Pivot Points Standard Indikator – Erklärung, Berechnung & Beispiel
Der Pivot Points Standard Indikator stellt ein zentrales Preisniveau (P) sowie mehrere Unterstützungs- und Widerstandslinien dar. Bei der Variante „Traditional“ werden diese Niveaus aus Hoch, Tief und Schlusskurs der abgeschlossenen Vorperiode berechnet. Andere Varianten dagegen weichen davon ab. Für den Händler entsteht daraus ein regelbasiertes Preisraster, das als Orientierung für mögliche Einstiegs-, Ziel- und Absicherungsbereiche dienen kann.
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Pivot Points Standard im Überblick
| Indikator-Steckbrief: Pivot Points Standard | |
|---|---|
| Kategorie | Unterstützung & Widerstand (Preisniveaus) |
| Darstellung | Direkt auf dem Preischart (Overlay) |
| Standardparameter | Typ: Traditional; Pivots-Zeitrahmen: Auto; Anzahl zurückliegender Pivots: 15; Daily-basierte Werte: aktiv |
| Wertebereich | Unbegrenzt – die Werte liegen in der Preisskala des Basiswerts |
| Typische Zeitrahmen | Intraday (1 Min – 4 Std) mit Tages- oder Wochenpivots; Tageschart mit Monatspivots; Wochen-/Monatschart mit Jahrespivots |
| Märkte | Aktien, Indizes, Futures, Forex, Kryptowährungen – universell einsetzbar |
| Entwickelt von | Parketthändlern der US-Terminbörsen (daher „Floor Pivots“); verbreitet u.a. durch Larry Williams (1979) und John L. Person (2004) |
Pivot Points Standard – Signale und Interpretation
Pivot Points Standard stellt im Voraus berechnete Preisniveaus für mögliche Unterstützungs- und Widerstandsbereiche dar.
- Der zentrale Pivot wird mit P bezeichnet.
- Die darüberliegenden Widerstandsebenen werden als R1, R2 usw. („Resistance“) und
- die darunterliegenden Unterstützungsebenen als S1, S2 usw. („Support“) bezeichnet.

Pivot Points Standard richtig lesen
Interpretiert wird anschließend, wie sich der Kurs an diesen Marken verhält. Die Lage ober- oder unterhalb des zentralen Pivots kann dabei als Bestandteil einer Richtungsbeurteilung dienen.
Die Pivot-Ebenen werden für jede neue Berechnungsperiode auf Basis der vorherigen Periode neu bestimmt. Deshalb verschieben sich P sowie die R- und S-Ebenen mit Beginn einer neuen Pivot-Periode.
Bullisches Setup (potenzielles Kaufsignal)
Notiert der Kurs oberhalb des zentralen Pivots, können R1 und anschließend R2 als potenzielle Widerstands- bzw. Zielbereiche beobachtet werden. Ein bestätigter Ausbruch über R1 oder eine erkennbare Zurückweisung tieferer Kurse an P bzw. S1 kann Bestandteil eines bullischen Setups sein.
Bärisches Setup (potenzielles Verkaufssignal)
Notiert der Kurs unterhalb des zentralen Pivots, können S1 und anschließend S2 als potenzielle Unterstützungs- bzw. Zielbereiche dienen. Ebenso kann eine Zurückweisung höherer Kurse an P, R1 oder R2 Bestandteil eines bärischen Setups sein.
Neutraler Bereich
Kreuzt der Kurs den zentralen Pivot wiederholt oder kehrt nach kurzfristigen Bewegungen darüber bzw. darunter wieder in dessen Nähe zurück, liefert die Lage zum Pivot allein keine klare Richtungsinformation. In solchen Phasen können Händler auf zusätzliche Bestätigung warten, beispielsweise auf einen bestätigten Ausbruch oder eine erkennbare Reaktion an einer der angrenzenden Pivot-Ebenen.
Äußere Pivot-Bereiche ab R2/S2
R2 und S2 liegen beim Typ Traditional jeweils eine vollständige Vorperiodenspanne ober- bzw. unterhalb des zentralen Pivots. Dadurch markieren sie weiter außen liegende Referenzbereiche. Darüber hinaus können zusätzliche Ebenen wie R3 bis R5 bzw. S3 bis S5 berechnet werden.
- Ein Vorstoß über R2 zeigt eine ausgeprägte Aufwärtsbewegung und eine vergleichsweise große Distanz zum zentralen Pivot. R3 kann anschließend als nächste äußere Referenz dienen.
- Unterhalb von S2 gilt dies spiegelbildlich: Die Bewegung zeigt ausgeprägte Schwäche und eine große Distanz zum zentralen Pivot. S3 kann als nächste äußere Referenz dienen.
Berechnung des Pivot Points Standard-Indikators
Ausgangspunkt für die Berechnung des Pivot Points „Traditional“ sind Hoch (H), Tief (L) und Schlusskurs (C) der abgeschlossenen Vorperiode – also des Vortages, der Vorwoche oder des Vormonats, je nach gewähltem Pivot-Zeitrahmen. Aus diesen Werten wird zunächst der zentrale Pivot berechnet. Die weiteren Ebenen folgen anschließend festen Formeln:
- R1 entsteht durch Spiegelung des Vorperiodentiefs an P, S1 entsprechend durch Spiegelung des Vorperiodenhochs. Je nach Lage des Schlusskurses kann R1 dabei oberhalb des vorherigen Hochs oder S1 unterhalb des vorherigen Tiefs liegen.
- R2 und S2 liegen exakt eine Vorperiodenspanne (H − L) ober- beziehungsweise unterhalb von P.
- R3 und S3 setzen das Raster weiter fort. Beim Typ Traditional lässt sich dies auch als R3 = R1 + (H − L) bzw. S3 = S1 − (H − L) ausdrücken.
Schritt 1 – Zentraler Pivot (P):
Schritt 2 – Erste Widerstands- und Unterstützungsebene:
Schritt 3 – Zweite Ebene über die Vorperiodenspanne:
Schritt 4 – Dritte Ebene (äußere Extremwerte):
Berechnung R4/S4 und R5/S5
TradingView berechnet bei der Pivot-Point-Variante „Traditional“ zusätzlich R4/S4 und R5/S5.
Schritt 5 – Weitere Pivot-Point-Ebenen in TradingView:
Berechnungsbeispiel für Pivot Points Standard
Angenommen, die abgeschlossene Vorperiode weist ein Hoch von 110 Punkten, ein Tief von 100 Punkten und einen Schlusskurs von 108 Punkten auf. Beim Typ „Traditional“ ergibt sich zunächst der zentrale Pivot:
Aus diesem Wert und der Vorperiodenspanne von 10 Punkten lassen sich anschließend die Unterstützungs- und Widerstandsniveaus berechnen:
| Niveau | Berechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| R5 | 4 × 106 + (110 − 4 × 100) | 134 |
| R4 | 3 × 106 + (110 − 3 × 100) | 128 |
| R3 | 2 × 106 + (110 − 2 × 100) | 122 |
| R2 | 106 + (110 − 100) | 116 |
| R1 | 2 × 106 − 100 | 112 |
| P | (110 + 100 + 108) / 3 | 106 |
| S1 | 2 × 106 − 110 | 102 |
| S2 | 106 − (110 − 100) | 96 |
| S3 | 2 × 106 − (2 × 110 − 100) | 92 |
| S4 | 3 × 106 − (3 × 110 − 100) | 88 |
| S5 | 4 × 106 − (4 × 110 − 100) | 84 |
Da der Schlusskurs mit 108 Punkten oberhalb der Mitte der Vorperiodenspanne liegt, befindet sich R1 mit 112 Punkten bereits oberhalb des vorherigen Hochs von 110 Punkten.
Typische Pivot Points Standard-Einstellungen
Der Pivot Points Standard-Indikator kennt keine Glättungsperiode, sondern vier praxisrelevante Parameter:
- Typ: Neben „Traditional“ stehen Classic, Fibonacci, Woodie, DM und Camarilla zur Wahl. Alle Varianten teilen denselben zentralen Pivot (Ausnahme: Woodie und DM), unterscheiden sich aber in der Berechnung der Nebenlinien. Camarilla legt die Niveaus enger um den Schlusskurs und eignet sich für Mean-Reversion-Ansätze, Classic und Traditional spannen ein weiteres Raster auf.
- Pivots-Zeitrahmen: Er legt fest, aus welcher Periode die Ausgangsdaten stammen, und ist stets täglich oder höher. Die Einstellung „Auto“ wählt 1D für Chartauflösungen bis einschließlich 15 Minuten, 1W für Auflösungen über 15 Minuten und unter einem Tag sowie 1M ab dem Tageschart. Ein kürzerer Zeitrahmen erzeugt mehr Reaktionspunkte, ein längerer stabilere und stärker beachtete Niveaus.
- Anzahl zurückliegender Pivots: Standardmäßig 15 – der Chart zeigt also die Pivot-Sets der letzten 15 Perioden. Unabhängig vom eingestellten Wert zeichnet der Indikator maximal 500 Linien.
- Daily-basierte Werte: Ist die Option aktiv, bezieht der Indikator die Daten direkt aus dem höheren Zeitrahmen. Das hält die Niveaus zwischen Intraday- und Tagescharts identisch – ein wichtiger Punkt, weil Intraday- und Tagesdatenfeeds bei vielen Titeln voneinander abweichen.
Beispiel: Pivot Points Standard-Indikator im Chart
Der folgende Tageschart zeigt den S&P-500-Index (SPX) mit den Pivot Points Standard direkt im Kurschart. Da der Indikator auf dem Tageschart in der Auto-Einstellung Monatspivots verwendet, bleibt jedes Linienset einen Monat lang fix. Gut erkennbar sind die Stufen von einem Monat zum nächsten, das Verhalten des Kurses ober- und unterhalb des zentralen Pivots sowie die Anläufe an R1 und R2 in Aufwärtsphasen.
Pivot Points Standard-Indikator in TradingView erstellen
Die Pivot Points Standard gehören in TradingView zu den fest integrierten Standard-Indikatoren und lassen sich in wenigen Schritten auf jedem Chart aktivieren:
- Schritt 1: Den gewünschten Basiswert öffnen (z.B. SPX).
- Schritt 2: In der oberen Toolbar auf „Indikatoren“ (Indicators) klicken, um die Indikator-Suche zu öffnen.
- Schritt 3: Im Suchfeld „Pivot Points Standard“ eingeben und den Treffer aus der Kategorie der eingebauten Indikatoren (Technicals) auswählen.
- Schritt 4: Mit einem Klick werden die Pivot-Linien direkt auf dem Kurschart hinzugefügt.
- Schritt 5: Über das Zahnrad-Symbol (Einstellungen) lassen sich unter „Inputs“ der Typ, der Pivots-Zeitrahmen, die Anzahl zurückliegender Pivots sowie die Option „Use Daily-based Values“ anpassen. Unter „Style“ lassen sich einzelne Linien (P, R1–R5, S1–S5) ein- oder ausblenden und farblich unterscheiden.
Pivot Points Standard-Indikator – Stärken und Schwächen
Stärken
- Vorlaufend statt nachlaufend: Die Niveaus stehen vor Periodenbeginn fest und müssen nicht erst durch Kursbewegung entstehen
- Regelbasiert und reproduzierbar – bei identischer Berechnungsformel, identischem Pivot-Zeitrahmen sowie identischen OHLC- und Sitzungsdaten entstehen dieselben Linien
- Berechnungstyp, Pivot-Zeitrahmen und Datenbasis bleiben konfigurierbar
- Liefert klar definierte Marken für Einstieg, Ziel und Stop-Platzierung
Schwächen
- Rein technisch: Nachrichtenlage, Eröffnungslücken und Terminkalender bleiben unberücksichtigt
- In starken Trendphasen werden mehrere Ebenen ohne Reaktion durchlaufen
- Verzerrte Ausgangsdaten nach Feiertagen, verkürzten Sitzungen oder extremen Einzelbewegungen
- Die Vielzahl an Linien kann dazu verleiten, Kursreaktionen im Nachhinein einer jeweils passenden Pivot-Ebene zuzuordnen
- Abweichende Sitzungsdefinitionen und Datenquellen führen bei identischem Basiswert zu unterschiedlichen Werten
Mögliche Kombinationen mit anderen Indikatoren
Die Pivot Points entfalten ihre Stärke besonders in Kombination mit anderen Indikatoren der technischen Analyse:
- Volume Weighted Average Price (VWAP): Fallen Pivot und VWAP nahezu zusammen, entsteht eine verdichtete Zone, an der sowohl preis- als auch volumenorientierte Marktteilnehmer aktiv werden.
- Relative Strength Index (RSI): Ein überverkaufter RSI im Bereich einer Unterstützung oder ein überkaufter RSI an einem Widerstand kann als zusätzliche Bestätigung beziehungsweise Konfluenz dienen.
- Exponentieller gleitender Durchschnitt (EMA): Der EMA stellt die übergeordnete Richtung dar und filtert die Pivot-Signale – im Aufwärtstrend werden bevorzugt Rücksetzer auf P oder S1 gehandelt, im Abwärtstrend Anläufe an R1.
- Price Action / Kerzenmuster: Hammer, Engulfing oder vergleichbare Umkehrformationen unmittelbar an einer Pivot-Linie können eine kurzfristige Zurückweisung des Niveaus veranschaulichen und als zusätzlicher Auslöser innerhalb eines definierten Setups dienen.
- Support/Resistance und Fibonacci-Levels: Deckt sich ein Pivot mit einem markanten Vorperiodenhoch oder einem Fibonacci-Retracement, gewinnt die Zone erheblich an Relevanz – solche Konfluenzpunkte gelten als die belastbarsten Marken.
Traditional, Classic, Fibonacci, Woodie, DM und Camarilla im Vergleich
Der Name „Pivot Points Standard“ bezeichnet in TradingView den gesamten Indikator. Innerhalb seiner Einstellungen stehen sechs unterschiedliche Berechnungstypen zur Verfügung. Sie verwenden teilweise dieselben Ausgangsdaten, unterscheiden sich aber darin, wie der zentrale Pivot und die Unterstützungs- und Widerstandsniveaus berechnet werden.
| Typ | Basis des zentralen Pivots | Niveaus in TradingView | Wesentliche Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Traditional | Hoch, Tief und Schlusskurs der Vorperiode | P, R1–R5, S1–S5 | Die in diesem Artikel ausführlich behandelte Variante. R1/S1 entstehen durch Spiegelung von Tief bzw. Hoch am Pivot, die äußeren Ebenen setzen das Raster fort. |
| Classic | Hoch, Tief und Schlusskurs der Vorperiode | P, R1–R4, S1–S4 | P sowie R1/S1 und R2/S2 entsprechen Traditional. Ab R3/S3 verwendet TradingView jedoch andere Formeln auf Basis ganzer Vielfacher der Vorperiodenspanne. |
| Fibonacci | Hoch, Tief und Schlusskurs der Vorperiode | P, R1–R3, S1–S3 | Die Vorperiodenspanne wird mit 0,382, 0,618 und 1,000 multipliziert und symmetrisch zum Pivot addiert beziehungsweise subtrahiert. |
| Woodie | Hoch und Tief der Vorperiode sowie Eröffnungskurs der aktuellen Pivot-Periode | P, R1–R4, S1–S4 | TradingView gewichtet den aktuellen Eröffnungskurs doppelt: P = (H + L + 2 × aktueller Open) / 4. Damit kann sich der zentrale Pivot von Varianten unterscheiden, die ausschließlich Daten der abgeschlossenen Vorperiode verwenden. |
| DM | Eröffnung, Hoch, Tief und Schluss der Vorperiode | P, R1, S1 | Die Hilfsgröße X wird unterschiedlich berechnet, je nachdem, ob der Schlusskurs über, unter oder genau auf der Eröffnung der Vorperiode lag. Dadurch entstehen lediglich ein Unterstützungs- und ein Widerstandsniveau. |
| Camarilla | P aus Hoch, Tief und Schluss; Nebenlinien vor allem relativ zum Schlusskurs | P, R1–R5, S1–S5 | R1 bis R4 und S1 bis S4 werden eng um den Schlusskurs der Vorperiode gelegt. R5 und S5 folgen zusätzlichen Formeln. |
Pivot Points Standard oder Pivot Points High/Low?
TradingView bietet neben „Pivot Points Standard“ auch den Indikator „Pivot Points High Low“ an. Die beiden Indikatoren sind nicht austauschbar: „Pivot Points Standard“ projiziert rechnerische Preisniveaus für die laufende Periode, während „Pivot Points High/Low“ bereits entstandene lokale Extrempunkte im Kursverlauf bestimmt.
| Pivot Points Standard | Pivot Points High/Low | |
|---|---|---|
| Grundidee | Berechnet im Voraus Unterstützungs- und Widerstandsniveaus aus Kursdaten einer übergeordneten Periode | Identifiziert lokale Hoch- und Tiefpunkte direkt im Kursverlauf |
| Berechnungsbasis | Je nach Typ unter anderem Hoch, Tief, Schluss und teilweise Eröffnung | Anzahl der Kursbalken links und rechts eines lokalen Extrempunkts |
| Darstellung | Horizontale Preisniveaus wie P, R1, R2, S1 und S2 | Markierungen an bestätigten lokalen Swing-Hochs und Swing-Tiefs |
| Zeitpunkt | Traditional-Niveaus stehen nach Abschluss der verwendeten Vorperiode für die neue Pivot-Periode fest | Ein Pivot-Hoch oder Pivot-Tief kann erst bestätigt werden, nachdem die erforderliche Anzahl nachfolgender Balken vorliegt |
Hintergrund und Geschichte des Pivot Points Standard-Indikators
- Vor der Computerära: Die klassischen Floor Pivots wurden insbesondere von Parketthändlern an Terminbörsen genutzt, um aus Hoch, Tief und Schluss der Vorperiode mögliche Unterstützungs- und Widerstandsniveaus für die folgende Sitzung abzuleiten. Die Bezeichnung „Floor Pivots“ verweist auf diese historische Nutzung und Verbreitung.
- 1979: Larry Williams beschreibt die Pivot-Formel in „How I Made One Million Dollars Last Year Trading Commodities“ und macht sie damit einem breiteren Publikum zugänglich.
- 2002 bis 2010: Mark B. Fisher veröffentlichte 2002 das Pivot-Range-Konzept und verband es mit seiner ACD-Methodik. Frank Ochoa griff diesen Ansatz später ausdrücklich auf, bezog den zentralen Pivotpunkt zusätzlich in seine Darstellung ein und veröffentlichte 2010 seine Central-Pivot-Range-Implementierung sowie eine Developing-Pivot-Range-Variante.
- 2004 bis 2007: John L. Person etabliert die Pivot-Point-Analyse mit „A Complete Guide to Technical Trading Tactics“ und zahlreichen Vorträgen. In der Folge wird der Indikator fester Bestandteil nahezu jeder Charting-Software.
- Heute: Neben der klassischen Variante haben sich mit Fibonacci-, Woodie-, DeMark- und Camarilla-Pivots mehrere Berechnungsvarianten etabliert, die in TradingView über einen einzigen Indikator auswählbar sind.
Fazit zu Pivot Points Standard
Die Pivot Points Standard liefern ein einfaches, transparentes und vor allem vorab bekanntes Preisraster. Ihr Wert liegt weniger in einer prognostischen Kraft der Formel als in der breiten Beachtung der Niveaus – und darin, dass sie Struktur in die Tages- oder Monatsplanung bringen. Wer sie mit Trendfilter, Volumenanalyse und Price Action verbindet, erhält ein belastbares Gerüst. Wer nur nach diesem Indikator handelt, riskiert, in Trendphasen regelmäßig ausgestoppt zu werden.
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