VIX-Optionen – Erklärung & Strategien
VIX-Optionen beziehen sich auf den Cboe Volatility Index (VIX), der die erwartete Volatilität des S&P 500 Index über einen Zeitraum von 30 Tagen misst. Da der VIX als „Angstbarometer“ der Börse gilt, bieten sie die Möglichkeit, gezielt auf Marktvolatilität zu spekulieren oder sich gegen starke Kursschwankungen abzusichern.
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VIX-Optionen im Überblick
Kontraktspezifikationen |
Kontraktbezeichnung | VIX Options |
Symbol (Cboe) | VIX |
Kontraktgröße | 100 USD pro Punkt |
Kursnotierung | Punkten und Bruchteilen von Punkten |
Min. Tickgröße (Tick Size) |
|
Min. Tickwert (Tick Value) |
|
Wert/Punkt (Multiplikator) |
100,00 USD |
Kontraktwert |
VIX-Optionspreis x Mutiplikator |
Fälligkeiten (Monatsbezeichnung) |
Bis zu 12 Monate im Voraus handelbar. |
Verfallstag |
Der Verfallstag ist in der Regel ein Mittwoch. Fällt dieser Mittwoch oder der darauf folgende Freitag (30 Tage später) auf einen Börsenfeiertag, wird der Verfallstag auf den vorhergehenden Geschäftstag vorverlegt. |
Letzter Handelstag |
Der letzte Handelstag ist der Dienstag vor dem Verfallstag (normalerweise der Mittwoch). Falls dieser Dienstag ein Feiertag ist, verschiebt sich der letzte Handelstag auf den vorhergehenden Geschäftstag. |
Lieferung |
Cash Settlement (Barausgleich) |
Börsenplätze |
Chicago Board Options Exchange (CBOE) |
Optionsart |
Europäisch |
Was sind VIX-Optionen?
Mit Optionen auf den VIX können Händler und Anleger auf künftige Schwankungen der Volatilität spekulieren. Angeboten werden monatliche VIX-Optionen (Ticker: VIX) mit bis zu 12 aufeinanderfolgenden Monaten sowie wöchentliche Optionen mit sechs Verfalltagen (Ticker: VIXW), wobei der monatliche Verfallstag nicht mitgezählt wird.
Die Tick Size und der Tick Value der VIX-Option unterscheiden sich je nach Höhe der Optionsprämie.
- Optionsprämie über 3 USD: Tick Size = 0,05 Indexpunkte (Tick Value = 5 USD).
- Optionsprämie unter 3 USD: Tick Size = 0,01 Indexpunkte (Tick Value = 1 USD).
Die Tickgröße der VIXW-Option ist 0,01 Punkte (unabhängig vom Preisniveau) und der Tick Value ist 1 USD pro Kontrakt (da 1 Punkt = 100 USD und 0,01 Punkte = 1 USD entspricht). Beide Optionskontrakte haben eine europäische Ausübungsart und werden durch Cash Settlement (Barausgleich) erfüllt.
Arten von VIX-Optionen
Es gibt sowohl Call– als auch Put-Optionen auf den VIX. VIX-Call-Optionen werden in der Regel teurer, wenn die Volatilität steigt, während VIX-Put-Optionen von einer fallenden Volatilität profitieren.
- VIX-Call-Optionen werden häufig genutzt, um Long-Positionen gegen plötzliche Markteinbrüche abzusichern, da die Volatilität typischerweise bei einem Börsencrash steigt.
- VIX-Put-Optionen können zur Absicherung von Short-Positionen eingesetzt werden, da die Kurse bei sinkender Volatilität steigen können.
Wann werden VIX-Optionen gehandelt?
VIX-Optionen werden während der regulären Handelszeiten in den USA und während einer globalen Handelssitzung (Global Trading Session) gehandelt. Es gibt auch eine kurze nachbörsliche Handelssitzung (Curb Session). Verfallende VIX- und VIXW-Optionen sind während der Global Trading Session nicht handelbar. Darüber hinaus können die Global Trading Hours (GTH) an US-Börsenfeiertagen abweichen.
- Reguläre Handelszeiten: 09:30 bis 16:15 Uhr Eastern Time (15:30 bis 22:15 Uhr MEZ)
- Curb Session: 16:15 bis 17:00 Uhr Eastern Time (22:15 bis 23:00 Uhr MEZ)
- Globale Handelszeiten: 20:15 bis 09:25 Uhr Eastern Time (02:15 bis 15:15 Uhr MEZ)
Welche Optionsstrategien gibt es für VIX-Optionen?
Die 2006 eingeführte Option auf den Cboe Volatility Index (VIX) war die erste börsengehandelte Option, die es Privatanlegern ermöglichte, auf die Marktvolatilität zu setzen. VIX-Optionen bieten eine Vielzahl von Handelsmöglichkeiten sowohl bei steigender als auch bei fallender Volatilität sowie bei Seitwärtstrends.
Strategien für einen VIX-Anstieg
Eine beliebte Strategie ist der Long Call auf den VIX, bei dem eine Call-Option gekauft wird. Diese Strategie setzt darauf, dass die Volatilität in naher Zukunft steigt und die Option dadurch an Wert gewinnt. Der Vorteil liegt im theoretisch unbegrenzten Gewinnpotenzial, während der maximale Verlust auf die gezahlte Prämie begrenzt ist. Allerdings kann sich der Zeitwertverlust (Theta-Effekt) negativ auswirken, wenn der erwartete Anstieg nicht rechtzeitig eintritt.
Eine weitere Möglichkeit ist der Bull Call Spread, bei dem ein Call auf den VIX gekauft und gleichzeitig ein Call mit höherem Strike verkauft wird. Diese Strategie ist günstiger als ein einfacher Long Call, da der Gewinn aber auf die Differenz zwischen den beiden Strikes begrenzt ist. Sie eignet sich eher für Trader, die von einem leichten Anstieg der Volatilität ausgehen, aber keine extremen Ausschläge erwarten.
Strategien bei einem VIX-Einbruch
Eine Möglichkeit, von fallender Volatilität zu profitieren, ist der Short Call, also der Verkauf einer Call-Option auf den VIX. Der Trader erhält eine Prämie für den Verkauf der Option, die komplett als Gewinn verbucht wird, wenn der VIX unter dem Strike-Preis bleibt. Der Nachteil ist das theoretisch unbegrenzte Verlustpotenzial. Daher sollte diese Strategie mit einem Risikomanagement (z. B. Stop-Loss-Regeln) kombiniert werden.
Eine risikoärmere Variante ist der Bear Call Spread, bei dem ein Call auf den VIX verkauft und gleichzeitig ein Call mit einem höheren Strike gekauft wird. Dadurch wird das Verlustrisiko begrenzt, während der Trader dennoch von fallender oder stagnierender Volatilität profitieren kann. Diese Strategie reduziert das Risiko im Vergleich zu einem einfachen Short Call, da der Long Call als Absicherung dient. Die maximale Gewinnhöhe ist die Differenz zwischen den eingenommenen und gezahlten Prämien.
Strategien für einen Seitwärtstrend
Ein Seitwärtstrend im VIX bedeutet, dass die erwartete Börsenvolatilität relativ stabil bleibt, ohne große Anstiege oder Einbrüche. In solchen Phasen eignen sich vor allem Optionsstrategien, die vom Zeitwertverfall profitieren oder eine begrenzte Kursbewegung ausnutzen.
Beispielsweise besteht eine Short-Strangle-Strategie aus dem gleichzeitigen Verkauf einer Call-Option und einer Put-Option auf den VIX mit unterschiedlichen Strikes, die Out of The Money (OTM) sind. Ziel ist es, die Prämieneinnahmen zu maximieren, solange sich der VIX innerhalb einer bestimmten Bandbreite bewegt. Nachteil ist das hohe Risiko auf beiden Seiten, falls der VIX stark steigt oder fällt. Daher wird oft eine abgesicherte Variante wie der Iron Condor verwendet.
Der VIX-Index
Der Cboe Volatility Index (VIX) ist ein Echtzeitindikator für die erwartete 30-Tages-Volatilität des S&P 500 Index (SPX). Er wird auf der Grundlage der Geld- und Briefkurse von SPX-Optionen mit Fälligkeit am Freitag berechnet, insbesondere von Optionen mit einer Restlaufzeit von 23 bis 37 Tagen. Ein hoher VIX signalisiert eine höhere, ein niedriger VIX eine geringere implizite Volatilität.
Der VIX-Index bewegt sich in der Regel entgegengesetzt zum S&P 500.
- Fallende Aktienkurse → Der VIX steigt.
- Steigende Aktienkurse → Der VIX fällt oder bleibt stabil.
Diese Korrelation beträgt jedoch nicht immer 100%. Dennoch macht diese inverse Beziehung Derivate wie VIX-Futures und Optionen zu attraktiven Instrumenten für kurzfristiges Risikomanagement und Absicherung.
Häufige Fragen
Wie werden VIX-Options abgerechnet?
Die Abrechnung von VIX/VIXW-Optionen (Ticker: VRO) basiert auf einer Special Opening Quotation (SOQ) des VIX. Diese wird am Abrechnungstag (in der Regel ein Mittwoch) aus den Eröffnungskursen der zur Berechnung des Index verwendeten SPX-Optionen während der regulären Handelszeiten ermittelt. Falls für eine bestimmte Optionsserie kein Eröffnungshandel stattfindet, wird als Preis der Durchschnitt aus Geld- und Briefkurs zum Handelsbeginn verwendet.
Die „Restlaufzeit bis zum Verfall“ in der SOQ-Berechnung berücksichtigt die tatsächliche Anzahl der verbleibenden Tage und Minuten bis zur Fälligkeit. Fällt ein Börsenfeiertag auf einen Mittwoch, wird die Restlaufzeit angepasst, um den zusätzlichen Kalendertag zwischen Berechnungstag und Verfallstag zu berücksichtigen.
Der Abrechnungswert wird auf $0,01 genau gerundet. Die Optionsausübung erfolgt in bar am Geschäftstag nach dem Verfall. Der Betrag berechnet sich als Differenz zwischen Abrechnungswert und Strike, multipliziert mit 100 USD.
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