Investieren lernen – Ratgeber für den Einstieg

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Für den Aufbau von Vermögen gibt es in Zeiten von Niedrigzinsen kaum eine Alternative, als es zu investieren. Eine Investition unterscheidet sich dabei von reinen Ersparnissen. Denn bei einer Investition wird Geld produktiv, häufig am Kapitalmarkt, angelegt. Doch ohne eine Strategie und Grundwissen können angehenden Investoren Fehler machen, die ihre Rendite negativ beeinflussen und den Vermögensaufbau behindern. Aus diesem Grund empfiehlt sich, das Investieren zu lernen. Die grundlegenden Ansätze und Überlegungen dazu werden in diesem Artikel erläutert.

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Welche Vorteile hat das Investieren?

In Deutschland scheuen noch viele Menschen die Börse. Geldanlagen am Kapitalmarkt erscheinen „zu riskant“, obwohl beispielsweise eine Aktienanlage als eine der erfolgversprechendsten Anlageformen gilt.

DAX Entwicklung in den letzten 30 Jahren
DAX Entwicklung in den letzten 30 Jahren

Mit durchschnittlich 8,5 % Rendite pro Jahr (vor Steuern  / DAX Anlage auf 30 Jahre) ist die Rendite am Aktienmarkt dem Sparbuch deutlich überlegen. Dieses konnte durchschnittlich in keinem der letzten 30 Jahre eine Rendite von 3 % (vor Steuern) übersteigen.

Aus diesem Grund kann es erhebliche Chancen bieten, das Investieren zu lernen und von der Rendite des Aktienmarktes zu profitieren. Mithilfe einer möglichst hohen Rendite lässt sich auch mit einem durchschnittlichen Einkommen effektiver Vermögensaufbau betreiben. Dieses Vermögen kann beispielsweise für die Altersvorsorge genutzt werden. Auch größere Ziele wie finanzielle Freiheit sind denkbar.

Finanzielle Freiheit bedeutet in diesem Zusammenhang, dass ein Anleger bereits vor seinem Renteneintrittsalter nicht mehr auf sein Arbeitseinkommen angewiesen ist. Hierfür sind jedoch erhebliche Vermögenswerte notwendig, die oftmals nur durch geschickte Investitionen erlangt werden können.

Warum investieren lernen?

Warum sollte man Investieren lernen?Unerfahrene Investoren können bei Aufgaben wie der Wertpapierauswahl, dem Risikomanagement oder der Wahl eines Brokers leicht überfordert werden. Damit dies nicht passiert, kann es sich lohnen das Investieren zu lernen. Hierzu gibt es beispielsweise Seminare, Schulungsprogramme oder Fachliteratur. Diese Angebote können ein Grundwissen der Geldanlage vermitteln und damit das Risiko von Fehlentscheidungen senken.

Solche Fehlentscheidungen mögen anfänglich nicht dramatisch wirken. Jedoch kann bereits ein Prozent Renditeverlust erhebliche Auswirkungen auf das spätere Vermögen haben. Ob ein Investor das Investieren von Grund auf erlernt oder „nach Gefühl“ agiert, kann unter Umständen sogar entscheiden, ob Ziele wie beispielsweise die finanzielle Freiheit erreicht werden oder nicht.

Beispiel: Ein Investor legt ab einem Alter von 25 Jahren monatlich 200 Euro an der Börse an. Nach Steuern realisiert er eine Rendite von 4 % pro Jahr. Mit 60 Jahren möchte er das Geld zum vorzeitigen Ruhestand nutzen. Mit der angenommenen Nettorendite und der Laufzeit von 35 Jahren erreicht der Anleger ein Vermögen von ca. 180.000 Euro. Bei einer Mehrrendite von einem Prozent ergibt sich jedoch ein Vermögen von ca. 223.000 Euro. Auf die gesamte Laufzeit hätte der Investor folglich 43.000 Euro mehr Vermögen aufbauen können.

Doch nach einer grundlegenden Investorenausbildung und der Anwendung dieses Wissens kann das Verlustrisiko besser eingeschätzt werden.

5 Schritte vor dem Investieren

Hat ein Investor vor seiner ersten Investition schon eine Investmentstrategie entwickelt, kann sich dies positiv auf seine Rendite auswirken. Darüber hinaus gibt es weitere Faktoren und Entscheidungen, die bereits vor dem Investieren eine Rolle spielen. Fünf der wichtigsten Faktoren werden im Folgenden vorgestellt.

1. Persönliche Einschätzung – Welcher Investmenttyp bin ich?

Investmenttyp bestimmenVor einer Investorenausbildung ist die Bestimmung des eigenen Investmenttyps von Bedeutung. Dieser kann beispielsweise anhand des Anlagehorizonts und der Risikoneigung eines Investors ermittelt werden. Der Anlagehorizont kann erste Hinweise geben, wie viel Risiko für einen Anleger vertretbar ist.

Beispiel: Als grober Richtwert für die Aktienquote eines Investors wird unter anderem die „Formel“ „100 minus Alter“ verwendet. Ein 20-Jähriger kann folglich 80 % seines Kapitals (100 – 20) in Aktien anlegen. Mit steigendem Alter sinkt die Aktienquote gemäß dieser Faustformel. Bei einem Alter von 50 Jahren ergibt sich beispielsweise eine Aktienquote von 50 %.

Soll beispielsweise von dem angelegten Geld in drei Jahren ein Haus gekauft werden, ist ein konservativeres Vorgehen häufig angemessener, als wenn das Geld für die nächsten 20 Jahre nicht benötigt wird. Eng mit dem Anlagehorizont verknüpft ist häufig das Alter eines Anlegers. E

in möglicher Ansatz ist in diesem Zusammenhang, dass jüngere Menschen mehr Risiko bei der Geldanlage eingehen können. Als „riskante“ Form der Geldanlage gelten dabei für gewöhnlich Aktien und Derivate, da sie in ihrem Wert schwanken können. Dagegen werden beispielsweise Anlagen in Staatsanleihen oder Festgeldprodukte häufig als „konservativ“ betitelt.

Wohlfühlfaktor einschätzen

Trotz verschiedener Richtwerte und Entscheidungshilfen ist für die Bestimmung des Investmenttyps letztendlich der Charakter des Anlegers entscheidend. Fühlt sich dieser beispielsweise mit einem 80-prozentigen Aktienanteil nicht wohl, sollte diese Vermögensstruktur, unabhängig des Alters, nicht das Ziel sein. Um ein Gefühl für den eigenen Investmenttyp zu bekommen und im Anschluss das Investieren zu lernen, kann sich ein Anleger beispielsweise folgende Fragen stellen:

  • Wie lange kann ich auf das angelegte Geld verzichten?
  • Wie gut kann ich mit Wertschwankungen im Depot leben?
  • Was ist das Ziel meiner Geldanlage?
  • Wie ist meine familiäre Lage?
  • Wie intensiv möchte ich mich mit dem Thema Geldanlage beschäftigen?

Hinweis: Der Investmenttyp vermittelt lediglich ein Gefühl über die Einstellung eines Anlegers bei der Geldanlage. Entscheidend ist, dass der angehende Investor ehrlich zu sich selbst ist und sich möglichst objektiv einschätzt.

2. Selbst investieren lernen oder eine Börsenausbildung absolvieren?

Einem Investor stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um das Investieren zu lernen. Zwei Methoden sind dabei besonders verbreitet. Das Selbststudium und die Börsenausbildung.

Selbst investieren lernen – Vorteile und Nachteile

Investieren lernen - SelbststudiumInvestieren lernen im Selbststudium kann verschiedene Resultate erzielen. Maßgeblich hängt der Erfolg von der gewählten Lektüre ab. Bücher, Tutorials oder Videos zum Themenbereich „Investieren“ gibt es in verschiedenen Qualitäten und zu verschiedenen Preisen.

Abhängig von der Qualität des Lehrmaterials kann der Investor anschließend Erfolge verzeichnen. Dabei ist es für gewöhnlich günstiger, das Investieren selbst zu lernen, als eine Börsenausbildung abzuschließen, obwohl es häufig eine längere Zeit benötigt.

günstig
zeitlich flexibel
eigene Lernschwerpunkte

keine fachmännische Unterstützung
hohe Selbstdisziplin erförderlich
hohes Lehrgeld im Form von Verlusten möglich
unbestimmte Dauer

Börsenausbildung – Vorteile und Nachteile

Investieren Lernen mit einer BörsenausbildungIm Vergleich zur eigenständigen Investorenausbildung gibt es auch professionelle Börsenausbildungen. Diese greifen häufig auf Praxisbeispiele und fundiertes theoretisches Wissen zurück. Durch einen standardisierten Ablauf lässt sich eine gleichbleibende Qualität der Ausbildung erreichen.

Obwohl die Kosten für gewöhnlich höher als beim Selbststudium ausfallen, ist eine Börsenausbildung meistens in kürzerer Zeit abgeschlossen als das Selbststudium.

strukturiertes Lernen
fachmännische Anleitung & Unterstützung
online & berufsbegleitend möglich
begrentze Dauer

vergleichsweise höhere Kosten
feste Unterrichtszeiten

In der Kostenbetrachtung wurden etwaige Renditeunterschiede der Portfolios nicht berücksichtigt. Unter diesem Blickwinkel würde häufig ein weiterer Vorteil für professionelle Börsenausbildungen entstehen.

3. In was Investieren? – Die passende Geldanlage

Abhängig vom Investmenttyp und der Erfahrung eines Investors eignen sich verschiedene Anlageklassen für die Kapitalanlage. Insgesamt kann zwischen den folgenden Anlageklassen unterschieden werden.

  • ETFs
  • Aktien
  • Anleihen
  • Immobilien
  • Rohstoffe
  • Derivate
  • Geldmarkt

Jede dieser Anlageklassen birgt individuelle Chancen und Risiken. Beispielsweise schwanken Anlagen am Geldmarkt nicht (ausgenommen Währungsschwankungen) und gelten deshalb als risikoarm. Dennoch können politische und gesamtwirtschaftliche Risiken wie beispielsweise Inflation ein Risiko darstellen, dass zur Entwertung dieser Anlageklasse führt.

Hinweis: Bei der Fragestellung, in welche Anlageklasse investiert werden soll, gibt es mehr als nur eine richtige Antwort. Der Anleger sollte in Anlagen investieren, die er versteht und die dem eigenen Investmenttyp entsprechen. Dabei können die Anlageklassen beliebig kombiniert werden.

Investieren lernen mit Aktien und Derivaten

Während Anlageklassen wie Anleihen oder Immobilien tendenziell geringere Risiken und Renditen aufweisen als Aktien und Derivate, sind sie nur für einen Anlegertyp geeignet. Am besten erscheinen diese Anlageklassen für konservative Investoren geeignet. Im Gegensatz dazu können Aktien und Derivate von jedem Investmenttyp verwendet werden. Abhängig von der Wahl der Aktien und der Derivate kann das Risiko einer Anlage gezielt angepasst werden.

Beispiel: Ein konservativer Investor erwirbt Aktien auf einen weltweit diversifizierten Lebensmittelkonzern. Er erwartet geringere Schwankungen als beispielsweise bei einem Technologiewert. Nach der Bestimmung des fairen Wertes der Aktie entschließt sich der Investor dazu, Aktienoptionen auf die erworbenen Optionen zu handeln. Beispielsweise die Covered Call oder Cash Secured Put Strategie können auch für die Ziele des konservativen Investors geeignet sein.

Der risikoaffine Investor kann seine Strategie mit Aktien und Derivaten ebenfalls abbilden. Hierfür kann er beispielsweise Aktien eines kleinen, aufstrebenden Unternehmens handeln. Kurspotenzial und Risiko können bei diesem Basiswert höher sein als in dem vorherigen Beispiel. Der Investor ergänzt seine Position beispielsweise um Short Puts, um die Rendite der Investition zusätzlich zu erhöhen. Bei fallenden Kursen des Basiswertes ergeben sich jedoch zusätzliche Risiken.

4. Welche Investmentstrategien gibt es?

Investoren können beim Handel am Kapitalmarkt verschiedene Strategien verfolgen. Diese können sowohl auf das jeweilige Risikoprofil des Investors als auch auf die gewünschten Anlageklassen abgestimmt werden. Viele der folgenden Investmentstrategien beziehen sich jedoch überwiegend auf Aktien.

Jeder Investmentstrategie lässt sich grundsätzlich ein Kernziel zuordnen. Die praktische Umsetzung einer vollständigen Investmentstrategie umfasst dagegen diverse Faktoren, die es zu beachten gilt und die in Kürze nicht dargestellt werden können.

Strategie Kernziel Mögliche Indikatoren
Growth-Strategie Auswahl von wachstumsstarken Aktien Gewinn- oder Umsatzwachstum
Value-Strategie Auswahl von unterbewerteten Aktien Fair Value nach z. B. Discounted-Cashflow-Verfahren
Dividenden-Strategie Auswahl von Aktien mit stabilen und hohen Ausschüttungen Dividendenrendite, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum
Buy-and-Hold-Strategie Auswahl von Aktien ohne eine (kurzfristige) Verkaufsabsicht Fair Value und Ausprägung eines „Burggrabens“
Momentum-Strategie Auswahl von Aktien mit hoher Performance in den letzten Jahren Gesamtrendite der letzten Perioden
Index-Strategie Auswahl von Fonds (häufig ETFs) für eine breite Diversifikation
Insider-Strategie Auswahl von Aktien anhand von „Directors Dealings“ Anzahl an veröffentlichen Aktientransaktionen durch das Management

Die Liste der möglichen Investmentstrategien ließe sich beliebig erweitern. Dennoch handelt es sich bei den genannten Vorgehensweisen um einige der bekanntesten Strategien am Kapitalmarkt. Besonders bewährt hat sich beispielsweise die Strategie des Value-Investings. Die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway konnte mit Ansätzen des Value-Investings über mehrere Jahrzehnte die durchschnittliche Marktrendite übertreffen und gehört inzwischen zu den 20 größten Unternehmen der Welt.

5. Mit dem richtigen Broker Investieren lernen

Ein Broker ist ein Finanzdienstleister, der für die Abwicklung von Wertpapierorders und die Führung von Depots zuständig ist. Der Broker verschafft einem Anleger Zugang zu den verschiedenen Handelsplätzen wie beispielsweise Wertpapier- oder Terminbörsen. Bei der Auswahl eines Brokers gilt es darauf zu achten, dass dieser alle Leistungen erbringt, die der Anleger fordert. Dazu gehören beispielsweise:

  • Zugang zu den gewünschten Handelsplätzen
  • Geringe Kosten im Vergleich mit anderen Brokern
  • Benutzeroberfläche & Service
  • Handelbarkeit der gewünschten Wertpapiere

Diese Auswahlkriterien lassen erkennen, dass die Qualität einer Handelsstrategie nicht von der Wahl des Brokers abhängt. Dennoch ist der (richtige) Broker notwendig, um eine Handelsstrategie überhaupt umsetzen zu können. Daher ist die Wahl des Brokers eine grundlegende Entscheidung, die ebenfalls bedacht werden sollte.

Investieren lernen mit diesen 5 Tipps

Obwohl das Investieren lernen ein langfristiger Prozess ist, gibt es einige Tipps, die bereits von Beginn an hilfreich sein können. Dabei geht es weniger um konkrete Strategien oder Wertpapiere, es geht vielmehr um psychologische Faktoren des Investierens.

1. Unterbewertete Aktien erkennen

Investieren lernen und unterbewertete Aktien findenDie Fähigkeit zur Analyse von Aktien beziehungsweise Unternehmen kann Investoren einen Vorteil verschaffen. In dem Wissen, welche Aktien derzeit über- und welche unterbewertet sind, kann ein Anleger die Auswahl möglicher Wertpapiere bereits von Beginn an einschränken.

Um unterbewertete Aktien zu erkennen, muss der Investor gängige Bewertungsverfahren beherrschen und verstehen. Der tatsächliche Wert einer Aktie muss danach nur noch mit deren aktuellem Kurs verglichen werden.

2. Langfristige Investitionsmöglichkeiten bevorzugen

Langfristig Investieren - VorteileIn einigen Finanzmedien gibt es Wertpapiere, die „angepriesen“ oder für eine besondere Erfolgsgeschichte gefeiert werden. Als langfristige Anlage eignen sich diese „Geheimtipps“ jedoch nicht immer. Langfristige Anlagen erfordern weniger Aktionismus von einem Anleger und bieten damit nicht selten weniger Raum für Fehlentscheidungen.

Eine langfristig erfolgreiche Anlage kann zudem ein Zeichen für die Qualität des ausgewählten Wertpapiers sein. Dabei kann nie mit Sicherheit bestimmt werden, welches Unternehmen sich langfristig positiv entwickeln wird. Mögliche Wertpapiere können jedoch unscheinbar sein. Nur weil eine Aktie nicht im Fokus der Öffentlichkeit liegt, schließt sie dies nicht als langfristige Investition aus. Eine fundierte Aktienbewertung ist jedoch erlernbar.

3. Risiko streuen

Die Streuung von Risiko, auch Diversifikation genannt, ist einer der Eckpfeiler des Investierens. Bei einer Unternehmensbeteiligung in Form von Aktien besteht beispielsweise immer das Risiko einer Firmeninsolvenz. Mit Wirecard hat im Juni 2020 beispielsweise ein Unternehmen aus dem deutschen Leitindex Insolvenz angemeldet. Wäre die entsprechende Aktienposition der einzige Wert eines Portfolios, wäre beinahe das gesamte Vermögen verloren. Wäre der Anlagebetrag dagegen auf fünf bis zehn Werte aufgeteilt gewesen, wäre „nur“ ein Verlust von 10 % bis 20 % die Folge der Insolvenz gewesen.

Hinweis: Die Wirkung von Diversifikation lässt mit der Zeit nach. Beispielsweise ist der Unterschied zwischen 5 und 10 Aktien bezüglich der Risikominderung deutlich stärker als zwischen 100 und 105 Aktien. Eine (zu) hohe Diversifikation senkt zudem die Möglichkeiten, die durchschnittliche Marktrendite zu übertreffen.

4. Ein Investment-Tagebuch anlegen

Ein möglicher Weg zur Selbstreflexion, vor allem in den ersten Monaten und Jahren als Investor, kann ein Investment-Tagebuch sein. Der Anleger hält auf diese Weise fest, welche Transaktionen er auf Basis welcher Überlegungen tätigt. Dabei ist nebensächlich, ob daraus aus tatsächlich ein Gewinn entsteht.

Im Vordergrund steht, dass der Investor seinen Investmentstil findet und Fehler der Vergangenheit erkennen und vermeiden kann.

5. Lehrgeld statt Verluste – Rechtzeitig Hilfe holen

Der Begriff Lehrgeld umfasst beim Investieren häufig Kosten, die aufgrund einer falschen Wertpapierauswahl oder mangelhafter Beratung entstanden sein können. Abschluss- und Versicherungsprovisionen zählen genauso zum Lehrgeld wie beispielsweise der Erwerb von Fondsanteilen mit hohen laufenden Kosten und geringer Performance. Lehrgeld zahlen einige Investoren aufgrund von Fehlentscheidungen überwiegend am Anfang ihrer Laufbahn.

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Beispiel für Verluste durch eine falsche Anlage

Ein Anleger lässt sich in einer Bankfiliale beraten und legt 10.000 Euro in einem aktiven Investmentfonds an. Dieses Produkt wird gegen einen Ausgabeaufschlag von 5 % gehandelt und hat eine Gesamtkostenquote von 2 % jährlich. Von der Anlagesumme kommen folglich nur 9.500 Euro im Fonds an. Nach Abzug der laufenden Kosten erreicht der Fonds durchschnittlich eine Nettorendite von 2,5 % pro Jahr. Nach 10 Jahren ergibt das ein Endkapital von 11.580 Euro.

Eine Direktanlage in Aktien zu beispielsweise 5 % Rendite pro Jahr würde weder laufende Kosten, noch einen Ausgabeaufschlag erfordern. Die Rendite des oben genannte Investmentfonds wird damit übertroffen. Daher ist es in diesem Beispiel trotz des Ausgabeaufschlages, der als „Lehrgeld“ verbucht werden kann, sinnvoll, möglichst schnell in die Direktanlage zu wechseln.

Selbst bei einem Wechsel der Anlageform nach 2 Jahren lässt sich trotz des bereits gezahlten Ausgabeaufschlages noch ein Kapital von 14.602 Euro nach insgesamt 10 Jahren erreichen – 3.022 Euro mehr als bei der anfänglichen Anlage.

Häufig ist es daher ratsam dieses Lehrgeld zu bezahlen und die eigenen Finanzen neu zu ordnen. Dazu kann beispielsweise ein fachmännisches Coaching genutzt werden. Das Festhalten an ungeeigneten Finanzprodukten dagegen kann langfristig Verluste oder entgangene Gewinne (Opportunitätskosten) bedeuten.

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