Börsenbriefe & Aktienbriefe [Guide 2022]

Autorin: - Inhaltlich geprüft von: Philipp Berger

Ein Börsenbrief, auch bekannt als “Aktienbrief” und im Englischen “Market Letter”, ist eine regelmäßige Veröffentlichung, die wirtschaftliche Analysen mit dem Fokus auf Finanzmärkte enthält und zudem oftmals Empfehlungen zu Käufen und Verkäufen von Wertpapieren und anderen Finanzprodukten gibt.

Vermehrt locken Anbieter von Börsenbriefen Anleger mit sogenannten “Fundstücken” oder “Rekordtrades”. Was Börsenbriefe genauer sind, wie viel sie kosten, welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen und wie schließlich ein interessierter Anleger die Seriosität eines Briefes prüfen kann, wird in diesem Artikel genauer erklärt.

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Was ist ein Börsenbrief?

Ein Börsenbrief ist eine regelmäßig erscheinende Publikation mit finanzwirtschaftlichen Analysen, die zudem häufig Empfehlungen zu Wertpapieren beinhaltet. Außerdem konzentrieren sich Börsenbriefe normalerweise auf eine spezielle Kategorie von Wertpapieren (z.B. Aktien, Anleihen, Optionsscheine, Rohstoffe) und können von interessierten Anlegern im Rahmen eines kostenpflichtigen Abonnements erworben werden.

Börsenbriefe - Definition & Erklärung

Da keine Bedingungen bezüglich ihrer Veröffentlichung bestehen, kann im Prinzip jeder einen Börsenbrief anbieten. Viele Herausgeber sind Vermögensverwalter, spezielle Finanzverlage, Finanzinformationsunternehmen sowie Banken.  

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) beschreibt in ihrer aktualisierten Veröffentlichung vom 05.04.2019 Börsenbriefe wie folgt: “Börsenbriefe geben die Meinung ihres Verfassers wieder. Wie der Verfasser zu seiner Einschätzung gekommen ist, sollte aus dem Börsenbrief hervorgehen. Auch sollte die Einschätzung mit Fakten belegt sein, sodass Sie diese nachvollziehen können. Fehlt es an solchen Fakten und gibt der Verfasser lediglich eine nicht weiter begründete, häufig außerordentlich positive Meinung kund, sollten Sie äußerst zurückhaltend sein.”

Welche Arten von Börsenbriefen gibt es?

Insgesamt ergibt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Arten von Börsenbriefen, die abhängig sein können von den ausgewählten

  • Basisprodukten (z.B. Unternehmensaktien, Edelmetalle, Rohstoffe, Kryptowährungen)
  • Wertpapieren (z.B. Aktien, Anleihen, Optionen, Optionsscheine, Futures)
  • Anlagestrategien (z.B. Fundamental- oder Chartanalyse, Day-Trading oder langfristige Anlage)
  • Regionen (z.B. USA, Emerging Markets, Europa)
  • Formalen Anforderungen (z.B. Seitenzahl, Musterdepots, konkrete Kaufempfehlungen, Experteninterviews, Details zu finanzwirtschaftlichen Analysen).

Besonders populär sind Börsenbriefen, die sich auf die folgenden Anlagekategorien konzentrieren.

Aktienbrief

AktienbriefeIn einem Aktienbrief stehen die Aktien börsennotierter Unternehmen im Fokus, die zu den wichtigsten gehandelten Wertpapieren bzw. Vermögenswerten an den Finanzmärkten gehören. Eine Aktie verbrieft, dass der Besitzer/Eigentümer am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG) oder einer Kommanditgesellschaft (KG) beteiligt ist. 

Viele Aktienbriefe beschreiben, u.a. mithilfe grafischer Darstellungen, sehr ausführlich die allgemeine Entwicklung einzelner Aktienkurse, Unternehmensumsätze und/oder Dividendenrenditen. Solche Informationen können auch aus den SEC Filings, Geschäftsberichten oder Jahresberichten einzelner Unternehmen und/oder aus Finanzportalen kostenlos entnommen werden.     

Zudem beinhalten Aktienbriefe in der Regel Empfehlungen zum Kauf, Halten oder Verkauf ausgewählter Aktien. Dabei ist es möglich, dass sich ein Aktienbrief auf bestimmte Unternehmen nach Regionen (z.B. Europa, USA, Asien oder Emerging Markets), Anlagedauer (kurz- bis mittelfristig oder langfristig), ETF oder Einzelaktien, Analysemethoden (z.B. Fundamental- oder Chartanalyse) fokussiert. 

Darüber hinaus kann die Seitenzahl (i.d.R. zwischen 4 und 8 Seiten, möglich sind jedoch auch bis zu 50 Seiten, u.a. davon abhängig, wie oft diese erscheinen) verschiedener Börsenbriefe stark voneinander variieren und damit auch die finanzwirtschaftlichen Inhalte sowie Details zu den Aktienanalysen. Dies zeigt sich auch in den verwendeten Darstellungsformen (z.B. Kurzmeldungen, Nachrichten, Interviews, Kommentare). 

Hinweis: Zahlreiche Erkenntnisse der langfristigen Kapitalmarktforschung haben belegt, dass Anlagestrategien mit dem Fokus auf Qualitätsaktien und niedrig bewerteten Unternehmen überdurchschnittlich hohe Renditen einbringen können.

Pennystock-Börsenbriefe

Es gibt vereinzelt Börsenbriefe, die einen Schwerpunkt auf den Handel mit sogenannten Pennystocks legen. Diese stellen Aktien unter fünf Dollar bzw. einem Euro dar und können mit einem hohen Risiko und fundamentalen Problemen von Unternehmen assoziiert werden. 

Im Zuge dessen kann die Gefahr eines “Frontrunnings” besonders hoch sein. So können Herausgeber von Pennystock-Börsenbriefe solche Aktien selbst erwerben und diese danach weiterempfehlen, um letztlich den Aktienkurs in die Höhe treiben zu wollen. Sobald ihnen dies gelungen ist, verkaufen sie ihre Pennystocks mit Gewinn. Im Gegensatz zu den Kunden, die möglicherweise hohe Verluste erleiden müssen.  

Die Bafin schreibt in ihrer aktualisierten Veröffentlichung vom 05.04.2019 zu Aktienempfehlungen kleinerer Unternehmen in Börsenbriefen: “Machen Sie sich unbedingt selbst ein Bild von den empfohlenen Wertpapieren. Wenn Sie keine vernünftigen Informationen finden, sollten Sie die Finger von den Aktien lassen. Häufig werden in Börsenbriefen die Aktien kleiner, kaum gehandelter Unternehmen empfohlen. Die Börsenpreise dieser Aktien können sich schnell stark verändern. Dazu braucht es in der Regel nur wenige Kauf- oder Verkaufsorders. Kommt es zum Beispiel aufgrund einer Empfehlung in einem Börsenbrief zu einem „Herdeneffekt“, also zum gleichzeitigen Kauf durch viele Anleger, so kann der Preis schnell in schwindelerregende Höhen schießen, nur um wenige Tage später wieder in sich zusammenzufallen. Schon viele Anleger haben auf diese Weise ihr Geld verloren.”

Börsenbriefe über Optionen & Optionsscheine

Neben den Aktienbriefen, die sich auf die Analyse von Basiswerten (z.B. Aktienkursen) konzentrieren, existieren auch Börsenbriefe mit dem Fokus auf Derivate. Dazu gehören Optionsscheine, die zu der Kategorie der (nicht standardisierten) Hebelprodukte gehören und von einer emittierenden Bank ausgegeben werden. 

Im Unterschied zu Optionsscheinen sind Optionen standardisierte Hebelprodukte, die von jedem Marktteilnehmer direkt an einer regulierten Terminbörse (z.B. EUREX) emittiert werden. Vor diesem Hintergrund gelten Optionen als weniger riskante Derivate als Optionsscheine, mit denen stets ein Emittentenrisiko verbunden ist.

Ähnlich wie Aktienbriefe können Börsenbriefe über Optionen und Optionsscheine auch Ausführungen zu aktuellen finanzwirtschaftlichen Entwicklungen einzelner Unternehmen, Finanzkennzahlen und Länder geben. Zudem enthalten einige dieser Briefe Musterdepots, die Optionen & Optionsscheine nicht nur auf Aktien, sondern auch auf andere Basisprodukte wie Kryptowährungen und Gold halten.

Rohstoffe-Börsenbriefe

Außerdem gibt es Börsenbriefe, die einen Fokus auf den Handel mit Rohstoffen legen. Dazu werden insbesondere die Spot-Preise bzw. Future-Preise von Edelmetalle (z.B. Gold, Silber, Kupfer und Palladium) untersucht. Häufig werden Rohstoffe als Spekulationsobjekt und/oder Wertaufbewahrungsmittel gesehen.

Börsenbriefe mit Analysen

Die meisten Börsenbriefe enthalten Analysen zu unterschiedlichsten Themenschwerpunkten. Diese umfassen beispielsweise allgemeine oder spezifische Marktanalysen und -einschätzungen, Branchen- und Unternehmensbeschreibungen, Interpretationen zu aktuellen Geschehnisse (z.B. Auswirkungen des Brexits oder des Handelskonfliktes zwischen den USA und China) oder Bewertungen beschlossener Maßnahmen von Zentralbanken sowie Regierungen. 

Möglich sind auch Interviews mit Finanzexperten oder Zusammenfassungen von Konjunkturindikatoren bzw. -berichten sowie anderen finanzwirtschaftlichen Berichten (z.B. des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder der Deutschen Bundesbank). Normalerweise sind diese Berichte auf der jeweiligen Homepage der Organisation frei verfügbar. 

Börsenbriefe mit Handlungsempfehlungen

Viele Börsenbriefe werben damit, dass sie konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlungen zu Wertpapieren geben. Allerdings werden oftmals nicht die genauen Strategien zur Wertpapierauswahl preisgegeben, sondern lediglich die Ergebnisse, beispielsweise mithilfe eines Musterdepots.  

Zwar kann sich ein Anleger ohne grundlegende Kenntnisse im Börsenhandel (blind) nach diesen Handlungsempfehlungen richten. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass ein allgemeines Verständnis für Aktien- und Unternehmensbewertungen sehr hilfreich sein kann, um Verluste zu minimieren und einen nachhaltigen Vermögensaufbau im eigenen Depot generieren zu können. Ein solches Finanzwissen kann sich ein Börsenanfänger beispielsweise im Rahmen eines dreimonatigen Börsenausbildungsprogramms aneignen.  

Die Bafin warnt in ihrer aktualisierten Veröffentlichung vom 05.04.2019 vor nicht fundierten Empfehlungen in Börsenbriefen: “Keinesfalls sollten Sie Empfehlungen und Musterdepots, von wem auch immer, blind folgen. […] Grundsätzlich gilt: Kaufen Sie nicht etwas, was Sie nicht verstanden haben! Machen Sie sich unbedingt selbst ein Bild von den empfohlenen Wertpapieren.”

Welcher Börsenbrief ist der beste?

Es existiert eine Vielzahl von unterschiedlichen Börsenbriefen. Dies macht eine passende Auswahl nicht gerade einfach. Zur strategischen Entscheidungsfindung kann ein interessierter Anleger Qualitätsmerkmale und Performance einzelner Börsenbriefe hinterfragen. 

Zudem sollte sich jeder Trader vorab bewusst machen, welchen Anlagestil er überhaupt präferiert. Dieser kann abhängig von vielen verschiedenen Faktoren sein (z.B. Einkommen, Anlagedauer, Grad der Risikobereitschaft, verfügbare Zeit zum Traden). 

Qualitätsmerkmale

  • Seit wann gibt es den Börsenbrief?
    Je länger ein Börsenbrief auf dem Markt bereits existiert, desto seriöser dürfte der Brief tendenziell sein. Dieses Qualitätsmerkmal (erstes Erscheinungsjahr) sollte leicht auffindbar sein und kann schnell miteinander verglichen werden.
  • Wie wurde der Börsenbrief bereits bewertet?
    In vielen Fällen gibt es bereits Kundenbewertungen/Referenzen zu einzelnen Börsenbriefen (beispielsweise eine Skala von 1 bis 5). So wie bei allen anderen Bewertungen gilt auch hier: Sowohl die Qualität als auch die Quantität der Bewertungen können richtungsweisend sein.
  • Wer sind die Redakteure?
    Anbieter von Börsenbriefen haben für gewöhnlich eine eigene Homepage. Unter “Team” oder “Über uns” können sich interessierte Anleger selbst ein Bild über die Anlageberater machen. Dabei sollte auch geprüft werden, ob die Redaktion unabhängig ist, d.h. keine (verdeckten) Verbindungen zu beispielsweise Banken, Broker, Investmentfonds oder Unternehmen bestehen. Zudem sollten die Verfasser selbst umfangreiche Erfahrungen im Börsenhandel aufweisen können. Hilfreich kann dabei auch einmal die Überprüfung des Impressums sein.

Performance

Börsenbriefe - PerformanceEinige Anbieter von Börsenbriefen messen sich öffentlich an der Wertentwicklung  (Performance) ihrer Empfehlungen. Ob diese Angaben genau stimmen, lässt sich schwer überprüfen. Große Versprechungen hoher Renditen sind dabei die Regel. Auch hier gilt: Je mehr Informationen der Herausgeber zur Verfügung stellt (z.B. mithilfe eines Archivs über sämtliche Empfehlungen), desto leichter nachvollziehbar die vergangene Performance.

Persönlicher Anlagestil

In vielen Fällen zeigt sich, dass der persönliche Investitionsstil eines Anlegers noch gar nicht klar ist. Daher erweist sich der Kauf eines Börsenbriefs häufig als willkürlich.

So können Börsenbriefe dem Leser nicht dabei verhelfen, den individuellen Anlagestil genauer zu erkennen und diesen auch weiter auszubilden, da die Frage nach den Hintergründen der jeweiligen Trades offen bleibt.

Wichtig für eine fundierte Kauf-Entscheidung ist, dass der Anleger sich vorab im Klaren sein sollte, welche Anlagestrategie er präferiert. Möchte er vermehrt kurzfristig handeln oder lieber mittel- bis langfristig investieren? Und auf welche Kategorien von Wertpapieren möchte er sich fokussieren? 

Schließlich sollte sich jeder Leser die Frage stellen, wie oft der Börsenbrief in der Woche, im Monat oder im Jahr erscheint und wie viele Seiten dieser in etwa enthält. Dadurch kann sich ein Interessent einen Überblick verschaffen, wie viel Zeit er sich für das Lesen nehmen müsste.

Die Praxis vieler Börsianer hat gezeigt, dass ruhigere Strategien nicht nur weniger Zeitaufwand bedeuten, sondern in der Regel sogar mehr Rendite bringen. Ein immer beliebterer Kompromiss: Die Verbindung von solidem, mittel- bis langfristigem Investieren (z.B. nach dem Prinzip des Value-Investings in Aktien) mit der Möglichkeit, bereits kurzfristig ein regelmäßiges Einkommen aufzubauen. Möglich macht dies der Optionshandel.

Ist ein Börsenbrief sinnvoll?

Vorteile

  • Zusammenfassung aktueller Ereignisse
    In der Regel verschafft ein Börsenbrief einen allgemeinen Überblick zu aktuellen Ereignissen an den Märkten und gibt Informationen rund um Aktien, wirtschaftlichen Trends und Co., die allerdings auch aus anderen Medien (z.B. Finanzportalen) entnommen werden können.
  • Alternative Meinung
    Zudem kann ein Anleger mithilfe eines Börsenbriefs eine neue, alternative oder bestätigende Meinung über Investitionsmöglichkeiten an der Börse erhalten.

Nachteile

  • Anreizverzerrung
    Börsenbriefe haben den Anreiz, durch ihre Abonnementtechnik immer wieder die nächste Empfehlung für ein Finanzprodukt zu finden, selbst wenn der Markt dies nicht hergibt. Bekannterweise ist der Markt, im Gegensatz zu Börsenbriefen, nicht derart getaktet, dass er beispielsweise einmal in der Woche einen lukrativen Trade bereithält. Angesichts dessen steigt die Gefahr, dass der Herausgeber eine schlechte Empfehlung aussprechen muss.
  • Keine Wissensvermittlung möglich
    Börsenbriefe vermitteln nicht, wie man selbstständig an der Börse handelt und damit Investitionen auch langfristig umsetzen kann. Insofern wird der Leser immer abhängig von den Empfehlungen des Herausgebers sein.
  • Redundante Informationen
    Viele Börsenbriefe enthalten Informationen, die den Anleger nicht interessieren oder die er bereits kennt. So zeigt sich, dass viele Ausführungen in Börsenbriefen bereits aus anderen Medien oder Veröffentlichungen (kostenlos) entnommen werden können.
  • Kein Mehrwert
    Häufig ist der direkte Kauf eines Börsenbriefs beim Anbieter mit einem Abo verbunden. Dadurch wird vertraglich festgelegt, dass Kunden meistens über einen längeren Zeitraum im Zuge einer monatlichen Beitragszahlung regelmäßig einen Brief erwerben müssen. Manch ein Kunde stellt jedoch fest, dass der Brief nach einigen Wochen keinen deutlichen Mehrwert mehr erbringt, da sich beispielsweise Aktienempfehlungen wiederholen können. Allerdings ist eine außerordentliche Kündigung nur in Ausnahmefällen möglich.
  • Doppelter Verlust
    Ein schwerwiegender Nachteil würde sich dann ergeben, wenn sich ein Anleger für den Kauf eines unseriösen Börsenbriefs (siehe unten) entscheiden würde. Im schlimmsten Fall könnte er dann einen doppelten Verlust erleiden: zum einen in Form der Abokosten und zum anderen in Form seiner realisierten Anlageverluste.
  • Unpassende Investitionsstrategien
    Darüber hinaus können enthaltene Anlageempfehlungen nicht der individuellen Investitionsstrategie entsprechen. Letztendlich gilt: Ein Börsenbrief vermittelt keine grundlegenden Kenntnisse, inwiefern man an der Börse strategische und fundierte Investitionsentscheidungen treffen kann.

Nachhaltige Alternative: Börsenausbildung

BörsenausbildungUm eine qualifizierte Entscheidung treffen zu können, welche Wertpapiere und Anlagestrategien langfristig lohnenswert sind, erweisen sich einige grundlegende Kenntnisse als hilfreich und nötig. Diese können beispielsweise zweckentsprechend im Rahmen einer Börsenausbildung erlernt werden. 

Mithilfe solcher Börsenseminare können sich Anleger das notwendige Wissen aneignen, systematisch, nachhaltig und vor allem unabhängig das eigene Geld zu vermehren. 

Grundsätzlich sollte eine Börsenausbildung für den individuellen Anleger passend sein. Wie bei der Auswahl der Börsenbriefe spielen dabei auch hier die privaten Rahmenbedingungen und Ziele des Anlegers eine wichtige Rolle. So erweisen sich Online-Seminare als deutlich kompatibler mit Beruf, Freizeit und Familie, da diese zeitlich sowie örtlich flexibel sind (d.h. es entfällt die Anreise und gegebenenfalls auch die Übernachtung, was deutlich Zeit und Geld spart).

Zudem sollte die Dauer und die genauere Umsetzung der Börsenausbildung hinterfragt werden. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor eines Börsenseminars ist das Erlernen der praktischen Umsetzung der Strategien – und dies gelingt wie bei jedem Handwerk nur durch Übung und Wiederholung über einen längeren Zeitraum von beispielsweise acht bis zwölf Wochen. Ein zeitlich geballtes Wochenendseminar könnte diesen Mehrwert nicht bieten.

Solche spezialisierte Online-Ausbildungsprogramme, bei denen das erlernte Wissen auch anschließend umgesetzt wird, sind jedoch rar. Das Ausbildungsunternehmen DeltaValue GmbH hat sich diesem Problem angenommen und begleitet Privatanleger auf dem Weg in eine nachhaltige Anlagestrategie, die selbständig umgesetzt werden kann. Langfristigkeit und Unabhängigkeit stehen im Vordergrund.

Schließlich kann ein wöchentlicher (Erfahrungs-)Austausch mit Finanzexperten (als Dozenten) sowie anderen interessierten Anlegern für neue Einblicke sowie vertieftes Finanzwissen sorgen und gleichzeitig – gemeinsam mit Gleichgesinnten – Freude am Investieren bringen.  

Eine Börsenausbildung ist eine bessere Alternative zu Börsenbriefen, um letztlich unabhängig und eigenständig fundierte Investitionsentscheidungen an der Börse auch langfristig treffen zu können. 

Wer Interesse hat, das eigenständige Investieren an der Börse zu erlernen, kann sich auf der Website der DeltaValue GmbH informieren. Grundsätzlich startet eine Ausbildung bei der DeltaValue GmbH immer mit einem kostenfreien Erstgespräch mit Händlern des DeltaValue-Teams, in dem die individuellen Rahmenbedingungen und Anlageziele abgefragt werden.

Was kostet ein Börsenbrief?

Was kostet ein Börsenbrief?Die Kosten eines Börsenbriefes sind sehr unterschiedlich und können beispielsweise von der Anzahl der Anlageempfehlungen, der wöchentlichen bzw. monatlichen Erscheinungen, dem Erhalt per Post oder digital per E-Mail, der Qualität und der Seitenzahl abhängig sein. In der Regel liegen die Kosten eines Jahresabos für Börsenbriefe zwischen 160 € und 1.200 €.

Wo bzw. wie kann ich Börsenbriefe kaufen?

Die meisten Börsenbriefe können auf der Homepage des Herausgebers direkt online erworben werden. In aller Regel ist der Kauf mit einem Abonnement verbunden. Zudem wird das Abo normalerweise verlängert, wenn nicht zu einem bestimmten Stichtag gekündigt wird.

Kostenlose Börsenbriefe

Einige Anbieter stellen einen Börsenbrief aus der Vergangenheit oder einen Newsletter kostenlos zur Verfügung. Um diese Veröffentlichung zu erhalten, muss der Leser häufig seine E-Mail-Adresse preisgeben.

Zudem finden sich in den meisten kostenlosen Angeboten Fremdwerbungen, beispielsweise von Brokern, Portfolio-Tools, Finanzverlagen oder -beratern.

Kann ich Börsenbriefe von der Steuer absetzen?

Im Rahmen der privaten Einkommenssteuererklärung gibt es keine Möglichkeit, die Kosten eines Börsenbriefs privat abzusetzen. Der Sparer-Pauschbetrag bis zur Höhe von 801 Euro im Rahmen der Einzelveranlagung bzw. 1602 Euro bei zusammenveranlagten Personen pro Jahr ist hierbei bereits als Werbekostenabzug anzusehen. Der Abzug der tatsächlichen Werbungskosten ist also ausgeschlossen.

Wenn man allerdings den Handel über eine vermögensverwaltende GmbH (sogenannte Trading GmbH) betreibt, können Werbungskosten angesetzt werden. Darunter fallen z.B. Ordergebühren, aber auch Kosten für Börsenbriefe sowie Kosten für Aus- und Weiterbildungen.

Börsenbriefe in der Kritik

Hohe laufende Kosten

Die meisten kostenpflichtigen Börsenbriefe werden im Jahresabos angeboten. Für den interessierten Anleger können dadurch hohe laufende Kosten entstehen, zu denen er vertraglich verpflichtet ist.

Interessenkonflikt

Angesichts der regelmäßigen Veröffentlichung (z.B. ein- oder zweimal die Woche) der Börsenbriefe, wozu sich der Herausgeber vertraglich bindet, kann ein Interessenkonflikt entstehen. Dieser äußert sich dadurch, dass der Verfasser stetig Handlungsempfehlungen bzw. Trades an den Finanzmärkten finden muss, selbst wenn es besser wäre, in bestimmten Marktlagen nichts zu tun.

Abhängigkeit vom Herausgeber

Es kann immer wieder vorkommen, dass der jeweilige Anbieter seinen Börsenbrief einstellt, sodass die Abonnenten plötzlich nicht mehr nach den Empfehlungen handeln können. Hier wird die Abhängigkeit des Lesers besonders deutlich.

Unseriöse Börsenbriefe

Unseriöse Börsenbriefe erkennen.Unseriöse Börsenbriefe können einem interessierten Anleger bzw. Anfänger an der Börse einen doppelten Verlust bescheren: Zum einen durch teure Abos und zum anderen durch unpassende (ggf. hochspekulative) Investmentideen. Daher ist es in diesem Fall besonders wichtig, die Seriosität vor einer Kaufentscheidung zu prüfen. Im Folgenden werden fünf Hinweise aufgelistet, die auf einen unseriösen Börsenbrief deuten könnten:   

1. Abenteuerliche Renditen: Mehrere Börsenbriefe locken interessierte Anleger mit außerordentlich hohen Gewinnchancen und sprechen stellenweise von Renditen über +1.000 % in kürzester Zeit. Dies scheint äußerst fragwürdig zu sein. Vor diesem Hintergrund sollte sich jeder Anleger bewusst machen: Hohe Renditen sind grundsätzlich mit höheren Verlustrisiken verbunden sind. So kann ein Anleger nicht nur sein eingesetztes Kapital, sondern im Zuge komplexerer Finanzgeschäfte (z.B. Leerverkäufe) zusätzliches Geld verlieren. 

2. Unlogische Anlageempfehlungen: Es gibt Investitionsempfehlungen, die nicht begründet sind und als einmalig und/oder als nur kurzzeitig verfügbar deklariert werden. Dabei nutzen die Anbieter häufig überspitzte Formulierungen bzw. Übertreibungen wie “Fundstücken”, „Sofort Rente von 1.000 Euro im Monat” oder “Rekord-Trade”. Jede Anlageempfehlung sollte jedoch grundsätzlich nachvollziehbar erklärt werden und darüber hinaus auch zu dem individuellen Anleger passen.

3. Empfehlungen für Pennystocks: Werden Pennystocks (Aktien unter fünf Dollar bzw. einem Euro) von einem Herausgeber empfohlen, sollte ein interessierter Anleger besonders vorsichtig sein. Die Gefahr eines Frontrunnings ist in diesem Fall speziell hoch (siehe oben).

4. Dubiose Unternehmen: Manche Herausgeber stellen nahezu keine eigenen Informationen zur Verfügung (z.B. zu den Anlageberatern selbst oder zu ihrer Gründung). Eine Überprüfung nach den Qualitätsmerkmalen (siehe oben) ist damit kaum möglich. Außerdem ändern manche Anbieter unseriöser Börsenbriefe häufig mal ihren Firmennamen. Im Gegensatz dazu nutzen seröse Anbieter von Börsenbriefen oftmals Social-Media-Kanäle, in denen sich Anleger austauschen und ihre Fragen transparent stellen können.   

5. Fremdwerbung: Unseriöse Börsenbriefe enthalten oft (verdeckte) Fremdwerbungen, worüber sie sich finanzieren. Möglicherweise reichen die Einnahmen über die (zu wenig abgeschlossenen) Abos nicht aus.

Fazit

Schließlich können Börsenbriefe keine grundlegenden Kenntnisse für den Vermögensaufbau an der Börse liefern; im Gegensatz zu einem Finanzausbildungsprogramm. Bei DeltaValue GmbH lernst Du Investment-Strategien kennen, lernst, sie zu verstehen und vor allem sie selbst umzusetzen. Du erhältst verlässliche 1:1-Anleitungen und kannst exklusive Tools nutzen.

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