Gewinn- und Verlustdiagramm der Christmas Tree Butterfly Put Strategie
Auszahlungsprofil der Christmas Tree Butterfly Put Optionsstrategie

Christmas Tree Butterfly Put – Definition

Ein Christmas Tree Butterfly Put (auch „(Long) Christmas Tree Spread“) setzt sich aus einem Bear Put Spread und zwei Bull Put Spreads zusammen. Dabei wird ein Put mit Strike D gekauft, ein Strike übersprungen, drei Puts mit Strike B verkauft und zwei Puts mit Strike A gekauft.

Im Gegensatz zum Long Butterfly Spread Put, der eine eher neutrale Marktmeinung widerspiegelt, erfordert der Christmas Tree Butterfly Put eine leichte Abwärtsbewegung des Basiswerts (z. B. einer Aktie), um den maximalen Gewinn zu erzielen. Je nach Lage des aktuellen Kurses zu Strike B kann die Erwartung jedoch auch neutral sein. Bei einer leicht bullischen Erwartung kann alternativ der Christmas Tree Butterfly Call verwendet werden.

Das ideale Szenario für diese Strategie tritt ein, wenn der Basiswert am Verfallstag genau auf Höhe von Strike B notiert. In diesem Fall verfallen die Optionen mit Strike A und B wertlos, während der Long Put mit Strike D den maximalen inneren Wert erzielt.

Praxis-Tipp

Je weiter der Aktienkurs zu Beginn oberhalb von Strike D liegt, desto bärischer ist dieser Debit Spread. Ein Vorteil hierbei ist, dass die insgesamt zu zahlende Prämie sinkt.

Allerdings erfordert dies auch einen stärkeren Kursverlust, damit der Christmas Tree Spread ins Geld (In The Money, ITM) läuft. Zudem kann sich das Ergebnis schneller in einen Verlust verwandeln, wenn der Kurs zu stark fällt. Aus diesem Grund wird die Distanz des Bear Put Spreads bewusst größer gewählt als die der beiden Bull Put Spreads. Dadurch bleibt der maximale Verlust auch bei starken Kurssteigerungen auf die gezahlte Netto-Prämie begrenzt.

Bei amerikanischen Aktienoptionen besteht für die drei Short Puts mit Strike B ein Risiko der vorzeitigen Zuteilung. Besonders wenn diese Optionen ins Geld laufen, sollte das Assignment-Risiko aktiv überwacht werden.

Einige Optionshändler nutzen den Christmas Tree Butterfly Put als kostengünstige Alternative zum Long Put, besonders bei hoher impliziter Volatilität. Nach einem starken Kursanstieg ohne erwartete Fortsetzung kann die Strategie attraktiver sein, da sie im Gegensatz zum Long Put oft von sinkender impliziter Volatilität profitiert.

Da der Christmas Tree Butterfly Put aus mehreren Optionskontrakten über drei Strikes besteht, können Bid-Ask Spreads, Kommissionen und Ausführungspreise das Chance-Risiko-Verhältnis deutlich beeinflussen. In der Praxis sind liquide Optionsserien und Limit Orders daher besonders wichtig.

Christmas Tree Butterfly Put – Setup

  • Kauf 2 Puts Strike A
  • Verkauf 3 Puts Strike B
  • Überspringen von Strike C
  • Kauf 1 Put Strike D

Die Strikes (Ausübungspreise) haben zueinander jeweils den gleichen Abstand. Üblicherweise befindet sich der Aktienkurs zu Beginn der Strategie an oder über Strike D. Alle Optionen haben denselben Verfallstermin.

Empfohlenes Erfahrungslevel

Da die Strategie aus drei Optionlegs und insgesamt sechs Put-Optionen besteht, sind einige Vorkenntnisse erforderlich.

Wann der Handel sinnvoll ist

Bei leicht bärischer Marktmeinung.

Break-Even-Punkt

Für diese Strategie gibt es zwei Break-Even-Punkte:

  • Strike D minus der gezahlten Netto-Prämie
  • Strike A plus der Hälfte der gezahlten Netto-Prämie

Sweet Spot

Die Aktie soll bis Strike B sinken und nicht weiter.

Maximaler Gewinn

Begrenzt auf Strike D minus Strike B, minus der gezahlten Netto-Prämie.

Maximaler Verlust

Begrenzt auf die gezahlte Netto-Prämie.

Christmas Tree Butterfly Put im Zeitverlauf

Ein Christmas Tree Butterfly Put hat insgesamt ein positives Theta, solange der Aktienkurs in der Nähe von Strike B liegt. Entfernt sich der Aktienkurs jedoch von diesem Strike-Preis, wird das Theta negativ, je näher der Verfallstermin rückt.

Implizite Volatilität

Der Einfluss der impliziten Volatilität für diese Strategie hängt davon ab, wo die Aktie im Verhältnis zu den Strikes steht.

  • Befindet sich der Aktienpreis an Strike B, profitiert die Strategie von sinkender Volatilität. Die drei verkauften Optionen stehen dabei im Fokus. Sie verlieren bei sinkender Volatilität an Wert und erhöhen damit den Gesamtwert des Butterflys.
  • Befindet sich der Aktienpreis an oder außerhalb der Strikes D oder A, profitiert ein Christmas Tree Butterfly Put eher von steigender Volatilität. In diesem Fall kann der Wertgewinn der gehaltenen Optionen den Einfluss auf die Short Puts mit Strike B übersteigen.

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