Put-Call-Parität

Autor: - Inhaltlich geprüft von: Philipp-Malte Lingnau

Die Put-Call-Parität beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen dem Preis einer (europäischen) Call-Option und dem Preis einer europäischen Put-Option, wenn beide das gleiche Fälligkeitsdatum und den gleichen Basispreis haben. Konsequenterweise ist es laut Put-Call-Parität deshalb möglich, die Preise von Put- und Call-Optionen jeweils voneinander abzuleiten. Ist die Put-Call-Parität im “Ungleichgewicht”, so sind ansonsten Arbitragemöglichkeiten geschaffen.

Offizielles Ausbildungsprogramm:

Vermögensaufbau plus monatliches Einkommen an der Börse

Generiere ein regelmäßiges Einkommen an der Börse indem du ein klares System, mit sofort umsetzbarem Investment-Wissen aus der Praxis erlernst. Erlerne die Strategie, die dir einen statistischen und wissenschaftlich belegbaren Vorteil an der Börse verschafft.

Langfristig orientierter Vermögensaufbau
Profitable, geprüfte Aktien- und Optionsstrategien
In jeder Marktlage Geld verdienen

Was ist die Put-Call-Parität?

Als Parität (von lat. paritas – gleichwertig) werden Situationen beschrieben, bei denen ein Gleichgewicht herrscht.

Auf den Optionshandel bezogen müssen die zu vergleichenden Put- und Call-Optionen im Rahmen einer möglichen Put-Call-Parität denselben Basiswert, denselben Strike und dasselbe Verfallsdatum aufweisen. Deren Werte werden in einer Gleichung gesetzt. Grundsätzlich müssen die Preise der beiden Optionen identisch sein, sprich, es ergibt sich ein Put-Call-Ratio von 1 : 1. Ist dies nicht der Fall, besteht eine sogenannte Arbitragemöglichkeit.

Exkurs: Unter Arbitrage wird in der Wirtschaft die Ausnutzung von z. B. Kurs- und Preisunterschieden verstanden. Dabei wird ein Wertpapier gekauft, welches am derzeitigen Handelsplatz oder gegenüber gleichwertigen Papieren als „günstig“ bewertet ist. In der Regel gleichzeitig wird dasselbe Wertpapier an einem anderen Börsenplatz oder eines der gleichwertigen Wertpapiere verkauft. Ein Profit entsteht also, wenn sich die Preisunterschiede wieder einander annähern. In der Praxis bieten sich Arbitragemöglichkeiten heutzutage meist nur professionellen Hochfrequenzhändlern.

Wichtig: Eine Arbitragemöglichkeit besteht, wenn der Unterschied zwischen Call- und Put-Preis höher ausfällt als die Transaktionskosten.

Historie

Im frühen 20ten Jahrhundert tauchten erste Kapitalmarkttheorien auf, die die Grundlage der heutigen Put-Call-Parität bilden. 1904 wurde dieses Verfahren erstmals von Samuel Armstrong Nelson detailliert in seinem Buch „The A. B. C. of Options and Arbitrage“ dokumentiert. Espen Gaarder Haug veröffentlichte Anfang der 2000er eine aktualisierte Auflage dieser Theorie.

Put-Call-Parität Berechnung

Nachdem die oben genannten Vorgaben erfüllt sind, kann eine mathematische Gleichung für die Put-Call-Parität aufgestellt werden. Vereinfacht kann diese Formel wie folgt dargestellt werden.

C+K=P+S

C=Wert des Calls

P=Wert des Puts

K=Strike Preis x Kontraktmenge

S=Kurs des Basiswertes x Kontraktmenge

Aufgelöst nach Call (C) oder Put (P) kann mit einem bekannten Preis für Call oder Put der Preis der Gegenseite ermittelt werden. Die übrigen beiden Werte werden als gegeben angenommen.

C=P+S-K
P=C+K-S

Die Aussage der Formel der Put-Call-Parität ist, dass der Wert des Calls zuzüglich dem Barwert des Strikes identisch mit dem Wert des Puts zuzüglich dem Kurs des Basiswertes ist. Wenn diese stimmt, gibt es keine Arbitragemöglichkeit.

Hinweis: Diese Berechnungen sind bei amerikanischen Optionen nicht möglich, weil sie sich jeden Tag ändern würden. Europäische Optionen werden dagegen nur am Verfallstag ausgeübt.

So handelst du profitabel mit Optionen

Lerne mit Optionen zu handeln und zu investieren. Baue dir ein zweites Einkommen auf, mit dem du unabhängig der Marktlage Geld verdienen kannst. Mit den Strategien von DeltaValue ist der Einstieg schnell, zeitsparend und profitabel möglich. Klicke hier um zu erfahren wie auch du Vermögen an der Börse aufbauen kannst.

DeltaValue GmbH hat 4,80 von 5 Sternen | 191 Bewertungen auf ProvenExpert.com
Langfristiger Vermögensaufbau plus regelmäßige Einnahmen an der Börse