At-the-Opening Order – Definition & Erklärung
Eine At-the-Opening Order wird ausschließlich zur Markteröffnung im Rahmen der Eröffnungsauktion (Opening Cross) ausgeführt.
Üblich sind Market-On-Open (MOO) / Limit-On-Open (LOO) als eigene Ordertypen oder Orderzusätze wie „OPG“ bzw. „On Open“. Nicht ausgeführte Orders oder Restmengen nach Teilausführung werden automatisch storniert.
Arten von At-the-Opening Orders
Es gibt zwei Haupttypen von Eröffnungsorders:
Limit-On-Open (LOO) Order
Eine LOO-Order ist eine Limit Order für die Markteröffnung. Sie nimmt an der Eröffnungsauktion teil und wird zum offiziellen Eröffnungspreis ausgeführt, sofern dieser Preis innerhalb des gesetzten Limits liegt (also zum Limitpreis oder besser). Liegt der Eröffnungspreis außerhalb des Limits oder kommt keine passende Gegenorder/Preisfeststellung zustande, kann die Order ganz oder teilweise unerfüllt bleiben.
Market-On-Open (MOO) Order
Eine MOO-Order ist eine Market Order für die Markteröffnung. Sie wird (sofern eine Preisfeststellung erfolgt) in der Eröffnungsauktion zum offiziellen Eröffnungspreis ausgeführt, wobei die Ausführung von der verfügbaren Liquidität bzw. dem Vorhandensein passender Gegenorders abhängt.
Bei hoher Volatilität kann sich vor allem die Preisfindung der Eröffnung (und in manchen Marktmodellen auch der Startzeitpunkt) verändern. Die Ausführung selbst erfolgt jedoch typischerweise zum festgestellten Eröffnungspreis und kann – je nach Orderlage – auch nur teilweise zustande kommen.
Bedeutung einer At-the-Opening Order
Dieser Orderart kann besonders dann von Interesse sein, wenn sich der zu erwartende Eröffnungspreis eines Wertpapiers durch vorbörsliche Handelsaktivitäten oder Indikationen deutlich verändert. Häufig passiert das nach wichtigen Nachrichten oder Quartalsberichten, die entweder nach Börsenschluss am Handelsvortag oder in den frühen Morgenstunden veröffentlicht wurden.
Wichtig ist dabei: Der „offizielle“ Eröffnungskurs entsteht an vielen Handelsplätzen nicht zufällig, sondern durch einen Auktionsmechanismus (Eröffnungsauktion/Opening Cross), der Angebot und Nachfrage zusammenführt.
Falls am jeweiligen Handelsplatz keine Eröffnung über eine Auktion zustande kommt (z. B. bei fehlender Preisfeststellung), kann der Eröffnungspreis (abhängig von den Regeln des Handelsplatzes) auch durch den ersten regulären Handel/Trade nach Handelsbeginn bestimmt werden.
Wichtige Hinweise
- Cut-off-Zeiten & Einschränkungen: Eröffnungsorders müssen häufig bis zu bestimmten Annahmeschlusszeiten vor der Eröffnung vorliegen. Änderungen oder Stornierungen können ab einem gewissen Zeitpunkt eingeschränkt sein.
- Teilausführung & Restmengen: Besonders bei unausgeglichenem Orderbuch kann es zu Teilausführungen kommen. Nicht ausgeführte Restmengen werden üblicherweise nach der Eröffnungsphase automatisch storniert bzw. zurückgegeben.
- Benennung/Verfügbarkeit: Nicht jeder Broker bietet explizite MOO/LOO-Ordertypen an. Teils werden sie über Orderzusätze (z. B. „OPG“/„On Open“) oder über handelsplatzspezifische Eingabemasken abgebildet.
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