Mid Caps – Definition & Bedeutung

Autor: - Inhaltlich geprüft von: Philipp Berger

Mid Caps, auch bekannt als „mittelgroße Unternehmen“, „Unternehmen mit mittlerer Marktkapitalisierung“ oder „Nebenwerte“, sind Unternehmen, die weder als Kleinunternehmen noch als sogenannter Blue-Chip (Standardwert) eingestuft werden. Unternehmen dieser Kategorie können für Investoren spezifische Chancen, aber auch Risiken bedeuten.

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Mid Caps – Definition

Bei der Unternehmenskategorie „Mid Cap“ handelt es sich nicht um einen eindeutig definierten Begriff. Für gewöhnlich zählen Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen zwei und zehn Milliarden US-Dollar in den USA als Mid Cap. Für deutsche Unternehmen trifft dies dagegen zwischen einer Marktkapitalisierung von 100 Millionen Euro und zwei Milliarden Euro zu.

Bei den Mid Caps handelt es sich um eine von drei gängigen Größenkategorien für börsennotierte Gesellschaften. Neben den Mid Caps gibt es Small Caps und Large Caps. Wie der Begriff Mid Cap bereits vermuten lässt, handelt es sich um die mittlere Größenkategorie.

Hinweis: Die Wertgrenzen für Mid Caps verändern sich im Laufe der Zeit und können auch zwischen verschiedenen Ländern stark abweichen. Es handelt sich vielmehr um eine vergleichende Betrachtung gegenüber den übrigen börsennotierten Unternehmen.

Bedeutung der Mid Caps & Berechnung

Für Investoren können Mid Caps unter anderem interessant sein, weil noch ein erhebliches Wachstum möglich ist. Üblicherweise befinden sich diese Unternehmen in der Mitte ihrer Wachstumskurve. Anfängliche Schwierigkeiten, wie sie beispielsweise Small Caps haben können, sind bereits überwunden. Gleichzeitig ist grundsätzlich ein größeres Wachstum möglich als bei Large Caps. Dadurch können Investoren bei der Investition in Mid Caps ein höheres Risiko als bei Large Caps sowie ein niedrigeres Risiko verglichen mit Small Caps erwarten.

Investoren können sowohl direkt als mithilfe von Aktienfonds in Mid Caps investieren. Dabei sollten sie bedenken, dass erfolgreiche Mid Caps durch die Steigerung ihrer Aktienkurse innerhalb kurzer Zeit als Large Cap eingruppiert werden können. In Indizes, die sich auf bestimmte Größenkategorien von Unternehmen beziehen, sind sie dann beispielsweise nicht mehr gelistet.

Hinweis: Während die Eingruppierung eines Unternehmens von der Marktkapitalisierung abhängt, ist der Kurs je Aktie nicht entscheidend. Wenn eine Aktie beispielsweise für 15 Euro gehandelt wird, lässt dies keine Rückschlüsse auf die Unternehmensgröße zu. Dafür muss ein Investor zuerst die Anzahl aller ausstehenden Aktien mit dem aktuellen Kurs multiplizieren. Gibt es beispielsweise eine Million ausstehende Aktien bei einem Kurs von 15 Euro, ergibt sich eine Marktkapitalisierung von 15 Millionen Euro. Folglich kann ein Unternehmen mit niedrigerem Aktienkurs auch eine höhere Marktkapitalisierung aufweisen.

Interpretation aus Investorensicht

Grundsätzlich gibt es für Unternehmen zwei Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung. Es handelt sich dabei um Eigen- und Fremdkapital.

  • Fremdkapital muss ein Unternehmen wieder an den Fremdkapitalgeber zurückzahlen, kann dieses aber aufgrund von Steuervorteilen tendenziell günstiger aufnehmen.
  • Im Gegenzug kann Eigenkapital ein Unternehmen stabilisieren, weil es nicht zurückgezahlt werden muss.

Für gewöhnlich streben Unternehmen nach einem Gleichgewicht aus Eigen- und Fremdkapital. Das Zusammenspiel dieser beiden Kapitalarten wird auch als Kapitalstruktur bezeichnet. Die Kapitalstruktur kann Investoren beispielsweise einen Hinweis darauf geben, welche Wachstumsaussichten ein Unternehmen möglicherweise hat.

Eine Möglichkeit für die Analyse der Kapitalstruktur kann die Berechnung der Marktkapitalisierung und eine entsprechende Einordnung der Unternehmen liefern. Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung gelten beispielsweise als Small Cap. In den USA handelt es sich hierbei um eine Marktkapitalisierung unter zwei Milliarden US-Dollar. Über zehn Milliarden US-Dollar ist dagegen von Large Caps die Rede. Alle Unternehmen dazwischen gelten als Mid Cap.

Im Laufe der Zeit wurden weitere Kategorien zum Zweck einer verbesserten Übersichtlichkeit eingeführt. Dabei handelt es sich um:

  • Mega-Caps (über 200 Milliarden US-Dollar)
  • Micro-Caps (zwischen 50 und 500 Millionen US-Dollar)
  • Nano-Caps (unter 50 Millionen US-Dollar)

Vorteile von Mid Caps

Mid Caps können von Investoren im Rahmen der Portfoliodiversifizierung eingesetzt werden. Jede Größenkategorie von Aktien verfügt über spezifische Chancen und Risiken, die sich aus Investorensicht gut ergänzen können.

Während Small Caps ein hohes Wachstumspotenzial bei gleichzeitig hohen Risiken versprechen, gelten Large Caps als risikoärmer. Jedoch verfügen sie tendenziell über eine geringere Renditeerwartung. Mid Caps gelten dabei als ausgewogene Mischung und können ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Stabilität bieten.

Insbesondere in Phasen niedriger Zinsen können sich Mid Caps günstig Kapital beschaffen, um das weitere Wachstum zu finanzieren. Gleichzeitig haben diese Unternehmen häufig bereits eine Größe erreicht, bei der sie weniger anfällig gegenüber konjunkturellen Abschwüngen sind. In Wirtschaftskrisen ist ihr Risiko beispielsweise immer noch niedriger als das von Small Caps.

Zusätzlich konnten diverse Mid Caps individuelle Marktnischen für sich erschließen. Diese zeichnen sich beispielsweise durch hohe Margen oder wenig Konkurrenz aus. Im Gegenzug ist das Marktvolumen dieser Nischen selten sehr groß.

Hinweis: Eine seriöse Prognose, welche Unternehmenskategorie zukünftig eine hohe Rendite verspricht, ist kaum möglich. Daher können Investoren ihr Portfolio mit Unternehmen verschiedener Größenordnungen bestücken. Welchen Anteil dabei Small, Mid und Large Caps haben, hängt von den individuellen Zielen und Erwartungen des Investors ab.

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