Nikkei 225 Futures (USD) | Symbol: NKD – Erklärung & Chart
Nikkei 225 Dollar Futures (Symbol: NKD) sind standardisierte Terminkontrakte, die an der Chicago Mercantile Exchange (CME) gehandelt werden und eine Spekulation auf die zukünftige Wertentwicklung des Nikkei 225 Index über einen in US-Dollar bewerteten Kontrakt ermöglichen. Anleger haben damit die Möglichkeit, sich gegen Schwankungen des japanischen Leitindex abzusichern oder von diesen zu profitieren.
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Nikkei 225 Futures im Überblick
| Nikkei Futures Kontraktspezifikationen | |
|---|---|
| Kontraktbezeichnung | Nikkei/USD Futures |
| Symbol (CME Globex) | NKD |
| Kontraktgröße | 5 USD x Nikkei 225 Index |
| Kursnotierung | Indexpunkte des Nikkei 225 |
| Min. Tickgröße (Tick Size) | 5 Indexpunkte |
| Min. Tickwert (Tick Value) | 25 USD |
| Wert/Punkt (Multiplikator) | 5 USD |
| Kontraktwert | Nikkei Indexstand x Multiplikator |
| Fälligkeiten (Monatsbezeichnung) | Quartalskontrakte (März, Juni, September, Dezember) für 12 Quartale und 3 weitere Dezemberkontrakte |
| Fälligkeiten (Monatscodes) | H, M, U, Z |
| Letzter Handelstag | Der Handel endet am Geschäftstag unmittelbar vor der Ermittlung des Final Settlement Price, in der Regel am Donnerstag vor dem zweiten Freitag des Kontraktmonats. |
| Lieferung | Barausgleich (Cash Settlement) |
| Börsenplätze | Chicago Mercantile Exchange (CME) |
| Optionen verfügbar? | Für den CME-NKD-Kontrakt: Nein |
Verschiedene Nikkei Futures im Überblick
- Gehandelt an der Chicago Mercantile Exchange (CME) – Ticker-Symbol: NKD (Nikkei Dollar Futures)
- Gehandelt an der Osaka Exchange (OSE) – je nach Broker und Datenanbieter unterschiedliche Kürzel für Nikkei-Futures
Nikkei 225 Futures – Beispiel
An einem konkreten Beispiel sollen nun die Anforderungen, die für den Handel eines Nikkei 225 Dollar Futures bestehen, erläutert werden. Zunächst sollte der Kontraktwert (engl. „notional value“) ermittelt werden. Dieser drückt aus, welchen Gesamtwert der Future derzeit hat.
Ermitteln lässt sich der Wert, indem der aktuelle Kurs des Underlyings mit dem Multiplikator multipliziert wird. Die Formel dafür lautet:
Kontraktwert = aktueller Kurs Underlying * Multiplikator.
Benötigte Margin bestimmen
Hier ist zu beachten, dass der Kontraktwert deutlich höher ist als der Wert, den ein Händler tatsächlich aufbringen muss. Dieser muss lediglich eine Sicherheitsleistung, die sog. Margin, hinterlegen, die von der Börse bestimmt wird.
Der Kontraktwert gibt also den tatsächlichen monetären Gesamtwert eines Kontrakts an, der am Terminmarkt bewegt wird, während die Margin die Sicherheitsleistung beschreibt, die der Händler beim Kauf oder Verkauf eines Future-Kontrakts vorhalten muss.
Wichtig ist an dieser Stelle, dass die Marginanforderungen und somit der genannte Prozentsatz variieren können. Gründe hierfür sind unterschiedliche Anforderungen der Broker unter anderem hinsichtlich der Marktvolatilität, des Overnight-Risikos und der Volatilität des Underlyings selbst.
Berechnung der Margin
Angenommen, der Kurs eines Nikkei Future-Kontrakts mit einer bestimmten Monatsfälligkeit taxiert bei 38.800 Indexpunkten und einem Multiplikator von 5 USD. In diesem Fall würde der Kontraktwert 194.000 USD betragen. Ein Händler, der diesen Kontrakt kaufen möchte, müsste nun aber keine 194.000 USD bezahlen, sondern lediglich die geforderte Initial Margin hinterlegen.
Wird beispielhaft eine Initial Margin von 15.232 USD unterstellt, entspräche dies 7,85 % des Kontraktwerts. Der Erwerb des Futures würde die Kaufkraft des Händlers also statt um 194.000 USD lediglich um 15.232 USD reduzieren.
Nikkei 225 Futures – Chart & Kurs
Der folgende Chart zeigt den Nikkei 225 Future als fortlaufenden Index („Front month contracts“). Die tatsächlichen Future-Kontrakte können daher in Abhängigkeit von der jeweiligen Fälligkeit leicht von der Darstellung abweichen.
Nikkei 255 - Fakten und Hintergründe
Nikkei 225 Index
Der japanische Leitindex umfasst 225 ausgewählte börsennotierte Unternehmen aus dem Prime Market der Tokyo Stock Exchange. Er gilt daher auch als Indikator für die Entwicklung des japanischen Aktienmarktes. Sein bisheriges Allzeithoch erreichte der Nikkei am 16. April 2026 im Handelsverlauf mit 59.688,10 Punkten.
Das Äquivalent zum CBOE Volatility Index (VIX) stellt der Volatilitätsindex der Nikkei-Werte (JNIV) dar, der von Nikkei Inc. entwickelt und berechnet wird. Der JNIV drückt die vom Terminmarkt erwartete Schwankungsbreite des Nikkei-Index für die kommenden 30 Tage aus.
Kriterien für die Gewichtung
Die Auswahl der Aktien erfolgt unter anderem auf Basis von Liquidität und Branchenzuordnung. Der Nikkei Index ist, wie auch der Dow Jones, ein rein preisgewichteter Index, dessen Notierung aus den Aktienkursen der enthaltenen Unternehmen ermittelt wird.
Somit stellt der Nikkei Index einen Kursindex dar, welcher die Dividendenzahlungen der im Nikkei enthaltenen Unternehmen nicht berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt heute über angepasste Aktienkurse und einen Divisor, um Aktiensplits, Kapitalmaßnahmen und sonstige Veränderungen sachgerecht zu berücksichtigen.
Zweimal im Jahr wird entschieden, welche Unternehmen beim Nikkei-Index ausscheiden beziehungsweise neu aufgenommen werden. Reguläre Anpassungen finden im April und Oktober statt. Anpassungen wegen Notierungsende, wie bei Fusionen etc., werden laufend durchgeführt.
Geschichte des Nikkei
Am 7. September 1950 wurde der Nikkei 225 Index erstmals von der Tokyo Stock Exchange veröffentlicht. Die historischen Tageskurse wurden bis zum 16. Mai 1949 zurückgerechnet. „Nikkei“ ist die Abkürzung für „Nihon Keizai Shimbun“, die führende Wirtschaftszeitung Japans, die den Index seit 1970 berechnet und veröffentlicht.
Die Nikkei 225 Futures, die 1986 an der Singapore Exchange (SGX), 1988 an der Osaka Exchange (OSE) und 1990 an der Chicago Mercantile Exchange (CME) eingeführt wurden, sind heute ein international anerkanntes Finanzinstrument, um auf die zukünftige Entwicklung des Index zu spekulieren.
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