Payout Ratio – Definition & Berechnung

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Die Payout Ratio, auch bekannt als „Ausschüttungsquote“, „Dividendenausschüttungsquote“ oder „Dividend Payout Ratio“, ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den Unternehmensgewinn beziehungsweise den Free Cash Flow eines Unternehmens mit dessen ausgeschütteten Dividenden ins Verhältnis setzt. Investoren können anhand der Payout Ratio erkennen, welchen Anteil des Gewinnes ein Unternehmen an die Anteilseigner ausschüttet. Allgemein können Investoren auch die Dividendenpolitik eines Unternehmens anhand dieser Kennzahl beurteilen.

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Payout Ratio – Definition

Die Payout Ratio stellt den Jahresüberschuss eines Unternehmens (alternativ den Free Cash Flow) und dessen Gewinnausschüttungen in Form von Dividenden gegenüber. Das Ergebnis ist ein prozentualer Wert größer gleich null Prozent.

Formel & Berechnung

Für die Berechnung der Payout Ratio sind Werte aus unterschiedlichen Zahlenwerken eines Unternehmens notwendig. Wichtig ist, dass sich alle Daten auf die gleiche Periode beziehen. Die Dividendenausschüttungen eines Jahres müssen zwingend mit dem Gewinn genau dieses Jahres ins Verhältnis gesetzt werden.

Die Werte für die Berechnung der Payout Ratio stammen aus der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) beziehungsweise dem Cash Flow Statement eines Unternehmens. Diese wiederum veröffentlichen Unternehmen in Quartalsberichten und Jahresabschlüssen. Für Investoren sind diese Dokumente frei verfügbar. Auf Basis des Unternehmensgewinns (Jahresüberschuss) gibt es zwei verschiedene Berechnungsansätze für die Payout Ratio.

Berechnung der Payout Ratio auf Basis des Gewinns

Bei der Berechnung der Payout Ratio auf Basis des Gewinns handelt es sich um eine Näherungslösung, die auf der Dividende und dem Gewinn je Aktie aufbaut. Die Formel lautet wie folgt:

Payout~Ratio=\frac{Dividende~je~Aktie}{Gewinn~je~Aktie}*100

Es handelt sich deshalb um eine Näherungslösung, weil die Stichtage von Zähler und Nenner der Berechnungsformel unterschiedlich sein können. Der Gewinn je Aktie ist üblicherweise ein Durchschnittswert des gesamten Jahres, weil sich die Anzahl der Aktien verändern kann. Ursächlich können hierfür verschiedene Kapitalmaßnahmen sein. Kapitalerhöhungen oder Aktienrückkäufe sind zwei denkbare Gründe.

Die Dividende je Aktie bezieht sich dagegen auf einen festen Zeitpunkt. Der sogenannte Ex-Tag, an dem die Dividende vom Aktienkurs abgeschlagen wird, definiert den Zeitpunkt, der für die Dividende je Aktie maßgeblich ist. Aus diesem Grund können geringfügige Verzerrungen der Payout Ratio auf Aktienebene die Folge sein.

Berechnung der Payout Ratio auf Basis der Dividendensumme

Als vergleichsweise genaue Form der Berechnung gilt die Verwendung der Dividendensumme und des Jahresüberschusses aus der GuV. Die Anzahl der Aktien hat keinen Einfluss mehr auf die Berechnung. Daher können die verwendeten Kennzahlen für Privatanleger besser verfügbar sein, weil sie direkt aus GuV und Jahresabschluss abzulesen sind.

Die Formel dafür lautet dann:

Payout~Ratio=\frac{Dividendensumme}{Jahresüberschuss}*100

Berechnung der Payout Ratio auf Basis des Cash Flows

Zudem ist eine Berechnung der Payout Ratio auf Basis des Free Cash Flow (FCF) möglich. Die Dividendensumme wird in diesem Fall durch den FCF der gleichen Periode geteilt. Die Formel lautet wie folgt:

Payout~Ratio=\frac{Dividendensumme}{Free~Cash~Flow}*100

Einige Investoren bevorzugen die Verwendung von Kennzahlen auf Basis des Cash Flows gegenüber Bilanz- oder GuV-Kennzahlen bei der Berechnung der Ausschüttungsquote. Der Hintergrund ist, dass die üblichen Kennzahlen für die Berechnung der Payout Ratio beispielsweise durch Abschreibungen stark beeinflusst werden können. Es handelt sich dabei um eine Position in der GuV, der kein tatsächlicher Geldmittelabfluss gegenübersteht. Deshalb kann der Gewinn eines Unternehmens sinken, obwohl es keine Auswirkungen auf den Cash Flow gibt.

Aufgrund dieses Umstandes wird der Cash Flow als eine genauere Ausgangsbasis gegenüber Bilanz- oder GuV-Kennzahlen empfunden. In der Praxis kann es jedoch sinnvoll sein, beide Berechnungsmethoden zu berücksichtigen.

HINWEIS: Das Konzept der Payout Ratio auf Basis des FCF zielt darauf ab, dass die operativen Zahlungsflüsse (Operating Cash Flow) abzüglich der Abflüsse für Investitionsgüter (CapEx) die Mittel darstellen, die ein Unternehmen zur freien Verfügung besitzt. Dieser Wert ist die Basis für die Berechnungen, da er kaum zu manipulieren ist.

Interpretation der Payout Ratio

Die Payout Ratio eines Unternehmens lässt sich sowohl absolut als auch im Zeit- beziehungsweise Unternehmensvergleich bewerten. Für eine umfassende Einschätzung der Ausschüttungspolitik eines Unternehmens und dessen Dividende sind in der Praxis jedoch weitere Kennzahlen und Faktoren hilfreich.

Absolute Einschätzung

Grundsätzlich bewerten einige Investoren geringe Payout Ratios als positiv. Eine niedrige Quote lässt beispielsweise Spielraum für zukünftige Dividendenerhöhungen. Wichtiger ist jedoch häufig der Aspekt der Reinvestition. Gewinne, die nicht an die Aktionäre ausgeschüttet werden, können wieder angelegt werden, um den Unternehmenswert zu steigern. Je niedriger die Payout Ratio, desto mehr Geld kann vom Management des Unternehmens für zukünftiges Wachstum verwendet werden. Aus diesem Grund gibt es Investoren, die Unternehmen ohne Dividendenausschüttungen bevorzugen.

Ab einem gewissen Marktanteil, beziehungsweise einer bestimmten Unternehmensgröße verfügen Unternehmen jedoch möglicherweise über zu viele liquide Mittel und zu wenig Investitionsmöglichkeiten, um das Geld sinnvoll anzulegen. Eine mögliche Gewinnverwendung ist dann die Ausschüttung einer Dividende. Häufig gilt eine Payout Ratio zwischen 40 % und 60 % als gesund, wobei es sich lediglich um einen groben Richtwert handelt. Auch höhere oder niedrigere Payout Ratios können nachhaltig und sinnvoll sein.

Payout Ratios von mehr als 100 Prozent

Langfristig kann eine Payout Ratio von mehr als 100 % jedoch Anlass zur Sorge sein. In diesem Fall würden die Dividendenausschüttungen oberhalb des jeweiligen Referenzwertes liegen. Das Unternehmen zahlt folglich mehr Dividende als es verdient. Mithilfe von Rückstellungen können Unternehmen grundsätzlich auch dann eine Dividende zahlen, wenn diese den Jahresüberschuss übersteigt beziehungsweise ein Jahresfehlbetrag existiert.

Die Verwendung von Rückstellungspositionen dient jedoch üblicherweise zur kurzfristigen Stabilisierung der Dividenden bei Gewinnschwankungen. Unabhängig davon, wie lange die Payout Ratio den Wert von 100 % übersteigt, ist davon die Rede, dass etwaige Ausschüttungen „aus der Substanz“ getätigt werden. Das Unternehmen nutzt folglich seine Substanz, also das Eigenkapital, zur Dividendenzahlung. Dies mindert den Wert des Unternehmens.

Auch hohe Werte unterhalb der 100-Prozent-Marke können ein Grund für Anleger zu sein, sich die Entwicklung eines Unternehmens näher anzuschauen. Fehlendes Unternehmenswachstum oder rückläufige Aktienkurse können in Kombination mit einer hohen Payout Ratio weitere Risikofaktoren darstellen.

HINWEIS: Bestimmte Rechtsformen besitzen aufgrund ihres Aufbaus und der gesetzlichen Lage zwangsweise hohe Payout Ratios. Hierzu zählen beispielsweise REITs. Diese Rechtsform findet häufig im Immobiliensektor Anwendung. REITs sind in der Regel dazu verpflichtet mindestens 90 % des erwirtschafteten Gewinns an die Anleger auszuschütten. Hohe Payout Ratios sind hier folglich nicht negativ zu bewerten, sondern vielmehr Teil des Geschäftsmodells und der Rechtsform.

Beurteilung der Dividendenpolitik

Die Payout Ratio kann Rückschlüsse auf die Dividendenpolitik eines Unternehmens zulassen. Als Dividendenpolitik wird im Allgemeinen die Strategie des Managements im Umgang mit Dividendenzahlungen verstanden. Einige Unternehmen legen beispielsweise einen Wert auf konstante Ausschüttungen, andere Unternehmen legen den Fokus dagegen auf andere Kennzahlen und Indikatoren.

Insbesondere, wenn sich der Gewinn eines Unternehmens verändert, sind Rückschlüsse auf die Einstellung des Managements zum Thema Dividende möglich. Bei sinkenden Gewinnen und einer konstanten Dividende erhöht sich die Payout Ratio. Gegebenenfalls greift das Unternehmen dabei auch auf Rückstellungen zu. Ein solches Verhalten könnte ein Indiz dafür sein, dass ein Unternehmen der Dividende einen hohen Stellenwert zuschreibt.

Einen besonderen Einfluss hat die Dividende beziehungsweise deren unveränderte Ausschüttung bei sogenannten Dividendenaristokraten oder Dividendenkönigen. Unternehmen erhalten diese Titel, wenn sie über einen langen Zeitraum (25 / 50 Jahre) jedes Jahr ihre Dividende erhöht haben. Daher kann es auch taktische Gründe haben, weiterhin die Dividende zu erhöhen, um diesen Status nicht zu verlieren.

Unternehmens- und Branchenvergleich

Eine weitere Analysemöglichkeit der Payout Ratio ergibt sich im Vergleich zwischen verschiedenen Unternehmen. Der Fokus kann dabei zum Beispiel auf der Dividendenpolitik oder der Dividendenstabilität liegen. Auch ein Vergleich zwischen ganzen Branchen ist denkbar. Tendenziell hängen die Payout Ratios der Unternehmen auch mit der Zugehörigkeit einer Branche zusammen. Während beispielsweise Technologieunternehmen eher geringe Werte aufwiesen, zeigten Telekommunikationsunternehmen oder Energiewerte deutlich höhere Werte. Aus diesem Grund ist ein Vergleich einzelner Unternehmen nur innerhalb einer Branche sinnvoll.

Insbesondere, wenn sich eine Branche stark verändert, können daraus auch Veränderungen der Payout Ratios die Folge sein. Beispielsweise können technische, gesellschaftliche oder politische Faktoren die Unternehmen eines Wirtschaftszweiges dazu bringen, sich neu auszurichten. Dieser Prozess kann mit erheblichen Investitionen einhergehen, sodass die Dividendenzahlung vorerst keine Priorität genießt. So können aus Branchen mit hoher Payout Ratio und geringem Wachstum erneut Wachstumsbranchen mit niedrigen Ausschüttungen werden.

HINWEIS: In zyklischen Branchen sind in der Regel weniger konstante Payout Ratios zu erwarten. Die Ertragslage zyklischer Unternehmen hängt üblicherweise stark vom aktuellen Marktumfeld ab. Von Krisen sind diese Unternehmen daher überdurchschnittlich betroffen. Ein Beispiel hierfür ist die Automobilindustrie. Private Haushalte reduzieren ihre Ausgaben während Rezessionen deutlich und geben beispielsweise auch für Autos weniger Geld aus. Darüber hinaus können auch die Branchen Tourismus oder Finanzen als zyklisch eingeordnet werden.

Zeitreihenvergleich

Im Zeitverlauf kann die Payout Ratio darstellen, wie sich Dividende und Gewinn im Verhältnis zueinander entwickeln. Hierbei können konstante Werte als positives Signal aufgefasst werden, da sich Gewinn und Ausschüttungen in einem ähnlichen Verhältnis zueinander verändern. Diese Analyse ist jedoch nur bei zusätzlicher Betrachtung des Unternehmensgewinnes sinnvoll. Eine konstante Payout Ratio ist zum Beispiel auch bei sinkenden Gewinnen und Dividenden möglich, wäre jedoch eher ein Warnsignal. Ein positives Signal wäre dagegen ein konstanter Wert aufgrund gleichmäßig steigender Gewinne und Dividendenzahlungen. Welcher Grund sich hinter der Entwicklung der Payout Ratio verbirgt, ist folglich nur durch die Analyse der beiden Ausgangswerte „Gewinn“ und „Dividende“ möglich und sollte nicht pauschalisiert werden.

Nachteile der Kennzahl

Die Sinnhaftigkeit der Payout Ratio ist nicht bei jedem Unternehmen gegeben. Beispielsweise erzielen solche Unternehmen, die keinen Gewinn erwirtschaften, aber eine Dividendenauszahlung vornehmen, sehr hohe Werte. Vergleichbar oder repräsentativ sind diese Werte jedoch kaum noch. Das gilt in den meisten Fällen, in denen die Payout Ratio den Wert von 100 % übersteigt. Folglich ist für eine sinnstiftende Analyse ein positiver Unternehmensgewinn notwendig.

Die notwendige Gewinnhöhe unterscheidet sich jedoch von Unternehmen zu Unternehmen und ist zudem abhängig von der Höhe der Dividende. Erzielt beispielsweise ein Unternehmen 20 Millionen Euro Jahresgewinn und schüttet 100 Millionen Euro Dividenden aus, ergibt sich eine Payout Ratio von 500 %. Das Unternehmen muss zusätzlich auf 80 Millionen Euro aus Rückstellungen zugreifen, da die Dividende nicht vollständig vom Gewinn gedeckt ist. Die einzige Aussage ist jedoch auch hier, dass die Dividende den Gewinn erheblich übersteigt. Die genaue Relation schafft kaum einen Mehrwert für Investoren.

Die Payout Ratio ist auch dann kritisch zu betrachten, wenn sie nicht vom Investor selbst ermittelt wurde. Wie bereits dargestellt, gibt es unterschiedliche Berechnungswege, nach denen die Kennzahl ermittelt werden kann. Bezieht ein Investor Kennzahlen von externen Anbietern, kann er deren genaue Zusammensetzung nur bedingt nachvollziehen. Sofern die Payout Ratio jedoch nicht nach dem gleichen Ansatz gebildet wird, ist eine Vergleichbarkeit nicht mehr gegeben.

Payout Ratio vs. Dividendenrendite

Sowohl die Payout Ratio als auch die Dividendenrendite beziehen sich auf die Ausschüttungen eines Unternehmens. Die genauen Bezugsgrößen und Berechnungsgrundlagen weichen jedoch voneinander ab. Die Dividendenrendite stellt den aktuellen Kurs einer Aktie mit deren Dividende gegenüber. Denkbar ist auch eine persönliche Dividendenrendite, die ein Investor anhand seines Einstandskurses ermitteln kann.

Die Dividendenrendite trifft folglich eine Aussage darüber, welcher Anteil von einem zu bestimmenden Referenzkurs an Dividende gezahlt wird. Angenommen, der Kurs einer Aktie beträgt 100 Euro und das Unternehmen zahlt drei Euro Dividende. Dann ergäbe sich eine Dividendenrendite von drei Prozent. Gleichzeitig gibt dieser Wert keine Auskunft über die Payout Ratio des Unternehmens, da Gewinn oder Cash Flow nicht in der Berechnung enthalten sind. Auch eine Analyse der Nachhaltigkeit einer Dividende oder die Bewertung der Dividendenpolitik sind nur anhand der Dividendenrendite nicht möglich. Eine Betrachtung im Zusammenhang mit der Payout Ratio kann jedoch durchaus sinnvoll sein.

Payout Ratio deutscher und US-amerikanischer Unternehmen

Die Payout Ratios verschiedener Unternehmen weisen unter anderem auch regionale Besonderheiten auf. Zwischen den Jahren 2003 und 2020 herrschten beispielsweise in den USA häufig niedrige Payout Ratios vor als beispielsweise in Deutschland. Es kann daher die Vermutung angestellt werden, dass die US-Dividenden im Schnitt stabiler waren als die Deutschen.

Diese Vermutung wird durch die Krisenjahre 2008 und 2020 untermauert. Hier sinken die Payout Ratios deutschen Indizes (DAX, MDAX und SDAX) auf 37 % und 38 % ab.

Payout Ratio der börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland im Zeitverlauf
Payout Ratio der börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland im Zeitverlauf (Statista)

Die durchschnittlichen Werte für die Unternehmen des S&P 500 steigen in den beiden Jahren auf 57 % beziehungsweise 41 %. Diese Konstellation kann beispielsweise dann entstehen, wenn Unternehmen eine Dividende zahlen, obwohl in diesem Jahr die Unternehmensgewinne sinken. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass in den USA die Dividendenstabilität einen höheren Stellenwert hatte als in Deutschland. Für die Zusammenstellung eines Portfolios kann auch dieser Umstand von Interesse sein.

Beispiel für die Anwendung der Payout Ratio

Die Klein AG und die Groß AG sind beide Unternehmen aus der Nahrungsmittelbranche. Während die Klein AG erst seit wenigen Jahren am Markt besteht und die ersten Produkte erfolgreich absetzt, besteht die Groß AG schon seit mehreren Jahrzehnten. Dementsprechend sind Produktprogramm und auch Marktanteil deutlich höher als bei der Klein AG. Aus Investorensicht soll nun ein Vergleich der Payout Ratio beider Unternehmen stattfinden.

Da die Klein AG noch erhebliches Wachstumspotenzial besitzt, hat das Management sich entschieden nur einen kleinen Teil der Gewinne in Form einer Dividende auszuschütten. Basierend auf einem Jahresüberschuss von 100 Millionen Euro werden 20 Millionen Euro an die Aktionäre ausgekehrt. Bei der Groß AG treffen auf 800 Millionen Euro Gewinn 600 Millionen Euro Gewinnausschüttung. Das Unternehmen kann in seinem eigenen Markt kaum noch wachsen und ist auf Zukäufe anderer Unternehmen angewiesen. Dies ist jedoch aktuell nicht in Sicht. Daher zahlt das Unternehmen einen höheren Betrag aus. Anhand dieser Ausgangslage ergeben sich folgende Payout Ratios.

Payout~Ratio~Klein~AG=\frac{20~Mio.~EUR}{100~Mio.~EUR }*100=20~\%
Payout~Ratio~Groß~AG=\frac{600~Mio.~EUR}{800~Mio.~EUR }*100=75~\%

Ein Investor kann aufgrund dieser Zahlen erkennen, dass die beiden Unternehmen eine unterschiedliche Strategie verfolgen. Die Klein AG kann noch große Teile des Gewinns für Wachstum verwenden, während dies bei der Groß AG nicht mehr im gleichen Maße möglich ist. Gleichzeitig kann es sich in beiden Fällen um gesunde Payout Ratios handeln, da der Jahresgewinn nicht überschritten wird. Für nähere Analyse können jedoch die Betrachtung im Zeitverlauf und gegebenenfalls der Einbezug des Free Cash Flows sinnvoll sein.

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