Sortino Ratio – Definition & Berechnung

Autor: Pit Wilkens Inhaltlich geprüft von: Philipp Berger

Die Sortino Ratio (deutsch: Sortino-Verhältnis) ist eine Kennzahl zur Bewertung der risikoadjustierten Rendite einer Anlage. Sie setzt die erzielte Überschussrendite ins Verhältnis zum spezifischen Verlustrisiko. Besonders relevant ist sie für Anleger, die Wert darauf legen, Verluste beziehungsweise Renditen unterhalb einer Zielrendite zu minimieren.

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Sortino Ratio – Definition

Die Sortino Ratio misst die Rendite pro Einheit Downside-Risiko und ist damit eine Kennzahl für die risikoadjustierte Performance. Dabei wird nur die Standardabweichung der Renditen unterhalb einer festgelegten Zielrendite (Downside Deviation) erfasst, während positive Renditeschwankungen oberhalb der Zielrendite unberücksichtigt bleiben.

Hinweis: Das Konzept wurde von Frank A. Sortino entwickelt und kann unter anderem zur Beurteilung des Verlustrisikos von Einzelaktien, Portfolios und Investmentfonds herangezogen werden.

Sortino Ratio – Berechnung

Die Sortino Ratio wird berechnet, indem die Differenz zwischen der Rendite einer Anlage oder eines Portfolios und einer Zielrendite durch die Standardabweichung der negativen Renditen der Anlage dividiert wird. Renditen oberhalb des Zielwertes gehen mit 0 in die Berechnung ein (sie erhöhen das gemessene Abwärtsrisiko nicht).

Die Formel lautet wie folgt:

\text{Sortino Ratio} = \frac{R_p - T}{\sigma_{\text{d}}}

Dabei gilt:

Rp = durchschnittliche Rendite der Anlage oder des Portfolios
T = Zielrendite (z. B. risikofreier Zins oder Mindestzielrendite)
σd = Downside Deviation (Standardabweichung der Renditen unterhalb T)

Hinweis: Die Betrachtungszeiträume für Rendite, Zielrendite und Volatilität müssen identisch sein.

Interpretation der Kennzahl

Generell gilt: Je höher die Sortino Ratio, desto mehr Überschussrendite wird pro Einheit Downside-Risiko erzielt. Die folgende Einteilung ist eine Praxis-Faustregel. Die tatsächlich als „gut“ oder „sehr gut“ geltenden Werte können je nach Anlageklasse, Zeitraum und Marktlage abweichen.

Sortino Ratio Interpretation
Negativ Die Anlage erwirtschaftet eine geringere Rendite als die Zielrendite (z. B. risikofreier Zins). Dies gilt in der Praxis als nicht akzeptabel.
0 bis 1,0 Suboptimal
Über 1,0 bis 2,0 Akzeptabel
Über 2,0 bis 3,0 Sehr gut
3,0 oder höher Ausgezeichnet

Sortino Ratio vs. Sharpe Ratio

Die Sharpe Ratio setzt die Überschussrendite einer Anlage ins Verhältnis zur Gesamtvolatilität. Sie verwendet also die Standardabweichung aller Renditen (positive wie negative) und lässt sich dadurch relativ einfach berechnen und zwischen Anlageklassen vergleichen.

Die Sortino Ratio hingegen ist besonders relevant für Investoren, Analysten und Portfoliomanager, die in erster Linie Verlustrisiken begrenzen möchten, da sie als Risikomaß nur die Abwärtsvolatilität berücksichtigt.

Im Vergleich zur Sharpe Ratio liefert sie damit ein Bild der Wertentwicklung aus der Perspektive eines verlustaversen Anlegers – insbesondere beim Vergleich von Anlagen oder Strategien mit ähnlicher Rendite, aber unterschiedlicher Häufigkeit und Tiefe von Drawdowns.

Sortino-Verhältnis im Beispiel

Angenommen, der Investmentfonds X hat eine jährliche Rendite von 12 % und eine negative Standardabweichung von 10 %. Investmentfonds Z hat eine jährliche Rendite von 10% und eine negative Standardabweichung von 7 %. Der risikolose Zinssatz beträgt 2,5 Prozent.

Das Sortino-Verhältnis für beide Fonds ist wie folgt zu berechnen:

\text{Sortino~Ratio~Fonds~X}=\frac{12\%-2,5\%}{10\%}=0,95
\text{Sortino~Ratio~Fonds~Z}=\frac{10\%-2,5\%}{7\%}=1,07

Wie bei der Sharpe Ratio ist ein höheres Ergebnis positiv zu bewerten. Bei einem direkten Vergleich zweier Anlagen würde ein Investor diejenige Anlage bevorzugen, die ein höheres Sortino-Verhältnis aufweist. Diese Anlage erwirtschaftet eine höhere Rendite pro Einheit (negatives) Risiko.

Obwohl also der Investmentfonds X auf Jahresbasis eine um 2 % höhere Rendite erzielt, ist er unter Risikogesichtspunkten weniger effizient als der Fonds Z. Auf der Basis der Sortino Ratio wäre somit der Investmentfonds Z die bessere Anlageentscheidung.

Hinweis: Als Zielrendite kommen je nach Fragestellung z. B. risikofreier Zins, Inflationsrate, eine individuelle Hurdle Rate oder die Rendite eines Benchmarks in Frage. Um die Vergleichbarkeit der Kennzahlen zu gewährleisten, sollte in jedem Fall die gleiche Berechnungsformel beibehalten werden.

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