Mini-Optionen – Definition & Beispiel
Mini-Optionen sind Optionskontrakte mit einem kleineren Bezugsverhältnis als der Standard. Bei den im Jahr 2013 eingeführten Aktien-/ETF-Mini-Optionen bedeutete dies beispielsweise, dass pro Kontrakt nur noch 10 statt 100 Anteile erforderlich waren. Diese speziellen Equity-Minis wurden jedoch Ende 2014 eingestellt. Es ist aber weiterhin möglich, sie auf Indizes zu handeln.
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Mini-Optionen – Definition
Mini-Optionen sind Optionskontrakte, die statt der üblichen 100 Anteile eines Basiswertes nur 10 Anteile abbilden. Abgesehen von der kleineren Kontraktgröße entsprechen ihre Eigenschaften weitgehend denen der Standardoptionen.
Wie jede Option verbriefen auch Mini-Optionen das Recht, den Basiswert zu einem festgelegten Preis (Strike) am oder bis zum Verfallstag zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Für dieses Recht zahlt der Käufer eine Optionsprämie an den Verkäufer. Eine Ausübung erfolgt typischerweise dann, wenn sich der Kurs des Basiswertes in die erwartete Richtung entwickelt.
Gibt es Mini-Optionen auf Aktien und ETFs?
Nein. Mini-Optionen auf Aktien und ETFs (wie AAPL, AMZN, GOOG/GOOGL, GLD, SPY) wurden wieder delistet, da das Handelsinteresse zu gering war. Für kleinere Positionsgrößen nutzen Anleger heute unter anderem Spreads, Fractional Shares oder ETFs.
Mini-Indexoptionen
Mini-Optionen auf Aktienindizes sind weiterhin verfügbar und werden wie reguläre Indexoptionen gehandelt.
Die wichtigsten Beispiele sind:
| Produkt | Details |
| XSP (Mini-SPX) | Basiswert: 1/10 des S&P-500-Indexwertes Kontraktgröße: Multiplikator $100 Ausübung: Europäisch (nur am Verfallstag) Abrechnung: Barausgleich (Cash Settlement) Verfallstage: Wöchentliche Laufzeiten (Mo–Fr) Letzter Handelstag: Verfallstag, Handelsschluss 16:00 ET |
| MRUT (Mini-Russell 2000) | Basiswert: 1/10 des Russell-2000-Index Ausübung: Europäisch Abrechnung: Cash Settlement Verfallstage: Tägliche (Daily) und wöchentliche (Weekly) Laufzeiten |
| DJX (Mini-Dow Jones) | Basiswert: 1/100 des Dow Jones Industrial Average (DJIA) Kontraktgröße: Multiplikator $100 Handels- und Abrechnungsmodalitäten: analog zu den anderen Mini-Index-Optionen |
Handelszeiten:
- GTH (Globex Trading Hours): 20:15–09:25 ET (Chicago: 19:15–08:25, Deutschland: 02:15–15:25)
- RTH (Regular Trading Hours): 09:30–16:15 ET (Deutschland: 15:30–22:15)
- Curb Session: 16:15–17:00 ET (Deutschland: 22:15–23:00)
Mini-Optionen vs. Micro-Optionen
Micro-Optionen sind Optionen auf sogenannte Micro Futures. Sie bieten damit eine noch granularere Möglichkeit des Optionshandels und eignen sich daher auch für kleine Konten.
Zwei Micro-Futures, die sich großer Beliebtheit erfreuen, sind:
- Micro E-Mini S&P 500 Futures (Ticker: MES)
- Micro E-Mini NASDAQ-100 Futures (Ticker: MNQ)
Micro-Optionen führen bei Ausübung zu einer Position im jeweiligen Micro-Future. Es gibt verschiedene Verfallsserien, darunter auch tägliche Weeklies. Üblich ist der amerikanische Stil, es existieren aber auch europäische Serien. Die Details sind je Kontrakt zu beachten.
Beispiel für den Handel mit einer Mini-Option (XSP-Call)
Ein Trader erwirbt eine XSP-Call-Option mit Strike 503 zu einem Optionspreis von $1,50. Da bei XSP ein Multiplikator von $100 gilt, beträgt der gesamte Kapitaleinsatz:
Am Verfallstag schließt der S&P 500 Index (SPX) bei 5035,0 Punkten. Der korrespondierende XSP-Wert (1/10 von SPX) liegt damit bei 503,50.
- Damit ist die Call-Option um $0,50 im Geld (503,50 – 503,00).
- Der Auszahlungsbetrag berechnet sich zu: 0,50 x 100 = 50 USD
Da der Trader ursprünglich $150 Prämie gezahlt hat, ergibt sich ein Nettoverlust von $100.
Vorteile von Mini-Optionen
- Geringerer Kapitalbedarf: Durch die kleinere Kontraktgröße (z. B. 1/10 des Standard-SPX bei XSP bzw. 1/10 des RUT bei MRUT) lassen sich Strategien mit deutlich weniger Kapital umsetzen.
- Feinere Portfoliosteuerung: Mini-Optionen ermöglichen eine präzisere Absicherung (Hedging), insbesondere wenn ein Portfolio nicht exakt Vielfachen von 100 Aktien entspricht – eine Flexibilität, die mit Standardoptionen oft nicht gegeben ist.
- Europäische Ausübung & Cash Settlement: Da die Produkte europäisch sind (keine vorzeitige Ausübung) und bar abgerechnet werden, entfällt das Risiko von Dividendeneffekten oder unerwarteter Frühausübung, wie sie bei ETF-Optionen auftreten können.
Nachteile von Mini-Optionen
- Gebührenstruktur: Da Börsen-, Clearing- und ggf. ORF-Gebühren in der Regel pro Kontrakt anfallen, kann der Handel von zehn Mini-Kontrakten teurer sein als ein einzelner Standardkontrakt. (Beispiel: Cboe berechnet per-Contract-Gebühren. Seit 01.01.2025 erhebt die OCC eine Clearing-Fee von $0,025 pro Kontrakt.)
- Liquidität & Spreads: In weniger gehandelten Mini-Produkten können die Bid-Ask-Spreads breiter ausfallen. Dies hängt sowohl von der Marktphase als auch von der gewählten Laufzeit ab und kann die Handelskosten zusätzlich erhöhen.
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