Weighted Moving Average (WMA) Indikator – Erklärung, Berechnung & Beispiel

🔴Live-Webinar am 24.08.2026 um 18:30 Uhr

Vermögensaufbau an der Börse plus zusätzliches Einkommen generieren

Einführung: Optionsstrategien für alle MarktlagenLerne in unserem kostenlosen Live-Webinar, wie du an der Börse ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust.


Zusatzeinkommen an der Börse - so funktioniert's

Handeln mit System: Investieren ohne Bauchgefühl

Gute von schlechten Aktien unterscheiden können

Mit nur wenig Zeitaufwand möglich
Community-Mitglieder
Bereits 11.000+
Teilnehmer

🔴Live-Webinar
am 24.08.2026 um 18:30 Uhr

Vermögensaufbau an der Börse plus zusätzliches Einkommen generieren

Einführung: Optionsstrategien für alle MarktlagenLerne in unserem kostenlosen Live-Webinar, wie du an der Börse ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust.


Zusatzeinkommen an der Börse - so funktioniert's

Handeln mit System: Investieren ohne Bauchgefühl

Gute von schlechten Aktien unterscheiden können

Mit nur wenig Zeitaufwand möglich
Community-Mitglieder
Bereits 11.000+
Teilnehmer

Weighted Moving Average im Überblick

Indikator-Steckbrief: Weighted Moving Average (WMA)
Kategorie Trend
Darstellung Direkt auf dem Preischart (Overlay)
Standardparameter Periodenlänge: frei wählbar und je nach Plattform unterschiedlich vorbelegt; Kursbasis: häufig Schlusskurs (Close); lineare Gewichtung
Wertebereich Unbegrenzt – der WMA bewegt sich in der Preisskala des Basiswerts
Typische Zeitrahmen Intraday (5 Min – 4 Std), Daily, Weekly
Märkte Aktien, Indizes, Forex, Futures, Kryptowährungen – universell einsetzbar
Entwickelt von Kein einzelner Erfinder; die lineare Gewichtung stammt aus der klassischen Zeitreihenanalyse und fand ab den 1950er/1960er Jahren Eingang in die technische Analyse

WMA oder LWMA – Begriffliche Abgrenzung

Der Begriff „gewichteter gleitender Durchschnitt“ ist in der allgemeinen Zeitreihenanalyse weiter gefasst: Grundsätzlich können die Datenpunkte innerhalb eines gleitenden Fensters mit unterschiedlich festgelegten Gewichten versehen werden.

In der technischen Analyse bezeichnet der Weighted Moving Average (WMA) jedoch meist den linear gewichteten gleitenden Durchschnitt, auf Englisch „Linear Weighted Moving Average“ oder kurz LWMA. Bei dieser Variante steigen die Gewichte vom ältesten zum jüngsten Kurs in gleichmäßigen Schritten von 1 bis n. Der aktuelle Kurs erhält bei einem WMA über n Perioden somit das Gewicht n, der älteste berücksichtigte Kurs das Gewicht 1.

Hinweis: Je nach Charting-Plattform kann derselbe Indikator als „Moving Average Weighted“ oder „Linear Weighted Moving Average“ bezeichnet werden. Die Berechnung und sämtliche Beispiele in diesem Artikel beziehen sich auf diese linear gewichtete Variante.

Weighted Moving Average (WMA) – Signale und Interpretation

Der Weighted Moving Average (WMA) arbeitet über die Lage des Kurses zur Linie, über die Steigung der Linie selbst sowie über Kreuzungen mehrerer WMAs mit unterschiedlichen Perioden. Grundsätzlich gilt: Notiert der Kurs über einem steigenden WMA, spricht das für einen Aufwärtstrend – notiert er unter einem fallenden WMA, spricht das für einen Abwärtstrend.

Der WMA-Indikator kann mit einem Golden Cross bzw. einem Death Cross wichtige Signale für Trendwechsel liefern
Golden Cross und Death Cross: Die Kreuzung einer kurzfristigen WMA-Linie mit einer langfristigen WMA-Linie kann ein wichtiges Signal für einen Trendwechsel liefern. Ein Golden Cross gilt als bullisches Kaufsignal, während ein Death Cross auf einen möglichen Abwärtstrend hindeutet.

Kaufsignal

Der Kurs durchbricht die WMA-Linie von unten nach oben, während die Linie bereits dreht oder steigt. Im Zwei-Linien-Ansatz entsteht das Signal, wenn ein kurzer WMA (z.B. 50 Perioden) einen längeren WMA (z.B. 200 Perioden) von unten nach oben kreuzt.

Typisches Kaufsignal des WMA-Indikators
Typisches Kaufsignal des WMA-Indikators: Ein nachhaltiger Anstieg über den gewichteten gleitenden Durchschnitt signalisiert zunehmende Stärke. Besonders aussagekräftig ist das sogenannte Golden Cross, bei dem der kurzfristige WMA den langfristigen WMA von unten nach oben kreuzt und damit einen möglichen längerfristigen Aufwärtstrend bestätigt.

Hinweis: Ein kurzfristiger Ausbruch über die WMA-Linie allein reicht oft nicht aus. Fällt der Kurs schnell wieder darunter, handelt es sich in der Regel um ein Fehlsignal (Head Fake). Das Gleiche gilt umgekehrt auch für potenzielle Verkaufssignale.

Verkaufssignal

Der Kurs fällt von oben durch die WMA-Linie, während diese abflacht oder bereits dreht. Analog gilt die Kreuzung des kurzen WMA unter den längeren als Verkaufssignal.

Typisches Verkaufssignal des WMA-Indikators
Typisches Verkaufssignal des WMA-Indikators: Fällt der Kurs unter den gewichteten gleitenden Durchschnitt und dreht der kurzfristige WMA nach unten, schwächt sich der Trend ab. Ein Death Cross – das Kreuzen des 50er-WMA unter den 200er-WMA – gilt als klassisches Signal für einen möglichen längerfristigen Abwärtstrend.

Neutraler Bereich

Verläuft der WMA flach und schwankt der Kurs mehrfach um die Linie, befindet sich der Markt in einer Seitwärtsphase. In dieser Konstellation entstehen gehäuft Fehlsignale (Whipsaws). Die Kreuzungen sollten dann ignoriert oder durch einen zweiten Indikator bestätigt werden.

In Seitwärtsphasen stößt der WMA-Indikator an seine Grenzen: Häufige Kreuzungen der gleitenden Durchschnitte erzeugen sogenannte Whipsaws (Fehlsignale)
In Seitwärtsphasen stößt der WMA-Indikator an seine Grenzen: Häufige Kreuzungen der gleitenden Durchschnitte erzeugen sogenannte Whipsaws (Fehlsignale), ohne dass sich ein nachhaltiger Trend entwickelt. In trendlosen Marktphasen sollten WMA-Signale daher mit weiteren Indikatoren bestätigt werden.

Dynamische Unterstützung und Widerstand

In etablierten Trends fungiert der WMA häufig als dynamische Unterstützung (im Aufwärtstrend) bzw. als Widerstand (im Abwärtstrend). Insbesondere der 200er-WMA wird von vielen Marktteilnehmern beobachtet, wodurch er als selbsterfüllende Marke an Bedeutung gewinnt.

Der WMA kann als dynamische Unterstützungs- und Widerstandslinie dienen
Der WMA kann als dynamische Unterstützungs- und Widerstandslinie dienen: In Abwärtstrends reagiert der Kurs häufig am WMA als Widerstand, während derselbe Durchschnitt in Aufwärtstrends als Unterstützung fungieren kann. Dadurch lassen sich potenzielle Einstiegs-, Ausstiegs- und Rücksetzerbereiche besser einschätzen.

Hinweis: Die Bestätigung durch weitere Indikatoren oder Price Action kann die Zuverlässigkeit der Signale erhöhen.

Berechnung des WMA-Indikators

Ausgangspunkt für die Berechnung des Weighted Moving Average (WMA) sind die Schlusskurse (Close) von n aufeinanderfolgenden Perioden. Anders als beim einfachen gleitenden Durchschnitt geht jeder Kurs mit einem eigenen Gewicht in die Rechnung ein:

  • Der aktuellste Kurs erhält das höchste Gewicht (n), der zweitaktuellste das Gewicht n−1 und so fort bis zum ältesten Kurs mit dem Gewicht 1. Die Gewichte nehmen also linear ab.
  • Die Summe aller gewichteten Kurse wird anschließend durch die Summe der Gewichte geteilt, damit das Ergebnis wieder in der Preisskala des Basiswerts liegt.

Schritt 1 – Gewichtung der einzelnen Perioden:

w_i = i \quad \text{für} \quad i = 1, 2, \dots, n
P_{t}\ \rightarrow\ w = n, \qquad P_{t-1}\ \rightarrow\ w = n-1, \qquad P_{t-n+1}\ \rightarrow\ w = 1

Schritt 2 – Summe der Gewichte:
\sum_{i=1}^{n} w_i = 1 + 2 + \dots + n = \frac{n \cdot (n+1)}{2}

Schritt 3 – Gewichtete Summe der Kurse:
S_t = n \cdot P_t + (n-1) \cdot P_{t-1} + \dots + 2 \cdot P_{t-n+2} + 1 \cdot P_{t-n+1}

Schritt 4 – Finaler Indikatorwert:
WMA_t = \frac{S_t}{\dfrac{n \cdot (n+1)}{2}} = \frac{\displaystyle\sum_{i=1}^{n} (n-i+1) \cdot P_{t-i+1}}{\dfrac{n \cdot (n+1)}{2}}

Rechnenbeispiel

Ein Zahlenbeispiel für n = 5 mit den Schlusskursen 100, 102, 101, 104 und 106 (ältester bis jüngster Kurs):

  • Der gewichtete Zähler beträgt 1·100 + 2·102 + 3·101 + 4·104 + 5·106 = 1.553.
  • Die Summe der Gewichte 15. Der WMA liegt damit bei 103,53 – deutlich näher am aktuellen Kurs von 106 als der SMA mit 102,60.

Hinweis:
Die lineare Gewichtung ist der entscheidende Unterschied zum klassischen Simple Moving Average (SMA), bei dem alle Kurse mit dem Faktor 1/n eingehen. Der WMA verkürzt dadurch die Verzögerung, blendet ältere Kurse aber nach n Perioden vollständig aus: Fällt ein extremer Kurs aus dem Berechnungsfenster, kann die Linie sichtbar springen.

Typische WMA-Einstellungen

Der Weighted Moving Average (WMA) kennt im Kern nur zwei Parameter: die Periodenlänge und die zugrunde liegende Kursbasis.

Die Kursbasis (Source) ist standardmäßig der Schlusskurs. Alternativ lassen sich Eröffnungs-, Hoch- oder Tiefkurse oder Mittelwerte wie (High + Low)/2 verwenden, was den Verlauf leicht glättet.

Die Periodenlänge (Length) bestimmt Reaktionsgeschwindigkeit und Glättung.

  • Kurze Perioden (5 bis 20) liegen eng am Kurs, liefern früh Signale und erzeugen entsprechend viele Fehlsignale – sie eignen sich für Daytrading und kurzfristige Swing-Ansätze.
  • Mittlere Perioden (20 bis 50) gelten als Kompromiss und werden häufig als Trendfilter im Tageschart eingesetzt.
  • Lange Perioden (100 bis 200) glätten stark, reagieren träge und dienen der Bestimmung des übergeordneten Trends.

Als Faustregel gilt: Je kürzer der gehandelte Zeitrahmen, desto kürzer die sinnvolle Periode.

Was bedeutet WMA 20?

Die Zahl hinter der Bezeichnung gibt an, wie viele Kerzen beziehungsweise Bars des aktiven Charts in die Berechnung eingehen. Ein WMA 20 basiert daher immer auf den letzten 20 Chartperioden – nicht automatisch auf 20 Kalendertagen.

Im Stundenchart verwendet ein WMA 20 die letzten 20 Stundenkerzen, im 5-Minuten-Chart die letzten 20 Fünf-Minuten-Kerzen und im Tageschart die letzten 20 Tageskerzen. Bei einem börsentäglich gehandelten Basiswert entsprechen 20 Tageskerzen in der Regel 20 Handelstagen. Die Periodenlänge muss deshalb immer zusammen mit dem eingestellten Zeitrahmen gelesen werden.

Hinweis: Ein verbreiteter Aufbau ist die Kombination zweier WMA-Linien, deren Kreuzungen als Signale und deren Abstand zueinander als Maß für die Trendstärke gelesen wird. Die Standardeinstellungen dienen als Ausgangspunkt. Je nach Basiswert, Zeitrahmen und persönlichem Handelsstil können individuelle Anpassungen sinnvoll sein.

Beispiel: WMA-Indikator im Chart

Der folgende Chart zeigt den S&P-500-Index im Tagesintervall mit einem WMA über 9 Perioden direkt auf dem Kurschart. Anhand unterschiedlicher Marktphasen lassen sich die Reaktion der Linie auf Richtungswechsel, mögliche Rücksetzer an den WMA sowie häufigere Kreuzungen in Seitwärtsphasen nachvollziehen. Die Periodenlänge lässt sich über die Einstellungen des WMA-Indikators anpassen.

WMA-Indikator in TradingView erstellen

Der Weighted Moving Average (WMA) gehört in TradingView zu den fest integrierten Standard-Indikatoren und lässt sich in wenigen Schritten auf jedem Chart aktivieren:

  • Schritt 1: Den gewünschten Basiswert öffnen (z.B. SP:SPX).
  • Schritt 2: In der oberen Toolbar auf „Indikatoren“ (Indicators) klicken, um die Indikator-Suche zu öffnen.
  • Schritt 3: Im Suchfeld „Moving Average Weighted“ bzw. „WMA“ eingeben und den Treffer aus der Kategorie der eingebauten Indikatoren (Technicals) auswählen.
  • Schritt 4: Mit einem Klick wird der WMA direkt auf dem Kurschart als Linie hinzugefügt.
  • Schritt 5: Über das Zahnrad-Symbol (Einstellungen) lassen sich unter „Inputs“ die Parameter (Länge, Quelle, Offset) sowie unter „Style“ Farbe, Linienstärke und Darstellung anpassen. Für einen Zwei-Linien-Ansatz wird der Indikator einfach ein zweites Mal mit abweichender Periode hinzugefügt.

Hinweis: Der WMA benötigt mindestens n vollständige Perioden, bevor er den ersten Wert ausgibt. Bei kurzen Historien oder illiquiden Basiswerten mit Kurslücken kann die Linie daher verzögert oder verzerrt beginnen. Für den Vergleich verschiedener Zeitrahmen empfiehlt es sich, die Periodenlänge mitzuskalieren.

Weighted Moving Average (WMA) – Stärken und Schwächen

Stärken

  • Geringere Verzögerung als der Simple Moving Average (SMA) bei gleicher Periodenlänge
  • Nachvollziehbare, transparente Berechnung ohne rekursive Glättung
  • Zuverlässige Trendbestätigung und dynamische Unterstützung/Widerstände in gerichteten Märkten
  • Auf jeden Basiswert und jeden Zeitrahmen anwendbar bzw. in nahezu jeder Charting-Software vorhanden

Schwächen

  • Grundsätzlich nachlaufend – Signale entstehen erst nach der Kursbewegung
  • Häufige Fehlsignale in Seitwärtsphasen (Whipsaws)
  • Höhere Sensitivität gegenüber dem SMA bedeutet auch mehr Verzerrungen
  • Abrupte Sprünge möglich, wenn Ausreißer aus dem Berechnungsfenster fallen
  • Keine Aussage über Kursziele oder die Qualität eines Trends

WMA, SMA und EMA im Vergleich

Weighted Moving Average (WMA), Simple Moving Average (SMA) und Exponential Moving Average (EMA) verfolgen dasselbe Grundziel: Sie glätten Kursbewegungen und stellen die zugrunde liegende Trendrichtung dar. Sie unterscheiden sich jedoch darin, wie stark einzelne Kurse berücksichtigt werden und wie lange ältere Daten in die Berechnung einfließen.

Merkmal Simple Moving Average (SMA) Weighted Moving Average (WMA/LWMA) Exponential Moving Average (EMA)
Gewichtung Alle Kurse innerhalb der gewählten Periode erhalten dasselbe Gewicht. Die Gewichte steigen linear an: Der jüngste Kurs erhält das höchste, der älteste Kurs das niedrigste Gewicht. Die Gewichte nehmen exponentiell ab. Aktuelle Kurse besitzen den größten Einfluss.
Berücksichtigte Historie Festes Fenster aus den letzten n Kursen. Festes Fenster aus den letzten n Kursen. Rekursive Berechnung über den vorherigen EMA. Ältere Kurse verlieren fortlaufend an Gewicht, werden aber nicht zu einem festen Zeitpunkt vollständig entfernt.
Reaktion auf neue Kurse Reagiert bei vergleichbarer Periodenlänge meist am ruhigsten, da alle Kurse gleich gewichtet sind. Reagiert schneller als der SMA, weil die jüngsten Kurse einen größeren Anteil am Ergebnis haben. Gewichtet neue Kurse ebenfalls stärker als der SMA. Wie schnell der EMA im Vergleich zum WMA reagiert, hängt von der gewählten Periode und dem verwendeten Glättungsfaktor ab.
Ausscheiden alter Kurse Der älteste Kurs fällt nach n Perioden vollständig aus dem Berechnungsfenster. Der älteste Kurs fällt nach n Perioden vollständig aus dem Fenster, besitzt unmittelbar davor aber nur noch das Gewicht 1. Es gibt keinen festen Zeitpunkt, an dem ein älterer Kurs abrupt aus der rekursiven Berechnung entfernt wird.
Typischer Einsatz Ruhige Darstellung übergeordneter Trends sowie häufige Referenz für langfristige Durchschnittslinien. Frühere Reaktion auf aktuelle Richtungsänderungen bei transparenter und zeitlich begrenzter Gewichtung. Fortlaufende Trendbeobachtung mit exponentiell abnehmendem Einfluss älterer Kurse.

Hinweis: Keiner der drei gleitenden Durchschnitte ist grundsätzlich überlegen. Der geeignete Durchschnitt hängt vom gewünschten Verhältnis zwischen Reaktionsgeschwindigkeit und Glättung ab.

Mögliche Kombinationen mit anderen Indikatoren

Der WMA entfaltet seine Stärke besonders in Kombination mit anderen Indikatoren der technischen Analyse:

  • Relative Strength Index (RSI): Ergänzt die reine Trendrichtung um eine Momentum-Perspektive. Ein WMA-Kaufsignal bei gleichzeitig aus dem überverkauften Bereich drehendem Relative Strength Index (RSI) gilt als robuster als ein Signal bei bereits überkauftem Momentum.
  • Average Directional Index (ADX): Ergänzt den WMA um eine Einschätzung der Trendstärke. Da der WMA in Seitwärtsphasen anfällig für Fehlsignale ist, kann der ADX-Indikator als zusätzlicher Filter dienen. Werte oberhalb von etwa 25 werden häufig als Hinweis auf einen stärkeren Trend gelesen, während Werte unter 20 eher für einen schwachen oder fehlenden Trend sprechen.
  • Average True Range (ATR): Liefert die Volatilitätsdimension und dient der Platzierung von Stopps in sinnvollem Abstand zum WMA, statt die Linie selbst als starre Ausstiegsmarke zu nutzen.
  • Price Action / Kerzenmuster: Bullische Formationen wie Engulfing-Kerzen oder Hammer direkt an einem steigenden WMA bestätigen dessen Funktion als dynamische Unterstützung – und umgekehrt bei fallender Linie.
  • Support/Resistance und Fibonacci-Levels: Fällt ein WMA-Signal mit einer horizontalen Preiszone oder einem Fibonacci-Retracement zusammen, gewinnt es an Bedeutung, weil mehrere unabhängige Ansätze auf dieselbe Zone verweisen.

Hintergrund und Geschichte des Weighted-Moving-Average-Indikators

  • Frühes 20. Jahrhundert: Gleitende Durchschnitte mit ungleicher Gewichtung sind in der statistischen Zeitreihenanalyse längst etabliert, lange bevor sie in der Chartanalyse Verwendung finden.
  • 1950er/1960er Jahre: Der linear gewichtete gleitende Durchschnitt findet Eingang in die technische Analyse; ein einzelner Erfinder lässt sich nicht benennen, da das Konzept aus der Statistik übernommen wurde.
  • 1970er/1980er Jahre: Mit dem Aufkommen computergestützter Auswertung wird die aufwendigere Rechnung praktikabel. Standardwerke der technischen Analyse – etwa „The Encyclopedia of Technical Market Indicators“ von Robert W. Colby und Thomas A. Meyers (1988) – führen den WMA neben SMA und EMA als eigenständige Variante.
  • Ab den 1990er Jahren: Breite Adaption durch die feste Integration in nahezu alle Charting-Plattformen. Der WMA dient zudem als Baustein weiterentwickelter Indikatoren, etwa der Hull Moving Average (HMA) von Alan Hull, die vollständig auf gewichteten Durchschnitten aufbaut.

Fazit zu Weighted Moving Average (WMA)

Der Weighted Moving Average (WMA) ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Trendindikator, der die Verzögerung des klassischen SMA reduziert, ohne dessen Grundprinzip aufzugeben. Er veranschaulicht die vorherrschende Kursrichtung und liefert über Kreuzungen und die Steigung der Linie klar definierte Signale.

Seine Schwächen, wie Nachlauf und Fehlsignale in Seitwärtsphasen, teilt der WMA-Indikator mit allen gleitenden Durchschnitten. Sie lassen sich unter anderem durch einen Trendfilter wie den ADX und die Bestätigung über Price Action deutlich entschärfen.

Wer sich vertiefen möchte, findet fundierte Darstellungen gleitender Durchschnitte in John J. Murphys „Technical Analysis of the Financial Markets“ (1999) sowie in Robert W. Colbys „The Encyclopedia of Technical Market Indicators“ (2. Auflage, 2003), das die verschiedenen Glättungsverfahren systematisch vergleicht. Praxisnahe Erläuterungen liefern zudem die Dokumentationen der gängigen Charting-Plattformen.

🔴 Kostenloses Live-Webinar: Optionshandel lernen und Zusatzeinkommen generieren

Lerne in unserem kostenlosen Live-Webinar am 24.08.2026 um 18:30 Uhr, wie du mit dem Optionshandel ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust. Lerne, gute von schlechten Aktien zu unterscheiden und erkenne zuverlässig überteuerte Aktienkurse. Baue dir ein zweites Einkommen auf, mit dem du unabhängig der Marktlage Geld verdienen kannst. Klicke hier, um dich für das Webinar anzumelden.

DeltaValue GmbH hat 4,89 von 5 Sternen | 279 Bewertungen auf ProvenExpert.com