Dollar-Cost-Averaging (Durchschnittskosteneffekt)

Autor: Maik Engelkamp Inhaltlich geprüft von: Philipp Berger

Dollar-Cost Averaging (deutsch: „Durchschnittskosteneffekt“) ist eine Anlagestrategie, bei der ein Anleger regelmäßig einen bestimmten Betrag in einen Vermögenswert investiert, um die Auswirkungen der Volatilität auf den Gesamtkauf zu verringern. Im Laufe der Zeit kann dies zu einem niedrigeren durchschnittlichen Einstandspreis pro Aktie führen, verglichen mit dem Versuch, auf einmal zu investieren oder den Markt zu timen. 

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Dollar-Cost-Averaging – Definition

Dollar-Cost-Averaging bezeichnet eine Anlagestrategie, bei der periodisch ein fester Betrag in einen Vermögenswert investiert wird. Die Käufe erfolgen dabei unabhängig vom Kurs des Vermögenswertes zu einem festgelegten Zeitpunkt (z.B. am ersten Handelstag eines jeden Monats). Dadurch entfällt ein Großteil des Aufwands, den perfekten Zeitpunkt (Market Timing) zu finden, um beispielsweise Aktien zum günstigsten Preis zu kaufen.

Die Grundüberlegung dieser Strategie geht davon aus, dass die Kurse langfristig steigen werden. Ohne eine fundierte Aktienanalyse könnte sich jedoch die Anwendung des Durchschnittskosteneffekts als gefährlich erweisen. Ein Anleger könnte beispielsweise dazu verleitet werden, unbewusst in ein Unternehmen zu investieren, das keine Zukunft mehr hat. Diese Wahrscheinlichkeit ist bei Indexfonds allerdings weitaus geringer als bei Einzelaktien.

Berechnung des Cost-Average-Effekts

Der durchschnittliche Einstandspreis pro Anteil wird berechnet, indem der investierte Gesamtbetrag durch die Gesamtzahl der erworbenen Anteile geteilt wird.

Dollar~Cost~Average=\frac{Gesamte~investierte~Summe}{Gesamtzahl~der~Wertpapieranteile}

Vorteile des Dollar-Cost-Averaging

Durch die Anwendung des Durchschnittskosteneffekts können Anleger das Risiko vermeiden, aus Gier oder Angst kontraproduktive Entscheidungen zu treffen, z. B. bei steigenden Kursen mehr zu kaufen oder bei fallenden Kursen in Panik zu verkaufen.

Stattdessen forciert das Dollar-Cost-Averaging die Anleger, sich darauf zu konzentrieren, gleichmäßig einen bestimmten Geldbetrag zu investieren, während der Preis jedes einzelnen Kaufs ignoriert wird. Somit werden wenige Anteile gekauft, wenn der Vermögenswert teuer ist, und viele Anteile gekauft, wenn der Vermögenswert günstig ist. Dies kann dazu beitragen, kurzfristige Preisschwankungen auf dem breiteren Aktienmarkt zu neutralisieren. Daher wird Dollar-Cost Averaging häufig genutzt, um über einen längeren Zeitraum hinweg Ersparnisse und Vermögen aufzubauen.

Zudem ist das Dollar-Cost-Averaging immer noch eine der besten Strategien für Anfänger, die beispielsweise ETFs besparen möchten, aber nicht viel Kapital haben. Es wird außerdem oft mit passiven Anlagestrategien in Verbindung gebracht, bei denen der Anleger den Zeitaufwand für die Verwaltung seines Portfolios minimieren möchte.

Dollar-Cost-Averaging vs. Einmalanlage

Hat sich ein Anleger für ein potenzielles Investment entschieden, steht dieser vor der Wahl entweder sofort eine größere Summe in den Vermögenswert zu investieren, und somit seine gewünschte Position auf einmal aufzubauen oder den Vermögenswert über einen längeren Zeitraum in regelmäßigen Abständen zu kaufen, um somit die gewünschte Position aufzubauen (Dollar-Cost-Averaging).

Zeit im Markt vs. Timing des Marktes

Während bei einer Einmalanlage der Zeitpunkt des Kaufs wichtig ist, um den Vermögenswert zu einem möglichst günstigen Preis zu erwerben, ist das Market Timing beim Dollar-Cost-Averaging von untergeordneter Bedeutung, da preisunabhängig investiert wird.

Andererseits maximiert die Investition des gesamten verfügbaren Kapitals zu einem frühen Zeitpunkt die Zeit, in der das Geld auf dem Markt arbeitet. Über längere Zeiträume kann dies einen erheblichen Unterschied im Endwert der Investition ausmachen, da der Zinseszinseffekt stärker zum Tragen kommt.

Langfristige Markttrends

Eine einmalige Investition kann unter bestimmten Marktbedingungen rentabler sein als Dollar Cost Averaging, insbesondere in Märkten, die über einen längeren Zeitraum hinweg einen Aufwärtstrend aufweisen.

Wenn ein Anleger zu Beginn eines Bullenmarktes eine einmalige Investition tätigt, kann er vom gesamten Aufwärtstrend profitieren. Der Durchschnittskosteneffekt kann jedoch dazu führen, dass Investitionen zu immer höheren Preisen getätigt werden, wodurch der durchschnittliche Kaufpreis steigt. In einem Bärenmarkt wären wiederum regelmäßige Käufe günstiger.

Beispiel für einen Durchschnittskosteneffekt

Ein Anleger möchte in den Indexfonds “X” investieren. Dieser notiert zum Zeitpunkt der Kaufentscheidung bei einem Wert von 1.000,00 €. Der Anleger steht nun vor der Wahl, das gewünschte Investment auf einmal zu tätigen oder über einen gewissen Zeitraum in den Fonds zu investieren und somit den Durchschnittskosteneffekt zu nutzen.

Indexfonds “X” Sparrate Anteile Wert
1.000,00 € 500,00 € 0,50 500,00 €
900,00 € 500,00 € 0,56 950,00 €
850,00 € 500,00 € 0,59 1.397,22 €
950,00 € 500,00 € 0,53 2.061,60 €
1.050,00 € 500,00 € 0,48 2.778,61 €

Der Anleger in diesem Beispiel hat insgesamt 2.500,00 € investiert. Bei einer Einmalanlage hätte er zum Kaufzeitpunkt 2,50 Anteile dafür erwerben können, wohingegen durch den Sparplan 2,65 Anteile erworben wurden.

Durch das Dollar-Cost-Averaging liegt der Durchschnittspreis des Investments hier bei 950,00 €, obwohl der Preis zum Zeitpunkt des Einstiegs bei 1.000,00 € lag. Der Grund: Das periodische Investieren einer fixen Sparsumme, hat bei günstigeren Kursen automatisch mehr Anteile und bei höheren Kursen weniger Fondanteile eingebracht.

Ein Anleger, der sich in diesem Beispiel für eine Einmalanlage entschieden hätte, wäre möglicherweise durch seine Emotionen in Versuchung geraten, im schlechtesten Zeitpunkt (Kurs von 850,00 €) seine Entscheidung zu hinterfragen und mit einem Verlust aus dem Geschäft auszusteigen, und teuer wieder einzusteigen, wenn sich der Kurs erholt hat (Kurs von 1.050,00 €).

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