Moneyness bzw. Geldnähe – Definition & Berechnung

Autor: - Inhaltlich geprüft von: Philipp-Malte Lingnau

Die Moneyness (deutsch: Geldnähe) drückt das Verhältnis vom aktuellen Handelspreis des Basiswerts zum Strike Preis (“Geld”) aus und bestimmt somit quantitativ die Werthaltigkeit einer Option. Mit der Moneyneyss lässt sich daher bewerten, wie weit eine Option im Geld, am Geld bzw. aus dem Geld ist.

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Moneyness einer Option – Definition

Die Moneyness bzw. Geldnähe kann Aufschluss darüber geben, ob der Kurs des Basiswerts einer Option sich gerade unter (aus dem Geld), über (im Geld) oder genau am Strike Preis (Ausübungspreis) einer Option, also am Geld, befindet. Mit dieser Kennzahl aus der Optionstheorie lässt sich auch herausfinden, welcher prozentualen Gewinn oder Verlust durch die sofortige Ausübung erwartet werden kann, ohne Berücksichtigung der Transaktionsgebühren.

Moneyness im Überblick:

  • Die Moneyness bzw. Geldnähe zeigt an, ob eine Option für den Händler bei einer jetzigen Ausübung profitabel wäre.
  • Eine Option kann im Geld (In the Money), am Geld (At the Money) oder aus dem Geld (Out of the Money) notieren.
  • Neben diesen Bezeichnungen kann die Moneyness auch als Wert größer, kleiner oder gleich 1 ausgedrückt werden.

Welche Formen der Geldnähe gibt es?

Ausgehend von der Prüfung, ob eine Option derzeit einen Gewinn oder Verlust bei deren Ausübung bedeuten würde, gibt es drei verschiedene Formen der Moneyness. Eine Option hat einen inneren Wert, wenn sie In the Money (im Geld) ist. Out of the money (aus dem Geld) enthält sie nur den Zeitwert. At the Money (am Geld) ist eine Option genau am Scheideweg zwischen beiden Möglichkeiten. Per Definition entsprechen sich hier der Strike Preis und der Kurs des Basiswertes genau.

Preisentwicklung einer OTM und ITM Call-Option im Zeitverlauf
Preisentwicklung einer OTM und ITM Call-Option im Zeitverlauf
Preisentwicklung einer ITM und OTM Put-Option im Zeitverlauf
Preisentwicklung einer ITM und OTM Put-Option im Zeitverlauf

Moneyness einer Option – Beispiele

Wie so oft verhalten sich Call- und Put-Optionen bei der Moneyness gegensätzlich. Call-Optionen sind für den Käufer bei steigenden Kursen vorteilhaft, Put-Optionen dagegen bei fallenden Kursen. Daher ist eine Call-Option immer dann In the Money, wenn es die entsprechende Put-Option nicht ist und umgekehrt. Diese Tabelle verdeutlicht alle Möglichkeiten.

Moneyness (Geldnähe) Call-Option Put-Option
In the Money Strike Preis < Kurs des Basiswertes Strike Preis > Kurs des Basiswertes
At the Money Strike Preis = Kurs des Basiswertes Strike Preis = Kurs des Basiswertes
Out oft he Money Strike Preis > Kurs des Basiswertes Strike Preis < Kurs des Basiswertes

Beispiel: Call-Option mit Strike 50 EUR

Kurs des Basiswertes Moneyness der Call-Option
40 EUR Out of the Money
50 EUR At the Money
60 EUR In the Money

Beispiel: Put-Option mit Strike 50 EUR

Kurs des Basiswertes Moneyness der Put-Option
40 EUR In the Money
50 EUR At the Money
60 EUR Out of the Money

Für eine Erläuterung diverser Fachbegriffe bietet sich der Übersichtsartikel zum Themenbereich Aktienoptionen an.

Moneyness – Berechnung

Die Geldnähe einer Option kann nicht nur in Worten, sondern auch in Zahlen angegeben und berechnet werden. Denn die oben genannten Regeln folgen einer einfachen mathematischen Grundformel.

Die Geldnähe einer Call-Option wird berechnet, indem der aktuelle Kurs des Basiswerts durch dem Strike Preis dividiert wird. Die Formel dafür lautet:

\text{Moneyness~Call-Option}=\frac{Aktueller~Kurs~des~Basiswertes}{Strike~Preis}

Für Put-Optionen wird die Geldnähe genau gegenteilig gebildet.

\text{Moneyness~Put-Option}=\frac{Strike~Preis}{Aktueller~Kurs~des~Basiswertes}

Wann ist eine Option At the Money?

Wenn eine Option At the Money notiert, also Strike Preis und Kurs des Basiswertes identisch sind, ist der Zahlenwert der Moneyness 1. Bei einem Wert größer als 1 ist die Option im Geld, kleiner als 1 befindet sie sich aus dem Geld. Grob überschlagen zeigt sich hier auch der Gewinn oder Verlust durch eine mögliche Ausübung zum jetzigen Zeitpunkt.

Ein Wert von 1,1 kommt einem Gewinn von 10 % gleich, während ein Wert von 0,9 10 % Verlust bedeutet. Hierbei ist es zudem egal, um welche Optionsart es sich handelt, weil die Formeln für die Berechnung bereits angepasst wurden.

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