Quote Stuffing – Definition & Bedeutung

Autor: Maik Engelkamp

Unter Quote Stuffing versteht man die Praxis, schnell große Orders zu platzieren und diese dann schnell wieder zurückzuziehen, um den Markt mit Preisen zu überschwemmen. Dadurch werden die Marktpreise beeinflusst und Wettbewerber verlieren Zeit, um ihre Aufträge auszuführen. Diese Taktik kommt größtenteils beim algorithmusbasierten Handel in Sekundenbruchteilen (“High Frequency Trading – HFT”) vor.

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Quote Stuffing – Definition

Als Quote Stuffing wird typischerweise eine Börsentaktik bezeichnet, bei welcher große Orders am Markt platziert werden, welche direkt wieder zurückgezogen werden. Damit kann u.a. der Börsenhandel mit bestimmten Futures, Aktien und anderen Finanzprodukten verlangsamt werden, indem eine rege Nachfrage und Angebot für das Wertpapier vorgetäuscht wird.

Bedeutung von Quote Stuffing

Der von Eric Scott Hunsader, dem Gründer des Finanzdatenunternehmens Nanex, geprägte Begriff „Quote Stuffing“ bezeichnet eine Handelsstrategie, die von Hochfrequenzhändlern eingesetzt wird, um sich einen Preisvorteil gegenüber ihren Konkurrenten zu verschaffen.

Es handelt sich um eine Börsentaktik, bei der Händler in betrügerischer Absicht algorithmische Handelsinstrumente einsetzen, um die Märkte mit Aufträgen zu überschwemmen und so die Ressourcen einer Börse mit Kauf- und Verkaufsaufträgen für Wertpapiere zu überlasten.

Exkurs: High Frequency Trading (Hochfrequenzhandel)

Quote Stuffing wird durch (in der Regel algorithmische) Hochfrequenzhandelsprogramme ermöglicht, die eine HFT-Strategie umsetzen und in der Lage sind, Marktaktionen mit hoher Geschwindigkeit auszuführen. Dabei werden Hunderte oder Tausende von Aufträgen (Orders) pro Sekunde automatisch generiert.

Diese Programme ermöglichen es Hochfrequenzhändlern, durch Arbitrage Geld zu verdienen: Sie nutzen vorübergehende (durch dieses Verhalten teils selbst verursachte) Preisineffizienzen aus, bevor andere Zeit haben, sie zu bemerken und/oder darauf zu reagieren. Nach Angaben der Nasdaq macht High Frequency Trading schätzungsweise mindestens 50% des gesamten Marktvolumens aus. Der Hochfrequenzhandel an sich ist nicht illegal.

Nur Market Maker und andere große Marktteilnehmer sind in der Lage, diese Taktiken auszuführen, da eine direkte Verbindung zu den Börsen erforderlich ist, um die Strategie effektiv umsetzen zu können. Je näher ein HFT-Server an der Börse ist, desto schneller kann er auf neue Informationen reagieren.

Reaktion der Aufsichtsbehörden

Quote Stuffing wurde von den Finanzaufsichtsbehörden, einschließlich der Securities and Exchange Commission (SEC), der Commodities and Futures Trading Commission (CFTC) und der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA), unter die Lupe genommen.

Alle drei Aufsichtsbehörden haben bereits Bußgelder wegen Verstößen gegen die Börsenregeln verhängt. Den Hochfrequenzhändlern wurden unter anderem folgende Verstöße vorgeworfen:

Negative Auswirkungen von Quote Stuffing

Auch wenn die Untersuchung der SEC letztlich andere Faktoren als Hauptursache ausmachte, wurde Quote Stuffing zunächst als einer der treibenden Faktoren für den „Flash Crash“ von 2010 verantwortlich gemacht. Dieser ließ den Dow Jones Industrial Average (DJIA) innerhalb weniger Minuten um 1.000 Punkte fallen.

Unabhängig von der Ursache soll es weit verbreitet gewesen sein und sich negativ auf die Effizienz der Börsen ausgewirkt haben. Somit könnte die Börsentaktik zumindest zu einem Umfeld beigetragen haben, in dem es zu einem solchen “Flash Crash” kommen konnte.

Darüber hinaus deuten Forschungsstudien, die unter anderem von ResearchGate, Nanex und dem Chartered Financial Analyst Institute (CFA Institut) zusammengestellt wurden, darauf hin, dass HFT-Praktiken, einschließlich Quote Stuffing, die Preise in die Höhe treiben, die Liquidität verringern und eine größere Volatilität der Märkte verursachen.

Börsenregel gegen das Quote Stuffing

Sowohl die New York Stock Exchange (NYSE) als auch die Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) haben Regeländerungen zur Bekämpfung des Quote Stuffing verabschiedet. Dazu gehört die Regel 5210 (Veröffentlichung von Transaktionen und Kursofferten), die „zwei Arten von Kursofferten und Handelsaktivitäten, die als störend angesehen werden“, verbietet.

Weitere Vorschläge zur Lösung des Problems und zur Reduzierung von Quote Stuffing beinhalten die Einführung von Mindestzeiten, gemessen in Millisekunden, bevor Geld- oder Briefkurse gelöscht werden können.

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