Form 13F SEC Report – Erklärung & Beispiel
Der 13F Report (auch „13F Filing“, deutsch: „13F Bericht“) ist ein verpflichtender Quartalsbericht, den institutionelle Anleger gemäß den Vorgaben der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC veröffentlichen müssen. Dieser Artikel erklärt den Inhalt des 13F Filings, wie man ihn liest und welche Schlussfolgerungen Investoren daraus ziehen können.
🔴 Live-Webinar am 16.02.2026 um 18:30 Uhr
Ausbildung für Vermögensaufbau mit zusätzlichen monatlichen Einnahmen
Lerne, wie du an der Börse ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust. Unterscheide gute von schlechten Aktien, führe eigenständig eine Bewertung durch und erkenne den richtigen Aktienkurs. Lerne außerdem, wie du mit dem Optionshandel einen zusätzlichen Cashflow generierst.
Gute von schlechten Aktien unterscheiden
Profitable Aktien- und Optionsstrategien
In jeder Marktlage Geld verdienen
Plus Gratis-PDF im Webinar: Dein Start in den erfolgreichen Optionshandel
Was ist ein Form 13F Report?
Der Form 13F Report ist eine vierteljährliche Meldung, die bestimmte institutionelle Investmentmanager bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) einreichen müssen. Der Bericht zeigt die zum Quartalsende gehaltenen Positionen in den meldepflichtigen Wertpapieren (sogenannten „Section 13(f) Securities“).
Wer ist zur Einreichung verpflichtet?
Ein 13F Filing müssen institutionelle Investmentmanager einreichen, wenn sie eine Anlageentscheidungsbefugnis (Investment Discretion) über mindestens 100 Mio. US-Dollar in Section-13(f)-Securities ausüben.
Zu dieser Gruppe zählen u. a.:
- Unternehmen, die Wertpapiere für das eigene Konto kaufen, verkaufen oder verwalten.
- Natürliche Personen oder Unternehmen, die Anlageentscheidungen für Konten anderer Personen oder Unternehmen treffen.
Einreichungsfrist und Inhalt des 13F Berichts
Der Bericht muss spätestens 45 Tage nach Quartalsende eingereicht werden. Er enthält insbesondere:
- Name des institutionellen Investmentmanagers.
- Name und Klasse der gemeldeten Wertpapiere.
- CUSIP-Nummer (eindeutige Kennung für Finanzinstrumente).
- Anzahl bzw. Nennbetrag der Positionen zum Quartalsende.
- Marktwert der Positionen (typischerweise in Tausend USD ausgewiesen).
- Angaben zu Investitionsdisposition und Stimmrechten (je nach Feld/Spalte der Information Table).
Bedeutung des 13F Filings für Investoren
Der gesetzliche Hintergrund von 13F liegt in Section 13(f) des U.S. Securities Exchange Act. Ziel ist es, Transparenz über bedeutende institutionelle Beteiligungen zu schaffen. Für Privatinvestoren kann ein 13F nützlich sein, um:
- langfristige Positionierungen großer Investoren zu erkennen,
- Portfolio-Schwerpunkte (z. B. Branchen, „Style“) zu beobachten,
- Veränderungen über mehrere Quartale zu vergleichen.
Anlagestrategien auf Basis des Form 13F Reports
Im Laufe der Zeit haben Investoren Strategien entwickelt, die auf 13F-Daten basieren. Häufige Idee: Aktien zu identifizieren, die auch von großen Investmentmanagern gehalten werden.
Dahinter steht die Annahme, dass professionelle Investoren über Ressourcen, Marktkenntnis und Prozesse verfügen. Trotzdem gilt: 13F-Daten sind vergangenheitsorientiert und zeigen nur bestimmte Positionen (Details dazu weiter unten). Wer 13F-Positionen „kopiert“, sollte deshalb zusätzlich Fundamentaldaten, Bewertung, Risiko und Zeithorizont prüfen.
Wo ist die Form 13F zu finden?
Die Form 13F kann online über die SEC-Datenbank EDGAR (Electronic Data Gathering, Analysis, and Retrieval) abgerufen werden. Die Nutzung der Datenbank ist kostenlos. Dort können Sie nach Einreichungen suchen und die Dokumente direkt öffnen.

EDGAR-Suchfunktion
Die EDGAR-Suchfunktion ermöglicht es, 13F-Einreichungen gezielt nach Unternehmens- oder Managername, CIK-Nummer oder Filing-Typ zu finden. Groß-/Kleinschreibung spielt bei der Suche in der Regel keine Rolle. Mithilfe der Optionen „Filed date range“ und „Filed from“ können Einreichungen aus einem bestimmten Zeitraum angezeigt werden.
Beispiel: 13F Filings der Berkshire Hathaway
Ein Investor, der Einblick in die gemeldeten Positionen von Warren Buffetts Berkshire Hathaway Inc. erhalten möchte, kann dies über die EDGAR-Suche tun. In diesem Beispiel wurde der Suchparameter „Company Name“ gewählt.
Da es verschiedene Einheiten und Einreichende geben kann, sollte im Ergebnisfeld gezielt die passende Gesellschaft ausgewählt werden. Hilfreich sind dabei die CIK-Nummer (z. B. 0001067983) und die Klassifizierung (SIC).

Die Ergebnisliste zeigt alle Veröffentlichungen zum ausgewählten Unternehmen. Da neben Form 13F Berichten auch andere Einreichungen angezeigt werden, sollte der Filing Type gezielt auf „13F“ gefiltert werden.

Anschließend werden die relevanten 13F Berichte nach Datum geordnet angezeigt.
Wie ist ein Form 13F Report zu lesen?
Ein Form 13F Report kann über „Documents“ geöffnet werden. Er besteht typischerweise aus:
- Cover Page (Deckblatt) mit Basisangaben zum Manager und zum Berichtstyp
- Information Table (Detailtabelle) mit den gemeldeten Positionen
Beide Teile sind häufig in unterschiedlichen Dateiformaten verfügbar (z. B. HTML, TXT, XML).
Cover Page
Ein 13F kann auch als „Combined/Combination Report“ eingereicht werden, wenn mehrere meldepflichtige Einheiten/Manager in einer Einreichung zusammengefasst werden. Im Beispiel von Berkshire Hathaway kann der Bericht mehrere Parteien enthalten, die jeweils eigene Identifikationen/Angaben im Filing aufweisen.

Information Table
Die Information Table führt die gemeldeten Positionen zum Quartalsende auf. Typische Spalten sind:
| Spalte | Name | Inhalt |
|---|---|---|
| 1 | Name of Issuer | Name des Emittenten, dessen Wertpapier gemeldet wird (i. d. R. offizieller Name). |
| 2 | Title of Class | Wertpapierklasse (z. B. Common Stocks, ADRs, Preferred Stocks usw.). |
| 3 | CUSIP | Identifikationsnummer für US-Wertpapiere (auch für bestimmte kanadische Emissionen genutzt). |
| 4 | Value (x$1000) | Marktwert der Position (häufig in Tausend USD ausgewiesen). |
| 5 | Shares/Prn Amt | Anzahl der Aktien oder Nennbetrag („Principal Amount“) je nach Instrument. |
| 6 | SH/PRN | Kennzeichnung, ob es sich um Shares (Aktien) oder Principal Amount (Nennbetrag) handelt. |
| 7 | Put/Call | Bei Optionen: Kennzeichnung, ob Put oder Call (falls relevant). |
| 8 | Investment Discretion | Wer die Anlageentscheidung kontrolliert (z. B. SOLE/SHARED/OTHER – je nach Bericht). |
| 9 | Other Managers | Nummer(n) weiterer Manager, falls mehrere Beteiligte/Manager in der Einreichung angegeben sind. |
| 10 | Voting Authority | Stimmrechtsverteilung (Sole/Shared/None) bezogen auf die gemeldete Position. |
Beispiel: 13F Information Table der Berkshire Hathaway
Der folgende Ausschnitt aus dem Form-13F-Report von Berkshire Hathaway verdeutlicht den Aufbau des Berichts in der Praxis. Der Bericht stellt die gemeldeten Positionen zum 30.09.2025 dar. Es handelt sich um eine statische, vergangenheitsorientierte Betrachtung. Einzelne Käufe/Verkäufe innerhalb des Quartals sind daraus nicht direkt ablesbar.
Analyse der 13F Filings im Zeitverlauf
Aussagekräftiger ist häufig der Vergleich mehrerer 13F Filings über mehrere Quartale. Dadurch können Veränderungen sichtbar werden, z. B.:
- Auf- und Abbau einzelner Positionen
- Verschiebungen in Branchen- oder Themengewichtungen
- Veränderungen im „Stil“ (z. B. mehr Wachstum/Technologie vs. mehr Value/Defensiv)
Würde Berkshire Hathaway beispielsweise seine Technologieinvestments über mehrere Quartale hinweg aufstocken, kann dies (im Kontext weiterer Daten) auf eine strategische Schwerpunktsetzung hindeuten.
Einschränkungen eines Form 13F Filings
13F Berichte werden in der Finanzpresse und bei Privatanlegern häufig ausgewertet. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: 13F liefert nützliche Hinweise, aber kein vollständiges Bild. Die wichtigsten Einschränkungen:
Qualität und Verlässlichkeit der Daten
Form 13F basiert auf Selbstdeklaration. Die SEC prüft die Angaben nicht in dem Sinne, dass jede Einreichung vor Veröffentlichung „abgenommen“ wird. Fehler, Auslassungen oder falsche Zuordnungen können vorkommen – und werden in der Praxis teils durch Korrekturen, Prüfungen und auch Enforcement-Maßnahmen adressiert.
Das Beispiel von Bernard Madoff zeigt zudem grundsätzlich: Wenn ein Einreicher betrügt, können auch Meldungen täuschen. Das ist kein 13F-Spezialfall, sondern ein generelles Risiko bei berichtsbasierten Informationen.
Außerdem ist der Bericht zeitlich verzögert: Die Positionen beziehen sich auf das Quartalsende und werden spätestens 45 Tage später veröffentlicht. Das bedeutet: Beim Lesen sind die Daten bereits „alt“ – und einzelne Positionen können seitdem verändert worden sein.
Herdenverhalten
Die Verhaltensökonomik (Behavioral Finance) untersucht, wie emotionale und kognitive Verzerrungen das Anlageverhalten beeinflussen. Ein typisches Phänomen ist der Herdentrieb. Private wie institutionelle Investoren können dazu neigen, bekannte Positionen großer Investoren zu kopieren – ohne sie kritisch zu prüfen.
Im Zusammenhang mit 13F kann das dazu führen, dass Anleger in bereits stark gelaufene Werte „hinterherlaufen“. Das Risiko steigt, weil 13F-Daten zeitverzögert sind und nicht zeigen, wann eine Position aufgebaut wurde.
Diese Börsensituation hat im Sprachgebrauch folgende Begriffe geprägt:
- „Smart Money“: Kapital professioneller Anleger, die früher investieren und frühzeitig reagieren.
- „Dumb Money“: Kapital von Kleinanlegern, die unkritisch folgen und dadurch oft zu spät ein- oder aussteigen.
Unvollständige Darstellung des Gesamtportfolios
Ein Form 13F umfasst nicht alle Vermögenswerte eines Managers. Gemeldet werden nur Positionen in Wertpapieren, die auf der offiziellen Section 13(f)-Liste stehen (z. B. viele U.S.-gelistete Aktien/ETFs und bestimmte Optionen als Put/Call-Kennzeichnung, sofern relevant).
Typischerweise nicht enthalten sind u. a.:
- viele Derivate außerhalb der 13(f)-Logik (z. B. Swaps, Futures),
- Devisen-/Cash-Positionen,
- Short-Positionen (Leerverkäufe) als solche,
- zahlreiche nicht gelistete oder ausländische Instrumente, sofern sie nicht als 13(f)-Security erfasst sind.
Externen Beobachtern fehlt dadurch ein vollständiges Bild der Anlagestrategie eines Fonds. Diese Lücken können zu Fehlinterpretationen führen – insbesondere wenn 13F-Daten isoliert als alleinige Entscheidungsgrundlage genutzt werden.
Kostenloses Webinar + PDF: So handelst du profitabel mit Optionen und generierst ein Zusatzeinkommen
Lerne in unserem kostenlosen Live-Webinar am 16.02.2026 um 18:30 Uhr, wie du mit dem Optionshandel ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust. Lerne, gute von schlechten Aktien zu unterscheiden und erkenne zuverlässig überteuerte Aktienkurse. Baue dir ein zweites Einkommen auf, mit dem du unabhängig der Marktlage Geld verdienen kannst. Klicke hier, um dich für das Webinar anzumelden.


