Ulcer Index Indikator – Erklärung, Berechnung & Beispiel

🔴Live-Webinar am 12.10.2026 um 18:30 Uhr

Vermögensaufbau an der Börse plus zusätzliches Einkommen generieren

Einführung: Optionsstrategien für alle MarktlagenLerne in unserem kostenlosen Live-Webinar, wie du an der Börse ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust.

✓
Zusatzeinkommen an der Börse - so funktioniert's
✓
Handeln mit System: Investieren ohne Bauchgefühl
✓
Gute von schlechten Aktien unterscheiden können
✓
Mit nur wenig Zeitaufwand möglich
Community-Mitglieder
Bereits 11.000+
Teilnehmer

🔴Live-Webinar
am 12.10.2026 um 18:30 Uhr

Vermögensaufbau an der Börse plus zusätzliches Einkommen generieren

Einführung: Optionsstrategien für alle MarktlagenLerne in unserem kostenlosen Live-Webinar, wie du an der Börse ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust.

✓
Zusatzeinkommen an der Börse - so funktioniert's
✓
Handeln mit System: Investieren ohne Bauchgefühl
✓
Gute von schlechten Aktien unterscheiden können
✓
Mit nur wenig Zeitaufwand möglich
Community-Mitglieder
Bereits 11.000+
Teilnehmer

Ulcer Index im Überblick

Indikator-Steckbrief: Ulcer Index
Kategorie Volatilität (speziell Abwärts- bzw. Drawdown-Risiko)
Darstellung Oszillator in separatem Panel unterhalb des Kurscharts
Standardparameter Periode: 14 (Tagesbasis); für Wochendaten oft 9
Wertebereich 0 bis 100 % bei nichtnegativen Kursreihen – 0 bedeutet, dass im betrachteten Berechnungsfenster keine Drawdowns vorliegen
Typische Zeitrahmen Daily und Weekly (Martin empfiehlt Wochendaten)
Märkte Aktien, Fonds, ETFs, Indizes – universell einsetzbar
Entwickelt von Peter G. Martin, 1987; erstmals 1989 gemeinsam mit Byron B. McCann veröffentlicht

Ulcer Index – Signale und Interpretation

Der Ulcer Index misst die innerhalb des Berechnungsfensters bereits aufgetretene Drawdown-Belastung. Seine Werte sind stets größer oder gleich null.

  • Niedrige Werte weisen auf geringe oder nur kurzzeitige Drawdowns innerhalb des betrachteten Zeitraums hin.
  • Ein steigender Ulcer Index zeigt dagegen, dass die Drawdowns tiefer und/oder länger anhaltend geworden sind.
Funktionsweise des Ulcer Index anhand des S&P 500 mit Kursrückgang, steigendem Ulcer Index und anschließend sinkender Drawdown-Belastung während der Erholung
Der Ulcer Index reagiert auf Tiefe und Dauer von Kursrückgängen gegenüber vorherigen Hochs. Mit zunehmender Drawdown-Belastung steigt der Index, während eine Erholung und das Herausfallen älterer Drawdowns aus dem Berechnungsfenster zu sinkenden Werten führen können.

Hinweis: Der Indikator arbeitet rückblickend: Aus einem hohen Wert lässt sich nicht ableiten, dass weitere Kursverluste bevorstehen. Ebenso wenig lässt sich aus einem niedrigen Wert ablesen, dass ein Basiswert günstig bewertet ist oder dass künftig nur geringe Verluste zu erwarten sind.

Niedrige und fallende Werte

Ein niedriger Ulcer Index zeigt, dass der Kurs innerhalb des gewählten Berechnungsfensters nur geringe Drawdowns gegenüber vorherigen Hochs verzeichnet hat. Solche Werte treten häufig in stabilen Aufwärtstrends oder in Phasen mit geringer Abwärtsvolatilität auf.

Fallender und anschließend niedriger Ulcer Index während einer Kurserholung und eines Aufwärtstrends im S&P 500
Mit der Kurserholung sinkt der Ulcer Index deutlich und verbleibt anschließend auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Niedrige Werte zeigen geringe historische Drawdowns, stellen jedoch für sich genommen kein Kaufsignal dar.

Hinweis: Ein fallender Ulcer Index weist darauf hin, dass die gemessene Drawdown-Belastung zurückgeht. Dies kann beispielsweise während einer Kurserholung geschehen oder wenn frühere stärkere Drawdowns nach und nach aus dem Berechnungsfenster herausfallen.

Hohe und steigende Werte

Ein hoher oder stark steigender Ulcer Index zeigt, dass innerhalb des Berechnungsfensters tiefere und/oder länger anhaltende Drawdowns aufgetreten sind. Werte deutlich über dem üblichen historischen Niveau des Basiswerts weisen entsprechend auf eine außergewöhnlich hohe Drawdown-Belastung hin.

Ein hoher Ulcer Index tritt häufig erst auf, nachdem bereits deutliche Kursverluste stattgefunden haben, und kann daher auch in der Nähe eines lokalen Tiefs oder während einer beginnenden Erholung noch erhöht sein. Die weitere Kursrichtung sollte jedoch anhand der Kursentwicklung selbst und gegebenenfalls ergänzender Indikatoren beurteilt werden.

Steigender Ulcer Index während eines deutlichen Drawdowns im S&P 500 mit anschließend weiterhin erhöhter Drawdown-Belastung
Mit zunehmender Tiefe und Dauer des Kursrückgangs steigt der Ulcer Index deutlich an. Hohe Werte beschreiben eine bereits eingetretene Drawdown-Belastung und stellen für sich genommen kein Verkaufssignal dar.

Neutraler Bereich

Mittlere, seitwärts verlaufende Werte besitzen für sich genommen nur eine begrenzte Aussagekraft.

Ulcer Index im neutralen Bereich mit seitwärts verlaufenden Werten und anschließend starkem Anstieg infolge eines Kursrückgangs im S&P 500
Seitwärts verlaufende Werte des Ulcer Index besitzen nur eine begrenzte Aussagekraft. Erst der starke Kursrückgang am rechten Bildrand führt zu einem deutlichen Anstieg der gemessenen Drawdown-Belastung.

Glättung und langfristiger Durchschnitt

Zur besseren Einordnung kann der Ulcer Index mit einem gleitenden Durchschnitt, beispielsweise über 52 Perioden, verglichen werden.

  • Ein aktueller Wert deutlich über diesem Durchschnitt weist auf eine im historischen Vergleich erhöhte Drawdown-Belastung hin.
  • Ein Wert darunter kennzeichnet dagegen eine Phase mit vergleichsweise geringer Drawdown-Belastung.

Auch dieser Vergleich dient in erster Linie der Einordnung des aktuellen Marktumfelds.

Hinweis: Da der Ulcer Index keine Aussage über die zukünftige Kursrichtung liefert, empfiehlt es sich, Veränderungen des Index im Zusammenhang mit der tatsächlichen Kursentwicklung und gegebenenfalls mit ergänzenden Indikatoren zu betrachten.

Berechnung des Ulcer Index

Ausgangspunkt für die Berechnung des Ulcer Index sind die Schlusskurse (Close) aufeinanderfolgender Perioden. Zunächst wird für jede Periode der prozentuale Rückgang vom höchsten Schlusskurs des Betrachtungszeitraums ermittelt:

  • Notiert der Kurs auf einem neuen Periodenhoch, beträgt der Drawdown null – es fließt kein Risikobeitrag ein.
  • Liegt der Kurs unter dem Hoch, ergibt sich ein negativer prozentualer Drawdown, der anschließend quadriert und über die gewählte Periodenanzahl (Standard: 14) gemittelt wird.

Schritt 1 – Prozentualer Drawdown je Periode:

D_i = \frac{\text{Close}_i - \text{Max(Close)}_{14}}{\text{Max(Close)}_{14}} \times 100

Schritt 2 – Mittelwert der quadrierten Drawdowns:
\overline{D^{2}} = \frac{1}{14}\sum_{i=1}^{14} D_i^{\,2}

Schritt 3 – Ulcer Index:

Erreicht der Basiswert ein neues Hoch, beträgt der Drawdown der aktuellen Periode null. Durch das Quadrieren werden große Drawdowns überproportional stärker gewichtet als kleine, wodurch tiefe und langanhaltende Verlustphasen besonders deutlich hervortreten. Der resultierende Wert wird in Prozent ausgedrückt und ist stets größer oder gleich null.

UI = \sqrt{\overline{D^{2}}}

Rechenbeispiel zum Ulcer Index

Ein vereinfachtes Beispiel mit fünf Perioden zeigt die Berechnung in der Praxis. Angenommen, der höchste Schlusskurs innerhalb des Betrachtungszeitraums liegt bei 100 Punkten. Die folgenden Schlusskurse betragen 100, 95, 90, 92 und 97 Punkte.

Periode Schlusskurs Drawdown zum Hoch Drawdown²
1 100 0 % 0
2 95 -5 % 25
3 90 -10 % 100
4 92 -8 % 64
5 97 -3 % 9

Zunächst werden die quadrierten Drawdowns addiert und durch die fünf Perioden geteilt:

\overline{D^{2}} = \frac{0 + 25 + 100 + 64 + 9}{5} = 39{,}6

Anschließend wird daraus die Quadratwurzel gezogen:

UI = \sqrt{39{,}6} \approx 6{,}29

Der Ulcer Index beträgt in diesem Beispiel somit rund 6,29 %. Der Wert entspricht nicht einfach dem größten oder dem durchschnittlichen Kursverlust, sondern dem quadratischen Mittel der Drawdowns. Dadurch beeinflussen insbesondere tiefere Rückgänge den Index stärker.

Hinweis: Ein neues Periodenhoch setzt zwar den Drawdown der aktuellen Periode auf null, der Ulcer Index kann jedoch erhöht bleiben, solange frühere Drawdowns noch in die Berechnung einfließen.

Typische Ulcer-Index-Einstellungen

Der Standardwert vieler technischer Implementierungen liegt bei 14 Perioden.

  • Eine kürzere Periode macht den Index reaktionsschneller und lässt ihn stärker auf einzelne Rückgänge reagieren.
  • Eine längere Periode glättet den Verlauf und bildet einen längeren Risikohorizont ab.
Anmerkung zur Datenfrequenz

Tages- und Wochendaten eignen sich grundsätzlich gut für die Berechnung des Ulcer Index. Peter Martin bezeichnete Wochendaten als robuste Wahl. Bei deutlich gröberen Datenintervallen steigt dagegen das Risiko, zwischen zwei Messpunkten liegende Drawdowns vollständig zu übersehen.

Fällt ein Kurs beispielsweise innerhalb eines Quartals stark und erholt sich noch vor dem Quartalsende wieder, bildet eine reine Quartalsreihe diesen zwischenzeitlichen Rückgang nicht ab. Quartalsdaten oder noch längere Intervalle sind deshalb für die klassische Ulcer-Index-Berechnung nur eingeschränkt geeignet.

Hinweis: Die Standardeinstellungen dienen als Ausgangspunkt. Je nach Basiswert, Zeitrahmen und persönlichem Handelsstil können individuelle Anpassungen sinnvoll sein.

Beispiel: Ulcer Index im Chart

Der folgende Tageschart zeigt den S&P-500-Index (Cash) mit dem Ulcer Index in einem separaten Panel. Gut erkennbar ist, wie der Index in ruhigen Aufwärtsphasen nahe null verharrt und in Korrekturphasen sprunghaft ansteigt. Je tiefer und länger der Rückgang, desto höher der Ausschlag.

Ulcer Index Indikator in TradingView erstellen

Der Ulcer Index gehört in TradingView zu den fest integrierten Standard-Indikatoren und lässt sich in wenigen Schritten auf jedem Chart aktivieren:

  • Schritt 1: Den gewünschten Basiswert öffnen (z. B. SPX).
  • Schritt 2: In der oberen Toolbar auf „Indikatoren“ (Indicators) klicken, um die Indikator-Suche zu öffnen.
  • Schritt 3: Im Suchfeld „Ulcer Index“ bzw. „UI“ eingeben und den Treffer aus der Kategorie der eingebauten Indikatoren (Technicals) auswählen.
  • Schritt 4: Mit einem Klick wird der Ulcer Index in einem separaten Panel unterhalb des Kurscharts hinzugefügt.
  • Schritt 5: Über das Zahnrad-Symbol (Einstellungen) lassen sich unter „Inputs“ die Periode sowie unter „Style“ Farbe und Darstellung anpassen.

Hinweis: Da der Ulcer-Index auf Schlusskursen basiert, verliert er bei sehr kurzen Intraday-Zeiträumen an Trennschärfe.

Ulcer Index – Stärken und Schwächen

Stärken

  • Isoliert gezielt das Abwärtsrisiko und blendet die für Long-Positionen unkritische Aufwärtsvolatilität aus
  • Gewichtet tiefe Drawdowns durch das Quadrieren überproportional, langanhaltende Drawdowns erhöhen den Index zusätzlich, weil sie über mehrere Perioden in die Mittelwertbildung eingehen
  • Eignet sich zum Risikovergleich verschiedener Basiswerte, Fonds oder ETFs
  • Bildet die Grundlage für risikoadjustierte Kennzahlen wie die Martin Ratio (Ulcer Performance Index)

Schwächen

  • Nachlaufend – basiert ausschließlich auf bereits eingetretenen Drawdowns
  • Liefert keine direkten Ein- und Ausstiegssignale, sondern nur einen Risikokontext
  • Berücksichtigt nur Schlusskurse und ausschließlich das Abwärtsrisiko
  • Schwellenwerte hängen von Basiswert und Zeitrahmen ab
  • Für Short-Strategien nur eingeschränkt aussagekräftig

Mögliche Kombinationen mit anderen Indikatoren

Der Ulcer Index entfaltet seine Stärke besonders in Kombination mit anderen Indikatoren der technischen Analyse:

  • Gleitender Durchschnitt des Ulcer Index: Glättet den Verlauf und liefert ein langfristiges Referenzniveau, gegen das aktuelle Werte eingeordnet werden können.
  • Gleitende Durchschnitte auf den Kurs (Trendfilter): Der Ulcer Index bewertet das Risiko innerhalb eines übergeordneten Trends – so lässt sich eine Long-Position bevorzugt in Aufwärtstrends mit niedrigem Index eingehen.
  • Average True Range (ATR) / Standardabweichung: Die Gegenüberstellung hilft dabei, allgemeine Schwankungsintensität und drawdown-basiertes Abwärtsrisiko getrennt zu betrachten. Ob sich der Kurs überwiegend aufwärts oder abwärts bewegt, lässt sich aus diesen Kennzahlen allein jedoch nicht ableiten.
  • Price Action / Kerzenmuster: Umkehrformationen nach einem Anstieg des Index können auf ein nachlassendes Abwärtsrisiko und eine mögliche Bodenbildung hindeuten.
  • Support/Resistance: Ein hoher Ulcer Index in der Nähe einer relevanten Unterstützungszone rückt das dortige Chance-Risiko-Verhältnis in den Fokus.

Ulcer Performance Index (Martin Ratio)

Der Ulcer Index bildet auch die Grundlage des Ulcer Performance Index (UPI), der auch als Martin Ratio bezeichnet wird. Die Kennzahl setzt die erzielte Überschussrendite ins Verhältnis zur gemessenen Drawdown-Belastung.

UPI = \frac{R_P - R_f}{UI}

Dabei steht:

  • RP für die Rendite des Investments bzw. Portfolios,
  • Rf für den risikofreien Zinssatz und
  • UI für den Ulcer Index.

Ein höherer UPI bedeutet, dass im betrachteten Zeitraum mehr Überschussrendite je Einheit des gemessenen Drawdown-Risikos erzielt wurde.

Hinweis: Die Grundidee ähnelt der Sharpe Ratio. Die Martin Ratio berücksichtigt allerdings nur die tatsächlich aufgetretene Drawdown-Belastung.

Ulcer Index für Fonds, ETFs und Portfolios vergleichen

Neben einzelnen Aktien oder Indizes kann die Kennzahl auch auf Fonds, ETFs, Handelsstrategien oder die Wertentwicklung eines gesamten Portfolios angewendet werden. Damit ein Vergleich aussagekräftig bleibt, sollten einige Rahmenbedingungen einheitlich gehalten werden:

  • Gleicher Untersuchungszeitraum: Alle Investments sollten über denselben Start- und Endzeitpunkt verglichen werden.
  • Gleiche Datenfrequenz: Für alle Vergleichskandidaten sollten beispielsweise ausschließlich Tages- oder ausschließlich Wochendaten verwendet werden.
  • Konsistente Wertentwicklung: Bei Fonds, ETFs und Portfolios sollten Dividenden, Ausschüttungen und Kosten nach derselben Methode berücksichtigt werden, insbesondere wenn zusätzlich die Martin Ratio berechnet wird.
  • Vergleichbare Anlagealternativen: Ein niedrigerer Ulcer Index zeigt eine geringere historische Drawdown-Belastung im untersuchten Zeitraum, bedeutet aber nicht, dass das Investment künftig risikoärmer oder insgesamt attraktiver ist.
Ulcer Index als Screening-Kriterium

Der Ulcer Index kann als Filter in einem Aktien- oder ETF-Screener verwendet werden. So lassen sich beispielsweise Kandidaten mit besonders hoher historischer Drawdown-Belastung aus einer Vorauswahl entfernen oder mehrere grundsätzlich vergleichbare Investments nach ihrem UI sortieren.

Sinnvoll ist es, den Ulcer Index zunächst zur Risikoselektion zu verwenden und die verbleibenden Kandidaten anschließend anhand von Trend, Bewertung, Momentum oder anderen Kriterien weiter zu analysieren.

Ulcer Index vs. Standardabweichung und Maximum Drawdown

Ein Investment kann trotz eines hohen Maximum Drawdowns einen vergleichsweise moderaten Ulcer Index besitzen, wenn der starke Einbruch nur kurz anhält und sich der Kurs schnell erholt. Umgekehrt kann ein über längere Zeit bestehender, weniger spektakulärer Drawdown den Ulcer Index deutlich erhöhen. Für die Beurteilung historischer Abwärtsrisiken können sich Maximum Drawdown und Ulcer Index daher ergänzen.

Kennzahl Was wird gemessen? Besonderheit
Standardabweichung Streuung der Renditen um ihren Mittelwert Aufwärts- und Abwärtsbewegungen erhöhen die gemessene Volatilität gleichermaßen. Die Reihenfolge der Renditen spielt für die Standardabweichung selbst keine Rolle.
Maximum Drawdown Größter prozentualer Verlust von einem Hoch bis zum nachfolgenden Tief Konzentriert sich auf den einzelnen schlimmsten historischen Einbruch, berücksichtigt aber nicht die Gesamtheit und Dauer aller Drawdowns.
Ulcer Index Tiefe und Persistenz der prozentualen Drawdowns von vorherigen Hochs Bezieht sämtliche Drawdown-Werte des betrachteten Zeitraums ein und gewichtet tiefere Rückgänge durch das Quadrieren stärker.

Hintergrund und Geschichte des Ulcer-Index-Indikators

  • 1987: Peter Martin entwickelt den Ulcer Index als Maß für das Abwärtsrisiko von Investmentfonds. Der Name spielt auf den Stress an, den Kursrückgänge bei Anlegern auslösen.
  • 1989: Erstveröffentlichung des Konzepts im Buch „The Investor’s Guide to Fidelity Funds“ von Peter Martin und Byron McCann.
  • Später: Ableitung des Ulcer Performance Index (Martin Ratio) als drawdown-basierte Alternative zur Sharpe Ratio sowie breite Adaption durch die Verfügbarkeit in populären Charting-Plattformen.

Fazit zu Ulcer Index

Der Ulcer Index quantifiziert Tiefe und Dauer von Kursrückgängen und eignet sich damit vor allem für langfristig orientierte Anleger und Händler mit Long-Fokus, die verschiedene Basiswerte hinsichtlich ihres Abwärtsrisikos vergleichen möchten. In Kombination mit einem Trendfilter und einem geglätteten Referenzniveau liefert er ein solides Bild der aktuellen Risikolage.

Weiterführende Informationen finden sich bei Peter G. Martin und Byron B. McCann, „The Investor’s Guide to Fidelity Funds“ (1989), in Martins eigener Ulcer-Index-Dokumentation sowie in der ChartSchool von StockCharts.

🔴 Kostenloses Live-Webinar: Optionshandel lernen und Zusatzeinkommen generieren

Lerne in unserem kostenlosen Live-Webinar am 12.10.2026 um 18:30 Uhr, wie du mit dem Optionshandel ein regelmäßiges Zusatzeinkommen aufbaust. Lerne, gute von schlechten Aktien zu unterscheiden und erkenne zuverlässig überteuerte Aktienkurse. Baue dir ein zweites Einkommen auf, mit dem du unabhängig der Marktlage Geld verdienen kannst. Klicke hier, um dich für das Webinar anzumelden.

DeltaValue GmbH hat 4,89 von 5 Sternen | 280 Bewertungen auf ProvenExpert.com