Gesamtumsatz – Definition & Berechnung

Der Gesamtumsatz, auch bekannt als “Bruttoumsatz”, “Bruttoerlös”, “Umsatzerlös”, “operating Revenue” oder ” Gross Sales”, ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die beschreibt, in welchem Wert einem Unternehmen Produkte und Dienstleistungen während einer festgelegten Periode verkauft hat. Dabei handelt es sich um Umsätze vor jeglichen Abzügen. Der Gesamtumsatz eines Unternehmens bezieht sich ausschließlich auf das sogenannte Kerngeschäft und kann einem Investor beispielsweise Hinweise auf die Marktstellung eines Unternehmens oder die Qualität des Managements liefern.

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Gesamtumsatz – Definition

Der Gesamtumsatz beschreibt den Wert der abgesetzten Produkte und Dienstleistungen, die ein Unternehmen während einer festgelegten Periode durch seine operative Geschäftstätigkeit abgesetzt hat. Unternehmen beziffern den Umsatz als Geldwert in einer ausgewählten Währung. Für gewöhnlich verwenden Sie hierzu die sogenannte Berichtswährung, auch “Bilanzwährung” genannt.

Umsatzdefinition im Steuerrecht

Das deutsche Steuerrecht, genauer das Umsatzsteuergesetz (UStG), definiert den Gesamtumsatz nach anderen Kriterien. Hier zählen alle steuerbaren Umsätze zum Gesamtumsatz. Innergemeinschaftliche Lieferungen in die EU sowie Exporte in Drittländer zählen folglich nicht zum Gesamtumsatz. Auch Bankumsätze und Steuern zählen nicht zum Gesamtumsatz, da sie keiner gesonderten Steuerpflicht unterliegen. Vom steuerpflichtigen Gesamtumsatz hängt beispielsweise die Eingruppierung als kleine, mittlere oder große Gesellschaft ab. Auch die Steuerpflicht und mögliche Kleinunternehmerregelungen hängen von dieser Umsatzdefinition ab.

Umsatzdefinition im Handelsrecht

Das Handelsgesetzbuch (§ 277 Abs. 1) definiert den Umsatz als Bestandteil der Gewinn- und Verlustrechnung. In diesem Zusammenhang findet der Begriff “Umsatzerlöse” Anwendung. Als Umsatzerlöse zählen alle Erlöse aus dem Verkauf, der Vermietung oder Verpachtung von Produkten und die Erbringung von Dienstleistungen. Kein Teil der Umsatzerlöse ist die Umsatzsteuer oder mögliche Erlösschmälerungen (z. B. Rabatte oder Skonti).

Nettoumsatz

Gesamtumsatz und Nettoumsatz unterscheiden sich im Wesentlichen durch sämtliche Formen von Erlösschmälerungen. Gewährt ein Unternehmen beispielsweise Skontoabzüge innerhalb einer gewissen Frist, kann der realisierte Umsatz unterhalb des eingangs angenommenen Umsatzes liegen. Der Nettoumsatz beschreibt diesen angepassten Wert.

Hinweis: Im externen Rechnungswesen (Finanzbuchhaltung) eines Unternehmens werden Brutto- und Nettoumsatz häufig anders definiert. Der Bruttoumsatz ist der Umsatz inklusive Umsatzsteuer, auch “Mehrwertsteuer” genannt. Im Gegensatz dazu ist der Nettoumsatz der Wert der verkauften Produkte und Dienstleistungen ohne die Umsatzsteuer. Diese Unterscheidung ist aus Sicht von Investoren und dem Management eines Unternehmens häufig unerheblich, weil es sich bei der Umsatzsteuer ausschließlich um einen durchlaufenden Posten handelt, der keine Erfolgswirkung entfalten kann.

Gesamtumsatz – Erklärung

Bestandteil des Gesamtumsatzes sind nur Verkäufe aus der regulären Geschäftstätigkeit eines Unternehmens. Erlöse aus Vermietung, Verpachtung, Zinsen oder Verkäufen von Anlagevermögen erhöhen den Gesamtumsatz daher nicht. Diese beispielhaften Geschäftsvorfälle können auch als “außerordentliche Erträge” beziehungsweise “sonstige Erträge” bezeichnet werden.

Ausschlaggebend für die Höhe des Gesamtumsatzes ist der Wert der verkauften Produkte und Dienstleistungen während einer bestimmten Periode. Häufig wählen Unternehmen hierfür Quartale und Wirtschaftsjahre als Betrachtungszeitraum. Als Umsatz zählt eine Transaktion dann, wenn die Lieferung der Ware oder Erbringung der Dienstleistung, allgemein auch “Gefahrenübergang” bezeichnet, im jeweiligen Betrachtungszeitraum erfolgt ist. Dabei ist unerheblich, ob bereits eine Zahlung erfolgt ist oder nicht. Waren, die zwar produziert, aber dem Lager zugeführt wurden, zählen nicht zum Umsatz. Sie erhöhen stattdessen den Lagerbestand und zählen bei ihrem Verkauf zu den Umsatzerlösen.

Hinweis: Die genaue Definition des Umsatzbegriffes kann von Unternehmen zu Unternehmen variieren. Daher sollten Investoren hinterfragen, wie sich diese Kennzahl im Einzelfall zusammensetzt. Insbesondere bei Unternehmensvergleichen sollte eine identische Berechnungsbasis vorliegen.

Gesamtumsatz – Formel & Berechnung

Mathematisch ist die Ermittlung des Gesamtumsatzes unkompliziert. Die Summe der abgesetzten Produkte und Dienstleistungen muss lediglich mit ihrem Verkaufspreis multipliziert werden. Problematisch kann vielmehr die Ermittlung dieser einzelnen Werte sein. Für gewöhnlich sind die genauen Absatzmengen und Verkaufspreise Unternehmensinterna, die nicht detailliert veröffentlicht werden müssen. Die Veröffentlichungspflicht greift dagegen für den Umsatz selbst. Dieser dient beispielsweise als Basiswert der Gewinn- und Verlustrechnung.

Gesamtumsatz=Verkaufspreis*Absatzmenge

Interpretation des Gesamtumsatzes

Ein Investor kann aufgrund des Gesamtumsatzes verschiedene Erkenntnisse gewinnen. Sowohl eine isolierte Umsatzbetrachtung als auch Analysen im Zeitverlauf oder Unternehmensvergleich sind denkbar. Vergleichende Analysen tendieren generell dazu, eine höhere Aussagekraft zu besitzen als die isolierte Betrachtung einer Kennzahl für eine einzelne Periode und ein einzelnes Unternehmen. Ist der Verkaufspreis oder die Absatzmenge bekannt, wären lediglich Rückschlüsse auf den jeweils anderen Wert möglich. In einem Gesamtportfolio aus Produkten und Dienstleistungen ist diese Analyse jedoch nicht mehr möglich. Zudem veröffentlichen Unternehmen häufig im Rahmen ihrer Geschäftsberichte explizite Zahlen zu Absatzmengen und der Preisentwicklung.

Analyse im Zeitverlauf

Aussagekräftiger ist die Betrachtung mehrerer aufeinanderfolgender Umsatzzahlen eines spezifischen Unternehmens. Bewerter können daran Trends ableiten und Tendenzen erkennen. Grundsätzlich sind steigende Umsätze positiv zu bewerten, sofern ein Unternehmen profitabel arbeitet. Ein steigender Gesamtumsatz kann sowohl durch Mengensteigerungen, Preissteigerungen oder eine Mischung dieser beiden entstehen. Mengensteigerungen können beispielsweise auf ein verbessertes Marketing oder neue Produkte zurückzuführen sein. Preissteigerungen können dagegen von einer großen Marktmacht des Unternehmens zeugen. Möglicherweise halten die Kunden besonders viel von einer bestimmten Marke und kaufen diese auch nach einer Preiserhöhung.

Die Umsatzentwicklung im Zeitverlauf kann auch Probleme eines Unternehmens aufdecken. Stagnierende oder sinkende Umsätze können darauf hindeuten, dass ein Unternehmen langfristig nicht mehr wächst. Gewinnsteigerungen sind bei gleichbleibenden Umsätzen nur durch Kosteneinsparungen denkbar. Diese Möglichkeit ist jedoch begrenzt. Daher stellen Umsatzsteigerungen die einzige Möglichkeit eines Unternehmens für langfristiges organisches (internes) Wachstum dar. Anorganisches Wachstum würde beispielsweise durch den Zukauf eines Unternehmens entstehen.

Analyse im Unternehmensvergleich

Neben der Analyse im Zeitverlauf ist auch der Unternehmensvergleich möglich. Hierfür vergleicht ein Investor den Umsatz einer oder mehrere Perioden für verschiedene Unternehmen. Üblicherweise handelt es sich um Unternehmen einer Branche und einer ähnlichen Größenordnung. Nur so kann der Investor eine grundsätzliche Vergleichbarkeit sicherstellen. Grundsätzlich schneidet das Unternehmen am besten ab, das den höchsten Umsatz nachweisen kann. Anhand dieser Information kann der Investor vermuten, dass das Unternehmen mit den höchsten Umsätzen und einem (vermutlich) hohen Marktanteil beispielsweise Kostenspareffekte (“economies of scale” oder “Skaleneffekte”) für sich nutzen kann. Zudem können mit einem hohen Umsatz auch ein höherer Bekanntheitsgrad oder eine starke Kundenbindung assoziiert werden.

Im Rahmen der Kennzahlenanalyse können Investoren neben dem absoluten Umsatz auch die Umsatzsteigerung eines Unternehmens im Branchenvergleich bewerten. Hier besteht die Möglichkeit, nicht nur den gegenwärtigen Stand, sondern ein dynamisches Bild zu erhalten. Angenommen, ein Unternehmen ist Marktführer und dominiert den Markt mit 100 Millionen Euro Umsatz. Ein weiteres Unternehmen realisiert 20 Millionen Euro Umsatz. Im direkten Vergleich kann das erste Unternehmen aus Investorensicht attraktiver erscheinen. Wenn der Umsatz des ersten Unternehmens jedoch jährlich nur um fünf Prozent wächst, während das andere Unternehmen eine Steigerung von 25 Prozent pro Jahr realisieren kann, besteht die Möglichkeit, dass der bisherige Marktführer mittelfristig abgelöst wird. Der reine Vergleich der Ist-Situation hätte auf diesen Zustand kaum hindeuten können.

Nachteile der Kennzahl

Gleichzeitig ist die Aussagekraft des Gesamtumsatzes begrenzt. Beispielsweise kann mithilfe des Umsatzes kein Rückschluss auf die Rentabilität eines Unternehmens gezogen werden. Hohe beziehungsweise steigende Umsätze sind nur dann vorteilhaft, wenn das Unternehmen auch einen Gewinn erzielt. Bei einem Verlust pro verkaufter Einheit wirkt sich ein hoher Umsatz sogar nachteilig aus. Für die Ermittlung des Gewinns sind neben dem Umsatz beziehungsweise den Erlösen die Kosten relevant. Erst wenn nach Abzug aller Kosten ein Überschuss verbleibt, realisiert ein Unternehmen einen Gewinn.

Auch eine Unternehmensbewertung ist mithilfe des Umsatzes selbst nicht möglich. Da der Umsatz grundsätzlich nicht im Verhältnis zu anderen Kennzahlen wie beispielsweise dem Kapital eines Unternehmens steht, ist seine Aussagekraft deutlich eingeschränkt. Für einen Investor wäre es beispielsweise nicht nur notwendig den Umsatz eines Unternehmens zu kennen. Relevant kann beispielsweise auch die Information sein, wie viel Kapital ein Unternehmen benötigt, um den Umsatz zu realisieren. Sonst würden größere Unternehmen strukturell bevorzugt und die Aussagekraft des Gesamtumsatzes zusätzlich eingeschränkt.

Forderungsverluste als Risiko

Ebenfalls kritisch ist die Zuordnung der Forderungen zum Umsatz zu sehen. Als Umsatz führt ein Unternehmen alle verkauften Produkte und Dienstleitungen seines Kerngeschäftes auf. Dabei erfährt der Bewerter nicht, wie werthaltig die Umsätze sind. Forderungsverluste können beispielsweise im Nachhinein entstehen und zur Folge haben, dass ein Teil des Umsatzes nicht realisiert werden kann. Eine nachträgliche Korrektur des Gesamtumsatzes findet dabei nicht statt. Daher ist ein Investor auf zusätzliche Kennzahlen wie beispielsweise Forderungsverluste oder Forderungsverlustquoten angewiesen.

Beispiel: Das Unternehmen Büro123 beliefert zwei Kunden mit Büromaterialien. Im laufenden Jahr hat jeder Kunde Ware im Wert von zwei Millionen Euro erhalten. Der Gesamtumsatz beläuft sich folglich auf vier Millionen Euro. Zum Ende des Geschäftsjahres hat Kunde A noch Forderungen in Höhe von 200.000 Euro offen. Kurz darauf meldet das Unternehmen Insolvenz an. Das Unternehmen Büro123 verbucht die 200.000 Euro als Forderungsverlust. Dabei wird weder der Umsatz des aktuellen Jahres noch des Vorjahres verändert. Folglich weist Büro123 Umsätze in Höhe von vier Millionen Euro aus, obwohl es nur 3,8 Millionen Euro erhalten hat.

Fehlende Feingliederung

Der Umsatz selbst gibt den Wert aller verkauften Produkte und Dienstleistungen wider. Die meisten Unternehmen verfügen über ein Portfolio aus verschiedenen Produkten und Dienstleistungen. Daher kann ein Investor kaum beurteilen, wie sich der Umsatz eines Unternehmens zusammensetzt. Für eine umfassende Analyse kann beispielsweise die Aufteilung nach Geschäftssegmenten, Unternehmensteilen oder einzelnen Produkten sinnvoll sein. Nur dann ist eine Aufteilung möglich, welches Produkt beispielsweise welchen Anteil am Gesamtumsatz hat.

Gleichzeitig kann ein Investor nur vermuten, wie sich Menge und Preis, die beiden Ausgangsfaktoren des Umsatzes, im Verhältnis zueinander entwickeln. Diese Information wäre jedoch notwendig, um die strategische Ausrichtung eines Unternehmens zu bewerten. Wenige verkaufte Produkte zu hohen Preisen können beispielsweise für die Strategie der Qualitätsführerschaft sprechen. Niedrige Preise bei hohen Stückzahlen können auf den Ansatz der Preisführerschaft hinweisen. Eine Marktanalyse auf Basis des Gesamtumsatzes ist folglich kaum möglich.

Weiterführende Umsatzkennzahlen

Der Umsatz kann in seiner Aussagekraft durch den Vergleich mit anderen Kennzahlen aufgewertet werden. Hierfür kann eine beliebige Kennzahl mit dem Umsatz kombiniert werden, um neue Sichtweisen für die Unternehmensanalyse zu eröffnen. Zwei häufig verwendete Kennzahlen sind in diesem Zusammenhang der Return on Sales (RoS oder Umsatzrendite) und die Price to Sales Ratio.

Mithilfe des Return on Sales kann ein Investor den Zusammenhang zwischen Gewinn und Umsatz verdeutlichen. Die Division des Gewinns durch den Umsatz ermöglicht eine Aussage darüber, wie viel Gewinn ein Unternehmen mit jedem umgesetzten Euro erwirtschaftet. Ein wesentlicher Nachteil des Gesamtumsatzes kann damit behoben werden. Ist der Return on Sales positiv, kann der Investor davon ausgehen, dass steigende Umsätze auch tatsächlich positiv zu bewerten sind.

Return~on~Sales~(prozentual)=\frac{Gewinn}{Umsatz}*100

Einen anderen Blickwinkel eröffnet die Price to Sales Ratio (Kurs-Umsatz-Verhältnis). Es handelt sich dabei um einen sogenannten Multiple, der einen Vergleich mit dem Marktwert des Unternehmens vornimmt. Für die Berechnung der Price to Sales Ratio teilt der Investor die Marktkapitalisierung eines Unternehmens durch dessen Gesamtumsatz. Das Ergebnis ist eine Bewertungskennziffer, die einen Hinweis auf die Bewertung des Unternehmens geben kann. Eine Price to Sales Ratio von fünf bedeutet beispielsweise, dass ein Unternehmen mit dem Fünffachen seines Jahresumsatzes bewertet ist. Niedrigere Werte können von Investoren grundsätzlich als positiv interpretiert werden.

Price~to~Sales~Ratio=\frac{Marktkapitalisierung}{Umsatz}*100

Unterschied zwischen Revenue, Turnover und Sales

Die Begriffe “Revenue”, “Turnover” und “Sales” werden in der unternehmerischen Praxis und unter Investoren häufig synonym für den Gesamtumsatz oder Umsatz generell verwendet. Dabei existieren begriffliche Unterschiede, die Investoren bei der Analyse von Unternehmen berücksichtigen sollten. Zu bedenken gilt es ebenfalls, dass es regionale sprachliche Abweichungen geben kann (z. B. zwischen British und American English).

Sales

Der Begriff Sales ähnelt in seiner Bedeutung dem Gesamtumsatz nach deutschem Sprachgebrauch am meisten. Er wird durch die Multiplikation von Absatzmenge und Preis gebildet. Die Darstellung erfolgt ausschließlich als Geldwert. Als Sales können nur operative Erträge berücksichtigt werden. Daher ist die Maßzahl Revenue für gewöhnlich höher als die Sales.

Operationg Revenue

Grundsätzlich entspricht auch der Begriff (operating) Revenue dem Gesamtumsatz eines Unternehmens. Diesen erzielt ein Unternehmen aus dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen an Kunden im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufes. Der Revenue wird ausschließlich in einem Geldwert, für gewöhnlich in der Berichtswährung des Unternehmens angegeben. Zudem handelt es sich um eine Pflichtangabe in der Gewinn- und Verlustrechnung. Zum Revenue können jedoch auch Positionen gehören, die nicht mit dem Kerngeschäft eines Unternehmens in Verbindung stehen. Hierzu können beispielsweise Zinserträge, Erträge aus Anlagenabgängen oder aus Wertpapiergeschäften gehören. Als Revenue sind also alle Erträge einer bestimmten Periode gemeint.

Turnover

Mit dem Begriff Turnover kann allgemein der Begriff Umschlagshäufigkeit gemeint sein. Zwar lässt sich der Kapitalumschlag eines Unternehmens auch in Form des Umsatzes messen, aber es existieren andere Formen des Turnovers, die nicht mit dem Umsatz identisch sind. Turnover kann folglich “Gesamtumsatz” (Revenue) bedeuten, muss es aber nicht. Beispielsweise ist für die Berechnung des Capital Turnover (Kapitalumschlag) keine Berücksichtigung von GuV-Werten notwendig. Dadurch, dass unter Turnover der eingehende Zahlungsstrom (Income) zu verstehen sein kann, lässt sich der Begriff am ehesten als Übersetzung für den Nettoumsatz (Umsatz nach Erlösminderungen) verwenden. Dabei muss der Turnover nicht zwangsweise in einer Währung angegeben werden. Es ist auch eine Darstellung in Stückzahlen denkbar. In diesem Fall entspricht der Turnover der Produktivität beziehungsweise dem Absatz eines Unternehmens.

Verschiedene Umsatzbegriffen im Überblick

Begriff Mögliche Übersetzung Beispiel
Gross Sales Gesamtumsatz Verkaufte Produkte in EUR
Net Sales Nettoumsatz Verkaufte Produkte nach Abzug von Skonti in EUR
Revenue Einkommen / Einnahmen Höhe der Einnahmen durch verkaufte Produkte, Zinsen oder andere Ertragsquellen in EUR
Operating Revenue Gesamtumsatz Verkaufte Produkte in 1.000 EUR
Turnover Umschlagshäufigkeit Durchschnittlicher Warenumschlag in Tagen
Capital Turnover Kapitalumschlag Umschlag des Gesamtkapitals über den Umsatz
Turnover Produktivität / Absatzmenge Anzahl der verkauften Produkte in Stück
Turnover Nettoumsatz Verkaufte Produkte nach Abzug von Skonti in EUR

Gesamtumsatz – Beispiel

Die Weichspül AG stellt Reinigungsmittel für Kleidung her. Im vorherigen Geschäftsjahr wurden die beiden Produkte “Flüssig samtig” und “Fest flauschig” abgesetzt. Von dem Waschmittel “Flüssig samtig” konnten insgesamt 450.000 Einheiten verkauft werden. Die Absatzzahl des Produktes “Fest flauschig” beläuft sich auf 200.000 Einheiten. Aufgrund einer kleineren Gebindegröße und geringeren Herstellkosten beträgt der Verkaufspreis für eine Einheit “Flüssig samtig” 2,60 Euro. Das ökologischere und höher dosierte “Fest flauschig” wird zu 3,70 Euro je Einheit verkauft. Anhand dieser Daten ergibt sich der folgende Gesamtumsatz für die Weichspül AG.

Gesamtumsatz~Weichspül~AG=2,60~EUR*450.000~Stück+3,70~EUR*200.000~Stück=1.910.000~EUR

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