Duration-Rechner

Berechne die Macaulay Duration, die modifizierte Duration und die DV01 einer Anleihe. Schlüssele die Cashflows detailliert auf und führe eine Sensitivitätsanalyse durch.

Bond Duration & Annahmen

Annahmen
  • Settlement am Kupontermin, keine Stückzinsen
  • Gleiche Periodenlängen
  • Rendite wird mit Zahlungsfrequenz verzinst
  • Negative Renditen werden nicht unterstützt
  • Keine Floater, kündbaren oder wandelbaren Anleihen
Ergebnis
Rendite bis Fälligkeit --- aus Marktpreis berechnet
Anleihepreis ---
Macaulay Duration --- Jahre
Modified Duration --- Jahre
DV01 --- Preisänderung je 1 bp
Bei +100 bps ---
Zinssensitivität
Renditeänderung Geschätzter Preis Veränderung
Visualisierung
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Berechnung
Periode Zeit Cashflow Diskont Barwert Gewichtung Gew. Zeit

Hinweis: Dieser Rechner dient nur zur Illustration und stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkausempfehlung dar. Alle eingegebenen Daten bleiben lokal und werden nicht gespeichert.

Wofür ist der Duration-Rechner?

Der Duration-Rechner hilft dir einzuschätzen, wie stark der Preis einer Anleihe auf Veränderungen des Zinsniveaus reagiert. Du kannst entweder den aktuellen Marktpreis eingeben und daraus die Rendite bis Fälligkeit berechnen lassen oder eine bekannte Rendite verwenden, um den theoretischen Anleihepreis zu bestimmen.

Zusätzlich zeigt dir der Rechner wichtige Kennzahlen wie Macaulay Duration, Modified Duration und DV01. Damit erkennst du, wie lange das Kapital rechnerisch gebunden ist und wie empfindlich die Anleihe auf Zinsänderungen reagiert.

Hinweis: Das Rechenergebnis basiert auf vereinfachten Annahmen. Die tatsächlichen Anleihekurse können aufgrund verschiedener Faktoren von den berechneten Werten abweichen.

Welche Duration-Kennzahlen bietet der Duration-Rechner und wofür sind sie geeignet?

Der Rechner zeigt drei zentrale Duration-Kennzahlen.

  • Die Macaulay Duration gibt an, nach wie vielen Jahren das eingesetzte Kapital im gewichteten Durchschnitt zurückfließt. Sie eignet sich vor allem, um verschiedene Anleihen hinsichtlich ihrer Kapitalbindungsdauer zu vergleichen.
  • Die Modified Duration zeigt, wie stark sich der Anleihepreis näherungsweise verändert, wenn sich die Rendite um einen Prozentpunkt ändert. Sie ist besonders hilfreich, um das Zinsänderungsrisiko einer Anleihe schnell einzuschätzen.
  • Der DV01 gibt an, wie stark sich der Anleihepreis verändert, wenn sich die Rendite um einen Basispunkt verändert. Diese Kennzahl ist praktisch, wenn du kleinere Zinsbewegungen analysieren oder mehrere Anleihen direkt miteinander vergleichen möchtest.

Häufige Fragen zum Duration-Rechner

Welche Werte muss ich für die Duration-Berechnung eingeben?

Du gibst ein:

  • Nennwert: Der Nennwert ist der Betrag, den die Anleihe am Laufzeitende zurückzahlt.
  • Aktueller Anleihepreis: Wenn der Marktpreis bekannt ist, kann der Rechner daraus die Rendite bis Fälligkeit berechnen.
  • Rendite bis Fälligkeit: Wenn die Rendite bekannt ist, kann der Rechner daraus den theoretischen Anleihepreis ableiten.
  • Kuponrate: Die Kuponrate gibt an, wie hoch die jährliche Zinszahlung im Verhältnis zum Nennwert ist.
  • Restlaufzeit: Die Restlaufzeit zeigt, wie viele Jahre die Anleihe noch bis zur Rückzahlung läuft.
  • Zahlungsfrequenz: Die Zahlungsfrequenz legt fest, wie oft pro Jahr Kupons gezahlt werden, zum Beispiel jährlich, halbjährlich oder vierteljährlich.
  • Zinsänderung in Basispunkten: Mit diesem Szenario kannst du prüfen, wie sich eine bestimmte Renditeänderung ungefähr auf den Anleihepreis auswirkt.

Was ist der Unterschied zwischen Macaulay Duration und Modified Duration?

Die Macaulay Duration beschreibt den gewichteten durchschnittlichen Zeitpunkt der Rückflüsse aus Kupons und Rückzahlung. Die Modified Duration baut darauf auf und zeigt die geschätzte Preisreaktion auf Zinsänderungen.

Einfach gesagt: Die Macaulay Duration misst die zeitliche Kapitalbindung, die Modified Duration misst die Zinssensitivität.

Was bedeutet DV01?

DV01 steht für die Preisänderung bei einer Renditeänderung von einem Basispunkt. Ein Basispunkt entspricht 0,01 Prozentpunkten. Wenn der DV01 zum Beispiel 0,80 Euro beträgt, würde der Anleihepreis bei einem Renditeanstieg um einen Basispunkt näherungsweise um 0,80 Euro fallen.

Wie interpretiere ich die Zinssensitivität richtig?

Die Zinssensitivität zeigt dir, wie sich der geschätzte Anleihepreis bei unterschiedlichen Renditeänderungen entwickelt. Steigen die Renditen, fällt der Anleihepreis in der Regel. Fallen die Renditen, steigt der Anleihepreis meist.

Mithilfe der Tabelle lässt sich schnell erkennen, wie stark eine Anleihe auf typische Zinsschritte von 25, 50 oder 100 Basispunkten reagieren könnte.

Wie wirken Laufzeit, Kupon, Rendite und Zahlungsfrequenz auf die Duration?

Grundsätzlich gilt: Je länger die Restlaufzeit, desto höher ist meist die Duration. Je niedriger der Kupon, desto stärker hängt der Wert der Anleihe von der späteren Rückzahlung ab — dadurch steigt die Duration häufig ebenfalls.

Eine höhere Rendite senkt die Barwerte späterer Zahlungen stärker und kann die Duration reduzieren. Auch die Zahlungsfrequenz beeinflusst die Berechnung, weil Kupons je nach Frequenz früher oder später zufließen.

Warum ist die Duration nur eine Näherung für Preisänderungen?

Die Modified Duration beschreibt eine lineare Näherung. Tatsächlich verläuft die Beziehung zwischen Rendite und Anleihepreis aber gekrümmt. Deshalb kann die tatsächliche Preisänderung bei größeren Zinsbewegungen von der Duration-Schätzung abweichen.

Je größer die Zinsänderung ist, desto wichtiger wird dieser Effekt. Für kleine Zinsbewegungen liefert die Duration jedoch meist eine gute erste Orientierung.

So nutzt du die Ergebnisse sinnvoll

Nutze die Duration nicht als alleinige Bewertungskennzahl, sondern als Maß für das Zinsrisiko. Eine hohe Duration bedeutet, dass der Anleihepreis stärker auf Zinsänderungen reagiert. Eine niedrige Duration deutet auf eine geringere Zinssensitivität hin.

Vergleiche Anleihen daher nicht nur nach Rendite, sondern auch nach Laufzeit, Kuponstruktur und Duration. So erkennst du besser, ob eine höhere Rendite auch mit einem höheren Zinsänderungsrisiko verbunden ist.

Der Rechner kann dir helfen, Szenarien durchzuspielen. Besonders hilfreich ist der Vergleich verschiedener Zinsschritte, etwa +25, +50 oder +100 Basispunkte. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie empfindlich eine Anleihe auf ein verändertes Zinsumfeld reagieren kann.

Warum weicht die geschätzte Preisänderung von der tatsächlichen Preisänderung ab?

Die geschätzte Preisänderung basiert auf der Modified Duration. Sie ist eine Näherung und funktioniert besonders gut bei kleinen Renditeänderungen. Bei größeren Zinsbewegungen kann die tatsächliche Preisänderung abweichen, weil Anleihepreise nicht linear auf Renditeänderungen reagieren.

Außerdem arbeitet der Rechner mit vereinfachenden Annahmen, zum Beispiel ohne Stückzinsen, ohne kündbare Anleihen und ohne variable Kupons. In der Praxis können zusätzliche Faktoren wie Liquidität, Bonität, Marktumfeld oder Kündigungsrechte den tatsächlichen Marktpreis ebenfalls beeinflussen.

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