Glattstellen von Optionen – Erklärung & Beispiel
Beim Glattstellen von Optionen wird eine bestehende Position durch das Eingehen der jeweils entgegengesetzten Transaktion geschlossen. Ein zuvor gekaufter Optionskontrakt wird dafür verkauft, eine ursprünglich verkaufte Option wird zurückgekauft. Dadurch wird die offene Position vollständig ausgeglichen und gilt als „glattgestellt“. Die Glattstellung anderer Derivatepositionen, z. B. von Futures, verläuft ähnlich.
🔴 Live-Webinar am 22.12.2025 um 18:30 Uhr
Ausbildung für Vermögensaufbau mit zusätzlichen monatlichen Einnahmen
Generiere ein zusätzliches regelmäßiges Einkommen an der Börse, indem du ein klares Handelssystem mit sofort umsetzbarem Investment-Wissen erlernst. Lerne Strategien kennen, die dir einen statistisch und wissenschaftlich belegbaren Vorteil an der Börse verschaffen.
Gute von schlechten Aktien unterscheiden
Profitable Aktien- und Optionsstrategien
In jeder Marktlage Geld verdienen
Plus Gratis-PDF im Webinar: Dein Start in den erfolgreichen Optionshandel
Was ist das Glattstellen von Optionen?
Das Glattstellen von Optionen bezeichnet den Vorgang, bei dem ein Händler eine bestehende Optionsposition schließt, um Risiken zu reduzieren oder bereits erzielte Gewinne zu sichern. Dabei ist zu beachten, dass der Verkauf einer Option sowohl das Schließen einer zuvor eröffneten Long-Position als auch die Eröffnung einer neuen Stillhalterposition bedeuten kann.
War der Händler long positioniert, stellt er die Position glatt, indem er eine identische Option verkauft, mit gleichem Basiswert, Strike-Preis und Verfallstag. Umgekehrt wird eine Short-Position glattgestellt, indem der Händler das entsprechende Derivat zurückkauft.
Wie funktioniert das Glattstellen von Optionen?
Um eine Optionsposition glattzustellen, nimmt der Händler die Gegenposition zur bestehenden Position ein. Je nachdem, ob eine Option ursprünglich gekauft oder verkauft wurde und ob es sich um einen Call oder Put-Option handelt, erfolgt das Glattstellen durch den entsprechenden Verkauf oder Rückkauf des passenden Optionskontrakts.
Hat ein Händler beispielsweise eine Call-Option auf Aktie X mit einem Strike von 50 EUR und einer Restlaufzeit von 15 Tagen gekauft, stellt er diese Position glatt, indem er eine identische Call-Option verkauft. Auch die Anzahl der Kontrakte muss übereinstimmen, andernfalls bleibt eine Teilposition bestehen.
| Optionsposition | Transaktion zum Öffnen der Position | Transaktion zum Glattstellen der Position |
|---|---|---|
| Short Call | Verkauf einer Call-Option | Kauf einer Call-Option |
| Short Put | Verkauf einer Put-Option | Kauf einer Put-Option |
| Long Call | Kauf einer Call-Option | Verkauf einer Call-Option |
| Long Put | Kauf einer Put-Option | Verkauf einer Put-Option |
Gründe für das Glattstellen von Optionen
In der Handelspraxis gibt es verschiedene Gründe, eine Optionsposition glattzustellen. Häufig entwickelt sich eine Position entweder deutlich positiv oder negativ, oder die ursprüngliche Markteinschätzung hat sich aufgrund neuer Informationen verändert. In all diesen Fällen kann es sinnvoll sein, die Position zu schließen oder anzupassen.
Gewinnmitnahme
Verläuft eine Position zugunsten des Optionshändlers, kann er sie vor Fälligkeit mit Gewinn schließen. Wurde etwa eine Put-Option verkauft, profitiert der Optionsverkäufer (Stillhalter) von steigenden Kursen oder einem wertlosen Verfall der Option am Fälligkeitstag.
Durch den Zeitwertverlust (Theta) nimmt der Wert einer Option im Zeitablauf bei unveränderten übrigen Parametern ab. Davon profitiert insbesondere der Stillhalter, der die Option später günstiger zurückkaufen kann. Gleichzeitig wird gebundenes Kapital wieder frei und kann für neue Trades eingesetzt werden.
Verlustbeschränkung
Auch eine ungünstige Kursentwicklung kann ein Grund für die Glattstellung sein. Besonders bei Stillhalterpositionen steigt das Risiko einer Ausübung, sobald eine Option „ins Geld“ (In The Money, ITM) läuft. Um steigende Verluste zu begrenzen oder eine Ausübung zu vermeiden, kann die Position frühzeitig geschlossen werden.
Das Vorgehen bleibt identisch: Die Position wird durch eine Gegenposition in der gleichen Optionsserie aufgegeben. Der Unterschied liegt allein darin, dass der Rückkauf – im Vergleich zum ursprünglichen Verkauf – teurer ist und somit ein Verlust realisiert wird.
Beispiel für das Glattstellen von Optionen
Ein Optionshändler verkauft eine Call-Option (Short Call) auf die Aktie XYZ. Ein Kontrakt umfasst 100 Aktien. Der Strike-Preis beträgt 164 EUR und der Stillhalter erhält eine Prämie von 180 EUR. Zum Verkaufszeitpunkt notiert die Option leicht aus dem Geld (Out of The Money, OTM).
Der Aktienkurs liegt bei 162 EUR, die Restlaufzeit beträgt 45 Tage. Mit dem Short Call profitiert der Händler von fallenden bzw. stagnierenden Kursen.
Sinkt der Kurs der Allianz nach 15 Tagen auf 158 EUR, verliert der verkaufte Call deutlich an Wert. Bei einer Restlaufzeit von 30 Tagen kostet eine identische Call-Option mit Strike 164 EUR nur noch 73 EUR. Der Stillhalter kann seinen Short Call somit für 73 EUR zurückkaufen und die Position glattstellen.
In diesem Fall verbleibt ein Gewinn von 107 EUR abzüglich eventueller Transaktionskosten. Durch die Glattstellung ist kein Kapital mehr gebunden und der Händler kann neue Positionen eröffnen.
Kostenloses Webinar + PDF: So handelst du profitabel mit Optionen und generierst ein Zusatzeinkommen
Lerne in unserem kostenlosen Live-Webinar am 22.12.2025 um 18:30 Uhr, wie du mit dem Optionshandel ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust. Lerne, gute von schlechten Aktien zu unterscheiden und erkenne zuverlässig überteuerte Aktienkurse. Baue dir ein zweites Einkommen auf, mit dem du unabhängig der Marktlage Geld verdienen kannst. Klicke hier, um dich für das Webinar anzumelden.