VXN (CBOE Nasdaq Volatility Index)

Autor: Maik Engelkamp Inhaltlich geprüft von: Philipp Berger

Der CBOE Nasdaq Volatility Index (Ticker: VXN) ist ein Maß für die erwartete 30-Tage-Volatilität des Nasdaq-100-Index, abgeleitet aus Optionspreisen auf den Index. Er wird häufig als „Angstindex“ bezeichnet, da er die Unsicherheit und das Risikobewusstsein der Marktteilnehmer widerspiegelt. Ein hoher VXN-Wert steht in der Regel für eine erhöhte erwartete Schwankungsintensität, während ein niedriger Wert auf ein ruhigeres Marktumfeld hindeutet.

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VXN Index – Definition

Der VXN Index ist ein Stimmungs- und Volatilitätsindikator für den Nasdaq-100-Index (NDX), der 100 der größten an der Nasdaq gelisteten US-amerikanischen und internationalen Nicht-Finanzunternehmen nach Marktkapitalisierung umfasst. Die Chicago Board Options Exchange (Cboe) führte den Nasdaq Volatility Index am 23. Januar 2001 ein.

Ähnlich wie der CBOE Volatility Index (VIX), der die erwartete 30-Tage-Volatilität des S&P 500 misst, dient der CBOE Nasdaq Volatility Index (VXN) als Barometer für die vom Markt implizit erwarteten Kursschwankungen im Nasdaq-100. Aufgrund seiner Aussagekraft für die Marktstimmung wird der Index von vielen Marktteilnehmern täglich beobachtet.

Hinweis: Wie sein bekannteres Pendant, der VIX, wird auch der Nasdaq Volatility Index in Prozentpunkten notiert. Die Werte werden während der Handelszeiten fortlaufend berechnet und veröffentlicht.

Berechnung

Die Cboe-Methode zur Berechnung des VXN orientiert sich an der Methodik des bekannteren VIX-Index. Grundlage sind Optionen auf den Nasdaq-100 Index (NDX) sowie auf den Nasdaq-100 Mini-Index (NDXP). Berücksichtigt werden zwei Verfallsserien, die gemeinsam eine standardisierte 30-Tage-Laufzeit abbilden.

Es werden zwei Verfallsserien berücksichtigt:

  • Near-Term (erste Fälligkeit): Die nähere verfügbare Optionsserie, die in die 30-Tage-Interpolation einbezogen wird.
  • Next-Term (zweite Fälligkeit): Die darauffolgende verfügbare Optionsserie, die gemeinsam mit der Near-Term-Serie die konstante 30-Tage-Laufzeit umschließt.

Für die Berechnung werden gültige Bid- und Ask-Notierungen über eine breite Spanne von Strike-Preisen herangezogen. Aus den Mittelkursen der berücksichtigten Optionen wird zunächst die implizite Varianz für beide Laufzeiten bestimmt. Anschließend werden diese Werte auf eine konstante 30-Tage-Laufzeit interpoliert und als annualisierte Volatilität dargestellt.

Vereinfacht ausgedrückt erfolgt die endgültige Indexberechnung nach dem Prinzip:

\text{Volatilitätsindex} = 100 * \sqrt{\text{interpolierte 30-Tage-Varianz}}

Interpretation des VXN

Zwischen dem VXN und dem Nasdaq-100 ist häufig eine negative Korrelation zu beobachten: Steigt der VXN, deutet dies oft auf eine erhöhte Nervosität am Markt und fallende Kurse im Nasdaq-100 hin.

Diese Beziehung ist jedoch nicht konstant und sollte nicht isoliert interpretiert werden. Der Index liefert insbesondere keine Aussage über die Richtung der erwarteten Marktbewegung, sondern über deren erwartete Intensität.

Grundsätzlich gilt:

  • Hohe VXN-Werte weisen auf eine erhöhte Unsicherheit und größere erwartete Kursschwankungen hin.
  • Niedrige VXN-Werte deuten auf ein ruhigeres Marktumfeld mit geringerer erwarteter Volatilität hin.

Feste Schwellenwerte zur Einordnung des VXN sind nur eingeschränkt sinnvoll, da das Niveau des Index je nach Marktphase und makroökonomischem Umfeld deutlich variieren kann. Der VXN eignet sich daher eher als relatives Stimmungsbarometer im historischen Vergleich.

Der VXN (CBOE Nasdaq Volatility Index) vs. den NASDAQ 100 im Zeitverlauf
Der VXN (CBOE Nasdaq Volatility Index) vs. den NASDAQ 100 im Zeitverlauf

Verwendung des VXN

Der VXN ist in erster Linie ein Referenzindex zur Messung der erwarteten Volatilität im Nasdaq-100. Er ist selbst kein direkt investierbarer Basiswert, kann jedoch als Analyse- und Orientierungsgröße für Marktteilnehmer dienen, die Volatilitätsentwicklungen im Technologiesektor einschätzen möchten.

Zum Beispiel kann der VXN genutzt werden, um

  • das Marktsentiment im Nasdaq-100 besser einzuordnen,
  • Absicherungsbedarf bei bestehenden Aktien- oder Optionspositionen zu beurteilen,
  • Volatilitätsstrategien und die Bewertung von Optionsprämien im Kontext des Marktumfelds besser zu verstehen.

In der Praxis wird der VXN daher vor allem als ergänzender Indikator in der Analyse von Risiko, Stimmung und erwarteter Schwankungsbreite eingesetzt.

Hinweis: Anders als beim VIX, für den eine breite Produktpalette mit Futures und Optionen existiert, sind für den VXN derzeit keine breit etablierten standardisierten Produkte in vergleichbarer Form verfügbar. Historisch gab es zwar VXN-bezogene Futures, aktuell steht jedoch vor allem die Funktion des Index als Marktbarometer im Vordergrund.

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