DAX Futures | Symbol: FDAX – Erklärung & Chart
DAX Futures (EUREX Symbol: „FDAX“) gehören zu den weltweit am aktivsten gehandelten Equity Index Futures. Der DAX, auch DAX 40 genannt, gilt als das wichtigste Barometer für den deutschen Aktienmarkt und repräsentiert mehr als 80 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften.
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DAX Futures im Überblick
| Kontraktspezifikationen | |
|---|---|
| Kontraktbezeichnung | DAX Futures |
| Symbol (EUREX) | FDAX |
| Kontraktgröße | 25 EUR x DAX Index |
| Kursnotierung | Euro und Euro-Cent |
| Min. Tickgröße (Tick Size) | 1 Indexpunkt |
| Min. Tickwert (Tick Value) | 25,00 EUR |
| Wert/Punkt (Multiplikator) | 25,00 EUR |
| Kontraktwert | DAX Indexstand x Multiplikator |
| Fälligkeiten (Monatsbezeichnung) | März, Juni, September, Dezember |
| Fälligkeiten (Monatscodes) | H, M, U, Z |
| Letzter Handelstag | Der Handel endet am dritten Freitag des Kontraktmonats. |
| Lieferung | Barausgleich |
| Börsenplätze | European Exchange (EUREX) |
| Optionen verfügbar? | Ja |
Verschiedene DAX Futures im Überblick
Gehandelt an der European Exchange (EUREX):
- Ticker-Symbol: FDAX – DAX Futures mit höchster Liquidität
- Ticker-Symbol: FDXM –Mini DAX Futures
- Ticker-Symbol: FDXS – Micro DAX Futures
- Ticker-Symbol: FSMX – Mini-MDAX Futures
DAX Futures – Beispiel
An einem konkreten Beispiel sollen nun die Anforderungen, die für den Handel eines DAX Futures bestehen, erläutert werden. Zunächst sollte der Kontraktwert (engl. “notional value”) ermittelt werden. Dieser drückt aus, welchen Gesamtwert der Future derzeit hat.
Ermitteln lässt sich der Wert, indem der aktuelle Kurs des Underlyings mit dem Multiplikator multipliziert wird. Die Formel dafür lautet:
Kontraktwert = aktueller Kurs Underlying * Multiplikator.
Benötigte Margin bestimmen
Hier ist zu beachten, dass der Kontraktwert deutlich höher ist als der Wert, den ein Händler tatsächlich aufbringen muss. Dieser muss lediglich eine Sicherheitsleistung, die sog. Margin hinterlegen, die von der Börse bestimmt wird.
Der Kontraktwert gibt also den tatsächlichen monetären Gesamtwert eines Kontrakts an, der auch tatsächlich am Terminmarkt bewegt wird, während die Margin die Sicherheitsleistung beschreibt, die der Händler beim Kauf oder Verkauf eines Future-Kontrakts vorhalten muss.
Wichtig ist an dieser Stelle, dass die Marginanforderungen und somit der genannte Prozentsatz variieren können. Gründe hierfür sind unterschiedliche Anforderungen der Broker unter anderem hinsichtlich der Marktvolatilität, des Overnight-Risikos und der Volatilität des Underlyings selbst.
Berechnung der Margin
Angenommen der Kurs eines DAX Future-Kontrakts mit einer bestimmten Monatsfälligkeit taxiert zu 18.000 EUR und einem Multiplier von 25 EUR. In diesem Fall würde der Kontraktwert 450.000 EUR betragen. Ein Händler, der diesen Kontrakt kaufen möchte, müsste nun aber keine 450.000 EUR bezahlen, sondern lediglich die geforderte Initial Margin hinterlegen.
Demnach müsste der Händler derzeit bspw. eine Margin von 29.634 EUR hinterlegen, was nur ca. 6,58 % des Kontraktwerts entspricht. Der Erwerb des Futures würde die Kaufkraft des Händlers also statt um 450.000 EUR lediglich um 29.634 EUR reduzieren. Da dieser Betrag vielen Privatanlegern zu hoch ist, weichen einige auf Mini und Micro DAX Kontrakte aus. Für diesen Futures beträgt die Initial Margin beispielsweise nur 5.926 EUR bzw. 1.185 EUR.
DAX Future-Optionen
Die Eurex bietet DAX Future-Optionen (Ticker: ODAX) an. Jede Future-Option bezieht sich jeweils auf einen FDAX-Future. Der Kontraktwert beträgt 5 EUR pro Indexpunkt.
- Bei Optionsprämien bei 25 Indexpunkten oder darunter beträgt die Tickgröße (Tick Size) 0,1 Indexpunkte (Tick Value 0,50 USD).
- Liegt die Prämie darüber, erhöht sich die Tickgröße auf 0,5 Indexpunkte (Tick Value 2,50 USD).
- Bei Optionsprämien über 250 EUR beträgt die Tick Size 1 Indexpunkt (Tick Value 5,00 EUR)
Angeboten werden monatliche, vierteljährliche und jährliche Laufzeiten, zusätzlich wöchentliche Optionen sowie DAX End-of-Day Optionen (Ticker: ODAP). Die Kontrakte sind europäisch ausübbar und werden ausschließlich per Barausgleich erfüllt.
DAX Futures – Chart und Kurs
Der folgende Chart zeigt den DAX Future (FDAX) als fortlaufenden Index („Front month contracts“). Die tatsächlichen Future-Kontrakte können daher in Abhängigkeit von der jeweiligen Fälligkeit leicht von der Darstellung abweichen.
Ausgewählte Fakten zum DAX
Der DAX Index bildet die Wertentwicklung der 40 nach Marktkapitalisierung größten und umsatzstärksten deutschen Aktien im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse ab und gilt als Leitindikator der Entwicklung des deutschen Aktienmarkts.
Der DAX wird in zwei Varianten berechnet: als Performanceindex (DAX) und als Kursindex (DAXK).
- Der Kursindex spiegelt die reinen Aktienkurse wider, ohne Dividendenzahlungen der Unternehmen zu berücksichtigen.
- Im Performanceindex hingegen werden Dividendenzahlungen so behandelt, als würden sie wieder in Aktien des jeweiligen Unternehmens reinvestiert.
Dadurch steigt der Performanceindex in der Regel stärker als der Kursindex, da er von den zusätzlichen Erträgen durch Dividenden profitiert.
Aufnahme in den DAX
Ein Unternehmen wird in den DAX aufgenommen, wenn es nach der Marktkapitalisierung des Streubesitzes mindestens Rang 33 erreicht. Die Marktkapitalisierung wird auf Basis des volumengewichteten Durchschnittskurses (VWAP) ermittelt. Darüber hinaus muss das Unternehmen bestimmte Mindestkriterien erfüllen, wie z.B. eine Notierung im Prime Standard.
Der Prime Standard ist ein Segment mit besonders hohen Transparenzanforderungen. Unternehmen, die im Prime Standard gelistet sind, müssen über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zusätzliche Berichts- und Veröffentlichungspflichten erfüllen. Im Gegensatz dazu erfüllt der General Standard nur die gesetzlichen Mindestanforderungen, die für den regulierten Markt in Deutschland gelten.
Die Überprüfung und eventuelle Anpassung des Index erfolgt halbjährlich im März und September.
Andere Dax-Indizes
Zur DAX-Familie zählen unterschiedliche Varianten, die sich hinsichtlich der Zusammensetzung unterscheiden. Zu den bekanntesten Varianten gehören der MDAX, SDAX und TecDAX. Im Wesentlichen orientiert sich die Zugehörigkeit zum jeweiligen Index an der Marktkapitalisierung und am Börsenumsatz.
Zusätzlich wird der CDAX geführt, der die Wertentwicklung aller deutschen Aktien im Prime Standard und General Standard abbildet. Obwohl dieser Index die komplette Breite des deutschen Aktienmarkts repräsentiert, findet er insbesondere unter Privatanleger wesentlich weniger Beachtung als der DAX.
Kriterien für die Gewichtung
Die Kriterien für die Gewichtung der Aktien im DAX sind der Börsenumsatz und die Marktkapitalisierung des Streubesitzes. Damit unterscheidet sich der DAX deutlich vom Dow Jones, der ein rein preisgewichteter Index ist. Beim Dow Jones hat die Höhe des Aktienkurses allein die größte Bedeutung, während im DAX auch die Unternehmensgröße und der Aktienhandel eine Rolle spielen.
Volatilität
Das Äquivalent zum CBOE Volatility Index (VIX) stellt der Volatilitätsindex der DAX-Werte (VDAX-NEW) dar, der von der Deutschen Börse und Goldman Sachs entwickelt und berechnet wird. Der VDAX drückt die vom Terminmarkt erwartete Schwankungsbreite des DAX-Index für die kommenden 30 Tage aus.
Geschichte
Der deutsche Leitindex DAX wird seit dem 1. Juli 1988 von der Deutsche Börse AG berechnet. Er setzt den Index der Börsen-Zeitung fort, der seinen Ursprung im Jahr 1959 hat. Der anfängliche Indexstand des DAX wurde auf 1.000 Indexpunkte festgelegt.
Zunächst wurde der DAX als Ergänzung zu bereits etablierten deutschen Aktienindizes gesehen. Mittlerweile bildet der DAX ca. 80 % der Marktkapitalisierung deutscher Aktien ab und ist damit als Leitindex für den deutschen Aktienmarkt national und international anerkannt. Seit September 2021 setzt sich der DAX aus 40 Aktiengesellschaften zusammen.
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