MDAX Futures (Terminkontrakt) | Symbol: F2MX – Definition & Erklärung

Autor: Armin Hecktor Inhaltlich geprüft von: Philipp Berger

MDAX Futures (EUREX Symbol: „F2MX“)  gehören zur DAX Futures Familie. Der MDAX gilt als zweitwichtigster deutscher Aktienindex nach dem DAX, da in ihm überwiegend mittelständische Industrieunternehmen enthalten sind. Diese stellen einen bedeutenden Bestandteil der deutschen Wirtschaft dar.

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MDAX Futures im Überblick

MDAX Futures Kontraktspezifikationen
Kontraktbezeichnung MDAX Futures
Symbol (EUREX) F2MX
Kontraktgröße 5 EUR x MDAX Index
Kursnotierung Euro und Euro-Cent
Min. Tickgröße (Tick Size)
1 Indexpunkt
Min. Tickwert (Tick Value)
5,00 EUR
Wert/Punkt (Multiplikator)
5,00 EUR
Kontraktwert
MDAX Indexstand x Mutiplikator
Fälligkeiten (Monatsbezeichnung)
März, Juni, September, Dezember
Fälligkeiten (Monatscodes)
H, M, U, Z
Letzter Handelstag
Der Handel endet am dritten Freitag des Kontraktmonats.
Lieferung
Barausgleich
Börsenplätze
European Exchange (EUREX)
Optionen verfügbar?
Ja

Ausgewählte Fakten zum MDAX Index

Der MDAX bildet die Wertentwicklung der 50 nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz größten deutschen Aktien im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse ab, die nicht im DAX 40 enthalten sind.

Rund ein Drittel der im MDAX enthaltenen Werte sind mittelgroße Industrieunternehmen, so dass der MDAX die mittelständisch geprägte deutsche Wirtschaft besser abbildet als der DAX. Daher gilt der MDAX als wichtiger Nebenwerteindex.

Die Zusammensetzung des Index wird in der Regel halbjährlich von der Deutschen Börse überprüft und mit Wirkung zum März und September angepasst. Die Gewichtung der Aktien orientiert sich dabei am Börsenumsatz und der Marktkapitalisierung auf Basis des Streubesitzes.

MDAX Futures (Terminkontrakt) Geschichte

Der MDAX wird seit dem 19. Januar 1996 von der Deutsche Börse AG berechnet. Die Basis der Berechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten, wie es auch beim DAX und SDAX der Fall ist. Die Entwicklung der drei Indizes ist aus diesem Grund direkt miteinander vergleichbar.

Ursprünglich bildete der MDAX 70 Werte ab. Das Platzen der Dotcom-Blase führte jedoch zu einer Neugestaltung der Nebenwertindizes, weshalb die Deutsche Börse den MDAX zum 24. März 2003 von 70 auf 50 Werte reduzierte.

Im September 2018 beschloss die Deutsche Börse, den MDAX auf 60 Werte aufzustocken, um einige bisherige TecDAX-Werte aufzunehmen und die Diversifikation zu erhöhen. Drei Jahre später reduzierte sich die Anzahl der Werte im MDAX auf 50, da der DAX auf 40 Werte erweitert wurde.

MDAX Futures – Beispiel

An einem konkreten Beispiel sollen nun die Anforderungen, die für den Handel eines MDAX Futures bestehen, erläutert werden. Zunächst sollte der Kontraktwert (engl. “notional value”) ermittelt werden. Dieser drückt aus, welchen Gesamtwert der Future derzeit hat.

Ermitteln lässt sich der Wert, indem der aktuelle Kurs des Underlyings mit dem Multiplikator multipliziert wird. Die Formel dafür lautet:

Kontraktwert = aktueller Kurs Underlying * Multiplikator.

Benötigte Margin bestimmen

Hier ist zu beachten, dass der Kontraktwert deutlich höher ist als der Wert, den ein Händler tatsächlich aufbringen muss. Dieser muss lediglich eine Sicherheitsleistung, die sog. Margin hinterlegen, die von der Börse bestimmt wird.

Der Kontraktwert gibt also den tatsächlichen monetären Gesamtwert eines Kontrakts an, der auch tatsächlich am Terminmarkt bewegt wird, während die Margin die Sicherheitsleistung beschreibt, die der Händler beim Kauf oder Verkauf eines Future-Kontrakts vorhalten muss.

Wichtig ist an dieser Stelle, dass die Marginanforderungen und somit der genannte Prozentsatz variieren können. Gründe hierfür sind unterschiedliche Anforderungen der Broker unter anderem hinsichtlich der Marktvolatilität, des Overnight-Risikos und der Volatilität des Underlyings selbst.

Berechnung der Margin

Angenommen der Kurs eines MDAX Future-Kontrakts mit einer bestimmten Monatsfälligkeit taxiert zu 30.000 EUR und einem Multiplier von 5 EUR. In diesem Fall würde der Kontraktwert 150.000 EUR betragen. Ein Händler, der diesen Kontrakt kaufen möchte, müsste nun aber keine 150.000 EUR bezahlen, sondern lediglich die geforderte Initial Margin hinterlegen.

Demnach müsste der Händler derzeit bspw. eine Margin von 16.500 EUR hinterlegen, was nur 11 % des Kontraktwerts entspricht. Der Erwerb des Futures würde die Kaufkraft des Händlers also statt um 150.000 EUR lediglich um 16.500 EUR reduzieren.

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