.

Anwendung

Im Vergleich zu Silber spielt Gold in der Industrie insgesamt eine geringere Rolle. Wenn es eingesetzt wird (z. B. in Steckverbindern, Kontakten und speziellen Elektronikkomponenten), dann vor allem wegen seiner Korrosionsbeständigkeit und der damit verbundenen zuverlässigen, stabilen Kontaktierung.

Gold spielt auch eine wichtige Rolle als Anlageinstrument und als Teil der Währungsreserven vieler Zentralbanken. Es wird oft als „sicherer Hafen“ in wirtschaftlich unsicheren Zeiten angesehen. Außerdem wird es u. a. in der Medizin, der Zahntechnik und der Raumfahrt verwendet. Das größte Anwendungsgebiet findet sich in der Schmuckindustrie.

Produktion

Gold wird auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis abgebaut. Zu den weltweit führenden Förderländern zählen China, Russland, Australien, Kanada und die USA (Stand: 2024). In den USA stammt der Großteil der Goldminenproduktion aus Nevada, an zweiter Stelle folgt Alaska.  Quelle: USGS (MCS 2025)

Gold-Abbaugebiete weltweit

Geschichte des Edelmetalls

Die erste bekannte Verwendung von Gold reicht bis in die Frühgeschichte zurück (u. a. Schmuck). Als standardisierte Münzprägung gelten frühe Münzen aus Lydien (Westanatolien) aus dem späten 7. Jahrhundert v. Chr., die häufig aus Elektrum (Gold-Silber-Legierung) bestanden.

Im 18. und 19. Jahrhundert setzte sich in vielen Ländern der so genannte Goldstandard durch. Dabei besteht die Währung aus Goldmünzen oder aus Banknoten, die durch Gold gedeckt sind. Im letzteren Fall garantiert die Zentralbank einen festen Umtauschkurs, zu dem die Banknoten in Gold umgetauscht werden können.

Für die USA ist die Entwicklung differenziert zu betrachten: Im Zuge der Krise der 1930er-Jahre wurde die Goldbindung im Inland 1933 praktisch ausgesetzt. Am 15. August 1971 beendete Präsident Richard Nixon die internationale Goldkonvertibilität des US-Dollars („Gold Window“). In den Folgejahren ging das System fester Wechselkurse (Bretton Woods) endgültig in ein System weitgehend frei schwankender Wechselkurse über (1973).

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