ROIC (Return on Invested Capital) – Erklärung & Interpretation

Autor: - Inhaltlich geprüft von: Philipp Berger

Der ROIC (Return on Invested Capital), in deutsch als “Rendite auf das eingesetzte Kapital”, teilweise auch als “Gesamtkapitalrendite” bekannt, gibt Auskunft darüber, wie gewinnbringend ein Unternehmen seine investierten Geldmittel nutzt. Diese Rentabilitätskennzahl wird von Investoren und Analysten genutzt, um Unternehmen zu bewerten. Aus dem ROIC kann eine Prognose abgeleitet werden, welche Rendite eine Investition möglicherweise erbringt. Im Grundsatz spiegelt der ROIC wider, wie effektiv ein Unternehmen das investierte Kapital einsetzt.

ROIC (Return on Invested Capital) – Definition

Grundsätzlich liefert der ROIC (Return on Invested Capital) eine Antwort auf die Frage: „Wie effektiv setzt ein Unternehmen sein investiertes Kapital ein?“  Ein hoher ROIC impliziert Wettbewerbsvorteile und ein gutes Management. Dabei kann der Analyst am ROIC nicht erkennen, welcher Anteil des Kapitals tatsächlich investiert ist. Folglich hat der ROIC zwar eine gewisse Aussagekraft, muss jedoch um weitere Kennzahlen ergänzt werden.

Hinweis: Der ROIC wird im sogenannten Entity-Ansatz ermittelt. In der Ermittlung werden Fremdkapitalzinsen nicht berücksichtigt, weshalb der ROIC von der Kapitalzusammensetzung des Unternehmens unabhängig ist.

Berechnung des ROIC (Return on Invested Capital)

Die Ermittlungsbasis des ROIC sind die Kennzahlen NOPAT (Net operating Profit after Taxes) und das investierte Kapital. Bei beiden Werten sind Anpassungen und Bereinigungen nötig, bevor sie wie gewünscht verwendet werden können. Letztendlich wird der operative Gewinn eines Unternehmens durch die Summe des operativen Kapitals geteilt. Die Quote, die sich daraus ergibt, sollte möglichst hoch ausfallen.

Die grundlegende Formel für die Berechnung des ROIC (Return on Invested Capital) lautet:

ROIC=\frac{NOPAT}{Invested~Capital}*100

Für die herkömmliche Ermittlung des ROIC werden zwei Kennzahlen benötigt. Der NOPAT und das Invested Capital. Beide Kennzahlen werden mitunter in den Publikationen von Aktiengesellschaften ausgewiesen, können aber auch vom Investor selbst ermittelt werden.

Net Operating Profit after Taxes (NOPAT) ermitteln

Der NOPAT wird auf Basis des EBIT ermittelt. Dieses ist als Zwischensumme in der Gewinn- und Verlustrechnung einer Kapitalgesellschaft zu finden. EBIT steht dabei für Earnings before Interests and Taxes. Da der NOPAT keine Berücksichtigung der Zinsen vorsieht, muss das EBIT zur Ableitung des NOPAT lediglich um die Steuern ergänzt werden.

Vereinfacht lautet die Formel für Net Operating Profit after Taxes:

NOPAT=EBIT*(1-Steuersatz)

Hinweis: Der hier abgezogene Steuersatz besteht in Deutschland großteils aus der Körperschaftssteuer. Diese beträgt 15 % des Gewinns. Generell sind die tatsächlichen Steuersätze der Unternehmen in Jahres- und Quartalsberichten ausgewiesen.

In der jüngeren Vergangenheit hat sich immer mehr der Ansatz durchgesetzt, den NOPAT aufgrund des adjusted EBIT beziehungsweise EBITDA zu bilden. Hierbei wird der Periodengewinn um Sondererträge oder -aufwendungen bereinigt. Dies verstetigt die Kennzahl und ist Grundlage für eine sinnstiftende Analyse.

Bereinigungen können beispielsweise bei folgenden Ereignissen vorgenommen werden:

  • Rechtsstreitigkeiten
  • Akquisitionen
  • Außerordentlichen Wertberichtigungen
  • Ergebnisse aus Wertpapiertransaktionen
  • Rückstellungen

Wichtig: Bereinigungen von einzelnen Kennzahlen sind legitim, müssen aber bei allen zu bewertenden Unternehmen gleichermaßen vorgenommen werden. Andernfalls leidet die Aussagekraft der Kennzahl.

Was ist Invested Capital?

Der zweite Bestandteil des ROIC (Return on Invested Capital) ist das investierte Kapital, oder auch „Funds Invested“, eines Unternehmens. Dieses stimmt nicht zwingend mit dem Gesamtkapital der Gesellschaft überein. Da die Bilanz auch Positionen enthält, die nicht der Finanzierung dienen, dürfen diese für das Invested Capital nicht berücksichtigt werden. Der größte Posten sind dabei für gewöhnlich die Accounts Payable – die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diese fallen kurzfristig zur Zahlung an und können nicht als investierbares Kapital betrachtet, beziehungsweise müssen davon abgezogen, werden.

Zudem werden oft Bilanzposten herausgerechnet, die ebenfalls nicht investiert werden können, oder derzeit nicht investiert sind. Dazu zählen beispielsweise:

  • Überschüssiges Cash
  • Beteiligungen
  • Finanzanlagen
  • Andere finanzielle Vermögenswerte

Merke: Das investierte Kapital wird ermittelt, indem von der Bilanzsumme (dem Gesamtkapital) alle Assets abgezogen werden, die für den operativen Geschäftsbetrieb nicht notwendig sind. Wie diese finanziert sind, ist dabei nachrangig.

Der Unterschied zwischen dem ROIC und anderen Kennzahlen

Weitere Bewertungskennzahlen für Unternehmen werden zum Teil ähnlich wie der ROIC gebildet und greifen auf die gleiche Datenbasis zurück. Auch die deutschsprachigen Übersetzungen legen teilweise nahe, dass es sich um die gleiche Kennzahl handele. Dennoch sind insbesondere der ROE und der ROA vom ROIC abzugrenzen.

ROIC (Return on Invested Capital) vs ROE (Return on Equity)

Der ROE (dt. Eigenkapitalrendite) unterscheidet sich vom ROIC in diversen Aspekten. Zum einen wird der Jahresgewinn eines Unternehmens vor Steuern verwendet. Außerdem wird im Nenner der Ermittlungsformel das Eigenkapital der Gesellschaft eingesetzt.

Hier spielt die Kapitalstruktur folglich eine entscheidende Rolle. Durch den sogenannten Leverage-Effekt weisen Unternehmen tendenziell einen höheren ROE aus, je mehr Fremdkapital sie verwenden. Voraussetzung dafür ist, dass die Gesamtkapitalrendite (ROA) über den Kapitalkosten liegen muss.

Einige Einschätzungen und Bewertungen können sowohl auf Basis des ROE als auch auf Basis des ROIC getroffen werden. Dennoch ist der ROE nicht in allen Punkten vergleichbar.

Beispiel: Unternehmen A erwirtschaftet einen Gewinn von 10 Mio. Euro. Das Gesamtkapital beträgt 100 Mio. Euro. Das Unternehmen finanziert sich zu 80 % durch Eigenkapital und durch 20 % durch Fremdkapital. Folglich liegt der ROE bei 50 %. Verwendet das Unternehmen jedoch Eigen- und Fremdkapital zu gleichen Teilen, sinkt der ROE auf 20 %. Dieser Effekt wird beim ROIC dagegen nicht berücksichtigt. Für eine Einschätzung der Marktlage oder des Managements ist es letztendlich entscheidender, wie viel Ertrag das Unternehmen aus seinen Assets realisieren kann. Die Finanzierung ist unter diesem Gesichtspunkt von nachrangiger Bedeutung.

ROIC (Return on Invested Capital) vs ROA (Return on Assets)

Beim ROA (Return on Assets), der in deutsch ebenfalls als Gesamtkapitalrendite bzw. Kapitalrentabilität bekannt ist, wird der Gewinn nach Steuern durch das Gesamtkapital der Gesellschaft geteilt. Der Zähler der Gleichung ist somit bis auf wenige Feinheiten vergleichbar mit dem ROIC. Statt dem investierten Kapital wird für den ROA jedoch das Gesamtkapital verwendet. Dies hat durchaus seine Berechtigung, zielt aber auf andere Analysen ab, als der ROIC. Anders als der ROIC misst der Return On Assets ein Unternehmen nicht nur an der Rendite seiner Anlagen, sondern auch daran, ob das gesamte Kapital tatsächlich profitabel angelegt wurde. Die Werte für den ROA sind üblicherweise geringer als die des ROIC.

Beispiel: Eine Gesellschaft mit einem Gesamtkapital von 100 Mio. Euro erwirtschaftet 15 Mio. Euro Gewinn. Dies entspricht einem ROA von 15 %. Angenommen, von den 100 Mio. Euro Gesamtkapital entfallen 5 Mio. Euro auf (überflüssige) Cash-Bestände und 10 Mio. Euro wurden in Finanzanlagen investiert, dienen bereits 15 Mio. Euro nicht mehr dem operativen Unternehmenszweck. Der ROIC würde sich folglich bei 17,65 % ansiedeln. Sowohl der Vergleich des ROIC als auch der Vergleich des ROA zwischen Unternehmen eines Benchmarks ist vollkommen legitim. Der Vergleich des ROA von Unternehmen A mit dem ROIC von Unternehmen B liefert dagegen keine sinnvollen Ergebnisse.

ROIC (Return on Invested Capital) – Interpretation & Bedeutung

Der ROIC gibt dem Investor diverse Möglichkeiten, um ein Unternehmen zu bewerten. In erster Linie lässt der ROIC eine Einschätzung der Wettbewerbssituation zur. Wenn ein Unternehmen über einen USP (Unique Selling Point), eine starke Marke (Brand) oder diverse Patente verfügt, kann sich daraus ein hoher ROIC ergeben. Die operativen Investitionen erwirtschaften eine hohe Rendite, weil die Marge, die Kundenbindung und der Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen sprechen.

Wie viele Kennzahlen liefert auch der ROIC das beste Ergebnis im Vergleich mit einer sogenannten Peergroup. Dabei handelt es sich um Unternehmen aus einer vergleichbaren Branche mit einer ähnlichen Größe. Im Vergleich ist ein möglichst hoher ROIC vorzuziehen. Entsprechende Unternehmen können sich gegenüber der Konkurrenz tendenziell besser durchsetzen, und verhalten sich in Krisen stabiler. Unter Umständen kann der ROIC auch hinweis auf einen „Burggraben“ sein, den einer der Marktteilnehmer hat. Ein Burggraben bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Markteintrittsbarrieren für andere Unternehmen außergewöhnlich hoch sind.

Daraus lassen sich die Fähigkeiten des Managements und die Qualität der Investitionsentscheidungen ableiten. Gibt es beispielsweise kaum gute Investitionsmöglichkeiten, liegt dies nicht in der Schuld des Managements. Der ROA würde unter einer solchen Situation beispielsweise leiden. Der ROIC sagt jedoch aus, wie gut die Investitionen waren, zu denen sich die Geschäftsleitung final entschlossen hat.

Sinnvoll ist ein Vergleich des ROIC nicht nur zwischen verschiedenen Unternehmen. Auch die Kapitalkosten (WACC = Weighted Average Cost of Capital) können mit dieser Kennzahl verglichen werden. Der ROIC sollte langfristig über den WACC liegen. Andernfalls würde sich eine Investition nicht lohnen und unter Betrachtung der Fremdkapitalkosten einen Verlust erwirtschaften. Für gewöhnlich wird ein ROIC-Wert von mindestens 2 % über den WACC von Analysten als positiv bewertet.

Vorteile des ROIC (Return on Invested Capital)

Ein Vorteil des ROIC ist seine Vergleichbarkeit. Da die Kapitalstruktur keinen Einfluss auf die Berechnung der Kennzahl hat, ermöglicht Sie den Vergleich unterschiedlicher Unternehmen. Historisch ist bei europäischen Aktiengesellschaften beispielsweise der Anteil an Fremdkapital relativ hoch. Amerikanische Unternehmen haben dies in der Vergangenheit mehrheitlich umgekehrt gehandhabt. Die Eigen- oder Fremdkapitalrendite von europäischen und amerikanischen Unternehmen zu vergleichen ist folglich wenig erfolgversprechend. Mittels des ROIC können Unternehmen aus verschiedenen Regionen jedoch problemlos verglichen werden, sofern sie der gleichen Branche zugehörig sind. Im Übrigen wird sogar der landesspezifische Steuersatz über den NOPAT einbezogen, was die Vergleichbarkeit weiter erhöht. Zwar ist die Steuerlast nicht entscheidend für den (operaitven) Erfolg eines Unternehmens, aber möglicherweise ausschlaggebend für den Erfolg einer Investition am Kapitalmarkt.

Eine Analysemöglichkeit innerhalb des Unternehmens bietet der ROIC durch seine Entwicklung im Zeitverlauf. Konstant hohe oder steigende ROIC-Werte sprechen für eine starke Marktposition und gute Zukunftsaussichten. Eine Kehrtwende von geringen Werten, die inzwischen steigen, kann den Erfolg von Restrukturierungsmaßnahmen implizieren. Sinkende Werte können dagegen Handlungsbedarf signalisieren und sollten auch für Vorsicht bei Anlegern sorgen. Hier gilt es aber auch zu berücksichtigen, mit welcher Rate die Werte abnehmen und auf welchem Niveau der Ausgangspunkt liegt.

Nachteile des ROIC (Return on Invested Capital)

Wie die meisten Kennzahlen kann auch der ROIC nicht alle Faktoren eines Unternehmens in die Bewertung mit einbeziehen. Somit stößt die Kennzahl bei einigen Sachverhalten an ihre Grenzen.

Hierzu zählt beispielsweise die Gewinnherkunft. Zwar ist klar, dass der Gewinn aus dem operativen Geschäft stammt, aber eine Aufteilung nach Ländern oder Sektoren ist eher unüblich. Es wird der Erfolg des gesamten Unternehmens bewertet. Für einen außenstehenden Betrachter ist dies sicherlich ausreichend. Um daraus aus unternehmensintern Maßnahmen abzuleiten und Verbesserungspotenziale zu erkennen, ist der ROIC dagegen weniger geeignet.

Weiterhin trifft der ROIC praktisch keine Aussage über die Ertragskraft eines Unternehmens. Das tatsächliche Geschäftsergebnis kann beispielsweise durch einen Sachschaden oder Verluste aus Finanzinvestitionen negativ ausfallen. Der ROIC kann dagegen selbst bei einem negativen Jahresergebnis noch einen positiven Wert ergeben, weil der Auslöser für den Gewinneinbruch nicht im operativen Geschäft begründet ist. Dennoch kann der Verlust gefährlich für das Unternehmen werden, wenn sich daraus z. B. ein Liquiditätsengpass entwickelt. Folglich sind beispielsweise Liquiditätskennzahlen gesondert zu verfolgen.

Gründe für die Grenzen der Kennzahl

Der Vorteil des ROIC, der sich daraus ergibt, dass die Kapitalstruktur ausgeklammert wird, begrenzt gleichzeitig dessen Aussagekraft. Denn das Risiko, das einer Gesellschaft beim Investieren eingeht, ist nicht mehr klar erkennbar. Auch wenn Eigenkapital höhere Kosten für ein Unternehmen bedeutet, senkt es das Risiko von beispielsweise Liquiditätsproblemen, da kein unmittelbarer Anspruch auf Rückzahlung besteht. Fremdkapital kann dagegen bei zu hohen Fremdkapital-Quoten ein Unternehmen ernsthaft gefährden. Dies hängt zudem von der Tilgungskraft und dem Cashflow des Unternehmens ab. Diese Kennzahlen sollten gesondert zum ROIC analysiert werden.

Wie bereits im Vergleich mit dem Return on Assets erwähnt, ist anhand des ROIC außerdem nicht zu erkennen, wie viel Kapital derzeit ungenutzt ist. Ein Unternehmen wie beispielsweise Berkshire Hathaway verfügt über immense Liquiditätsreserven. Diese gehen selbst für eine Finanzholding über das übliche Maß hinaus. Der ROIC kann folglich bei qualitativ einwandfreien Investments sehr gut aussehen. Er verbirgt jedoch, dass das Management möglicherweise gar nicht genügend Investitionsmöglichkeiten identifizieren kann, um alle liquiden Mittel produktiv zu nutzen.

Insgesamt ist der ROIC kein eigenständiges Bewertungskriterium. Er muss um diverse weitere Kennzahlen der Ertragslage und der Liquidität ergänzt werden, um einen vollständigen Eindruck von einem Unternehmen zu bekommen. Ob ein Unternehmen zudem als Investition geeignet ist, hängt auch vom Aktienkurs ab. Daher kann beispielsweise die PE-Ratio in die Überlegungen des Investors mit einbezogen werden. Unternehmen mit konstant hohem ROIC tendieren jedoch auch dazu, eine hohe PE-Ratio zu haben.

Beispiel zur Ermittlung des ROIC der Bayer AG

Am Geschäftsbericht des Jahres 2019 für den Pharma-Konzern Bayer soll in diesem Fall die Ermittlung des ROIC verdeutlicht werden. Da Unternehmen zum Ausweis von Sondereffekten verpflichtet sind und Bayer sogar selbst ein EBIT vor und nach Sondereinflüssen gebildet hat, muss das EBIT nicht mehr weiter bereinigt werden. Somit müssen zur Ermittlung des NOPAT lediglich die gezahlten Steuern abgezogen werden.

NOPAT~Bayer~2019=4.189~Mio~EUR-1.005~Mio~EUR=3.184~Mio~EUR

Im Geschäftsbericht 2019 hat Bayer diese Kennzahl sogar selbst gebildet. Das Vorgehen ist dabei identisch. Die Steuerquote beträgt 24 % auf das EBIT.

Beispiel zur Ermittlung der ROIC - NOPAT ablesen
Bayer AG - NOPAT 2019 ablesen
Beispiel zur Ermittlung der ROIC - Capital Employed ablesen
Beispiel zur Ermittlung der ROIC - Capital Employed bereinigen
Bayer AG - Capital Employed bereinigen

Somit kann das Invested Capital jetzt berechnet werden:

Invested~Capital~Bayer~2019~in~Mio.~EUR=84.661+2.248+9.350+2.338+6.321-1.652-7.862-1.868-11.459=82.077~Mio.~EUR

Hinweis: In diesem Fall ist die Abweichung zum Gesamtkapital von Bayer (84.586 Mio. EUR) sehr gering. Je nach Unternehmen und Branche kann sie aber auch deutlicher ausfallen. Positionen mit einem vernachlässigbaren Wert wurden nicht berücksichtigt.

ROIC von Bayer AG berechnen

NOPAT und Invested Capital werden nachfolgend in der ROIC-Formel eingesetzt:

ROIC~Bayer~2019=\frac{3.184~Mio.~EUR}{82.077~Mio.~EUR }*100=3,88 \%

In seinem Bericht gibt Bayer die eigenen WACC mit 6,8 % an. Somit wurde die Renditeerwartung der Anteilseigner nicht erfüllt. Bayer untergliedert die Kennzahlen für den ROIC jedoch auch für seine drei Geschäftsbereiche (siehe oben). Daher kann die Kennzahl auch getrennt ermittelt werden. Für die Geschäftseinheiten Pharmaceuticals und Consumer Health ergibt sich somit ein deutlich besseres Bild. Der Bereich Crop Science ist für die Underperformance maßgeblich. Aufgrund der Akquisition von Monsanto und den folgenden Rechtsrisiken kann dieser Umstand jedoch erklärt werden.

Ein Branchenvergleich ist bei einem Unternehmen wie Bayer dagegen schwierig. Aufgrund der verschiedenen Geschäftssegmente entwickelt sich Bayer immer mehr zu einem Mischkonzern. Ein Vergleich mit Pharmaunternehmen ist somit bedingt zulässig. Hier schwankt der ROIC zudem stark. Sowohl geringe einstellige Werte als auch hohe zweistellige Ergebnisse finden sich bei Unternehmen im internationalen Vergleich.

Daher hat der Bayer ROIC im Zeitverlauf eine höhere Aussagekraft und entwickelt sich durchaus positiv. Bleibt diese Tendenz bestehen, kann dies für das Management von Bayer sprechen und bedeuten, dass das Unternehmen (wieder) eine stärkere Marktposition einnimmt.

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