Limit Down – Bedeutung & Erklärung

Autor: Philipp Berger

Das Limit Down, auch Preislimit genannt, stellt den maximal zulässigen täglichen Kursrückgang eines Futures-Kontrakts dar. Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit Terminmärkten verwendet. Die Aufsichtsbehörden und Börsen wollen mit Hilfe des Limit Down ungewöhnlichen Marktschwankungen und Panikverkäufen entgegenwirken.

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Limit Down – Erklärung

Das Limit Down ist der zulässige Höchstbetrag, um den der Preis eines Futures-Kontrakts während eines Handelstages maximal fallen darf. Das Äquivalent dazu ist das Limit Up. Da der Handel von sämtlichen Futures-Kontrakten einer kontinuierlichen Überwachung durch Börsen und Aufsichtsbehörden unterliegt, wird der Handel eines Futures-Kontrakts automatisch ausgesetzt, sobald das festgelegte Limit Down erreicht wird.

Dabei gelten für verschiedene Futures-Kontrakte unterschiedliche Regelungen hinsichtlich des Limit Down, so dass es durchaus möglich ist, dass einige Futures-Kontrakte ausgesetzt werden, während die Handelsaktivitäten in anderen Futures-Kontrakten desselben Basiswertes normal weiterlaufen.

Warum gibt es ein Limit Down?

Das Limit Down wurden eingeführt, um ungewöhnlichen Marktschwankungen vorzubeugen und Panikverkäufen entgegenzuwirken, die einem anfänglichen Preisrückgang zusätzliche Dynamik verleihen könnten. Dabei ist zu erwähnen, dass die Warenterminbörsen beim Überschreiten des Limit Down im Einzelfall entscheiden können, ob sie den Handel im entsprechenden Futures-Kontrakt aussetzt oder das Limit anheben, um den Handel weiter zu ermöglichen.

Deshalb kann es vorkommen, dass an einigen Warenterminbörsen der Handel ausgesetzt ist, während andere Warenterminbörsen die Wiederaufnahme des Handels erlauben, wenn sich der Preis des Futures-Kontrakts um einen vorher festgelegten Betrag vom Preislimit nach oben bewegt.

Findet ein einflussreiches Ereignis statt, das sich auf die Marktstimmung eines bestimmten Rohstoffs auswirkt, kann es mehrere Handelstage dauern, bis der Preis des Futures-Kontrakts diese Veränderung vollständig widerspiegelt. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, dass an jedem Handelstag das Preislimit erreicht wird, bevor der Preis des Futures-Kontrakts seinen Gleichgewichtspreis erreicht hat.

Diese Situation kann für Händler, die ihre Positionen aufgrund des Limit Down und der damit verbundenen Einstellung der Handelsaktivitäten nicht verkaufen können, zu einer Zitterpartie werden. Ein Händler muss unter Umständen mehrere Tage in Folge Verluste verbuchen, bevor die Marktliquidität den vollständigen Verkauf ermöglicht.

Beispiel für ein Limit Down

Warenterminbörsen wie die CME veröffentlichen auf ihren Webseiten täglich die Preislimits der handelbaren Futures-Kontrakte. Jeden Tag berechnen die Warenterminbörsen neu, wie hoch das Limit Down bzw. das Limit Up für jeden Futures-Kontrakt sein sollte.

Zum Beispiel lag das Limit Down für Sojabohnenöl Futures (Soybeans Oil) am 17. Dezember 2021 bei 0,040 USD pro Kontrakt. Das Limit Down für Sojabohnenmehl Futures (Soybeans Meal) lag hingegen bei 25,00 USD. Es gilt dabei zu beachten, dass diese Preislimits für den Monat angegeben werden, in dem die Futures-Kontrakte fällig werden. Dies dient dazu, dass sich die Preise der weiter entfernten Futures-Kontrakte an den zugrunde liegenden Spotpreis des Basiswerts annähern können.

Weiterführender Hinweis

Der Flash-Crash im Jahre 2010 machte deutlich, dass die damaligen Regulierungen der Börsen nicht mit der Geschwindigkeit des modernen elektronischen Handels mithalten können. Innerhalb von nur 36 Minuten brachen der S&P 500, der Dow Jones Industrial Average und der Nasdaq Composite massiv ein und erholten sich danach ebenso schnell wieder. Allein der Dow Jones verlor innerhalb weniger Minuten fast 1.000 Punkte.

Die Ursache des Flash-Crashs wurde nie vollständig aufgeklärt, jedoch räumten die Aufsichtsbehörden ein, dass der elektronische Hochfrequenzhandel das Problem zumindest verschlimmert hat. Ähnliche, wenn auch wesentlich weniger dramatische Zusammenbrüche, haben sich seitdem unter anderem auf den Rohstoffmärkten ereignet.

Aufgrund der Vorkommnisse hat die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einige regulatorische Änderungen vorgenommen, darunter die Einführung der Limit Up bzw. Limit Down Regel. Damit wurde für den Großteil aller handelbaren Finanzinstrumente an den Aktien- und Terminmärkten eine obere und untere Handelsspanne festgelegt. Der Handel wird in den meisten Fällen für mindestens fünf Minuten ausgesetzt, sobald der Kurs eines Finanzinstruments die Grenzen der Handelsspannen verletzt.

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