Vorbörslicher Handel (Pre-Market Trading)

Autor: Philipp Berger

🔴Live-Webinar am 14.09.2026 um 18:30 Uhr

Vermögensaufbau an der Börse plus zusätzliches Einkommen generieren

Einführung: Optionsstrategien für alle MarktlagenLerne in unserem kostenlosen Live-Webinar, wie du an der Börse ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust.


Zusatzeinkommen an der Börse - so funktioniert's

Handeln mit System: Investieren ohne Bauchgefühl

Gute von schlechten Aktien unterscheiden können

Mit nur wenig Zeitaufwand möglich
Community-Mitglieder
Bereits 11.000+
Teilnehmer

🔴Live-Webinar
am 14.09.2026 um 18:30 Uhr

Vermögensaufbau an der Börse plus zusätzliches Einkommen generieren

Einführung: Optionsstrategien für alle MarktlagenLerne in unserem kostenlosen Live-Webinar, wie du an der Börse ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust.


Zusatzeinkommen an der Börse - so funktioniert's

Handeln mit System: Investieren ohne Bauchgefühl

Gute von schlechten Aktien unterscheiden können

Mit nur wenig Zeitaufwand möglich
Community-Mitglieder
Bereits 11.000+
Teilnehmer

Vorbörslicher Handel – Definition & Bedeutung

Der vorbörsliche Handel bezeichnet den Börsenhandel vor den regulären Handelszeiten. In Deutschland ist ein Pre-Market Trading häufig zwischen 8:00 – 9:00 Uhr deutscher Zeit (MEZ/MESZ) möglich, während in den USA je nach Broker und Handelsplatz bereits ab 4:00 Uhr Eastern Time (ET) bzw. ab 10:00 Uhr deutscher Zeit gehandelt werden kann. Die aktivere Phase liegt häufig zwischen 8:00 – 9:30 Uhr ET bzw. 14:00 – 15:30 Uhr deutscher Zeit.

Viele Retail-Broker bieten den vorbörslichen Handel an, jedoch mit Einschränkungen bei den Orderarten. Oft sind nur Limit Orders zugelassen, was zu geringem Handelsvolumen, eingeschränkter Liquidität und größeren Bid-Ask-Spreads (Geld-Brief-Spannen) führt.

Hinweis: Die regulären Handelszeiten in Deutschland sind etwa für XETRA von 9:00 – 17:30 Uhr deutscher Zeit (MEZ/MESZ). An den US-Börsen wie der NYSE oder Nasdaq läuft der reguläre Handel von 9:30 bis 16:00 Uhr ET. Das entspricht in Deutschland in der Regel 15:30 – 22:00 Uhr, während der kurzen Zeitumstellungsphasen zwischen den USA und Europa jedoch 14:30 – 21:00 Uhr.

Vorbörslicher Handel in den USA

Der vorbörsliche Handel in den USA findet vor der regulären Markteröffnung um 9:30 Uhr ET statt und kann je nach Broker, Börse oder Handelssystem bereits um 4:00 Uhr ET beginnen, was in der Regel 10:00 Uhr deutscher Zeit entspricht.

Zu Beginn ist die Handelsaktivität häufig gering, und es kann sein, dass nicht alle Wertpapiere handelbar sind. Aktiver wird der Handel jedoch häufig erst ab etwa 8:00 Uhr ET bzw. 14:00 Uhr deutscher Zeit, insbesondere bei Aktien, die auf Nachrichten wie Quartalsberichte, Unternehmensmeldungen oder Konjunkturdaten reagieren. Diese Phase dauert bis zur offiziellen Markteröffnung um 9:30 Uhr ET.

Vorbörslicher Handel in Deutschland

In Deutschland hängen die vorbörslichen Handelszeiten vom jeweiligen Handelsplatz, Broker und Wertpapier ab.

Der Xetra-Kernhandel läuft von 9:00 – 17:30 Uhr deutscher Zeit. Über erweiterte Angebote wie den Xetra Retail Service können ausgewählte Wertpapiere auch vor dem Xetra-Kernhandel gehandelt werden, häufig etwa zwischen 8:00 – 9:00 Uhr deutscher Zeit.

Andere Handelsplätze und Handelsplattformen können abweichen. So kann der Handel mit Aktien, ETFs, Fonds oder strukturierten Produkten je nach Anbieter bereits ab 7:30 Uhr deutscher Zeit möglich sein. Umfang, Orderarten, Spreads und handelbare Wertpapiere sind jedoch stark anbieterabhängig.

Hinweis: Neben den regulären Handelszeiten bieten einige Handelsplattformen Privatanlegern die Möglichkeit, außerbörslich zu handeln. Beim Direkthandel, auch Over-the-Counter (OTC) genannt, werden Geschäfte unmittelbar zwischen Kunde und Handelspartner abgewickelt. Je nach Produktart oder Handelsplattform ist auch ein Handel am Wochenende möglich.

Pre-Market vs. After-Hours

Der nachbörsliche Handel (engl. „After-Hours Trading“) in den USA beginnt nach Börsenschluss um 16:00 Uhr ET, was in der Regel 22:00 Uhr deutscher Zeit entspricht. Je nach Broker kann der Handel bis 20:00 Uhr ET bzw. 2:00 Uhr deutscher Zeit am Folgetag andauern.

In Deutschland ist nachbörslicher Handel häufig bis 22:00 Uhr deutscher Zeit möglich. Die genauen Zeiten hängen jedoch vom Handelsplatz, Broker und Wertpapier ab. An Börsenfeiertagen können die Handelszeiten eingeschränkt sein.

Futures-Handel

Der Futures-Handel besteht in der Regel aus einer Day Session (reguläre Handelszeit) und einer Overnight Session (vorbörslicher und nachbörslicher Handel). Das liegt daran, dass Futures an Terminbörsen weltweit gehandelt werden und oft nahezu rund um die Uhr verfügbar sind.

Beispielsweise E-Mini S&P 500 Futures (Symbol: „ES“) werden an der CME Globex grundsätzlich von Sonntag 18:00 Uhr ET bis Freitag 17:00 Uhr ET gehandelt. Es gibt lediglich eine tägliche Wartungsperiode von 17:00 – 18:00 Uhr ET. In deutscher Zeit entspricht das in der Regel einem Handel von 0:00 – 23:00 Uhr.

Die wichtigsten Handelssitzungen im Überblick

Region Tradingsession Deutsche Zeit (MEZ/MESZ) Eastern Time (ET)
USA Vorbörslicher Handel (typisch aktivere Phase) 14:00 – 15:30 8:00 – 9:30
USA Früher vorbörslicher Handel (brokerabhängig) ab 10:00 ab 4:00
Deutschland Vorbörslicher Handel (typisch) 8:00 – 9:00
USA Regulärer Handel (NYSE, Nasdaq) 15:30 – 22:00 9:30 – 16:00
Deutschland Regulärer Handel (XETRA) 09:00 – 17:30
USA Nachbörslicher Handel 22:00 – 2:00 16:00 – 20:00
Deutschland Nachbörslicher Handel (häufig, handelsplatzabhängig) 17:30 – 22:00
Futures E-Mini S&P 500, CME Globex 0:00 – 23:00 18:00 – 17:00
Futures Tägliche Wartung (CME Globex) 23:00 – 00:00 17:00 – 18:00

Hinweis: Zeitumstellungsunterschied zwischen USA und Deutschland

Die USA und Deutschland stellen ihre Uhren zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf Sommer- bzw. Winterzeit um:

  • USA: Zeitumstellung am zweiten Sonntag im März (Sommerzeit) und ersten Sonntag im November (Winterzeit).
  • Deutschland: Zeitumstellung am letzten Sonntag im März (Sommerzeit) und letzten Sonntag im Oktober (Winterzeit).

In diesen Zeiträumen beträgt der Zeitunterschied zu den US-Börsen eine Stunde weniger als sonst, also meist fünf statt sechs Stunden. Beispielsweise beginnt der reguläre Handel aus deutscher Sicht dann um 14:30 Uhr statt 15:30 Uhr und endet um 21:00 Uhr statt 22:00 Uhr.

Vorteile des vorbörslichen Handels

Da der vorbörsliche Handel oft durch eine geringe Liquidität gekennzeichnet ist, sind die Vorteile begrenzt. Der Hauptvorteil liegt in der schnellen Reaktion auf wichtige Nachrichten wie Quartalszahlen oder Wirtschaftsereignisse, die vor der regulären Markteröffnung veröffentlicht werden. Dadurch können Anleger ihre Positionen rechtzeitig vor dem offiziellen Handelsstart anpassen.

Allerdings kann das niedrige Handelsvolumen zu verzerrten Kursbewegungen führen. Vorbörsliche Preisschwankungen spiegeln nicht immer die tatsächliche Marktstimmung wider, da erst mit dem regulären Handelsstart ein höheres Volumen ins Spiel kommt und sich Kurse oft wieder normalisieren.

Nachteile des vorbörslichen Handels

Ein wesentlicher Nachteil sind die hohen Bid-Ask-Spreads, die durch die geringe Liquidität entstehen. Dadurch können Orders zu ungünstigen Kursen ausgeführt werden, was zu Verlusten führen kann.

Zudem können vorbörsliche Kurse je nach Handelsplatz auseinanderlaufen. Der Handel ist in dieser Phase häufig fragmentierter, und die sichtbaren Preise spiegeln nicht immer die gleiche Markttiefe wider wie während der regulären Börsensitzung.

Zudem sind vorbörsliche Kursbewegungen nicht immer zuverlässig. Eine Aktie, die vor der Börseneröffnung stark steigt oder fällt, kann nach der regulären Markteröffnung schnell die Richtung wechseln, wenn das größere Handelsvolumen neue Impulse setzt.

Weitere Nachteile:

  • Begrenzte Orderausführungen: Viele Broker erlauben nur Limit Orders.
  • Erhöhte Volatilität: Bereits wenige Transaktionen können starke Preisschwankungen auslösen.
  • Eingeschränkte Absicherungsmöglichkeiten: Stop-Loss-Orders oder Hedging-Instrumente wie Optionen sind im vorbörslichen Aktienhandel oft nicht oder nur eingeschränkt verfügbar.

Aufgrund dieser Risiken wird der vorbörsliche Handel eher erfahrenen Anlegern empfohlen, die mit niedriger Liquidität, großen Spreads und hoher Volatilität umgehen können.

Entstehung des vorbörslichen Handels

Der nachbörsliche Handel wurde tatsächlich vor dem vorbörslichen Handel eingeführt. Die New Yorker Börse führte den nachbörslichen Handel 1991 ein, indem sie die Handelszeiten um eine Stunde verlängerte. Dieser Schritt war eine Reaktion auf die zunehmende Konkurrenz der internationalen Börsen in London und Tokio sowie diverser privater Börsen, die bereits mehr Handelsstunden anboten.

Im Laufe der Jahre, insbesondere aufgrund der wachsenden Durchdringung des Internets sowie der damit einhergehenden zunehmenden Digitalisierung der Börsen, wurden die für den Handel verfügbaren Stunden weiter ausgeweitet. Dadurch etablierte sich neben dem nachbörslichen Handel auch der Handel vor der offiziellen Markteröffnung. An US-Börsen wie der Nasdaq umfasst der vorbörsliche Handel heute typischerweise die Zeit von 4:00 – 9:30 Uhr ET, während der nachbörsliche Handel in der Regel von 16:00 – 20:00 Uhr ET läuft.

Ausweitung der Börsenhandelszeiten

Inzwischen gibt es in den USA weitere Initiativen zur Ausweitung der Handelszeiten. Einige Börsenbetreiber arbeiten an Modellen, die den Handel mit US-Aktien perspektivisch an fünf Wochentagen nahezu rund um die Uhr ermöglichen sollen.

  • NYSE Arca / NYSE: Im Februar 2025 hat NYSE Arca die SEC-Genehmigung zur Ausweitung der Handelszeiten erhalten und bereitet einen Start im Jahr 2026 vor. Der SEC-Beschluss nennt als neue Zeiten u. a. 1:30–23:30 Uhr ET Montag bis Donnerstag und 1:30–20:00 Uhr ET Freitag.
  • Nasdaq: Der Federal Register/SEC-Eintrag dokumentiert die beschleunigte Genehmigung zur Ausweitung der Nasdaq-Handelszeiten. Demnach ist eine Night Session von 21:00 bis 4:00 Uhr ET geplant. Zusammen mit der bestehenden Day Session soll so ein 23-stündiger Handel an fünf Tagen pro Woche entstehen.
  • Cboe EDGX: Cboe hat 2026 einen SEC-Antrag für nahezu 24×5-Handel mit US-Aktien auf EDGX angekündigt: geplant ist Handel von Sonntag 21:00 Uhr ET bis Freitag 20:00 Uhr ET, mit einer täglichen einstündigen Pause Montag bis Donnerstag.

Häufige Fragen

Was ist vorbörslicher Handel?

Der vorbörsliche Handel bezeichnet die Handelsaktivitäten vor der regulären Börsensitzung, in der Regel zwischen 8:00 und 9:30 Uhr ET (14:00 - 15:30 Uhr MEZ) in den USA und zwischen 8:00 und 9:00 Uhr in Deutschland an jedem Handelstag.

Wo kann man vorbörsliche Kurse sehen?

In Deutschland und den USA können vorbörsliche Kurse über Online-Brokerage-Plattformen, Finanznachrichtenportale, (z.B. Investing.com) und die Websites der jeweiligen Börsen (z.B. NASDAQ) abgerufen werden. Viele Chartseiten (z.B. TradingView) bieten ebenfalls Echtzeitdaten und Analysen zum vorbörslichen Handel an.

Wie kann man vorbörslich handeln?

Um vorbörslich zu handeln, benötigt man einen Broker, der Pre-Market-Trading anbietet. Der Ablauf entspricht dem regulären Handel: Über die Handelsplattform wird das gewünschte Wertpapier ausgewählt, allerdings stehen statt Market Orders meist nur Limit Orders zur Verfügung.

Wie funktioniert der vorbörsliche Handel bei Trade Republic?

Bei Trade Republic sind Aktien und ETFs montags bis freitags vorbörslich ab 7:30 Uhr MEZ handelbar, während Derivate erst ab 8:00 Uhr gehandelt werden können.

Wann ist der vorbörsliche Handel bei Tradegate möglich?

Bei Tradegate sind Aktien, Zertifikaten, Anleihen, Fonds und ETPs montags bis freitags vorbörslich ab 7:30 Uhr MEZ handelbar. Die genauen Zeiten können je nach Broker abweichen.

Wann hat Lang und Schwarz vorbörslich geöffnet?

Lang und Schwarz ist vorbörslich ab 7:30 Uhr MEZ geöffnet. Die genauen Zeiten können je nach Broker abweichen.

🔴 Kostenloses Live-Webinar: Optionshandel lernen und Zusatzeinkommen generieren

Lerne in unserem kostenlosen Live-Webinar am 14.09.2026 um 18:30 Uhr, wie du mit dem Optionshandel ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust. Lerne, gute von schlechten Aktien zu unterscheiden und erkenne zuverlässig überteuerte Aktienkurse. Baue dir ein zweites Einkommen auf, mit dem du unabhängig der Marktlage Geld verdienen kannst. Klicke hier, um dich für das Webinar anzumelden.

DeltaValue GmbH hat 4,89 von 5 Sternen | 279 Bewertungen auf ProvenExpert.com