Gold-Future-Optionen | Symbol: OG – Überblick & Beispiel

Autor: Philipp Berger

Gold-Future-Optionen (Symbol: OG) geben dem Inhaber das Recht, einen Gold-Future (GC) innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu einem festgelegten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Sie bieten eine kosteneffiziente Möglichkeit zur Spekulation auf den Goldpreis, zur Absicherung gegen Preisrisiken oder zur Prämienerzielung durch Stillhaltergeschäfte.

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Gold-Future-Optionen im Überblick

Kontraktspezifikationen (COMEX Gold Options)
Kontraktbezeichnung Gold Options (Optionen auf den Gold-Future)
Symbol (CME Globex) OG
Basiswert (Underlying) COMEX Gold Futures (GC)
Kontraktgröße 100 Feinunzen (troy ounces)
Kursnotierung US-Dollar und Cents pro Feinunze
Min. Tickgröße (Tick Size) 0,10 USD
Min. Tickwert (Tick Value) 10,00 USD
Wert/Punkt (Multiplikator) 100,00 USD
Fälligkeiten Monatsoptionen (aktuell 22 aufeinanderfolgende Kontraktmonate) sowie jeder Juni und Dezember bis zu 72 Monate in die Zukunft (Änderungen vorbehalten).
Letzter Handelstag Der Handel endet um 1:30 Eastern Time (ET) vier Geschäftstage vor Monatsende des dem Optionsmonat vorangehenden Monats. Fällt der Tag auf einen Freitag oder direkt vor einen Börsenfeiertag, endet der Handel am vorhergehenden Geschäftstag.
Ausübungsart Amerikanisch (Ausübung grundsätzlich bis zum Verfall möglich)
Erfüllung Bei Ausübung entsteht eine Position im zugrunde liegenden Gold-Future (GC).
Börse / Venue COMEX, CME Group

Verschiedene Optionen auf Gold Futures

Monatliche Gold-Future-Optionen

Gehandelt werden an der COMEX (Teil der CME Group), typischerweise elektronisch über CME Globex:

  • Ticker-Symbol: OG – Gold-Future-Option auf den Gold Future (GC)
  • Ticker-Symbol: OMG – Micro Gold Options auf den Micro Gold Future (MGC)

Angeboten werden Monatsoptionen für 22 aufeinanderfolgende Monate sowie zusätzliche Juli- und Dezember-Kontrakte bis in die nächsten 72 Monate.

Wöchentliche Gold-Future-Optionen

Darüber hinaus werden wöchentliche Optionen angeboten. Für Gold existieren wöchentliche Verfälle an allen Wochentagen (Mo–Fr). Häufig verwendete CME-Globex-Codes sind u. a.:

  • Gold Weekly Options: G1M–G5M (Montag), G1T–G5T (Dienstag), G1W–G5W (Mittwoch), G1R–G5R (Donnerstag), OG1–OG5 (Freitag)
  • Micro Gold Weekly Options: 1MG–5MG (Montag), 1WG–5WG (Mittwoch), 1FG–5FG (Freitag)

Weekly-Kontrakte werden in der Regel für vier Wochen gelistet. Es gibt keinen Weekly-Kontrakt mit identischem Verfallstag wie die Monatsoption und keinen Weekly-Kontrakt, wenn der Verfallstag auf einen Exchange-Feiertag fällt. 

Gold-Future-Optionen – Erklärung

An der CME Group (COMEX) können Optionen auf den Gold-Future gehandelt werden. Die Future-Optionen (Ticker: OG) beziehen sich auf den jeweiligen Terminkontrakt GC, wobei ein Kontrakt 100 Feinunzen entspricht. Die kleinstmögliche Preisänderung (Tick Size) beträgt 0,10 USD pro Feinunze und der Tickwert (Tick Value) beträgt 10,00 USD pro Kontrakt.

Die Optionskontrakte haben eine amerikanische Ausübungsart. Bei Ausübung entsteht eine Position im zugrunde liegenden Gold-Future (GC). Eine physische Lieferung von Gold ergibt sich erst dann, wenn der daraus resultierende Future bis in die Lieferabwicklung gehalten wird (der GC-Future ist physisch lieferbar).

Hinweis: Die Option verfällt grundsätzlich vier Geschäftstage vor dem Monatsende des Vormonats der Optionsfälligkeit. Für die konkreten Verfalltermine eignet sich der CME-Options Expiration Calendar.

Handelsbeispiel: Long Call

Ein Anleger erwartet steigende Goldpreise, während der Gold-Future aktuell bei 5.000 USD notiert. Er kauft eine Call-Option (Long Call) mit einem Strike-Preis von 5.150 USD für 25 USD Prämie pro Unze. Da ein Kontrakt 100 Unzen umfasst, zahlt er insgesamt 2.500 USD (25 USD × 100 oz).

  • Steigt der Gold-Futurekurs bis zum Verfall auf 5.250 USD, liegt der innere Wert bei 100 USD pro Unze (5.250 – 5.150). Nach Abzug der gezahlten Prämie ergibt sich ein Gewinn von 75 USD pro Unze (100 – 25), also insgesamt 7.500 USD (75 × 100 oz). Übt er aus, entsteht eine Long-Position im GC-Future zum Strike.
  • Sinkt oder bleibt der Kurs unter 5.150 USD, verfällt die Option ohne inneren Wert, und der Anleger verliert die gezahlte Prämie von 2.500 USD.

Handelsbeispiel: Cash-Secured-Put

Ein Anleger, der einen stabilen oder leicht steigenden Goldpreis erwartet, verkauft eine Put-Option (Short Put) mit einem Strike von 4.950 USD pro Unze, während der aktuelle Gold-Future bei 5.000 USD notiert. Für den Verkauf erhält er eine Prämie von 25 USD pro Unze (insgesamt 2.500 USD) und hinterlegt die erforderliche Initial Margin (Performance Bond). Die Höhe ist abhängig vom Broker/Clearing und der Marktlage.

  • Steigt der Gold-Futurekurs oder bleibt über 4.950 USD, verfällt die Option wertlos und der Anleger behält die Prämie als Gewinn.
  • Sinkt der Kurs bis zum Verfall auf 4.900 USD, wird der Anleger bei Ausübung in der Regel in den GC-Future eingebucht (Long GC zum Strike 4.950). Der unmittelbare Verlust aus der Futures-Position beträgt dann 50 USD pro Unze (4.950 – 4.900). Nach Verrechnung der vereinnahmten Prämie (25 USD/oz) ergibt sich ein Nettoverlust von 25 USD pro Unze, also 2.500 USD (25 × 100 oz) – zuzüglich laufender Futures-Risiken nach Ausübung.

Gold-Future-Optionen vs. Gold Futures

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Gold-Futures-Optionen und Gold-Futures besteht darin, dass Optionen bedingte Termingeschäfte, während Futures unbedingte Termingeschäfte sind.

  • Gold-Futures sind unbedingte Termingeschäfte. Beide Parteien (Käufer und Verkäufer) sind vertraglich verpflichtet, den Kontrakt zu erfüllen. Der Käufer muss das Gold zum festgelegten Preis abnehmen und der Verkäufer muss es liefern, unabhängig davon, wie sich der Goldkurs bis zum Verfalltag des Kontraktes entwickelt hat (sofern der Kontrakt bis in die Lieferphase gehalten wird).
  • Gold-Future-Optionen sind dagegen bedingte Termingeschäfte. Der Optionskäufer kann sich je nach Marktlage für oder gegen die Ausübung des Optionsrechts entscheiden. Der Optionsverkäufer (Stillhalter) kann zugeteilt werden und muss dann die entsprechende Futures-Position übernehmen. Das Risiko des Optionskäufers ist auf die gezahlte Prämie begrenzt. Der Stillhalter trägt dagegen ein hohes (bei Short Calls grundsätzlich unbegrenztes) Risiko und unterliegt Marginanforderungen.

Ein weiterer Unterschied zwischen Gold-Futures und Future-Optionen (FOP) besteht darin, dass Futures einen direktionalen Handel durch Spekulation auf steigende oder fallende Goldpreise ermöglichen. Silber-FOP bieten dagegen die Flexibilität, auch in Seitwärtsphasen zu profitieren. Zudem besteht die Möglichkeit, durch Stillhaltergeschäfte Prämien zu generieren.

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