Die besten Dividenden-Aktien [Ratgeber 2022]

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Dividenden-Aktien (englisch: High-Dividend Stocks) umfassen Anteile an einem Unternehmen (Aktien), die grundsätzlich mit einer hohen Dividendenrendite verbunden sind. Eine Investition in Dividenden-Aktien kann einen zentralen Vorteil bieten: Eine regelmäßige und relativ hohe Geldauszahlung im Vergleich zu anderen Geldanlagen. Dennoch sollten Gründe hinterfragt werden, wieso Unternehmen gerade hohe Dividenden auszahlen.

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Erklärung: Was sind Dividenden-Aktien?

Zunächst bedeutet der Erwerb einer Aktie die Beteiligung an einem Unternehmen. Dadurch können Anleger am Erfolg einer Aktiengesellschaft partizipieren. Eine Dividende wiederum ist eine Auszahlung eines Unternehmens an seine Aktionäre (Anteilseigner). Sie kann unterschiedlich oft im Jahr ausgeschüttet werden oder auch nicht. In den USA findet die Zahlung der Dividenden üblicherweise quartalsweise statt. In der Regel wird ein Teil der Unternehmensgewinne in Form der Dividende ausgeschüttet. Außerdem steht die Zahlung einer Dividende jedem Unternehmen frei und ist keine Pflicht. 

In der Finanzwelt werden Dividenden-Aktien als Aktien interpretiert, die eine attraktive Ausschüttung bieten. Um solche Aktien zu identifizieren, nutzen einige Anleger eine Dividendenstrategie. Die Methode dahinter: Aktien mit einer hohen und stetigen Dividendenrendite finden.  

Formal lässt sich die Dividendenrendite wie folgt berechnen:  

Dividendenrendite~in~Prozent = Dividende ÷ Aktienkurs × 100

Beispielrechnung: Eine Aktiengesellschaft zahlt eine Dividende von 1,20 Euro. Der Kurs der Aktie liegt bei 60 Euro. Anwendung der Formel: 1,20 ÷ 60 × 100 = 2%. Die Dividendenrendite entspricht 2%. 

Hinweis: Eine Dividendenrendite kann (kurzfristig) hoch ausfallen, weil der Aktienkurs plötzlich deutlich gefallen ist – z.B. aufgrund unerwartet schlecht ausfallender Geschäftsprognosen. 

Warum sind Dividenden-Aktien so beliebt?

Grundsätzlich sind Dividenden-Aktien bei einigen Anlegern so beliebt, da sie ein regelmäßiges passives Einkommen generieren könnten. Im Gegensatz zu einer möglichen Aktienkurssteigerung, die zwar im Depot erfasst wird, handelt es sich bei der Dividende um eine tatsächliche Ausschüttung an den Aktienbesitzer. Diese Geldauszahlung kann letztlich nicht zurückgenommen werden. 

Zudem gibt es weitere Aspekte, warum manche Anleger auf sogenannte Dividenden-Aktien setzen. Dazu gehören beispielsweise: 

  • Aktuell niedrige Zinsen: Da z.B. ein Festgeld oder Bundesanleihen kaum noch nennenswerte Zinszahlungen ermöglichen, erhoffen sich Anleger mit dem Kauf einer Dividenden-Aktie regelmäßige Geldzahlungen.
  • Kriterium zur Aktienselektion: Eine hohe Dividendenrendite stellt grundsätzlich eine leicht messbare Kennzahl dar.  

Schließlich spielt auch das individuelle Anlegerverhalten eine Rolle – präferiert der Investor eher einen Wertzuwachs in seiner Aktie oder eine regelmäßige Dividenden-Ausschüttung.

Welche sind die besten Dividenden-Aktien?

Auf die typische Frage unter Investoren “Welche sind die besten Dividenden-Aktien?” besteht keine pauschale Antwort – zumindest nicht für die Zukunft. Schließlich kann keiner genau vorhersagen, was passieren wird. Dennoch können Anleger die Dividendenzahlungen aus der Vergangenheit genau prüfen und vergleichen. 

So kann eine relativ hohe Dividendenrendite innerhalb eines Sektors ein zentrales Kriterium einer Dividenden-Aktie darstellen. Dazu sollte nicht nur die Dividendenrendite aus dem vergangenen Jahr geprüft werden, sondern auch aus den beispielsweise letzten zehn Jahren. 

Merke: Je nach Sektor können durchschnittliche Dividendenzahlungen ganz unterschiedlich ausfallen. Unter anderem gelten Brachen der Basiskonsumgüter (wie z.B. Tabak, Haushalt, Lebensmittel) sowie teilweise REITs (Aktiengesellschaften, die im Immobiliensektor tätig sind) und Öl-Industrien als dividendenstarke Sektoren.

Was sind Dividenden-Aristokraten und Dividendenkönige?

Dividenden-Aristokraten sowie Dividendenkönige sind Aktien, die bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu kann folgende Differenzierung genutzt werden, die sich auf den Zeitraum bezieht:

  • Dividenden-Aristokraten werden von Aktiengesellschaften herausgegeben, die in den letzten 25 aufeinanderfolgenden Jahren ihre Dividenden erhöht bzw. konstant hochgehalten haben. 
  • Dividendenkönige werden von Aktiengesellschaften herausgegeben, die in den letzten 50 aufeinanderfolgenden Jahren ihre Dividenden erhöht bzw. konstant hochgehalten haben. 

Hinweise: Eine allgemeingültige Definition zu Dividenden-Aristokraten und Dividendenkönige existiert nicht. Einige Investoren setzen auf Dividenden-Aristokraten oder auch auf Dividendenkönige, da diese grundsätzlich mit einer konstanten Dividendenpolitik verbunden sind.

Schließlich kann die vergangene Dividendenentwicklung keine Bestätigung für künftige Ausschüttungen liefern. Aus ganz unterschiedlichen Gründen könnte sich die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens kurzfristig ändern. Daher ist es für eine fundierte Aktienauswahl sinnvoll, nicht nur auf die Dividenden zu achten, sondern noch weitere Kennzahlen zu überprüfen.

Gute Dividenden-Aktien erkennen – 3 Fragen im Vorfeld

Vorab sollten sich Anleger im Klaren sein, dass eine hohe – insbesondere einmalig auftretende – Dividendenrendite an sich nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal für Aktien darstellt. In der Regel bedeutet es lediglich, dass größere Anteile des Gewinns ausgeschüttet werden.

Eine Dividendenrendite, die innerhalb einer Branche als überdurchschnittlich hoch gilt, könnte sogar Anlass zur Sorge sein – vor allem dann, wenn diese plötzlich entstanden ist, z.B. im Rahmen eines Kursabsturzes. Hier kann es sinnvoll sein, weitere Nachforschungen und Analysen vorzunehmen. Folgende Fragen können dabei hilfreich sein.

Welche Ausschüttungsquote bietet die Aktie?

Die Ausschüttungsquote (engl.: Payout Ratio) einer Aktie gibt Aufschluss darüber, wie viel von den Einnahmen des Unternehmens in Dividenden fließen. Eine zu hohe Ausschüttungsquote – in der Regel über 80 %, obwohl sie je nach Branche variieren kann – bedeutet, dass das Unternehmen einen großen Teil seiner Einnahmen in die Dividendenausschüttung steckt.

Hinweis: In einigen Fällen kann die Ausschüttungsquote 100% übersteigen, was bedeutet, dass sich das Unternehmen möglicherweise verschuldet, um die Dividenden zu zahlen.

Wie ist die Ertragslage des Unternehmens?

Ferner kann die Ertragslage des Unternehmens genauer überprüft werden. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) (engl.: PE Ratio), das das Verhältnis zwischen Kurs und Gewinn einer Aktie misst, gehört zu den bekanntesten Kennzahlen einer Aktienbewertung. Dazu gilt vereinfachend: Je höher der Wert, desto „teurer“ ist das jeweilige Unternehmen.   

Ferner sollten noch weitere Kennzahlen hinterfragt werden, wie z.B. die Umsatzentwicklung oder der Free Cashflow inbegriffen des Kurs-Cashflow-Verhältnisses

Das Eigenkapital stellt das Reinvermögen eines Unternehmens dar. Zu den zentralen Funktionen des Eigenkapitals gehören beispielsweise:

  • Finanzierungsfunktion
  • Haftungsfunktion 
  • Verlustabsorptionsfunktion

Gemäß der goldenen Bilanzregel gilt: Langfristige Vermögenswerte (z.B. Immobilien, Maschinen) sollen ausschließlich langfristig (im Sinne des Eigenkapitals unbegrenzt) finanziert werden. Generell ist ein hohes Eigenkapital positiv zu bewerten, dazu sollten Anleger auch die Eigenkapitalquote prüfen.

Ist die Dividenden-Aktie über- oder unterbewertet?

Mithilfe der Investitionsstrategie Value Investing kann untersucht werden, ob eine Aktie unter- oder überbewertet ist. Dazu wird der innere bzw. faire Wert eines Unternehmens bestimmt und mit dem aktuellen Aktienpreis verglichen. Unterbewertete (Dividenden-)Aktien könnten beispielsweise in allgemeinen Korrekturphasen, Krisen oder nach unerwartet schlechten Geschäftsergebnisses identifiziert werden. 

Regelmäßige Einnahmen: Welche Dividendenstrategien gibt es?

Es bestehen viele Dividendenstrategien, einige bekannte sind:

  • Dogs of the Dow / Dogs of the Dax
    Der US-amerikanische Begriff “dog” symbolisiert eine minderwertige Sache. Jene Aktientitel aus dem Dow Jones oder dem DAX sollen gekauft werden, die eine relativ hohe Dividendenrendite boten. Die Idee dahinter: Hohe Dividendenrenditen sollen auf unterbewertete Aktien hindeuten – unter der Annahme, dass die Dividende fix ist und der Aktienkurs fällt. Der Großinvestor Benjamin Graham gilt als Begründer der “Dogs of the Dow”-Strategie. Dazu wählte er zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite der 30 Dow Jones Titel aus. Nach einem Jahr werden Renditeentwicklungen geprüft und gegebenenfalls wird das Portfolio neu zusammengestellt.        
  • Low-5-Strategie von Michael O’Higgins 
    Bei der Low-5-Dividendenstrategie von Michael O’Higgins geht es grundsätzlich um eine Verfeinerung der Dogs of the Dow-Dividendenstrategie: Statt zehn Aktientitel werden nur fünf Aktien ausgewählt. Diese Unternehmensanteile symbolisieren die fünf günstigsten (“Low-5”) Titel im Dow-Jones-Index.    
  • Low-4-Strategie von Robert Sheard
    Weiterführend ist die Low-4-Dividendenstrategie von Robert Sheard eine Umgestaltung der Low-5-Strategie. Wie der Name bereits erahnen lässt, werden hierbei nur noch vier Aktientitel herausgesucht. Diese können mittels der Low-5-Dividendenstrategie identifiziert werden, die Aktie mit dem niedrigsten Kurs beispielsweise wird jedoch nicht gekauft. Zudem folgt eine andere Gewichtung der einzelnen Aktientitel als bei der Low-5-Dividendenstrategie.  
  • Regelmäßige Auszahlungen
    Schließlich kann eine Dividendenstrategie auch als Strategie zur Erreichung eines passiven Einkommens interpretiert werden. Allerdings gibt es nur sehr wenige Aktiengesellschaften, die jeden Monat eine Dividende an ihre Aktionäre ausschütten. In den USA findet die Zahlung der Dividenden üblicherweise quartalsweise statt. Hingegen schütten Aktiengesellschaften aus Deutschland ihre Dividende tendenziell einmal im Jahr aus.  

Info: Die beschriebenen Dividendenstrategien eignen sich eher für Investitionen mit langfristigem Anlagehorizont. 

Diversifikation & Buy-and-Hold als Schlüssel zum Erfolg

Bei der Investition in Dividenden-Aktien können folgende Aspekte eine Rolle spielen:

  • Grundsätzlich: Buy-and-Hold-Strategie über mehrere Jahre, um von der langfristigen positiven Wertentwicklung von Aktien allgemein zu profitieren.
  • Dividendenauszahlungen steigen jedes Jahr mindestens genauso wie die Inflation im jeweiligen Land.
  • Diversifikation, d.h. Dividenden-Aktien aus verschiedenen Branchen und Sektoren erwerben, sodass Ausschüttungen auch aus unterschiedlichen Wirtschaftssektoren stammen.
  • Höhere Dividendenausschüttungen sollten grundsätzlich durch höhere zugrunde liegende reale Gewinne finanziert werden – und nicht durch Schulden (Fremdkapital-Aufnahme). Eine Auswertung von Finanzkennzahlen kann dazu Auskunft geben. Beispielsweise könnte eine (wiederkehrende) Payout Ratio von mehr als 100% Anlass zur Sorge sein. 
  • Und zu guter Letzt: Investoren sollten Dividenden-Aktien aus verschiedenen Ländern halten, sodass Ausschüttungen auch in unterschiedlichen Währungen (z.B. US-Dollar, Schweizer Franken) notiert sind. Damit folgt auch eine Streuung von länderspezifischen Risiken (dies bezieht sich z.B. auf die Bedeutung einzelner Regierungen oder spezielle Klimarisiken, die im Land besonders hoch ausfallen).

Vorteile und Nachteile von Dividenden-Aktien

Dividenden-Aktien können mit sehr unterschiedlichen Vor- und Nachteilen verbunden sein. Ferner sollten diese im Einzelfall überprüft werden. Die folgende Auflistung fasst einige zentrale Aspekte allgemein zusammen.

Vorteile

Zu den Vorteilen von Dividenden-Aktien gehören beispielsweise: 

  • Attraktive Renditen im Vergleich zu Sparbuch & Festgeld 
    Viele Anleger schätzen sogenannte Dividenden-Aktien, da sie jährlich hohe Ausschüttungen erbringen können. Dies gilt insbesondere in einer Phase niedriger Zinsen kombiniert mit Inflationsraten von über 2%. In der aktuellen öffentlichen Debatte werden Dividenden als “der neue Zins” beschrieben. Allerdings sind Dividendenzahlungen von Aktiengesellschaften in keinem Fall verpflichtend bzw. garantiert, was Anleger stets berücksichtigen sollten. Ferner sollten Dividenden eher als unternehmerische Gewinnausschüttung interpretiert werden. 
  • Stabilität im Portfolio möglicherweise erhöhen
    Es kann ein erstes positives Zeichen sein, wenn ein Unternehmen in der Lage war, im Vergleich zu seiner Konkurrenz relativ hohe Dividenden auszuschütten – und dies über einen längeren Zeitraum hinweg. Dies spricht für eine solide Marktstellung des Unternehmens. Demzufolge könnten Dividenden-Aktien einem Portfolio eine gewisse Stabilität verleihen.
  • Viele Dividenden-Aktien sind auch defensive Aktien
    Einige Dividenden-Aktien sind auch defensive Aktien. Speziell in turbulenten Börsenzeiten zeigen sich die Vorteile von defensiven Aktien, da ihre Aktienkurse weniger von wirtschaftlichen Schwankungen betroffen sind als andere Aktienkurse. Sowohl Dividenden-Aktien als auch defensive Aktien können mit einer konstanten Dividendenrendite verbunden sein. 
  • Zeitersparnis
    Die Investition in Dividenden-Aktien kann ein einfacher und schneller Weg sein, ein passives Einkommen zu generieren – vorausgesetzt, die Aktie bietet auch in Zukunft hohe Dividenden.

Nachteile

Hingegen umfassen Nachteile von Dividenden-Aktien, z.B.:

  • Sehr hohe Dividendenrenditen können ein Risikofaktor sein
    Hohe (einmalige) Dividendenrenditen können ein Zeichen für operative Schwierigkeiten im Unternehmen sein. Zudem entscheiden sich manche Unternehmen dafür, hohe Dividenden auszuschütten, da sie sonst nicht wissen, was sie mit dem Geld machen sollen: Eine unternehmerische Zukunftsvision fehlt.
  • Dividendenrenditen können gekürzt bzw. eingestellt werden
    Die Ausschüttung von Dividenden ist für eine Aktiengesellschaft nicht verpflichtend. Vor diesem Hintergrund besteht die Möglichkeit, dass bestimmte Unternehmen zwar in der Vergangenheit hohe Dividenden ausgeschüttet haben, jedoch nicht mehr in der Zukunft. So können Dividenden jederzeit verringert und sogar ausgesetzt werden.
  • Dividenden bei gleichzeitigem Anstieg der Schulden
    Dividenden können auch im Zuge einer Kreditaufnahme des Unternehmens finanziert werden. In diesem Fall dürften die hohen Dividendenausschüttungen kein Zeichen für ein erfolgreiches Geschäftsjahr sein.
  • Kursentwicklung hält nicht immer mit
    Der Kurs einer Dividenden-Aktie kann sich seitwärts oder negativ entwickeln. In der Regel sinkt der Aktienkurs, nachdem ein Unternehmen seine Dividenden ausgeschüttet hat. Schließlich entspricht die Aktienrendite zwischen zwei Zeitpunkten die Kursentwicklung und einer möglich gezahlten Dividende. Eine hohe Dividendenrendite spricht nicht automatisch für eine hohe Aktienrendite. 
  • Gute Dividenden-Aktien sind meist keine Wachstumsaktien 
    In der Regel sind gute Dividenden-Aktien keine Wachstumsaktien. Denn sogenannte “Wachstumsunternehmen” erwirtschaften üblicherweise (noch) keine Gewinne, die sie regelmäßig ausschütten. Sie befinden sich meist in einer intensiven Investitionsphase. Anleger, die gerne spekulieren oder sich an Unternehmen mit erfolgversprechenden Aussichten beteiligen möchten, ziehen solide Dividenden-Aktien eher nicht in Betracht.     

Beispiel: Tesla ist 2010 an die Börse gegangen und hat seitdem an seine Aktionäre bzw. Eigenkapitalgeber noch keine Dividenden ausgeschüttet (Stand: 2022).

In Dividenden-Aktien investieren: 4 Schritte

Schritt 1: Eine Dividenden-Aktie finden: Informationen zu einzelnen Aktien und Unternehmen gibt es auf zahlreichen Internetseiten. Beispielsweise können Investoren diverse Finanzseiten, die Webseiten von Online-Brokern sowie die Homepage des Unternehmens selbst sichten. Die Dividendenrendite einer Aktie ist meist eine zentrale Kennziffer, die schnell gefunden werden kann (z.B. unter fundamentale Kennzahlen). Dabei empfiehlt es sich, nicht nur die Dividendenrendite aus dem letzten Jahr, sondern auch aus den vergangenen zehn Jahren zu überprüfen.   

Schritt 2: Die Aktie bewerten: Danach sollten weitere Finanzkennzahlen des Unternehmens überprüft werden (z.B. Kurs-Gewinn-Verhältnisse, Umsatzentwicklung, Free Cash Flow, Eigenkapitalquote). Gängige Methoden der Aktienbewertung umfassen beispielsweise das Discounted Cash Flow oder die Sharpe-Ratio. Schließlich erfordert eine Aktienbewertung im Detail eine umfangreiche Unternehmensanalyse kombiniert mit weiteren wirtschaftlichen Analysen, die mit dem Unternehmen zusammenhängen könnten (z.B. Markt-, Trend- und Burggraben-Analysen, Umgang mit ESG-Kriterien, Analyse der Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens, technische Faktoren).      

Schritt 3: Eventuell Verlustgrenzen setzen: Einige Anleger setzen auf eine Verlustgrenze, z.B. bei 10% der Position. Falls aber die Dividenden reinvestieren werden, müsste die Kostenbasis – d.h. der Betrag, der ursprünglich für den Kauf der Aktie bezahlt wurde – regelmäßig neu berechnet und die Verlustgrenze angepasst werden. Wer ungern einen Stop-Loss setzt (z.B. haben diese den Nachteil, dass eine eigentlich gute Aktie während einer besonders volatilen Börsenphase verkauft wird), kann einen Optionshandel mit Dividenden-Aktien durchführen (z.B. Cash Secured Put, Covered Call).

Schritt 4: Den passenden Aktienanteil kaufen: Der Investor sollte ungefähr bestimmen, welchen Anteil an Dividenden-Aktien er an seinem gesamten Portfolio haben möchte. Der Portfolio-Anteil kann sich angesichts unterschiedlicher Dividendenzahlungen im Laufe der Zeit verändern. Dies erfordert daher ein regelmäßiges Portfolio-Rebalancing.

Optionen: Alternative oder Ergänzung zu Dividenden-Aktien?

Ein Stillhaltergeschäft umfasst den Verkauf von Optionen. Dazu erhält der Verkäufer eine Optionsprämie und muss dann abwarten, ob das verbriefte Recht durch den Käufer in Anspruch genommen wird. Im Gegenzug hat der Käufer einer Option das Recht – je nach Optionsart – zum Kauf (Call-Option) oder Verkauf (Put-Option) des Basiswertes zu einem festgelegten Zeitpunkt und zum zuvor festgelegten Preis (Strike-Preis). 

Optionen können eine Ergänzung zu Dividenden-Aktien darstellen – mit dem ähnlichen Ziel, zusätzliche Einnahmen regelmäßig zu realisieren. Ein wesentlicher Nachteil von Dividenden-Aktien gegenüber Festgeld oder Anleihen ist, dass eine Dividende gekürzt oder gestrichen werden kann. Mit Stillhaltergeschäften ist es möglich, Zusatzeinnahmen auch während einer Dividendenkürzung zu generieren. Das hat bereits Warren Buffett erkannt.

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